Frankreich deckt isländische Schwächen auf

Nachdem Frankreichs Leistungen in diesem Turnier bislang hauptsächlich Fragezeichen hervorwarfen, gab es gegen Island das erste Ausrufungszeichen. Deschamps Team überzeugte mit einem riskanten und gefälligen Spiel in jene Räume, die Island bislang eigentlich so gut bewacht hat.

frankreich islandFrankreich gegen Island war das letzte Viertelfinale dieser Europameisterschaft – und auch das eindeutigste. Die Franzosen wurden ihrer Favoritenrolle erwartungsgemäß gerecht. Dabei war das keineswegs klar vor dem Spiel. Das französische Team warf in diesem Turnier mehr Fragezeichen auf, als dass es Ausrufezeichen gab.

So war auch nicht ganz klar, welche Ausrichtung Deschamps gegen Island wählt. Er entschied sich letztlich für die Variante aus der erfolgreichen zweiten Halbzeit gegen Irland. Frankreich lief in einem 4-2-3-1 auf das Feld. Pogba und Matuidi besetzten die Doppelsechs, Griezmann rückte auf die Zehn. Island stellte den Franzosen ihr typisches, kompaktes 4-4-2-System entgegen.

Zentrumsüberladung

Frankreich legte innerhalb dieser Formation einen hohen Fokus auf das Zentrum. Die beiden Außenstürmer Payet und Sissokho waren nur auf dem Papier Außenstürmer. Beide bewegten sich häufig in die Mitte. Payet ließ sich dabei einige Male in den Achterraum zurückfallen, Sissokho agierte etwas höher.

Frankreich agierte somit mit einem sehr engen Block im offensiven Mittelfeld. Die Sechser hielten sich angesichts des ohnehin stark besetzten Zentrums etwas zurück. Gerade Pogba ließ sich in den ersten Minuten zurückfallen, teilweise sogar zwischen die Verteidiger. Pogba und Matuidi bewegte sich dabei gut im Sechserraum, waren sehr präsent und kippten abwechselnd zwischen die Verteidiger oder in die Halbräume ab. Somit bewegten sie sich um die eng agierenden isländischen Stürmer herum.

Frankreichs Spielaufbau sah eine ruhige Ballzirkulation in der ersten Linie vor, aus der recht explosiv nach vorne gespielt wurde. Entweder suchten die Franzosen den riskanten Pass in das offensive Zentrum oder sie versuchten, direkt aus der Abwehr hinter die isländische Abwehr zu kommen.

Diese Ansätze spielte Frankreich sehr konsequent aus. Sobald der Ball aus der Abwehr nach vorne gespielt wurde, spielte Frankreich mit einer hohen Dynamik und viel Tempo die Angriffe weiter. Im Zentrum wurde mit einem Kontakt der Ball sofort weitergeleitet, bei Bällen hinter die Abwehr folgte schnell die Flanke oder der Abschluss. Frankreich brach kaum Angriffe ab.

Island mit leichten Kompaktheitsproblemen

Frankreich war damit sehr zielstrebig und ließ sich nicht auf das isländische Defensivspiel ein. Deren Spiel sieht es eigentlich vor, dass der Gegner nicht in die kompakte 4-4-2-Formation spielen kann. Die Stürmer agieren sehr eng anliegend am Mittelfeld, das Mittelfeld wiederum sehr dicht vor der Abwehr. Wenige Gegner trauten sich bislang, in die isländische Formation zu spielen – und falls doch, brachen sie oft die Angriffe unter dem aggressiven Druck der Isländer ab und außerhalb der isländischen Formation neu auf.

Gegen Frankreich funktionierte diese isländische Spielidee nicht. Zum einen spielte Frankreich zu gut dafür. Sie machten nicht den Fehler, eigene Angriffe unter Druck abzubrechen, sondern spielte sie zielgerichtet weiter. Einige Male ging das schief, manchmal kamen sie jedoch mit schnellen Ein-Kontakt-Kombinationen oder Dribblings durch. Island stand durch das aggressive Rücken auf den Ball in der Folge nicht immer kompakt, musste den ballfernen Flügel oder die Halbräume öffnen. Bislang hatte kein Gegner diese Systemlücken offenbaren können – die Franzosen mit ihrem Spiel jedoch schon.

