3. Spieltag: Datschges FC Passionata – RMs Duende

Willkommen beim zweiten Spiel des 3. Spieltags von Gruppe A. Hier ist schon so ziemlich alles geklärt – RM ist Gruppensieger, Datschge ausgeschieden.

Dennoch soll auch diese Partie bitte mit dem nötigen Ernst angegangen und entsprechend gerecht bewertet werden. Wie üblich gilt:

Ich appelliere an jeden Leser, sich vor der Abstimmung gründlich mit beiden Teams auseinanderzusetzen, um einen fairen Wettbewerb zu garantieren, bei dem die Ideen und die Arbeit beider Kontrahenten gewürdigt werden.

Bitte bedenkt bei der Abstimmung, wie realistisch die Maßnahmen und Wechselwirkungen der jeweiligen taktischen Matchpläne sind – im Kontext der Spieler, im Kontext der Spielmomente und im Kontext der kausalen Verbindungen von taktischen Faktoren.

Team-Analyse Datschge vs. Team-Analyse RM

Und dann geht es auch schon los!

MATCHPLAN DATSCHGE

Wie bereits meine beiden vorherigen Gegner stellt sich auch RMs Duende bisher mit eine klaren Aufteilung in einen dünn besetzten Offensivblock mit maximal drei Spielern, viel Zwischenraum und dann einem massierten rückwärtsorientierten Defensivblock auf. Wie schon bei den vorherigen beiden Gegenspielern stehen Duendes offensiven Spieler vor diversen Gretchenfrage, die sie weniger taktisch als durch individuelle Heroenstärke lösen sollen:
- Sich zurückfallen zu lassen, um zumindest ein bisschen Zugriff zu haben, damit aber Druck in den vordersten Reihen aufzugeben.
- Konsequent Breite zu geben, damit aber auch die Zwischenräume noch dünner zu besetzen als sie eh schon sind und auf Konter zu zocken.
- Ein zentrales und dadurch spielstäkeres, ballsicheres Dreieck zu bilden, womit dann aber sowohl Breite als auch je nach Höhe wieder entweder die Verbindung zur Abwehr oder die Nähe zum Tor fehlt.

Damit fehlt Duende wie auch den vorherigen Gegnern eine Entlastung der Defensive durch die eigenen Offensivspieler. In Anbetracht dessen gibt es keine Veranlassung für uns, von unserem bisherigen Weg abzuweichen, auch wenn dieser bis dato nicht honoriert wurde.

Philosophie

- Stürmerloses System, in der Zidane die Freirolle innehat und durch seine Statur und Ballkontrolle situationsabhängig eine falsche Neun, Zehn, Prellbock, Stoßstürmer und Lockvogel geben kann und durch seine Intelligenz, Übersicht und Technik immer die optimale Lösung findet.
- Kompaktes fluides Mittelfeld, welches durch hohe Ballkontrolle auch im engsten Raum stark auf zweite Bälle reagieren und im Ballbesitz diesen zirkulieren kann und durch freie Rochaden um Zidane herum die defensive Ordnung des Gegners zerstört.
- Spielintelligente Außen und Abwehr, die in der Defensive durch ihr Positionsspiel den bespielbaren Raum des Gegners eingrenzen, gegnerische Bälle abfängt und durch eigene weite Bälle und intelligente Läufe ein schnelles Umschalten in die Offensive ermöglichen.

-> Lässt der Gegner sich auf das kompakte Mittelfeld ein, können meine Mittelfeldspieler ihre Ballkontrolle auf engstem Raum sowie meine Abwehr ihre Übersicht über die dadurch freigelassenen Räume ausspielen. Tut er das dagegen nicht, sind effektiven ܜberzahlkombinationen Tür und Tor geöffnet.

Diese konstante Überzahlbildung (bzw. auch die konstante Gefahr ebendieser) im zentralen Raum bei hoher Ballkontrolle sorgt für viel eigenen Ballbesitz, vielen Chancen nach zweiten Bällen und wenig Entlastung für die mit der Zeit überforderte gegnerische Hintermannschaft.

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Das Spiel gegen RMs Schlüsselspieler

Messi wird eine Rolle als falsche Neun oder rechter Flügelstürmer innehaben. Um ihn herum werden sich die spielintelligenten und ballsicheren Spieler Cocu, Varela, Pirlo und Modric den Raum besetzen und je nach generischer Ballbesitzposition konsequent im Deckungsschatten behalten. So wird Messi immer mehr versuchen, die Bälle weiter hinten abzuholen, wodurch er seiner Stärke beraubt wird.

