Drei Erklärungen zu den Ancelotti-Bayern

1:1 bei der Hertha – erneut taten sich die Bayern in der Bundesliga schwer. Drei Aspekte zum mühsamen Auftritt nach der Arsenal-Gala und zu den „zwei Gesichtern“ des FCB.

Es soll in diesem Artikel schwerpunktmäßig um Faktoren für die Unterschiede zwischen der „Normalform“ und den „großen Spielen“ bei Carlo Ancelottis Bayern gehen, wobei man diese Differenz auch nicht überstrapazieren und überbetonen sollte.

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Grundformationen Hertha gegen Bayern

Von daher können nicht alle spezifischen Punkte aus der Partie bei der Hertha betrachtet werden. Über das Offensivspiel der Gastgeber ließe sich einiges sagen (Rechtsfokus mit Skjelbred-Unterstützung und Darida-Einfallen ins Zentrum; Ibisevic und Kalou oft für ballferne Offensivpräsenz; starke antäuschende Drehungen vor allem der Achter, die bei Dribblings oft zur Seite abdrehten und sich dann doch wieder nach vorne eindrehten), ebenso könnte man beispielsweise spätere kleine Umstellungen der Münchener erwähnen (etwa Lahms „Rückwärtsdribblings“ mit anschließenden Pässen nach außen auf Ausweichbewegungen des Zehners, um Stark herauszuziehen und querlagenartige Zuspiele vor die Abwehrreihe zu ermöglichen), das soll nun aber nicht weiterverfolgt werden.

Punkt 1: Pressingstärke der Bundesliga [kontextuell]

Der erste Faktor dürfte keine Überraschung sein: Wie die meisten Bundesliga-Teams verteidigte auch die Hertha besser oder zumindest konsequenter als Arsenal. Pal Dardai stellte ein anpassungsfähiges 4-1-4-1/4-5-1/breites 4-3-2-1 mit tief postiertem Ibisevic auf. Gegen das Herauskippen der bayerischen Doppelsechs in den äußeren Halbräumen und die dadurch entstehende Trapezstruktur im Aufbauspiel der Gäste konnten die Berliner sehr gut das Herausrücken des ballnahen Achters oder Halbspielers genau über jenem Kanal nutzen. Daneben waren der Flügelspieler und der Sechser etwas tiefer, was eine harmonische und ausgewogene Dreiecksstruktur erzeugte.

Dahinter antizipierten die Abwehrspieler sehr aufmerksam und schoben präventiv heraus, wobei sich Stark und die Innenverteidiger gegenseitig recht balanciert absicherten. Von außen beteiligten sich Pekarik und Plattenhardt auch aus ballfernen Zonen am Zusammenziehen, und wählten die passenden Situationen dafür. Währenddessen wurden die Münchener durch die Passmuster zwischen den Innenverteidigern und der breiteren zweiten Linie im Aufbau meist nach außen geleitet. Herthas Struktur verstärkte das noch. Die Bayern mussten also aus den unangenehmen Flügelzonen in die gegnerische Formation eindringen, das machten sie aber gar nicht so schlecht. Vielmehr zeigten sie im zweiten Drittel ein starkes Match – gegen ein 4-5-1-artiges System kann man sich dann auch einfach mal schwer tun.

Von außen gelangten die Münchener sogar – trotz der guten Hertha-Leistung – oft in den Zwischenlinienraum, wie Philipp Lahm nach dem Spiel übrigens bemerkte. Seine Seite bildete häufig den Ausgangspunkt dafür, mit dem Kapitän und Hummels als starken Passspielern: Müller konnte sich zurückfallend einschalten und Robben die letzte Linie überlassen, Thiago positionierte sich zwischen den Linien ohnehin gut und auch Douglas Costa sorgte einrückend für weitere Präsenz in jenen Räumen. Jedoch gab es vonseiten der Sechser nur wenig Beteiligung und Unterstützung in den höheren Zonen. Gerade Vidal blieb auch beim Rechtsfokus eher linksseitig, so dass teilweise eine flüssige, harmonische Rückzirkulation neben der Spielfortsetzung erschwert wurde.

Punkt 2: Herthas gruppentaktische Überlegenheit [spielbezogen]

An dieser Stelle kam zudem der zweite Punkt ins Spiel: Entscheidend dafür, dass die Münchener in ihrer strukturierten Anlage zwar mit einigen Pässen die Berliner Mittelfeldreihe überwinden, diese Früchte aber nicht veredeln konnten, war die gruppentaktische Überlegenheit Herthas in dieser Partie. Bei den Münchenern gab es zwar den eingespielten Pärchenbildungsmechanismus zwischen Robben und Müller oder gegenseitig raumblockende Aktionen und Weiterleitungen zwischen Douglas Costa und Thiago im inneren linken Halbraum. Aber darüber hinaus fand die Offensivabteilung nicht durchgehend zusammen: Bei vielen Pässen in Zwischenräume schienen sich die umliegenden Kollegen unsicher, wie genau sie sich orientieren sollten. Der besetzte Raum konnte nicht kontrolliert werden, so dass oft die direkte Weiterleitung nach außen oder in die Spitze gewählt werden musste.