(Was ich hier verzweifelt mit Worten zu erklären versuche, lässt sich sehr gut in dieser ZDF MyView-Szene erkennen: Frankreich spielt sehr schnell mit einem Kontakt durch das offensive Zentrum. Island versucht verzweifelt, Zugriff zu erzeugen, lässt sich dadurch aber in eine völlig flache Sechserkette an den eigenen Sechzehner drängen. Das öffnet Payet erst den Schussweg. Ergo: hohe Kompaktheit zu Beginn der Szene, sehr schlechte Kompaktheit am Ende.)

Zum anderen zeigten die Isländer an diesem Abend auch nicht ihre beste Leistung. Die Stürmer hatten keine Antworten auf die cleveren Bewegungen der französischen Doppelsechs. Allzu oft ließen sie sich mannorientiert aus ihrer eng anliegenden Position vor dem Mittelfeld locken. Sie rückten weit vor und teilweise auch auf die Flügel. Dabei erlangten sie aber keinen Zugriff auf die Franzosen. In der Folge fehlten sie im Zentrum, um die Rückpasswege zu schließen. Zum ersten Mal konnte ein isländischer Gegner effektiv mit Ablagen vom offensiven ins defensive Mittelfeld arbeiten.

Die hohe Grundposition der Stürmer zog zudem die ganze Mannschaft weit vor. Island versuchte, die hohe Grundkompaktheit trotz der hohen Stürmerposition zu halten. Teilweise verteidigte die Abwehr kurz vor der Mittellinie. Da Islands Stürmer aber keinen Druck auf die französische Abwehr herstellte, war für die Franzosen der lange Ball hinter die Abwehr möglich. Griezmann und Giroud sprinteten einfach den Gegnern davon.

Eine unfassbar hohe Kompaktheit der Isländer: Das gesamte Team verteidigt in einem schmalen Korridor. Das nützt aber wenig, wenn Pogba in dieser Szene alle Zeit der Welt und einen offenen Passkorridor auf Giroud hat. Die Szene führt zum 1:0 durch Frankreich.

Eine unfassbar hohe Kompaktheit der Isländer: Das gesamte Team verteidigt in einem schmalen Korridor. Das nützt aber wenig, wenn Pogba in dieser Szene alle Zeit der Welt hat und der Passkorridor auf Giroud offensteht. Giroud sprintet einfach hinter die Abwehr und erzielt das 1:0. Diese Szene versinnbildlicht das teils zu mannorientierte Vorgehen der isländischen Stürmer (Bödvardsson auf Matuidi) und zugleich der fehlende Druck auf den Ballführenden.

Island steckt nicht auf

Frankreich kam sicher zugute, dass in der ersten Halbzeit alles zu ihren Gunsten lief. Nach 20 Minuten führten sie 2:0. In der Folge konnten sie sich etwas weiter zurückziehen und die Isländer das Spiel gestalten lassen. Denen merkte man an, dass im Ballbesitz die Mechanismen fehlen – kein Wunder, schließlich kamen sie vor dem Spiel gerade einmal auf durchschnittlich 35% Ballbesitz. Sie hielten auch im Spielaufbau ihre 4-4-2-Ordnung recht starr, nur die Sechser ließen sich ab und an fallen. Dadurch gab es wenig bis keine Verbindungen nach vorne. Frankreich blockierte im 4-4-2-System einfach die Passwege in die Spitze, ohne selbst Druck auszuüben.

Frankreich konterte in der Folge. Zur Halbzeit stand es 4:0 – auch dank einer brutal effizienten Chancenausbeute der Franzosen, die aus fünf Torschüssen vier Treffer machten. Nach der Pause war das Spiel somit größtenteils nur noch ein Schaulaufen. Positiv bleibt zu bemerken, dass die Isländer nicht aufgaben und weiter munter nach vorne spielten. Die Außenverteidiger rückten nun weiter vor und gaben Breite im letzten Spieldrittel. Dennoch war die Absicherung durch die tiefe Doppelsechs weiter gegeben. Island wurde mit zwei Treffern belohnt.

