Hodgson macht den Cameron

England vergaß im Spiel gegen Island sämtliche Prinzipien des modernen Ballbesitzspiels. Am Ende finden sie keinen Weg, die kompakte 4-4-2-Formation des Gegners zu knacken.

Es wäre so leicht, die Analyse des englischen Ausscheidens gegen Island vollzupflastern mit Referenzen zum Brexit. Ein alternder Riese, dessen Hegemonialstellung längst der Vergangenheit angehört. Ein Mann an der Spitze, der durch Rumdrucksen und halbgare Taktik dem Gegner in die Karten spielt. Ein Außenseiter als Gegner, dessen Wut und Organisation brutal unterschätzt wird. Und Entscheidungen, deren Tragweite und Idiotie erst so recht bewusst werden, nachdem es zu spät ist.

Aber es sind genug schlechte Witze gemacht worden über das englische Verschwinden von der europäischen Bühne. Lassen Sie uns über Fußball reden.

Englische Rechtslastigkeit

Grundformationen erste Halbzeit England gegen Island

Grundformationen erste Halbzeit England gegen Island

Roy Hodgson begann das Spiel in der gewohnten 4-3-3-Formation. In der Mittelfeld war die Aufteilung dabei diesmal etwas anders: Rooney agierte noch tiefer als zuletzt und war oft auf einer Höhe mit Dier. Alli wiederum bewegte sich häufig in den Zehnerraum. Man hatte also eine klassische Aufteilung Sechser-Achter-Zehner, nur dass der Achter nicht als Verbindungsspieler, sondern als tiefer Spielmacher fungierte.

Im Angriff setzte England auf eine Asymmetrie: Sturridge agierte auf der rechten Seite etwas tiefer und breiter als sein Pendant Sterling. Sterling bewegte sich häufig in Richtung Strafraum, während sich Sturridge im zweiten Drittel anbot. Auch die Außenverteidiger agierten asymmetrisch: Rechtsverteidiger Walker rückte häufiger vor als Rose auf der linken Seite.

Das englische Spiel war dadurch rechtslastig. Offensichtlich hatte Roy Hodgson die linke Seite der Isländer als deren Schwachstelle ausgemacht. Rooney bewegte sich oft nach halbrechts und versuchte, die Bälle hinter den isländischen Rechtsverteidiger zu spielen.

Isländische Kompaktheit

Island wiederum machte das, was Island in diesem Turnier so tut: Sie bauten ihr kompaktes 4-4-2 vor dem eigenen Sechzehner auf. Die Stürmer agierten wie gewohnt sehr tief, sicherten vor der Doppelsechs ab. Island hatte somit eine sehr hohe vertikale Kompaktheit, zwischen tiefstem Abwehrspieler und höchstem Angreifer waren oft nur wenige Meter.

In der Horizontalen verteidigten die Isländer wiederum etwas weniger kompakt. Sie deckten die gesamte Breite des Platzes ab, um gegnerischen Spielverlagerungen zuvorzukommen. Eventuell entstehende Lücken im Mittelfeld füllten die Stürmer auf.

Ansonsten bauten die Isländer auf Konter, lange Bälle und Standards. Die Stürmer sollten bei Balleroberungen recht früh eingesetzt werden. Die Außenstürmer agierten etwas breiter als zuletzt, zogen im letzten Drittel aber noch immer in die Mitte. In Strafraumnähe zogen die Isländer ihr schnelles, zentrumlastiges Ein-Kontakt-Spiel auf. Die Stürmer legten hier die Bälle auf die eingerückten Außenstürmer ab, die mit Schüssen oder Schnittstellenpässen die Abwehr überwinden sollten. Eine solche Kombination führte in der 18. Minute zum 2:1. Zuvor waren in einer hektischen Anfangsphase bereits zwei Tore gefallen – eins für England per Elfmeter (4.) und eins für Island nach einem Einwurf (6.).

Schlechte Rollen im England-Spiel

Nach dem 1:2 fand das Spiel zu seiner eigentlichen Struktur. Die Isländer verteidigen – und die Engländer gestalteten das Spiel. Zumindest auf dem Papier. In der Praxis gestalteten sich die englischen Versuche, über die rechte Seite durchzubrechen, relativ zäh. Zu berechenbar war das Spiel, zu selten folgte auf den Pass nach rechts eine schnelle Verlagerung.