Demgegenüber agierten die Berliner harmonischer und nutzten ihre Pressingstruktur als Grundorientierung, um sich in gruppentaktischen Konstellationen dynamisch dort hinauszubewegen. Wenn Bayern den Raum hinter dem herausgerückten Achter mit einer kurzen Passkombination bespielen wollte, reagierten sämtliche umliegende Spieler und zogen sich um diesen Fixpunkt herum zusammen. Vor allem der konsequente Anschluss durch die Abwehrkette und die vielseitigen Positionierungen der Flügelspieler sind an dieser Stelle nochmals erwähnenswert.

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Herthas 4-1-4-1 mit herausgeschobenen Achtern

Ein Beispiel war schließlich die von den Gästen vernachlässigte linke Seite. Dort fehlte es Douglas Costa an Unterstützung, die höchstens durch Bernat gegeben wurde. So konnte die Hertha ihre Überzahlbildung im Verschieben einbringen und den Flügeldribbler isolieren. Neben den Außenspielern und dem ballnahen Achter rückte bei den Berlinern häufig auch Stark von der Sechserposition enorm weit mit herüber. Gerade in diesen Szenen kam das sehr gut zur Geltung, da die Bayern den ballnahen Halbraum kaum besetzten und keine zuverlässige Struktur hatten, um diesen mit Rück- und sofortigen Vertikalbällen zu infiltrieren. Der Abstand, den Hertha zum ballfernen Achter in Kauf nahm, ließ sich daher nicht nutzen.

Punkt 3: Ein neuer Stil? Handling statt Kontrolle [mannschaftsbezogen]

Abschließend sei noch ein – gerade im Vergleich mit dem zweiten – allgemeinerer Aspekt angesprochen, der besonders deshalb erwähnenswert erscheint, weil er in dieser Partie nicht direkt auftauchte. Seit der Umstellung der Bayern auf eine 4-2-3-1-Grundformation – zumal samt Thiago als Zehner – hat sich eine tendenzielle Änderung im Spielstil der Münchener ergeben, gerade in strategischer Hinsicht. Zwar sind sie weiterhin eine primär auf ruhige Kontrolle ausgerichtete Mannschaft, aber haben ihre stärksten Momente fast schon in dynamischen, offenen und unkontrollierten Szenen und Umgebungen.

Statt des aufgefächerten Mittelfelddreiecks agieren nun die Sechser kompakter zueinander, in ihrer Rollenverteilung untereinander zudem gleichmäßig. Davor schafft es Thiago beim Ausfüllen seiner Unterstützerrolle sehr gut, nach vorne wie nach hinten viel Anschluss herzustellen. Die große Stärke ist das spontane Situationslösen dieser Spieler (wie auch von Hummels und Martínez), gerade wenn man mannschaftlich unter Druck, nicht absolut kohärent oder in einer Szene eben nicht so gut abgesichert ist. Man verzichtet auf die absolut spezifische, immer komplett durchdefinierte Struktur, um stattdessen die Einzelspieler aufs Höchste zu „fordern“, ihre Qualitäten in Risikoabwägung und Dynamikeinschätzung zu nutzen.

In den geschilderten Umgebungen wird dann Xabi Alonso zu guten Passentscheidungen – in der reinen Umsetzung des Passspiels aus schwierigen Szenen kann er absurd stark sein – gezwungen, während etwa Vidal riskant und intensiv in einzelne Szenen gehen kann statt über eine längere Phase immer die Balance beachten zu müssen. Wie bewusst das alles nun von Ancelotti so angelegt ist, kann man dann diskutieren, aber in jedem Fall dürfte der betonte Einsatz der Mittelfeldgruppe für hektische Szenen, statt der unbedingten Verhinderung solcher Momente von Beginn weg, gezielt sein. Zudem scheint man die individuelle Lösungsfindung (ohne das mit Strukturaufbau o.ä. zu verbinden) im Training nochmals forciert zu haben.

Speziell über die letzten Wochen hinweg, aber ansatzweise bereits schon vorher etwa in dem Spiel gegen RB Leipzig zu sehen, hat das nun dazu geführt, dass die bisher eigentlich so sehr auf ruhige Kontrolle und die Verhinderung eines offenen Rhythmus abzielenden Bayern fast eine „umschaltaffine“ Mannschaft geworden sind. Sie blühen in teils unkontrollierten Szenen auf – aber nicht weil sie dann gegen einen mitspielenden Gegner Raum für ihre Struktur finden, sondern weil sie die (teils zufälligen) Momente, wo beidseitig die Mannschaftstaktik gerade nicht greift, über die Mittelfeldakteure enorm zuverlässig und schnell in günstige Szenen umwandeln können.

Das funktioniert vor allem mit Xabi und Thiago in der Kombination. Gegen Arsenal konnte man es einbringen, gegen die Hertha – mit der klaren Verteilung der Spielphasen – oder zuletzt Wolfsburg, mit Abstrichen auch Ingolstadt, nicht so. In diesen Partien wirkte dann zwangsläufig der „alte“ Stil mit seinen Vorteilen wie auch seinen Problemen, wobei nun gegen die Hertha beispielsweise die Verbindungen durch das zweite Drittel hindurch verbessert waren.

