Türchen 4: Carlos Alberto Torres

Ein brasilianischer Nationalmannschaftskapitän mit einem besonderen Tor, der sich im vorderen Drittel aber oft eher zurückhielt und sich besonders durch Defensiv- und Aufbaustärke auszeichnete.

akalender2015-4Es ist immer wieder dieses Tor. Die brasilianische Weltmeistermannschaft von 1970, die für viele sogar als das beste Team aller Zeiten ist, und ihr 4:1-Finalsieg gegen Italien gehören zu den Highlights bei fast jedem Griff in die allgemeine WM-Geschichtstrue. Der letzte Treffer in besagtem Endspiel gilt als Symbol für das gesamte Turnier der Brasilianer und bildet tatsächlich einige wichtige Elemente ihres Teams ab: Clodoaldos Dribbling, das mannschaftliche Vorspielen über links mit dem plötzlich dort auftauchenden Jairzinho, Pelés lässiger Querpass und der wuchtige Abschluss aus dem Hinterhalt. Die BBC nannte es einmal „das perfekte Tor“.

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Brasilien, WM 1970

Speziell Vorarbeit und Vollendung scheinen fast mystisch konnotiert zu sein. Kollege MR sprach einmal vom „most overrated pass“ der Fußballgeschichte. Auch der eigentlich brachiale, aus der Distanz erzwungene Treffer – gar nicht unbedingt so repräsentativ für Kunst und Zauberfußball – scheint eine Magie auf manche Zuschauer ausüben zu können. Vielleicht kommt es wegen der trockenen, explosiven, fast überraschenden, aber nicht schockierenden Plötzlichkeit des Abschlusses, nachdem Pelés Zuspiel eine Erwartung ausgelöst hatte. Der scheinbare Pass ins Nicht findet einen abrupt auftauchenden Abnehmer und auf einmal ist der Ball im Tor, die ganze Szene aufgelöst und beendet, als wäre nichts gewesen, einfach so, simpel perfekt.

Damit ließe sich der erwähnte Widerspruch auflösen und auch das fulminante Element der Sache trägt vielleicht zur Erklärung bei. Der Schütze dieses viel besprochenen Treffers war Brasiliens Rechtsverteidiger, Carlos Alberto Torres, gleichzeitig Kapitän der Mannschaft. Er ist eng mit diesem Tor verbunden und wird oft darüber – hinzu kommt dann die Erwähnung seiner Führungsfähigkeiten – definiert. Dieses 4:1 ist der Ankerpunkt für die Darstellung vom angriffslustigen, attackierenden, seine Position offensiv interpretierenden Außenverteidiger Carlos Alberto – in „guter brasilianischer Tradition“, so heißt es dann. Zum einen überzeichnet der Status des Tores jene Facette seines Spiels. Zum anderen soll es daher im Weiteren nicht mehr so sehr um diesen Treffer gehen. Darin liegt nicht der Grund dafür, dass Carlos Alberto Torres zu den Lieblingen von Spielverlagerung zählen kann.

In Feldkanälen vorlaufender Aufbauspieler

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Ende der 60er-Jahre gab es im Nationalteam vermehrt solche Szenen mit Carlos Alberto im Halbraum, gelegentlich auch noch bei der WM 1970.

Die Einbindung des Kapitäns bei diesem Finaltor war gar nicht so repräsentativ: nachrückende Bewegungen zeigte Carlos Alberto eher selten. Vereinzelt schob er ruhig in den Rückraum nach, aber zog kaum mal Läufe mit Tempo in ballferne Verlagerungslücken an. Solche Sprints kamen in seinen ersten Jahren zwar noch etwas häufiger vor, aber tendenziell fast eher diagonal in den ballfernen Halbraum vorderlaufend, den er ohnehin immer mal besetzte. Vielmehr wurde seine Spielweise statt nach- von aufrückende Aktionen bestimmt – die er sehr gut lieferte. In den 60er- und 70er-Jahren konnte er sich das Leder von den Innenverteidigern abholen und nach vorne treiben.

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Carlos Albertos balltreibende und kanalisiert vorlaufende Spielweise bei der WM 1970

Bei diesen „vorlaufenden“ Szenen nutzte er die gegnerischen Staffelungen gut, ließ sich nur vereinzelt zu überstürzten Pässen hinreißen und wusste es meist zu vermeiden, unter Druck zu geraten. Insgesamt war Carlos Alberto vor allem ein starker Aufbauspieler für das erste und zweite Drittel. In gleichförmiger, druckvoller, unterschwellig „trottender“ Bulligkeit spulte er seine Aktionen ab. Auffällig war seine Orientierung auf „Kanäle“ (vor allem vertikal mit Flügelzone, Halbraum usw., aber auch diagonal) des Feldes. Das strukturierte seine Spielweise und sorgte für Raumbewusstsein, ließ ihn aber manchmal etwas zu fest und linear wirken. Eigentlich war er aber auch sehr anpassungsfähig und bisweilen kombinationsstark. Bleibt die Frage: lineare Diagonalität oder diagonale Linearität?