Schuld an den zahnlosen Offensivbemühungen der Engländer war auch die schlechte Aufgabenteilung im Mittelfeld. Alli fehlte als Zehner das Raumgefühl. Weder beschäftigte er die isländische Doppelsechs noch bot er sich effektiv als Rückpassoption an, wenn die Engländer sich auf dem Flügel festspielten. Kane hatte als einziger Stürmer ein schwaches Timing, was das Fallenlassen bzw. das Starten in den Sechzehner angeht. Der Zehnerraum und die Verbindungsräume zwischen Flügel und Zentrum blieben so meist unbesetzt.

Rooney wiederum wurde als zentraler Spielmacher viel zu tief eingebunden. Er befand sich praktisch permanent hinter der gegnerischen Formation. Somit konnten seine Fähigkeiten im letzten Drittel nie eingebunden werden. Stattdessen gab er den Spielmacher. Dafür fehlt ihm aber die Konstanz in der strategischen Ballverteilung. Zu oft spielte er schlecht vorbereitete Pässe auf den rechten Flügel, die anschließend nicht weitergespielt werden konnten.

England spielte somit auch kaum in die gegnerische Formation, sondern immer nur drum herum. Zugegeben: Gegen Islands totalkompaktes 4-4-2 ist ein effektives Spiel in die Zehnerräume schwer möglich. Dadurch dass die Räume aber nicht gleichmäßig besetzt wurden, fiel es Island leicht, breit zu verteidigen. Es bestand schlicht nie die Gefahr, dass England plötzlich durch das Zentrum durchbricht oder das Spiel schnell über den Rückraum verlagert. Entweder England musste die Angriffe ganz abbrechen – oder sie spielte sie hektisch und ungenau über den rechten Flügel zu Ende.

Schlechte Reaktionen von der Bank

Formation England gegen Island nach den Wechseln (ab 60. Minute)

Formation England gegen Island nach den Wechseln (ab 60. Minute)

In der zweiten Halbzeit verstärkte sich das englische Offensivproblem, da Island die einzige nennenswerte Angriffsroute kappte: Linksaußen Bjarnason verfolgte nun die Läufe von Walker und postierte sich tiefer. Er ließ sich nun häufig neben den Linksverteidiger fallen. Island konterte hiermit die rechtslastige Strategie der Engländer. Damit das Mittelfeld nicht zu unkompakt wurde, ließ sich ein Stürmer oft fallen, sodass 5-3-1-1-hafte Strukturen gegen den Ball entstanden.

Und England? Die folgten der uralten Fußball-Logik: Wenn’s nicht läuft, werfen wir einfach ein paar offensivere Spielertypen auf das Feld. Wilshere rückte nach der Pause für Dier in das zentrale Mittelfeld. England agierte nun mit einer Doppelsechs aus Wilshere und Rooney. Ein Rooney ohne Form und ein dynamischer Dribbelachter als wichtigste Spielgestalter? Mutig, aber auch vorhersehbar und strategisch nicht die beste Wahl.

In der 60. Minute folgte der klassische „Wir werfen einen Stürmer mehr auf das Feld, auch wenn wir aktuell überhaupt keine Pässe ins letzte Drittel spielen“-Wechsel. Spätestens als mit Vardy und Kane zwei Stürmer sich zentral orientierten, fehlte auf der linken Seite gänzlich die Breite. Die Breite wurde erst drei (!) Minuten vor Abschluss der regulären Spielzeit wieder hergestellt, als Rashford als Flügeldribbler aufs Feld kam. Er sollte mit seinen Dribblings etwas Chaos in das vorhersehbare Angriffsspiel der Three Lions bringen. Damit sollten die fehlenden Strukturen im letzten Drittel kaschiert werden. Zu spät. Island sicherte im 5-3-1-1, teilweise am Ende sogar im 6-3-1 den eigenen Strafraum ab, und sicherte sich das Ticket für das Viertelfinale.

Fazit

Der isländische Traum geht weiter. Ihr 4-4-2 ist die vielleicht kompakteste Defensivformation dieses Turniers. Es ist unglaublich schwer, in die isländische Formation hineinzuspielen. Anders als die meisten anderen Außenseiter haben die Isländer zudem den Hauch einer Offensivstrategie – auch wenn diese hauptsächlich darauf baut, jeden Einwurf hinter der Mittellinie in den Strafraum zu befördern. Zusammen mit der guten Chancenverarbeitung genügt dies, um offensivlahme Gegner wie England auszuschalten.