Hellawaits1982 10. Juli 2017 um 12:16

Verstehe nicht wieso ihr Thiago immer auf der 6 seht , auf der 8 oder 10 ist er doch deutlich wertvoller …..Auf der 6 eher verschenkt mmn

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tobit 11. Juli 2017 um 08:57

Weil er nach dem Karriereende Alonsos der beste Aufbau-Sechser im Kader ist. Vidal, Sanches und Tolisso geht die stabile Besetzung des (und vor allem die konstante Präsenz im) Sechserraums etwas (Vidal und Sanches völlig, Tolisso phasenweise) ab; Martinez fehlt die Aufbauqualität (und er ist für mich eher ein IV); Rudy kann das, ist aber von der Gesamtqualität da deutlich schwächer als Thiago; Kimmich könnte es auch (anders als Rudy oder Thiago), wird aber als RV eingesetzt werden.
Abseits des Kaderkontextes (kein Weltklasse-Aufbau-Sechser außer ihm) sehe ich Thiago auch auf der Acht wertvoller. Er kommt da öfter in die kleinen, engen Zwischenlücken als auf der Sechs und kann von da sein Auge für den letzten (oder vorletzten) Pass noch besser ausspielen.

Aktuell wird wieder viel über James spekuliert (und Costas Abgang ist wohl fix), da böte sich doch eine Allegri-mäßige Raute (ähnlich wie bei Milan 2011/12) an. Thiago auf der Sechs, Vidal und Tolisso auf den Halbpositionen und James auf der Zehn. Lewy, Müller, Robben, Gnabry und Coman stünden als Stürmer zur Verfügung. Oder man organisiert die Raute eher a la Real und „verschwendet“ Vidal in der Casemiro-Rolle (wenn er es denn schafft in Ballbesitz so unpräsent zu bleiben), Thiago macht den Modric (damit wäre er fast perfekt eingebunden) und Tolisso den Kroos (das Pass- und Bewegungsspiel dafür hat er, jetzt fehlt „nur“ noch die Konstanz auf höchstem Niveau).

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Koom 11. Juli 2017 um 10:31

Kimmich als 6er seh ich ehrlich gesagt nicht. Der tobt mir viel zu viel über den Platz, erscheint mir als 8er oder in der flexiblen Flügelrolle sehr viel besser aufgehoben. Für den 6er ist er mir zu unpräsent, fahrig und flatterig. Persönlich würde ich bei den Bayern am ehesten Martinez dort einsetzen.

Dadurch kann man gleich alle 3 Weltklasse-IVs bringen, kann taktisch flexibel reagieren, indem man ihn in ne Dreierkette zurückzieht. Thiago, der auch gerne ausweicht, Vidal, der wie Kimmich viel über den Platz rumtobt etc. haben dadurch einen fixen Ankerpunkt.

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Koom 12. Juli 2017 um 16:17

Ums mal noch zu vertiefen:
Was ich im Spiel gegen Real entscheidend fand, war, dass Real ihre Struktur durchdrücken konnte. Wo Vidal, Alonso und Thiago den 6er Raum teilweise verwaisen ließen, weil sie sich lieber anderweitig anboten/auswichen, dominierte Real diesen Raum mit Kroos und Modric. Vom Ergebnis mag es für die Bayern gut ausgesehen haben, vom Spielverlauf IMO aber eher weniger.

Das erinnerte mich auch an ein anderes CL-Finale: Bayern-Dortmund. Der BVB überrumpelte die Bayern brutal und – aus meiner Sicht – nur Martinez auf der 6er Position war es zu verdanken, dass es da nicht schnell 0:1 oder 0:2 stand. Der hielt seine 6er Position, blieb anspielbar, hielt den Ball, leitete ihn sauber weiter. Und er wurde dabei hart gepresst. Daran richtete sich dann die ganze Mannschaft auf.

Das finde ich bspw. auch bei Weigl so imponierend: Auch der hält die 6er Position gegen alle Widrigkeiten, wobei er noch nicht ganz so pressingresistent ist wie es Martinez damals war. Das sorgt für viel Sicherheit für alle Beteiligten, weil diese Position besetzt ist. Auch Busquets hält diesen Raum mit enormer Präsenz.

Zurück zu Kimmich: Der agiert viel mehr wie Khedira. Kann man als 6er auch bringen, aber zum einen sehe ich ihn nicht so pressingresistent, zum anderen erscheint er mir viel zu umtriebig, zu sehr ein Box-to-box-Spieler. Folgerichtig sind jetzt auch eher seine Einsätze als 8er, RMF oder RV und auch als Halbverteidiger in einer Dreierkette.