Cristiano Ronaldo wird höchstwahrscheinlich von seiner Paradeposition als linker Flügelstürmer starten. Hier wird er von den kampfstarken und ausdauernden Spielern Hong, Effenberg und Gullit in ein Dreieck eingepasst. In der Regel wird Hong ihn hart angehen, während Effenberg und Gullit ihn in den Deckungsschatten nehmen und besonders letzter Cristianos Zocken für eigene Vorstöߟe nutzt.

Die Position des relativ tiefspielenden Zehners wird entweder von Platini oder Messi eingenommen. In dieser Situation bilden Pirlo, Modric, Effenberg und Zidane eine isolierende Raute, die den Spieler von Ball und Tor fernhält. Dabei können Modric und Effenberg den Gegenspieler angehen, während Pirlo und Zidane den Raum nach vorne bzw. zurück absichern.

Gegen Alberto und Brehme spielen jeweils Rivelino und Gonzalez. Wie bereits zur zweiten Halbzeit des vorherigen Spieles werden beide Flügelspieler bei Ballbesitz eines gegnerischen Innenverteidigers diese Anlaufen, während der jeweilige Außenverteidiger im Deckungsschatten gehalten wird. Dadurch wird der gegnerische Spielaufbau zu unserem starken Zentrum gelenkt, wo dann unsere Kompaktheitsfalle zuschnappt.

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Die eigenen Stärken

In der vorderen Reihen können Rivelino und Zidane sowohl spielmacherisch wirken, beidfüߟig scharfe Schüsse aus der Tiefe abgeben als auch sich mit pressingresistenten Dribbling und Kombinationen in Tornähe bringen. Genau letzteres ist aber auch besonders Gonzalez’ Stärke, der damit seinen Mittspielern Räume schafft.

Davon profitiert aus der zweiten Reihe besonders Gullit, der mit seiner Dynamik und Geschwindigkeit genau diese Räume für weitere Kombinations- und Abschlussmöglichkeiten nutzen kann. Die fluiden Kombinationsmöglichkeiten werden auf der linken Seite wechselweise durch Modric und Cocu ergänzt. Absichernd wirkt dahinter der bewährte Effenberg.

Die Absicherung der Auߟen und der Druck im Zentrum wird weiter verstärkt durch ein Abkippen Pirlos bzw. ein seitliches Aufrücken von Valero und Hong, welches Cocu und Gullit eine höhere Ausgangsstellung ermöglicht. Dadurch wird der Gegner zu unkontrollierten Befreiungsschlägen genötigt, die dann gefahrlos durch die Dreierreihe sowie dem aufrückenden, mitspielenden Towart Higuita aufgesammelt werden können. Gleichzeitig besitzt dann die gesamte letzte Reihe die ausgezeichnete Fähigkeit, den Spielaufbau nicht nur flach, sondern auch unter Umgehung eines potentiell aufkommenden Angriffspressings durch schnelle Seitenwechsel, Diagonalbälle und Halbfeldflanken zu beschleunigen.

MATCHPLAN RM

Datschge hat eine tolle Mannschaft, doch sie besteht auch aus einer Vielzahl sich ähnlicher Spezialisten; und dagegen kann man vorgehen.

Die Nadelspielerschwäche

Sein Spiel wird auf Engen aufgebaut, auf Kombinationsspiel durch Engen und Freispielen von Räumen strukturiert. Darum spiele ich mit einem hohen passiven Abwehr- beziehungsweise einem tiefen passiven Mittelfeldpressing in einer unüblichen Formation; einem 2-5-3 als Variante einer fünferkettenartigen defensiven Rollenverteilung. Dabei bezieht sich der Kettenmechanismus auf die Mittelfeldreihe, denn ich spiele nicht mit zwei Innenverteidigern, sondern mit zwei Liberi hinter der Fünferreihe.