England enttäuscht. Es fehlte ein strategisch geschickter Spielmacher im Rückraum, eine intelligente Nutzung des Zehnerraums, schnelle Verlagerungen von einem Flügel zum anderen, ein starkes Gegenpressing, kurzum: all das, was eine moderne Ballbesitzmannschaft ausmacht. Das verwunderte allein schon deshalb, weil England gegen Russland eigentlich ein ansehnliches Ballbesitzspiel aufzog. Gegen Island war die Rollenaufteilung hingegen vom Anpfiff weg verkorkst, mit jedem Wechsel verschlimmerten sich die Probleme.

Hodgson hat sich verzockt. Von einer einheitlichen Strategie, einem geplanten Vorgehen keine Spur. Von Hodgsons Regentschaft wird nur eine Schlappe bleiben, die sein Land bis auf die Knochen blamierte. Eine weitere Parallele zum Brexit und David Cameron.

Michael Meier 2. Juli 2016 um 07:21

Als kleiner Scherz mag die Analogie zum Brexit ja angehen, aber was hat Hodgson mit Cameron zu tun? Also liebe Spielanalytiker – bleibt bei der Sache, von der ihr etwas versteht – dem Fußball. Die Anspielungen auf aktuelle politische Entwicklungen sind zumindest in diesem Fall außerordentlich misslungen und peinlich dumm.

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No 2. Juli 2016 um 10:08

Zitat: „… misslungen und peinlich dumm.“

Dasselbe kann man von Kommentaren behaupten, die jeder Sachlichkeit und jeglicher Argumentation entbehren.

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ES 30. Juni 2016 um 16:26

Mal zum Defensivverhalten der Engländer: Nix gegen das 1:1, das war schon klasse gespielt, und für jede Mannschaft schwer zu verteidigen: Scharfer Einwurf, Kopfballverlängerung in böse 5-Meter-Zone, wo antizipierend und einstudiert schon der Torschütze einläuft und top vollendet.
Aber das 1:2: Der Isländer auf halbrechts ist praktisch isoliert, Anspielstationen sind theoretisch gekappt, in der Mitte am Strafraumrand hat Island Gleichzahl, nur genau da darf der Ball auf keinen Fall hin bzw. muss sofortiger Zugriff erfolgen, sonst wird’s schwer zu verteidigen. Aber ohne technische Kunstgriffe, sondern durch banales Loslösen des Zuspielers und Freilaufen der Anspielstation in der Mitte geschieht genau das. Ich finde das weder taktisch besonders brilliant von Island, noch taktisch besonders schlecht von England. Nur einfach extrem schlampig, entscheidungsschwach, unbeteiligt, passiv und unaufmerksam in der defensiven Ausführung. Halbscharig.

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Anne Güntert 1. Juli 2016 um 00:43

Wie ist das eigentlich genau mit den Einwürfen nochmal? Ein Kommentator sagte, dass die in dieser Form illegal seien. Aber wieso? Sie werden mit beiden Händen ausgeführt und der Werfer steht hinter der Linie und darf nicht übertreten, trotzdem wird das angeblich als illegal gewertet.

Ansonsten, Englische N11 weider mal Trauerspiel, die murksen schon gefühlte 20 Jahre an der Tatsache rum, dass Fussball auch was mit mentaler Stabilität und Taktik und Coachen zu tun hat, gerade in Drucksituationen. Ich fand, dass sah rein von der Panik der Engländer her gesehen manchmal aus wie beim 7:1 in Brasilien (Ihr-wisst-schon-was) :-)…da gabs ja auch einen mentalen Breakdown einer Mannschaft auf dem Feld. Ich hätte nie gedacht, das das bei einer EM auch passieren kann, wo doch eigentlich alle Mannschaften technisch, mental und taktisch geschult sind und eine Spielidee haben…….

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Schorsch 1. Juli 2016 um 09:08

Nach der Regeländerung (oder eher genauer gesagt Regelpräzisierung) zum 01.06.2016 muss ein Einwurf nicht nur mit beiden Händen (wobei sich die Hände hinter dem Kopf des Einwerfenden befinden müssen) ausgeführt werden, sondern ein Einwurf muss auch mit beiden Händen gleichkräftig ausgeführt werden. Die Einwurftechnik, eine Hand als Stützhand zu benutzen und den Einwurf somit nur mit der anderen Hand (also quasi ein Schleudern des Balles, was einem Handballwurf ähnelt) auszuführen, ist somit verboten. Der Isländer Aron Gunnarsson z.B. hat diese Technik (die nicht einfach zu erlernen und anzuwenden ist) fast zur Perfektion gebracht und sie ist (wie man auch bei dieser EM sehen konnte) eine echte Waffe. Aber eben seit 01.06.2016 nicht mehr gestattet. Für den Referee ist die Anwendung dieser Technik je nach Blickwinkel nicht immer eindeutig zu erkennen, allerdings gibt es ja noch die Schiedsrichterassistenten. Die haben wohl bei den Spielen Islands bei dieser EM nicht immer so genau hingeschaut.

