Donnerstag, 27.04.2017

Zocken

Beim Zocken geht es darum, dass einzelne (Offensiv-)Spieler sich nicht an der Defensivarbeit beteiligen, um nach Balleroberungen sofort anspielbar sein. Der Mittelstürmer macht dies meistens automatisch und es wird nur selten als Zocken bezeichnet. Vielfach sind es die ballfernen Flügelstürmer, welche sich nicht gänzlich zurückfallen lassen, sondern nach offenen Räumen suchen. Oftmals wird das Zocken auch benutzt, um hinter die aufrückenden gegnerischen Außenverteidiger zu kommen oder diese grundsätzlich am Aufrücken zu hindern. Manchmal sind es auch bestimmte Spieler, wie z.B. Cristiano Ronaldo häufig bei Real Madrid, welche zocken. Das Zocken kann sowohl physische als auch taktische Beweggründe haben und ballnah sowie ballfern praktiziert werden. In den kommenden Jahren könnte ein variables, situatives und dynamisches Zocken in Ballnähe von wechselnden Spielern einen größeren Stellenwert einnehmen, um das Gegen-/Konterpressing nach Balleroberungen zu umspielen. Aktuell wird es vorrangig genutzt, um möglichst schnell und mit Überzahl kontern zu können.