Die Franzosen indes offenbarten in der zweiten Halbzeit einige Lücken. Das Herausrücken auf die Flügel funktionierte nicht immer, sodass Island relativ einfach die Außen entlangspielen konnte. Auch die Besetzung des Strafraums war suboptimal. Daraus etwaige französische Schwächen abzuleiten für das Halbfinale wäre angesichts des klaren Spielstandes aber eine Überinterpretation. Und wie jeder weiß, sind wir von Spielverlagerung strikte Gegner jeder Art von Überinterpretation kleiner taktischer Details.

Fazit

Der isländische Traum ist vorbei. Die Franzosen waren mit ihrem konsequenten Spiel in die Spitze eine Nummer zu stark. Gleichzeitig erwischte die isländische Defensive nicht ihren besten Tag. Die Staffelungen im Anschluss an gelungene Zentrumskombinationen der Franzosen waren unkompakt, die Stürmerrollen im Spiel gegen den Ball seltsam undefiniert und auch Torwart Halldorsson machte seinem Namen an diesem Abend keine Ehre.

Frankreich bleibt trotz überzeugender Offensivleistung für mich persönlich weiter ein riesiges Fragezeichen. So richtig schlau wurde man aus ihnen nicht in diesem Turnier; auf jede schlechte französische Halbzeit folgte stets eine gute. Auch gegen Island gab es durchaus Schwächen in der Defensive. So stimmte das Nachrücken im (Gegen-)Pressing erneut nicht und die Flügelverteidigung macht weiter Probleme. Ob diese Probleme aber wirklich relevant sind? Schließlich waren weite Teile des Spiels nicht mehr als ein Schaulaufen. Das Spiel gegen Deutschland muss zeigen, wie stark die Franzosen wirklich sind.

Hannes 6. Juli 2016 um 13:45

Meiner Meinung nach war die größte Schwäche der Isländer, dass sie zu schnell den Glauben an ihre eigenen Stärken verloren haben. Hat man auch schon gegen Portugal gesehen. Mit ein bisschen mehr Zielgenauigkeit hätte es auch dort schon eine Klatsche geben können. Erst nach dem Ausgleich kam der Glaube und somit auch die Moral wieder zurück, Portugal hat sich (wenn ich mich richtig erinnere) danach keine klare Torchance mehr erspielen können.
Frankreich hat es geschafft, sehr kurz nacheinander zwei Tore zu schießen und damit war das Spiel eigentlich schon gelaufen.

Was mich für die Zukunft aber hoffen lässt: Man hat nach dem 1:1 gegen Ungarn gesehen, dass die Isländer nicht bloß aus Jux und Dollerei zur EM gefahren sind. Die Enttäuschung war nach dem Schlusspfiff riesig. Wenn ihnen das Ergebnis egal gewesen wäre, hätte es auch keine enttäuschten Gesichter gegeben.
Auch das Spiel gegen England zeigte die Einstellung deutlich: Zur Halbzeit führten sie ja bereits 2:1, aber wirklich niemand hat gejubelt oder gegrinst, alle sind sie hochkonzentriert in die Kabine gegangen und ebenso hochkonzentriert wieder rausgekommen.

War das 5:2 zu hoch? Ja, irgendwie schon, aber die Franzosen haben halt jede Schwachstelle konsequent ausgenutzt. Lagerbäck formulierte es ja so: Bis auf die erste Halbzeit gegen Frankreich habe ich jede Minute dieser EM genossen. Und das auch zu Recht.

Wir werden sehen, was die Insulaner in Zukunft bringen werden. Ob sie nochmal ein Talent wie Eiður Guðjohnsen hervorbringen? Vielleicht mit ein paar mehr erstligatauglichen Mitspielern im Team. Dann dürften sie auf Turnieren noch für die ein oder andere Überraschung sorgen können.

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Euler 5. Juli 2016 um 13:22

Die Isländer zeigten schon zuvor schwächen, wenn der Gegner schnell kombiniert hat. So sind etwa auch die wenigen Chancen der Österreicher im letzten Gruppenspiel entstanden. Da fehlt den Isländern einfach die individuelle Klasse und die Erfahrung jede Woche gegen starke Spieler antreten zu müssen.