Im Mittelfeld presse ich also passiv; ich spiele mit den Deckungsschatten und infiltriere nicht die Vakuumräume in der Raute. Eine Manndeckung gibt es nur bei Läufen in die Tiefe aus zentralen Positionen in gefährliche Räume; diese „Tiefenmanndeckung“ gilt nur aus dem Raum im Mittelfeld bis knapp zu den Liberi. Im Prinzip soll es nur die Konzentration meiner zwei Stopper auf die einzigen wirklich vertikalen und dynamischen erleichtern.

Jimmy Johnstone und „El Magico“

Johnstone und Gonzalez. Schnell, dynamisch, dribbelstark und technisch herausragend. Aber Johnstone war eigentlich ein Flügelstürmer, Gonzalez kam normalerweise aus der Tiefe. Die Ursachw war ihre Größe; sie sind zu klein und instabil für die früheren bulligen Innenverteidiger und können lange Bälle kaum behaupten. Das ist der zweite Grund für meine enorm kompakte Mittelfeldreihe. Prinzipiell stehen Bozsik und Voronin – beides sehr raumintelligente und in der Horizontale herausragend verschiebende Spieler – enger als die Halbspieler der gegnerischen Mittelfeldraute. Ziel ist es, dass Johnstone und Gonzalez im zentralen Raum abgedeckt werden. Flache Abspiele sollen ein Ding der Unmöglichkeit werden; Flachpässe in den Raum sind dank meiner tiefen Spielweise, den zwei athletischen Liberi und meiner Enge ebenfalls kaum spielbar.

Es bleiben also hohe Bälle auf den Mann oder Flanken von der Seite – keine wirkliche Chance für Gonzalez und Johnstone gegen mein athletisches und enorm kopfballstarkes Defensivdreieck im Zentrum. Bei Angriffen über die Flügel geht der ballnahe Außenverteidiger in Manndeckung über, der ballferne Außenverteidiger rückt ein, die zwei Halbspieler sind ebenfalls gut im Spiel nach hinten. Es entsteht eine vier gegen drei Stellung bei Flanken in der vordersten Linie, wo der Gegner nur einen halbwegs kopfballstarken Spieler hat (Zidane), und meine Halbspieler nehmen die gegnerischen Halbspieler, falls sie aufrücken, in eine situative Manndeckung; geht der Ball zurück zu neuem Spielaufbau, dann gibt es die Manndeckung natürlich nicht. Vorteilhaft für mich: Im Endeffekt bleiben meine Spieler immer in ihren Positionen.

Spielen Johnstone und Gonzalez nicht, dann fehlt Datschge an Dynamik und Vertikalität. Lassen sie sich nach hinten fallen, werden sie einfach in den totgestellten Raum übergeben. Gibt es einen Dreiersturm oder geht Johnstone in die Breite, dann stelle ich die Außenverteidiger tiefer und agiere im tiefen und kompakten 4-3-2-1 wie in der letzten Partie.

Superteam Raute - gegen Datschge

Die Rollen von Carlos Alberto und Andy Brehme

Carlos Alberto und Brehme gehören zu den komplettesten Außenverteidigern, sind sogar relativ kopfballstark und defensivstärksten bzw. defensivintelligentesten Flügelverteidigern aller Zeiten; wieso ich sie auch Alternativen wie Alves, Roberto Carlos oder auch Briegel vorgezogen habe. In meinem System erfüllen sie wichtige Aufgaben. Sie stehen im Normalfall eng an die Mittelfeldreihe und helfen in der horizontalen Kompaktheit. Weichen die Stürmer auf die Seite, spielen sie wie normale Außenverteidiger. Gehen die Außenverteidiger des Gegners nach vorne, dann nehmen sie in eine Manndeckung, wo sie sich zuvor etwas fallen lassen, um Pässe in den Rücken zu vermeiden.

Nach Ballgewinnen sind sie auch wichtig. Hier machen sie offensiv weite Wege und geben Breite, es rücken auch prinzipiell beide auf, abgesichert wird durch eine defensivorientierte 2-3-Stellung der Mittelfeldakteure; das passive Mittelfeld-/Abwehrpressing sorgt für die nötige Kraft im Spiel nach vorne.