Unter Guardiola als IV fand ich ihn eher schlecht. Das ging halt irgendwie gut, weil davor alles abgeräumt wurde und er nur die wenigen Durchbrüche bearbeiten musste. Er ist von seinem Naturell eine „Variable“, keine Konstante. Eine Konstante nach der Definition wäre jemand, der in jedem Spiel gegen jeden Gegner ungefähr im gleichen Raum/Position anzutreffen ist. Egal, was der Gegner macht.

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tobit 12. Juli 2017 um 23:11

Ich stimme dir bei der Analyse Bayern-Real absolut zu, das war eine (oder eher eine Reihe von) beeindruckende Leistung von Modric und Co. Auch bei Weigl sehe ich das ähnlich, ich sehe ihn aber jetzt schon pressingresistenter als Martinez je war (ich bin mir nicht sicher, ob er immer noch dieses Passtiming und diese positionelle Präzision wie im CL-Finale hat) – allein durch sein herausragendes Anlock- und Dribblingspiel der letzten Monate, das er seinem Passrepertoire hinzugefügt hat.
Mein Haupt“Problem“ mit Martinez auf der Sechs ist, dass er kein Entscheider ist. Er ist ein genialer Partner für jemanden wie Schweinsteiger (und wahrscheinlich auch für Thiago), da er sehr sauber und präsent (Raumbesetzung, Freilaufverhalten) aber wenig dominant und ballfordernd agiert. Dazu kommt seine Brillianz gegen den Ball (Pressing, Zugriffstiming, etc.).
Einen solchen Entscheider braucht ein großes Team aber – und viele haben auch einen (oder mehrere). Barca hatte erst Xavi, dann übernahm Busquets diese Rolle, Iniesta zieht sich auch immer mehr dahin zurück; Real hatte Xabi, jetzt haben sie Modric und Kroos; Paris hat Motta und/oder Verratti; Chile hat Diaz und Vidal (der kann das nur in sehr speziellem Kontext); Juve hatte Pirlo und Vidal, dann kurz Marchisio (der das nicht ganz so gut gemacht hat) und jetzt Pjanic; Bayern hatte Schweinsteiger, Alonso und jetzt potentiell Thiago (wenn man ihn entsprechend einsetzt); der BVB hatte ganz früher Sahin, dann Gündogan und Hummels (der auch einen sehr speziellen Kontext braucht, weshalb er bei den Bayern und der Nationalmannschaft nicht so zur Geltung kommt), vorletzte Saison kam Weigl dazu; den Engländern fehlen diese Spieler auf dem Niveau aktuell, allenfalls Kante könnte man dazu zählen (der aber ein sehr anderer, „englischerer“ Spielertyp ist).
Kimmich wäre ein eher langfristiges Projekt auf der Sechs, da er sein Spiel dafür umstellen müsste. Die prinzipiellen Fähigkeiten (Passspiel, Raumgefühl, „Eier“ auch Mal Risiko zu nehmen) für eine solche Entscheiderrolle hat er, die Entscheidungsfindung (besonders Risikoabwägung) traue ich ihm zu mit mehr Erfahrung zu vervollkommnen.

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Koom 13. Juli 2017 um 10:49

2013 war ne andere Zeit und Martinez hat seitdem einiges mitgemacht (Verletzungen, Guardiola), deswegen wollte ich explizit genau diese 2013er-CL-Final-Version benannt haben. Ob er das heute könnte, kann ich nicht beurteilen. Andere Zeit, anderer Fußball. Ums dabei aber nicht zu belassen: Als flexibler Spieler, der mal zentral in der Dreierkette oder eben im 6er-Raum spielt, würde ich Martinez immer noch als die (aus meiner Sicht) beste Wahl bei den Bayern sehen. Eben weil er nicht ausweicht. Das er für den kreativen Aufbau nicht der beste ist, sollte klar sein. Da war Schweinsteiger damals Gold wert, weil der mit seinem kombinativen Spiel ein idealer Partner war. Und ja, auch Schweinsteiger hielt das Zentrum, wenn er es musste.

Von den grundsätzlichen Fähigkeiten, die du bei Kimmich beschreibst, könnte das auch Thiago sehr gut. Tolisso bestimmt auch, kenne den aber zu wenig. Aber die müssen alle dafür tatsächlich diese „Eier“ oder Selbstbewusstsein entwickeln, dass sie das Zentrum dominieren wollen und können.

IMO so ein bisserl eine Nachwehe von Guardiola. Es war unter ihm wichtiger, anspielbar zu sein und aufzurücken, dominierte die Räume eher „körperlos“. Was sehr elegant und mächtig ist, aber das muss man eben durchziehen als Mannschaft. Bei Ancelotti ist das nicht so ausbalanciert, wodurch man eigentlich eben bestimmte Räume auch aktiv verteidigen muss. Und macht man das nicht, verliert man die Kontrolle über das Spiel. Das passierte gegen Real.

So oder so: Die Zentrumsdominanz unter großen Widrigkeiten ist etwas, das der FC Bayern erst wieder lernen muss.

tobit 15. Juli 2017 um 13:00

Zentrumsdominanz ist halt mit Robbery generell eher schwierig, da sie sehr ballfordernd und flügelfokussiert sind. Da lohnt es sich ob ihrer Qualität oft nicht, den engen und langwierigen Weg durch die Mitte zu suchen, sondern eher sie auf den Flügeln zu unterstützen und abzusichern.