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GatlingJ 5. Juli 2016 um 10:28

^^sehe ich genauso, hatte gestern im comment Bereich der VF Analyse von DL einen ebenfalls in die Richtung gehenden Kommentar geschrieben.
Ob ein Zusammenbruch mit Klatsche kommt, lässt sich zwar natürlich nicht kausal ableiten. Aber wenn der Fall eintritt, tippe ich auch darauf, dass FR dann die Hütte voll kriegt.

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m+m 4. Juli 2016 um 18:35

Das französische Team bringt sehr viel Überraschung mit ins Spiel, gerade in der Offensive. Dadurch, dass Payet und Sissoko auch noch oft in der Mitte aufgetaucht sind wirkte es ab und zu etwas chaotisch. Diese Abläufe werden schwerer ausrechenbar als bei den Italienern sein. Jedoch wirkte gerade dieses etwas „chaotische“ in anderen Spielen auch schnell ungeordnet und das übertrug sich dann auch in die defensive Aufteilung des Teams.

So ein Spiel kann dann auch schnell durch die individuelle Klasse von Giroud, Griezmann, Pogba oder Payet entschieden werden. Es benötigt auf jeden Fall ein gutes Passspiel um diese Wucht ins leere laufen zu lassen.

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Schorsch 4. Juli 2016 um 17:13

TEs Analyse entspricht auch meinem Eindruck von diesem Spiel. Und auch die Fragezeichen, wie man die Équipe Tricolore nun tatsächlich einzuschätzen hat, setze ich genauso.

Ich bin hinsichtlich eines Weiterkommens der DFB-Auswahl im Halbfinalspile gegen Frankreich recht optimistisch. Man sollte allerdings keinesfalls den Fehler machen, die individuellen Qualitäten einzelner französischer Spieler außer acht zu lassen. Sie haben im bisherigen Turnierverlauf immer wieder gezeigt, dass sie damit Spiele noch für sich entscheiden können. Gibt man z.B. Payet eine Schussmöglichkeit aus 18, 19 Metern, dann wird er diese nutzen.

Ob dynamische Vertikalität gegen das deutsche Team das adäquate Mittel ist, wage ich zu bezweifeln. Zumindest wenn die deutsche Elf im Zentrum kompakt ist. Das wird es auch Griezmann erschweren, seine Schnelligkeit einzusetzen.

Warten wir es ab. Bis zum Spieltag ist noch genügend Zeit für Spekulationen über Fragen der Formation, Taktik oder Aufstellung… 😉

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tobit 4. Juli 2016 um 16:46

Ich bilde mir ein, dass man bereits in Islands vorherigen Spielen dieses kleine Loch hinter Gunnarson und Sigurdsson sehen konnte. Die Räume hat sich nur keiner getraut anzuspielen, da man auch eine Pressingfalle hätte vermuten können. Frankreich hat in diesen Räumen unglaublich schnell in Richtung der Abwehr gespielt und so ein effektives Zusammenziehen verhindert.

Insgesamt war das Ergebnis zu deutlich, Frankreich hatte in einigen Situationen Glück (Giroud an der Schwelle zum Abseits beim 1:0, möglicher Handelfmeter), sowie fast jeden Schuss versenkt.
Island hat gerade in der zweiten Hälfte doch ein zumindest passables, eher schon recht gutes, Ballbesitzspiel gezeigt und einige One-Touch-Kombinationen bis kurz vor den Abschluss durchgebracht, wozu die Mehrheit der BuLi-Teams wohl nicht in der Lage wäre.