Datschge spielt außerdem mit Bo und Varela in der Innenverteidigung, einem Sechser mit Schwächen in der Defensive und maximal einem Außenspieler pro Seite; welche beide kaum als Außenverteidiger agierten. Ich überlade diese Räume also bewusst und binde die gegnerischen Außenverteidiger auf die Seite. Zentral habe ich Cristiano Ronaldo für Gefahr nach situativen Flanken oder für Pässe in den Lauf nach Kontern, George Best und Leo Messi pressen situativ auf die Halbspieler der Raute, sind aber prinzipiell frei für ein Zocken in den seitlichen Halbräumen und Fluidität. Ich kann also dank der hohen Dynamik meiner Akteure nicht nur schnell kontern, sondern habe Überzahl. Insbesondere wenn er wegen seiner mangelnden offensiven Durchschlagskraft zu mehr Offensive seiner Außenverteidiger greifen sollte.

Superteam Raute - gegen Datschge Pressing

Verschieben bei rechtsseitigem Pressing

Mangelnde Breite und Gefahr durch Breite

Geht nur einer der Außenverteidiger nach vorne, dann kann mein ballferner Außen wie erwähnt einrücken. Gehen beide nach vorne, dann habe ich wieder zwei klassische Außenverteidiger und ein kompaktes 4-3-2-1, wo Best, Messi und Ronaldo auf Konter warten. Dank Bozsik, Voronin, Ocwirk und Rijkaard  kann ich mit sehr pressingresistenten und passstarken Spielern diese Akteure umgehend einsetzen und die Überzahl ausspielen. Das könnte ein großer Faktor werden, falls Datschge abermals in seiner Raute agiert. Stellt er um, dann agieren wir natürlich weiterhin kompakt und tief im 4-3-2-1, wo wir primär den Zwischenlinienraum versperren und über seine Außen und Halbräume kommen. Denn seine Mittelfeldspieler besitzen ebenfalls etwas unpassende Charakteristika.

Die Drei…

… im 4-„3“-1-2 besteht aus Modric, Effenberg, Rivelino oder Pirlo.

Modric ist körperlich unterlegen und auf längeren Distanzen langsam; ich komme mit vielen langen Bällen. Effenberg agierte viel mit langen Bällen aus Umschaltsituationen, die es nicht geben wird. Defensiv war er im direkten Zweikampf zwar toll, doch auch er benötigte wegen mangelnder Dynamik eine Absicherung (Jeremies). Rivelino ist kein Spieler für eine Raute, sondern ein spielgestaltender Flügelstürmer. Pirlo kann auf der Sechs zwar Bälle in seiner Nähe abfangen, ist aber keiner, der die gesamte Horizontale sichert. Wer auch immer spielt – nach Kontern werde ich die Räume hinter den Halbpositionen finden.

Ansonsten?

Gullit vorne für Kopfballverlängerungen? Dann fehlt ihm hinten rechts oder in der IV einer, außerdem sind meine Liberi ja raumfrei. Gullits Athletik kommt gegen mein athletisches kopfballstarkes Defensivdreieck kaum zum Zug. Flügelstürmer im 4-3-3? 4-3-2-1 mit viel Kompaktheit und defensiveren Flügelverteidigern. Zidane oder Gullit als falsche Neun im 4-3-3 mit zwei diagonalen Flügelstürmern? Ein 3-4-2-1 mit der Abwehr Alberto – Ocwirk – Brehme und einer Manndeckung eines Sechsers (Charles) auf den falschen Neuner sollte Wunder wirken.

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HALBZEITPAUSE

RM geht mit einem knappen Vorsrpung von 14:10 Stimmen in die Halbzeit.

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HALBZEITANSPRACHE DATSCHGE

RM reagierte gröߟtenteils wie erwartet. Jedoch versucht er auf der einen Seite, mit konsequenten Linienspiel einer Fünferkette, unserem kompakten gestaffelten Mittelfeld den Wind aus den Segeln zu nehmen, auf der anderen Seite nutzt er dies im 2-5-3 aber nicht, um ebenso konsequent auf Abseits zu spielen: Diese wird durch die zwei Liberi dahinter wieder aufgehoben! Die “Absicherung” durch die Liberi ist also genau die Ebene, auf der wir die gegnerische Defensive und somit ihre Grundordnung attackieren:

- Die vermeintlich absichernden Bewegungen der Liberi Rijkaard und Ocwirk bei Läfen werden dazu genutzt, dauerhaft eine wenn auch minimale Staffelung sowie Zwischenraum zwischen letzter Reihe und Fünferkette zu provozieren.