Wenn Bayern das Zentrum dominieren will, brauchen sie eigentlich Vidal auf der Zehn (oder als falsche Neun), da er mit und gegen den Ball dann passend eingebunden werden könnte.
Mit dem Ball kann er sich in verschiedene zentrale Räume (aber auch mal nach außen) fallen lassen kann, aber nicht zwingend das Spiel eröffnen muss. Gleichzeitig kann er in der Spätphase der Angriffe seine Durchschlagskraft an und in der Box ausspielen.
Gegen den Ball kann er durch seine hohe Intensität und Zweikampfstärke den Zugang des Gegners zum Zentrum wesentlich besser begrenzen als andere Zehner (Thiago war da auch gut, aber nicht so aggressiv und präsent) oder sich zur Unterstützung der Defensive weiter zurückfallen lassen (wie bei Juve). Gerade ein (zumindest phasenweise) aggressives Pressing halte ich für einen solchen Grad an Zentrumskontrolle für unerlässlich wenn man nicht Modric, Kroos und Isco oder Busquets, Xavi, Iniesta und Messi hat. Denn sonst kommt der Gegner zu leicht in seine Lieblingsräume (ob die im Zentrum sind oder nicht) und kann von da das Spiel kontrollieren.

Ich traue den aktuellen Spielern der Bayern durchaus eine konstante Besetzung des Zentrums zu.
Vidal darf dafür halt nicht im Zentrum vor der Abwehr beginnen, sondern muss mit einem „Trick“ dazu gebracht werden, ins Zentrum zu laufen.
Thiago und Kimmich müssen den Vorteil im Zentrum sehen – warum sollten sie sich alleine im Zentrum vom Spiel isolieren, wenn sie ausweichend von größerem Nutzen sein können. Da lag für mich letztes Jahr das Problem: Vidal wanderte von der Sechs nach vorne oder nach außen, während Xabi konstant abkippte – Zehner Thiago war also der einzige zentrale Spieler, der dann auch eher Ribery und Robben unterstützte statt sich alleine gegen alle aufzureiben.
Rudy und Tolisso besetzen generell gerne das Zentrum – Tolisso eher in mittleren oder höheren Räumen, Rudy ziemlich konstant direkt vor der Abwehr. In Lyon konnte Tolisso auch öfter mal Richtung Strafraum oder nach außen ausweichen, da Gonalons und Tousart sehr konsequent die Mitte bespielten.

Guardiolas Ansatz war ja nicht nur Zentrumskontrolle, sondern totale Kontrolle auf dem ganzen Feld. Diese Maxime können (und/oder wollen) die Bayern ohne ihn nicht mehr umsetzen. Die Spieler müssen jetzt erst wieder „lernen“ sich auf das Zentrum zu konzentrieren um es zu kontrollieren, da eine Kontrolle von außen nicht mehr möglich ist.
Wie man dann das Zentrum kontrolliert, ist finde ich Geschmackssache, gegen den Ball gefällt mir der physische, aggressive Ansatz sehr gut, in Ballbesitz halte ich das bei Bayern für problematisch, da es immer Mannschaften – auch und besonders in der Liga, da Physis meist deutlich billiger zu beschaffen (und „leichter“ zu trainieren) ist als Technik – geben wird, die man rein physisch nicht schlagen kann (technisch „unschlagbar“ sind da deutlich weniger Mannschaften aus Bayern-Sicht).


Watson 24. Februar 2017 um 02:38

Ich weiß, ich bin etwas spät dran, aber was haltet ihr von der Idee, Martinez wieder ins Mittelfeld zu ziehen? (wenn Boateng fit ist), als Ablösung für Alonso. Z.B. Martinez/ Vidal als Doppelsechs \ davor Thiago/ Lewandowski + Aussenspieler.
Das könnte mMn. allesin Europa in Schwierigkeiten bringen.

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tobit 24. Februar 2017 um 11:16

Martinez/Thiago oder Martinez/Kimmich als Doppelsechs fände ich einen Versuch wert, aber Martinez/Vidal könnte schwierig werden. Weder Martinez noch Vidal beherrschen das Aufbauspiel auf dem Niveau von Thiago oder Alonso. Sie sind eher Partner für einen Aufbauspieler, da sie eine gewisse Weiträumigkeit, Defensivstärke und Pressingresistenz mitbringen, aber nicht das Spiel strategisch lenken können. Martinez statt Vidal könnte auch zu einem Verbindungsverlust zwischen DM und der Offensive führen, da er eher tiefer balanciert aber den Spielaufbau nicht allein steuern kann.