Gunnarsson stammt übrigens aus einer Handballerfamilie und hat -wie es sich für einen guten Isländer gehört- in seiner Jugend selbst Handball gespielt. Der isländische Winter ist lang, die Tage kurz und die Nächte lang. Das (Sport-)Leben spielt sich in Hallen ab. Man hat Zeit und muss sehen, wie man sich beschäftigt. Da kommt man halt auf solche Gedanken… 😉

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nougat 30. Juni 2016 um 13:16

Vielen Dank für diese sehr gut zu lesende Analyse ! Man hat wirklich das Gefühl, dass TE auch an wenig taktikgeschulte Betrachter denkt und entsprechend klar und nachvollziehbar formuliert.

Ich weiß nicht, ob man Hodgson die alleinige Schuld an dieser Blamage gegen Island geben soll. So schlecht waren die Darbietungen in der Vorrunde schließlich auch nicht, wenn man aber auch sehen konnte, dass vielen Spielern einfach noch die Geduld im Angriff abzugehen scheint, wenn sich das Spiel hinzieht. Sicher, es fehlt auch an Seitenverlagerungen und geeigneten taktischen Mitteln, um einen unangenehmen Gegner in Schwierigkeiten zu bringen.
Im Spiel selbst konnte man beobachten, dass die Engländer sich kaum gute Szenen herausspielen konnten, die ihnen den Glauben gaben, Island knacken zu können. Die Mannschaft ist ziemlich jung, und war ja einem unglaublichen Druck ausgesetzt. Manchmal ist es auch so: Einer spielt einen miesen Pass, ein anderer verkackt einen Schuss oder simplen Standard und schon spielen ALLE sich einen Mist zurecht aus dem es kein Entrinnen gibt. Warum Hodgson allerdings so auflaufen ließ und überhaupt gar keinen Plan B hatte, um die Situation zu entkrampfen, dass ließ schon fast an Altersstarsinn denken.

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PG 30. Juni 2016 um 07:32

Achtung jetzt kommts – bei Island habe ich das ganze Spiel an Atletico Madrid denken müssen… Kompaktes 4-4-2, die Spieler gehen über 90 Minuten in jeden Zweikampf, etc.

Was denkt ihr dazu?

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TobiT 1. Juli 2016 um 14:23

Ein bisschen, gerade im Abwehrpressing gibt es ein paar Parallelen. Bei höherem Pressing unterscheiden sie sich aber deutlich in Häufigkeit und Umsetzung. Atleti zeigt dann häufig aggressives Anlaufen und eine etwas höhere erste Linie, sowie eine „Zick-Zack-Linie“ im Mittelfeld, während die Isländer nicht so aktiv auf Bballgewinne gehen und eher einzelne herausrückende Läufe zeigen.
Auf Nationalmannschaftsniveau ist das aber auch schwer ein derartiges Pressing einzustudieren, besonders mit den ganzen Rhythmuswechseln und Triggermomenten.

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GatlingJ 29. Juni 2016 um 23:47

wenn man die letzten 15-20 Jahre Revue passieren lässt, gibt es schon zwei Baustellen, die England letztlich nie geschlossen hat.
Ihre Spieler spielen nahezu alle in der PL, und die hat keine Winterpause und diverse Cup-Spiele.
KO-Runde -> platt
Die Trainerauswahl – ganz gleich ob Engländer oder Ausländer – ist eigentlich immer nur allenfalls mäßig bis teils schlecht weil völlig unpassend.
Solange der Verband diese zwei fundamentalen Dinge nicht löst, glaube ich nicht wirklich daran, dass England mal wieder in ein HF geschweige denn Finale einziehen kann.
Bestätigend sieht man wieder mal den Ablauf dieses AF.