- Dadurch fällt der große Vorteil der Fünferkette weg: Dauerhafte Breite ohne Verschiebung. Diese bringt nichts, wenn ohne Abseitsgefahr der Raum dahinter besetzt werden kann. Das tun wir bereits, indem unsere Flügelstürmer Rivelino und Gonzalez die Außenverteidiger Brehme und Alberto in ihren Deckungsschatten nehmen.

- Die defensiven Mittelfeldspieler Bozik und Voronin wollen dann zusätzlich zur ܜberzahlbildung abkippen. Damit ist die Fünferkette entgültig hinfällig. Die Flügelstürmer Best und Messi sollen das durch tiefe Stellung und Rückwärtspressing ausgleichen. Dies erlaubt es unseren Außenverteidigern Gullit und Cocu, gefahrlos mitaufzurücken und die tiefe Stellung der gegnerischen Flügelstürmer zu zementieren.

- Damit bleibt bei Duende Cristiano Ronaldo als alleiniger isolierter zockender Offensivposten übrig. Dieser wird durch Varela spielintelligent gesichert und vom Sammler Effenberg in seinen Deckungsschatten genommen, während Higuita durch vorrausschauendes Aufrücken den großen offenen Konterraum absichert.

- Hong und Pirlo rücken dadurch weiter auf, bieten zusätzliche Staffelung und Gefahr durch scharfe Weitschüsse.

- Im Ergebnis haben wir wieder genügend Dreieckbildungen bei Gleichzahl, wenn nicht eigener ܜberzahl, so dass der Versuch Duendes, alle Gegenspieler in Deckungsschatten zu ziehen, zwangsläufig fehlschlägt und uns durch die hinter den Schatten liegenden Freiräume besten Abschlussmöglichkeiten bietet.

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HALBZEITANSPRACHE RM

Jungs, es ist ein knappes Spiel, aber wir sind ja als Gruppensieger weiter – darum spielen wir jetzt auf Sieg! Leo, Cristiano, Andy, ihr hattet als einzige Spieler noch keine Schonung. Zur Halbzeit kommt ihr raus. Michel, Luis, Mario, ihr kommt in die Partie.

Defensiv können wir mit dieser Formation situative Sechserketten erzeugen, wo wir ihnen nicht die Engen im Zwischenlinienraum geben, aber sie nur durch Herausrücken zurückpressen, anstatt sie zu einem Nadelspielerfestessen einzuladen.

Wichtig ist dies auch, falls wir bei langen Bällen auf einen der kopfballstärksten Spieler aller Zeiten, John Charles, ihn nicht behaupten können sollten.

Georgie, du nutzt deine Beweglichkeit  und Dribbelstärke für Dribblings in den Halbräumen hinter seiner Raute und spielst dann Lochpässe auf Carlos Alberto. Der kann dann schießen oder flanken. Aber nicht nur das – du öffnest durch ein Aufrücken und wegen der gegnerischen Raute Räume hinter dir für Suarez, der tolle lange Bälle schlagen kann und früher schon für Facchetti absicherte. Wir können durch die hohe Anzahl an Spielern in der Abwehr und Kreß nach langen Bällen den Ball zurückspielen und auf die andere Seite spielen lassen.

Wir wechseln die Seite, bis sich ein Loch öffnet! Mario, du kannst dann mit deiner unfassbaren Schussstärke aufrücken, während Rijkaard dich im Mittelfeld unterstützt. So haben wir mehr Leute im Mittelfeld, Bozsik und Suarez können von den Seiten lange Bälle schlagen und wir sind defensiv auch immer gut abgesichert. Seine Nadelspielerraute gefährdet unsere Breite nicht, wir stehen defensiv weiterhin in einem enorm kompakten Block da. Viel Herausrücken, aber immer eine Option geben – nach hinten! Dadurch dämmen wir ihre spezifischen Fähigkeiten ein.

Michel, du bist als torgefährlicher falscher Zehner enorm wichtig. Georgie, lass dich ruhig auch mal fallen, wenn es keine Option gibt – wir haben so tolle Freistoßschützen und enorm kopfballstarke Spieler. Das nutzen wir! Gemma, Buaschn!

Superteam Raute - gegen Datschge HZ

 

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SCHLUSSPFIFF

Das Spiel ist beendet und es war tatsächlich enorm knapp. Nach dem knappen Pausenrückstand konnte Datschge im zweiten Durchgang noch gut aufholen und verbuchte letztlich insgesamt 1 Stimme mehr für sich. Allerdings hat die Mehrheit der Voter für ein Unentschieden gestimmt, so dass diese Remis endet, wenngleich mit der etwas besseren Prozentbilanz für Datschge.