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HUKL 23. Februar 2017 um 21:25

Natürlich sind die unterschiedlichen „Ketten“ in der einfachen Realität nichts weiter als eine, je nach Stärke des Gegners, Formierung einer Abwehr. Sind mehrere Spieler auf dem Weg zu „meinem“ Tor, muss sich automatisch ein kleines Bollwerk in der entsprechenden Szene aufbauen, indem mindestens eine zahlenmäßige Chancengleichheit anzustreben ist. Wird der Angriff erfolgreich abgewehrt, geht diese Geschichte von meiner Truppe in die andere Richtung, falls überhaupt ein Tor angestrebt wird.

Das ständige mit Zahlen untersetzte „System“ oder den überstrapazitierten Begriff „Kette“ finde ich deshalb regelrecht falsch, weil sich ein normales Spiel im Normalfall hin- und her verlagert. Wie zuletzt im Fall Berlin gegen die Bayern wurde aus kräftesparenden Gründen seitens des Heimvereines natürlich die Abwehr verstärkt und vorwiegend mit einzelnen Kontern auf günstige Momente gehofft, was auch gelang.

Ein ganz besonderes und immer wiederkehrendes und einfach nicht zu erklärendes Thema ist, wie auch wieder in diesem Treffen passiert, ist das häufig auftauchende regelrechte Phänomen der missglückten Torverteidigung in den letzten Minuten eines Spieles! Wieso ist es seitens der entsprechenden Abwehr nach vorangegangener erfolgreicher Gegenwehr einfach auch nicht in den allerletzten Minuten (oder der nochsolangen Nachspielzeit) den bis dahin erreichten Spielstand abzusichern? Selbst wenn es keinen Schönheitpreis dafür gibt, wäre doch die Möglichkeit, als Verteidiger bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Ball immer wieder plump in das möglichst weit entfernte „Aus“ zu schlagen, bis der Schlusspfiff kommt, einfacher, als ein Stürmer, der den Ball in Richtung Tor schlägt, um zu hoffen, dass irgend jemand mit dem gleichen Dress das Spielgerät doch noch über die Linie bringt!

Nur, weil scheinbar nur der Tüchtige gleich mehrmals in den letzten Jahren dieses Glück hatte, entstand der zurecht der Begriff „Bayern-Dusel“!

Abschließend meine Meinung zum „stillen Zauberer“, Ancelotti: Der clevere und ruhige Experte lässt alles geschickt auf sich zukommen, und wenn es mal nicht so richtig klappt, gibt es ja auch noch das Frühjahr……….Da war natürlich die Zappelei an der Linie seines Vorgängers, Guardiola, völlig anders anzusehen. Ob diese ständigen Fuchteleien allerdings seine Spieler verstanden, wird wohl jedermann ahnen…….Jeder Trainer hat eben ein anderes Prinzip!

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Michi 24. Februar 2017 um 11:06

Der Begriff „Bayern-Dusel“ entstand viel früher, nämlich in den 30er Jahren, um den damals nicht regierungstreuen Verein zu diskreditieren.

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Dr. Acula 27. Februar 2017 um 13:17

„Da war natürlich die Zappelei an der Linie seines Vorgängers, Guardiola, völlig anders anzusehen. Ob diese ständigen Fuchteleien allerdings seine Spieler verstanden, wird wohl jedermann ahnen“
da hat jemand wohl zu viel sport1 geschaut… von mir aus kann der an der seitenlinie den sonnengott rahmin beschwören, solange das team so spielt wie es in den 3 jahren der fall war, ist mir das nur so egal wie bundesliga aktuell auf sport1

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Tragedy 21. Februar 2017 um 06:43

Irgendwie sehe ich da nichts „überragendes“ und auch kein „auf den Punkt“.
Arsenal war imho eine Mischung aus Momentum, Glück und einem Arsenal jenseits aller Form.
Nächste Runde gibt’s imho ne Klatsche – und das sage ich als Fan.

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gs 21. Februar 2017 um 12:45

Deine „honest opinion“ (wie ich die Abkürzung ‚imho‘ hasse …) sei Dir unbenommen. Aber das mit der Klatsche hab ich vor dem Arsenal-Spiel auch schon öfter gehört. Und jetzt nach dem 5:1 wird plötzlich die altbekannte Karte „aber der Gegner war ja auch total und unerwartet schwach“ gezogen.

Ausgesprochen ermüdende Diskussion: entweder ist Bayern schwach, weil sie ein Spiel nur knapp gewinnen oder gar Unentschieden spielen, oder der Gegner spielt so unterirdisch, dass die taktisch und überhaupt ach so schwachen Bayern trotzdem haushoch gewinnen. Aber in der nächsten Runde geht’s dann bestimmt schief … 🙂 Erinnert mich daran , wie früher andere Kinder als Drohung immer gesagt haben, sie holen jetzt gleich den großen Bruder!

Zum Glück lassen sich die Autoren von spielverlagerung.de nicht auf diese kindischen Prognose-Spielchen ein. Danke auch dafür!