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rayclaudio 4. Juli 2016 um 16:28

Für mich ein Paradebeispiel, wie genügend Vertikaldynamik jede Defensivstruktur in Schwierigkeiten bringen kann. Bis jetzt haben fast alle Gegner gegen Island versucht, mit „gefälliger“ Ballzirkulation eine Schwäche in der Defensive zu finden. Frankreich kam mit soviel Tempo, dass Island gar keine Zeit hatte, die Reihen zu schliessen und wenn doch, dann wurden diese durch starke Vertikalläufe und schnellem Durchspielen wieder zerstört. Sinnbildlich dafür der halbmondförmige Lauf von Griezmann beim 4:0. Es war herrlich, mal wieder eine so zielstrebige Mannschaft zu sehen! Auch wenn die Franzosen offensiv manchmal als „chaotischer Bienenschwarm“ gewirkt haben, es war wohl doch ein Plan dahinter :-). Soweit ich weiss, hat sich Deschamps auch schon dazu geäussert, dass er „Leidenschaft und Wahnsinn“ fordert, oder so ähnlich… Ich bin jetzt wirklich gespannt, was sich am Donnerstag durchsetzt: Die strukturierte Spielstärke und das starke Gegenpressing von Deutschland, oder das stürmische Tempospiel und die Physis von Frankreich…

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CHR4 5. Juli 2016 um 02:18

je mehr ich mich mit Frankreich beschäftige, desto stärker verfestigt sich der Eindruck bei mir, dass gilt „denn sie wissen nicht, was sie (da genau) tun“ und nach der groben Formation das „Fein“(??)tuning in „druff und dewerre“ (drauf und dagegen / gib ihm) besteht 😀 – wenn die SO gegen uns mit so schnellem One-Touch steil gehen … sind sie wirklich wahnsinnig …
auch die starken Leistungsschwankungen sprechen dafür, dass hier Chaos angesagt ist – meiner Erfahrung nach ist das auf diesem Niveau selten von Erfolg gekrönt, öfter dürfte sich klar Stabilität und (perfektionierte) Automatismen gegenüber kreativem Chaos durchsetzen, aber Frankreich sieht so vielleicht seine Chance
klingt irgendwie nach einem im Gegensatz zum VF GER-ITA nicht nur für Taktikfans attraktivem Spiel

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jim_nihilist 5. Juli 2016 um 03:22

Ich würde da mal auf die Begegnungen 2010 gegen Argentinien und 2014 gegen Brasilien hinweisen. Auch Belgien dieses Jahr ist für mich so ein Team: Im Endeffekt hat man keine wirklich erfolgreiche Grundstruktur, sondern einfach so viel Einzelqualität, dass man „kleinere“ Mannschaften einfach weghaut.

Für diese Chaostruppen ist dann meistens Schluß, wenn sie auf eine echte Mannschaft treffen die im Verbund spielt. Deutschland ist normalerweise solch ein Team, allerdings muß man jetzt sehen wie Löw das innere Gefüge festigen kann, nach den ganzen Ausfällen. Sorry, wenn das jetzt sehr untaktisch ist, aber eine Grundstruktur in einer Spielweise ist für mich der Anfang um überhaupt über Taktik sprechen zu können. Die Engländer hatten das nie und konnten so aus sich heraus auch keine Antwort gegen strukturiert spielende Isländer finden.

Frankreich hatte den passenden Gameplan gegen Island und den erfolgreich umgesetzt. Island ist dann eben doch zu limitiert um das dann aufzuhalten.

Ordnung siegt normalerweise über Chaos. Kann natürlich sein das wir in 15 Minuten 2 Tore fangen, dann ist natürlich alles hinfällig.

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Peda 5. Juli 2016 um 08:04

Frankreich erinnert mich stark an Brasilien 2014:

Schwächen in Offensive und Defensive werden durch eine komplett aufgezuckerte Spielweise, genährt aus der übertriebenen Erwartungshaltung einer gesamten Nation und erhalten durch glückliche Ergebnisse in der Vorrunde, kompensiert.
Es folgen teilweise überzeugende Leistungen – vor dem großen Zusammenbruch im Halbfinale gegen Deutschland. 😛

So sehr es mir auch gefallen würde, wenn Löw einmal an seiner Kaderpolitik scheitern würde, aber ich glaube die individuell schwächelnde Viererkette und das kollektiv improvisierte Offensivspiel der Gastgeber wird ein gefundenes Fressen für die sehr flexibel agierende deutsche Elf.

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Onil 6. Juli 2016 um 08:38

Offensiv erinnern sie mich, was Abläufe und Bewegungsmuster (schnelle Zentrumsablagen usw.) betrifft, an Atletico – zumindest mit der Formation aus dem letzten Spiel. Defensiv eher an Brasilien 😉

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