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savona 29. Juni 2016 um 23:19

Ich konnte nur die letzte halbe Stunde sehen und war entsetzt über Englands komplette Hilflosigkeit. Das sollte dieselbe Mannschaft sein, die – wie im Artikel erwähnt – gegen Russland ein sehr ansehnliches Ballbesitzspiel gezeigt, aber auch im Testspiel gegen Deutschland mit Rasanz und starkem Zug zum Tor überzeugt hatte? Dass sie zum Favoritenkreis gezählt wurde, war ja neben der starken Qualifikation genau dieser überzeugenden Leistung und nicht irgendwelchen Erfolgen von vor 50 Jahren geschuldet. Rätselhaft, dass Team, aber auch Trainer in so kurzer Zeit alles vergessen zu haben schienen. Wenn es heißt, dass Hodgson nach dem Spiel bis zur Pressekonferenz nur 19 Minuten Zeit gehabt habe, um die Rücktrittserklärung zu schreiben, die er dann vom Zettel ablas, liegt die Vermutung nahe, dass er von Vornherein seinen eigenen Maßnahmen nicht so recht traute. Möglicherweise auch ein Grund für das schwache Coaching während des Spiels. Allerdings war Islands Auftritt – wenn man die individuellen Qualitäten des Kaders berücksichtigt – auch wirklich überzeugend.

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victorolosaurus 29. Juni 2016 um 21:58

nur kurz, damit das aufmerksamkeit erhält: am ende ist irgendwas mit dem 1pixelbildchen der vgwort schief gelaufen

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TE 30. Juni 2016 um 12:45

Du bist mein Retter, da wären mir doch glatt acht Euro flöten gegangen. Danke für den Hinweis.

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Niggelpelz 29. Juni 2016 um 21:50

Der Junge heißt „Bödvarsson“!

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Hannes 3. Juli 2016 um 18:24

Nein, der Junge heißt Jón Daði und ist der Sohn von Böðvar.

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Joker 29. Juni 2016 um 21:31

Ist es denn wirklich so viel schwerer eine passende offensivtaktik als eine vernünftige defensivtaktik (wenn man die jetzt mal getrennt betrachtet) zu finden ?
Dass es so gesehen einfacher ist, sich in einem 4-4-2 , 5-3-2 und was man nicht alles bei dieser EM sehen kann tief in der eigenen Hälfte einzuigeln, kann ich nachvollziehen. Aber (aus meiner Sicht) wirklich gute offensivstrukturen gegen tief stehende Mannschaften gabs nur von Deutschland und Spanien zu sehen..

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Schimanski 29. Juni 2016 um 21:05

Die fehlende Breite in der Formation war so unfassbar offensichtlich, dass ich mich ernsthaft frage, ob die Verantwortlichen ihren Trainerschein auf der Kirmes geschossen haben. Selbst Sturridge auf rechts ist ja meist erst zur Linie gelaufen als der Pass schon im Anflug war. Folge: Keine offene Stellung. Leicht für Island zu verteidigen. Dieses England hätte selbst Sandhausen verteidigt bekommen…

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Susi 29. Juni 2016 um 21:22

Heiheihei! Nix gegen Sandhausen – die können vorne nicht viel, aber verteidigen!

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Schimanski 30. Juni 2016 um 07:37

Sag ich ja…

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Joker 29. Juni 2016 um 21:36

Die sache mit dem trainerschein habe ich mich bei dem zitat von portugals trainer gefragt, der sagte mit schönem spiel kein turnier gewinnen zu können, als ob ein schönes Spiel (wie auch immer man das definiert) nichts mit Erfolg zu tun haben könnte..
Aber ich denke dann immer das wahrscheinlich soviel auf dem platz passiert, was ich als laie alles nicht sehe, dass die Trainer schon ihre Berechtigung haben 😀

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Konzi 30. Juni 2016 um 00:23

Die fehlende Breite resultierte zum Teil auch aus der Tatsache, dass Sturridge eigentlich kein gelernter Flügelspieler ist. Hodgsons Kaderauswahl hat einfach nicht zur Formation gepasst, im gesamten Kader gab es 5 Stürmer aber nur einen einzigen Flügelspieler (Sterling), der diese Position auch bei seinem Klub spielt. Diesen einen Spieler dann auch noch gegen einen weiteren Stürmer (Vardy) auszutauschen hat die bereits bestehenden Probleme nur verstärkt.

Und wenn Hodgsons Idee von einem kreativen Achter Wayne Rooney ist, dann dürfte der Kerl seine Trainerlizenz wirklich in der Lotterie gewonnen haben.

@Spielverlagerung
Heißt der junge Bursche nicht Alli, ohne das „e“ am Ende?

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TE 30. Juni 2016 um 12:48

Danke für den Hinweis, hab’s verbessert

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