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Insgesamt: Datschge 22 Stimmen, RM 21 Stimmen, Unentschieden 26 Stimmen. Dadurch gibt es ein 32:30-UNENTSCHIEDEN mit dem besseren Stimmverhältnis zugunsten von Datschge.

Posted in Die Spiele, Gruppe A
9 comments on “3. Spieltag: Datschges FC Passionata – RMs Duende
  1. Vinnie says:

    Datschge mit einer fast perfekten Gegneranalyse, die im die Dominanz im Mittelfeld bescheren dürfte. RMs ungewöhnliche Defensivformation scheint mir aber das richtige Mittel zu sein, um Datschges Chancenmenge und -qualität gering zu halten. Mit 0:0 geht es in die Pause.

  2. theboss says:

    Datschge hat RMs Spielweise genau vorausgesagt, RMs einziges Mittel zum Ziel sind Konter aber Pressing gibts nicht und Datschge ist sehr stabil.
    Mit der stabilen 6er Mitte kann auf dem riesigen Platz vor der Abwehr beliebig kombiniert werden und genug Kreativität ist locker vorhanden, um den Riegel zu knacken. Die 3 Mittelfeldspieler stoßen selten vorne rein aber RMs Offensive ist nicht für Defensivarbeit bekannt, demnach haben Gullit und Cocu Zeit für ein Einschalten in die Offensive.
    Datschges Plan geht voll auf, Dauerdruck für die Defensive von RM und ein langer Pall von Pirlo in den Lauf von Gonzalez kommt an, der Ball wird gekonnt aufs lange Eck geschossen, 1:0.
    Im weiteren Verlauf geht eine Offensivbemühung Cocus Schief und Carlos Alberto trägt den Ball nach vorne. Alberto schickt Messi, dieser setzt zum Lauf an der Seitenlinie an, Modric kommt nicht hinterher, Messi tanzt Varela aus und flankt rein und am kurzen Pfosten ist Ronaldo als erster, 1:1.
    FC Passionata muss den Druck wieder erhöhen, Modric wird 24 Meter vorm Tor gefoult, Pirlo versenkt den Freistoß direkt, 2:1 Pausenführung für Datschge.

  3. Vinnie says:

    Auch eine vertretbare Deutung. Die Vorteile liegen auf jeden Fall auf Seiten von Datschge. Die Frage ist nur: Sind sie deutlich genug, damit es zur Halbzeitführung reicht?

  4. SCP-Poker says:

    RM sehr unortohdox.
    Dies dürfte/könnte defensiv sihr stabil sein, aber ohne wirklichen überzeugenen Offensivplan.
    Ich schließe mich meinem Vorredner Vinnie an und werte Unentschieden zur Halbzeit.
    Bin gespannt wie Datschge zur HZ reagiert.

  5. Vinnie says:

    Ich bin gespannt auf das Halbzeitergebnis! Könnte das erste Spiel sein, das unentschieden ausgeht.

  6. VS says:

    Ich sehe auch ein Unentschieden. Zwar gefällt mir der Matchplan von Datschge besser, aber es geht auch um die Umsetzung und wenn jemand defensiv so gut steht wie RM, dann bringt halt der beste Plan der Welt auch nix. Zwar wird RM offensiv nicht wahnsinnig viele Akzente setzen, aber mit so einem Wahnsinnssturm sind immer ein paar Tore drin. Trotzdem gefällt mir der Matchplan von Datschge besser.
    Unentschieden!

  7. Vinnie says:

    Datschges Umstellungen haben m.E. dafür gesorgt, dass HZ 2 an ihn geht. Schade, dass er ausgeschieden ist. Für mich bisher die beste Mannschaft des Turniers. Für mich war der FC Passionata in allen Spielen überlegen. Leider wurde meine Meinung nicht von der Mehrheit der Leser geteilt. …aber Respekt, Datschge!

    • datschge says:

      Danke für all die Kommentare. Während auch mich die Abstimmungsergebnisse überrascht haben, hat es mich immer gefreut, dass zumindest die Kommentare allgemein treffend waren. ;)

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