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CHR4 21. Februar 2017 um 14:52

mit Arsenal und Barca hats du ja zwei Beispiele, was „auf den Punkt“ abzliefern / in Form sein gerade nicht ist – fehlt nur noch die Unterscheidung von Pech und schlechtem Timing bzw. Glück und gutem Timing – mein Tipp: 1x ist Glück, 2x ist Können

Bayern hat also deiner meiner nach ohne überragendes zeigen zu müssen 5:1 im Hinspiel vorgelegt – wo ist das Problem?
Wenn die Periodisierung darauf ausgelegt ist, im Saison-Endspurt die Top-Form zu haben, ist man jetzt in der ansteigenden Phase … und eben noch nicht ganz oben.

ich gebe gs Recht, diese Diskussion ist die gleiche wie vor dem Leipizig-Spiel im Dezember – interessanter Weise sagen die Statistiken auf whoscored, was anderes: shots per game, shots on target per game, Ballbesitz, Passquote – dafür das der FCB angeblich ja noch viel besser spielen kann, sind die Werte ganz ansehnlich 😉

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Bayern21 20. Februar 2017 um 14:14

Ist Lewandowski für euch der dynamischste und beweglichlichste Stürmer der Welt ?
Oder ist Cavani in dem Punkt noch besser ?

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tobit 20. Februar 2017 um 21:36

Nein.
Dynamik und Beweglichkeit sind nur wahrhaftig nicht seine Haupteigenschaften. Er ist in diesen Bereichen gut, besonders für seine Statur und sein „Wandspielertum“, aber es gibt da viele, die besser sind.
Dynamik: Cavani, Aubameyang, Lukaku, Diego Costa ist ähnlich
Beweglichkeit: Rooney, Ibrahimovic (zumindest früher), Müller
Beides: Messi, Suarez, Agüero, Lacazette, Cristiano Ronaldo, Benzema, Batchuyai (wie schreibt und spricht man den eigentlich? – BVB-Wechsel confirmed), Sanchez, Roberto Firmino, Griezman, Ben Yedder, Vietto, Martial, Rashford, Dybala (und ich habe jetzt bestimmt noch etliche vergessen)

Wo Lewy überragend ist, sind Ballkontrolle in unmöglichen Situationen, Spielmachen bzw. verzögern und ablegen und Stellungsspiel im Strafraum bei jeder Art von Hereingabe.

Insgesamt bietet Lewy wohl neben Suarez und Benzema das kompletteste Gesamtpaket auf dem Markt, da er eben fast keine echten Schwächen hat.

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DrKlenk 20. Februar 2017 um 21:39

wtf? Lewandowski ist ein herausragender Stürmer, aber der dynamischste und beweglichste?!? Da wird er nicht mal Top 5 sein.

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Koom 21. Februar 2017 um 10:05

„Insgesamt bietet Lewy wohl neben Suarez und Benzema das kompletteste Gesamtpaket auf dem Markt, da er eben fast keine echten Schwächen hat.“
Das fasst es wirklich gut zusammen und wollte ich nur noch mal unterstreichen.

Lewandowski ist zudem absoluter, eiskalter Vollprofi. Der lässt sich kaum bis gar nicht provozieren, ist in jedem Spiel zu 100% da bis tief in die Nachspielzeit. Eigentlich wäre er damit der „typisch deutsche“ Mittelstürmer, ist aber Pole. 😉
Er geht zudem offensichtlich sehr professionell mit seinem Körper um, ist extrem selten verletzt oder angeschlagen, schont sich aber nicht offensichtlich. Der ist definitiv mal sein Geld wert.

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Patrick E. 20. Februar 2017 um 14:08

Wer weiß wofür die Bayern noch gut sind in dieser Saison. Ich finde eigentlich, dass die das (leider) sehr gut machen. Gegen Arsenal auf den Punkt da, gegen Hertha ein 1:1 mit der minimal nötigen Intensität. Ancelotti ist im Pokal, Tabellenführer und in der CL noch dabei. Ich finde er macht alles richtig bisher. Ich finde es nicht verwerflich, wenn ich als Tabellenführer mit mehr als einem Spiel vorsprung auch mal entspannter in ein Match reingehe, weil die Bayern wissen, dass noch viele Spiele anstehen und sie, wenn es drauf an kommt, schon wieder abliefern werden. Und ich denke auch nicht das Leipzig das bis zum Saisonende so durchhält. Also alles andere als eine Bayern Meisterschaft wäre eine unglaubliche Überraschung.

Kurz: Ich verstehe die Bayern Kritik nicht wirklich, man ist in jedem Wettbewerb voll im Soll. Und gerade bei so langen Saisons, ist diese Intensitätsanpassung von Spiel zu Spiel wohl notwendig. Und warum soll ich gegen die Topvereine alls abrufen, wenn die Wochen drauf Darmstadt, Ingolstadt oder Bremen kommt?

PS: Ich bin BVB Fan und mir tut es weh das hier zu schreiben – aber es ist wahr.

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CHR4 21. Februar 2017 um 01:57

Stimme dir voll zu, bis jetzt ist alles im Plan. Da ich nicht jedes Spiel sehen muss und will, ist das für mich ok. Allerdings kann ich auch Dauerkartenbesitzer verstehen … und Flanken von Costa (oder anderen) ins Niemandsland, sind schon grausam anzuschauen … aber da kann ich mich auch an ebensolche Freistoßflanken von Alonso unter Pep erinnern.

