Hertha BSC – War Jürgen Klinsmann trotz allem ein Segen?

Warum war Jürgen Klinsmanns Kritik trotz seines Abgangs extrem wichtig für Hertha BSC? Welche Veränderungen braucht es im Verein? Und wird sogar ein neuer Trainer à la Klinsmann benötigt? Das bespreche ich in meinem neuesten Video.

[email protected] 9. März 2020 um 21:11

So, wie ich das verstehe, hat Klinsmann sich eher als Manager gesehen und einen entsprechenden Stab um sich aufgebaut, so wie das in anderen Sportarten oder Ländern auch üblich ist. Von daher ist dieser Show-Teil gar nicht so unpassend bei dieser Rolle.

Oder mal anders gefragt: wieso wird durch Show die Trainerarbeit schlechter? Dein Kommentar ist inhaltlich etwas dünn.

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CE 10. März 2020 um 10:39

Ich verstehe die Frage nicht ganz. Welche Show?

Das Modell des „Managers“ – also des Trainers und Sportdirektors in einer Person – ist selbst in England nicht mehr so üblich, da die Aufgaben von Trainer und Manager zusammen derart komplex sind. Keine Ahnung, warum gerade Klinsmann den Wenger geben könnte.

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Gori 29. März 2020 um 10:01

Klinsmann könnte ansich schon mal gar nicht den Wenger geben. Wenger ist ein Trainer, Klinsmann ein Showman. Hat als Trainer nie wirklich etwas erreicht. Auch 2006 nicht wirklich denn der schlaue Kopf im Team war Jogi Löw. Als Fußballer war Klinsmann echt gut, alles danach im sportlichen Bereich gesehen, unterirdisch.

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savona 29. März 2020 um 16:23

So hart würde ich nicht urteilen. Ohne Klinsmanns Verve, dem verschlafenen DFB Innovationen aufzwingen zu wollen, hätte der schlaue Löw gar nichts ausgerichtet.

Auch mit der N11 der USA war Klinsmann z.T. recht erfolgreich. Dauerhaft konnte er dann die – vielleicht auch unrealistisch gestiegenen – Erwartungen in einem immerhin fünfjährigen Engagement nicht erfüllen, aber unterirdisch war es m.E. nicht, was er da abgeliefert hat.

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Koom 30. März 2020 um 07:59

Klinsmanns „Revolutionsdrang“ kann durchaus helfen. Muss nicht dringend als Trainer sein, aber generell kann sowas manchmal sehr helfen. Es gibt ja in vielen Vereinen verkrustete Stellen, an die keiner rangeht, weil da uralte Bündnisse und Gefälligkeiten dafür sorgen, dass man das so lässt. Allerdings: Wie am Körper sind verkrustete oder verschorfte Stellen auch einfach nur sehr robust und wichtig fürs Gesamtgefüge und nach Entfernung wirds schlimmer.

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Rayson 8. März 2020 um 19:41

Der Tenor des Videos ist zwar richtig, aber es wäre falsch anzunehmen, dass die angesprochenen Defizite im Umfeld von Hertha nicht längst diskutiert werden. Dazu brauchte es das Klinsmann-Intermezzo nicht. Man muss einerseits berücksichtigen, wo sich der Verein nach den Dieter-Hoeneß-Jahren befand – die hohe Verschuldung erzwang, entweder auf junge, noch nicht komplett fertige Spieler zu setzen (vorzugsweise aus den eigenen Reihen), oder auf alte Haudegen im absteigenden Ast ihrer Karriere. Daran mussten sich dann auch die Ansprüche anpassen – dass mit so einem Kader anspruchsvolle Ziele erreicht werden könnten, ist auch mit einem GRÖLAZ, dem größten Leader aller Zeiten, sehr unwahrscheinlich. Richtig ist aber, dass spätestens jetzt, wo etwas mehr Geld da ist, auch eine Anpassung der Strukturen erfolgen sollte. Dazu gibt es längst Ideen. Es scheint aber so, als müssten sich die Alpha-Tiere des Vereins in ihrer neuen Zusammensetzung erst noch finden, um dann ein gemeinsames Verständnis in dieser Richtung zu entwickeln. Wir wissen nur eins: Mit Dauergegrinse und Dauer-Tschakka wird das nicht gehen – man sollte Führung nicht mit Show verwechseln.

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