Samstag, 20.12.2014

Positionsspiel

Positionsspiel:

Im Englischen als Positionplay bezeichnet.

Die Maxime des Positionsspiels schreibt vor, dass Positionen in einer gegebenen  Grundformation besetzt sein müssen; dabei ist es im Idealfall unerheblich, welcher Spieler diese “Position” bzw. die Zone besetzt.

Der Begriff “Zone” anstatt “Position” wäre auch treffender – die Zonen werden je nach Angriffsgeschehen und individuellen Aufgaben angepasst und beschreiben somit keinen strikten Punkt auf dem Platz, sondern ein weiträumiges Gebiet, welches in unterschiedlichen Situationen in unterschiedlichen Punkten innerhalb des Raumes besetzt werden soll.

Das Prinzip des Positionsspiel basiert weitestgehend auf dem System des totaalvoetbals Ajax’ in den 70ern. Die Spieler bewegten sich frei auf dem Platz, doch abhängig von ihrer Bewegung und dem Verlassen der Zone, würde sich ein anderer Spieler in deren Zone positionieren, um Grundformation grob aufrechtzuerhalten.

Diese Art zu spielen, bildete in gewisser Weise die Grundlage für die Raumdeckung – wegen durchgehender Positionswechsel waren strikte Manndeckungennach Ballverlusten unmöglich. Es hilft außerdem beim  Entkommen aus gegnerischen Manndeckungen durch die hohe Fluidität und die Positionswechse, es ermöglicht desweiteren ein sicheres Aufbauspiel (die verlassenen Positionen werden okkupiert und bei Ballverlusten oder Fehlpässen steht man einigermaßen geordnet da) und ein flüssiges Kombinationsspiel durch situatives Verringern von Distanzen und Unterstützung des Ballführenden.

Eine genaue Beschreibung eines Beispiels findet sich auf dem Spox-Taktik-Blog vom User “vangaalsnase” unter diesem Link.