Ein langfristiger Plan, mit Peak ab März (wie es auch Ancelotti immer betont), braucht Vertrauen und Ruhe und Geduld. Die hat halt nicht jeder. Hier geht es mir wie in der Presse zu viel hoch und runter mit der Beurteilung. Abwarten und Schritt für Schritt schauen, was aus Carlos Plan wird.

Ich drücke dem BVB die Daumen, dass es im Rückspiel ein dem Spielverlauf entsprechenderes Ergebnis gibt …

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Beobachter 21. Februar 2017 um 20:12

Kontrolle und minimal notwendige Intensität ist ja gut und schön. Aber eine gewisse Solidität in der AUsführung wäre auch schön. Das war defensiv teils vogelwild (so oft wie in dieser Saison hatte ich in den Jahren davor insgesamt nicht Schnappatmung – und das bei der angeblichen Konteranfälligkeit der Guardiolabayern…) und einige Gegentore gab es nur wegen teils irrwitzigem Glück nicht.
Viel schlimmer ist aber die Offensive. Das ist in 3 von 4 Spielen reiner Heldenfußball und nur in einem sieht man so etwas wie einen intensiv verfolgten Plan. Kann großartig klappen, kann aber auch sehr vorhersehbar sein. Und manchmal scheint keiner Lust zu haben. Mag sein, dass das zu Titeln führt, aber mich interessiert das dann einfach irgendwann nicht mehr. Ich spreche da mal nur für mich: klar freuen mich auch Titel, aber letztlich freut mich Fußball, den ich als schön empfinde. Den muss es nicht in jedem Spiel geben, aber während in den letzten 4 Jahren 8 von 10 Spielen sehr ansehnlich bis brillant waren und nur 1-2 Gurkenspiele dabei, ist es nun umgekehrt.
Also nichts gegen das Haushalten mit den Kräften, aber eine ganze Spielidentität für so einen (evtl. unter Umständen mit Glück möglichen) CL-Titel fahren zu lassen, halte ich für arg kurzsichtig. Man mag die van Gaal/Pep-Schiene nicht mögen, aber das war nun mal die Idee und ich fand sie überzeugend – vor allem(!) in der Bundesliga, wo 90% sich gegen Bayern traditionell hinten reinstellen und sowieso kaum eine Mannschaft das Spiel machen will, nun wieder das Umschaltspiel zu forcieren ist schon kurios.
Lange Rede: mich nervt das und auch ein Pokal wiegt das keineswegs auf.

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HK 20. Februar 2017 um 10:01

Interessante Ausführungen. Vor allem Punkt 3 finde ich erklärt die momentane Situation ziemlich treffend.

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CHR4 19. Februar 2017 um 16:41

gähn – ich denke, ich werde mir bei solchen Spielen, die dazu genutzt werden, wichtigen Spielern eine Pause zu geben, in Zukunft am besten eine ebensolche nehmen …

eine Anmerkung: Ich halte die Verwendung des Begriffs Hektik („der betonte Einsatz der Mittelfeldgruppe für hektische Szenen“), für unangebracht, solange die Dynamik nicht übertrieben wird und die Spieler nicht nervös agieren.

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Patrick E. 20. Februar 2017 um 14:00

Findest du wirklich, dass die dominanten Guardiola Bayern gut anzusehen waren? Das war auch mega langweilig.

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Camp Mou 20. Februar 2017 um 22:07

Das ist subjektiv. Ich wiederum fand sie ungemein spannend.

Eben auf eine andere Art als Zittersiege.

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CHR4 21. Februar 2017 um 01:42

@Patrick E. : Wo habe ich das geschrieben?

Es gibt eine Sache, die ich am meisten vermisse, das ist das tiefe Hintenrauskombinieren unter Druck / Umspielen von hohem Pressing des Gegners. Dafür freue ich mich jetzt über mehr Dynamik und Rhythmuswechsel und gefühlt auch bessere, kreativere Standards.
Ich habe nichts prinzipiell gegen JdP, aber immer das selbe Tempo zu spielen und nie abzuwägen, wann etwas mehr Dynamik mal eher aussichts- als riskioreich ist, halte ich auch für auf die Dauer langweilig, da gebe ich dir recht.

Ich bevorzuge nur generell eher weniger passiv Fußball zu schauen, dafür aber die besonderen Spiele. War vorher auch schon so, man kann ja durchaus abschätzen, wann die Bayern welches ihrer derzeit zwei Gesichter abrufen wollen … Und ich habe da auch volles Verständnis für. Top-Form, wenn es zählt …

an diesem Spiel war das einzig für mich interessante, die Veränderungen im Vergleich vor und nach ca. der 60. Minute

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Dr. Acula 19. Februar 2017 um 16:25

Danke, dass du bisschen Ordnung in meine Gedanken gebracht hast. Schade finde ich, dass die ersten beiden Punkte wie eine Spielanalyse zum Hertha Spiel waren und somit das eigentliche Thema – die „zwei Gesichter“ – im dritten Punkt etwas zu kurz kam.

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