Brasiliens WM-Partien 1970 dürften für Carlos Alberto die Karrierephase gewesen sein, in der er am präsentesten eingebunden wurde. Auf der fokussierten rechten Seite agierten er und Jairzinho oft als Ballschlepper. In dieser aufbauenden Arbeit strahlte er dann enorme Dominanz aus. Diesbezüglich hatte sein Einfluss in den Vorjahren noch moderater ausgesehen und die passive Halbraumbesetzung im zweiten Drittel überwogen. Kurzum galt allgemein: Er war kaum in den konkreten Angriffsabschluss involviert, auch nur selten in die aktiv-gestaltende unmittelbare Vorbereitung, sondern er legte die Grundlagen, bot die Voraussetzungen und half situativ. Gelegentlich wich er mit Ball strategisch etwas zur Seite aus, um die Mitte zu öffnen und dann für einen Kollegen in den Aufrückraum querzulegen.

Außenverteidiger mit trockenem Passspiel

Die Aufbaustärke von Carlos Alberto zeigte sich auch im Passspiel, das neben den vorlaufenden Aktionen in seiner Spielweise dominierte. Häufig spielte er direkte Flügellinienpässe in die Tiefe aus dem zweiten Drittel oder kurze zuliefernde Zuspiele auf den Rechtsaußen vor ihm. Bei der WM 1970 war er, in seiner aufbaustabilisierenden Rolle, sehr konstruktiv auf diagonale Zuspiele in die mittigen Zonen ausgerichtet. Wenn er die Bälle nicht gerade am Flügel nach vorne trug, suchte er konsequent den diagonalen Weg – entweder flach, druckvoll und trocken in Zwischenräume mit Anschlussoptionen hinein oder als, mal mehr und mal weniger aggressive, Lupfer zur Erschließung von Raum in Zwischenlücken.

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Szene aus dem WM-Spiel Brasiliens gegen Rumänien 1970: Carlos Alberto nach dem Aufrücken mit dem trockenen Lupferpass querverlagernd in den Freiraum auf Clodoaldo

Das Passspiel – das er häufig auch in undynamischen Szenen nutzte – war ein wichtiges Mittel für ihn und letztlich, auch wenn es kaum mal spektakulär oder besonders wirkte, eine seiner wichtigsten Stärken. Die Passtechnik mochte mitunter etwas spröde oder „handwerklich“ daherkommen, war aber doch ziemlich gut, ebenso wie die oft empfängerfreundliche Gewichtung der Zuspiele. Nach Balleroberungen oder dem Gewinn von losen Bällen in etwas hektischen Szenen organisierte er die Sicherung des Leders nicht rein über individualtaktische Aspekte, sondern suchte oft kurze Doppelpässe, Ablagen oder spielte – teilweise fast übertrieben – wieder scharf in Engstellen hinein.

Zurückhaltung im letzten Drittel

Im letzten Drittel hielt er sich dann über viele Phasen zurück und sorgte nur gelegentlich mal für diagonale Nachstöße in den Rückraum, für einzelne Distanzschüsse oder Lupferpässe hinter die Abwehr. Dies alles geschah dabei fast nur in Form von ballnaher Einbindung, für Seitenwechsel bot er sich selten im offensiven Stil an. Flanken sah man kaum von Carlos Alberto, höchstens aus dem Halbfeld zur Grundlinie gehobene Hereingaben auf Tiefenläufe. In einer Phase Mitte der 60er gab es das oft mit Pelé. Ebenso wie gelegentliche weiträumige Seitenwechsel – und damit im Gegensatz zu halblangen Diagonalzuspielen – waren diese Bälle in der Ausführung mitunter nicht so optimal.

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Beispiel einer möglichen absichernd-verteilenden Einbindung von Carlos Alberto im Halbraum bei mannschaftlich aufgerückter Stellung, Santos Ende der 60er.

Nach dem mannschaftlichen Aufrücken positionierte sich Carlos Alberto gelegentlich am Übergang zum Angriffsdrittel im Halbraum, um dort als tiefer Stabilitätsgeber die Zirkulation zu unterstützen. Zuverlässig und unspektakulär verteilte er die Bälle, nach außen auf die Flügeldribbler oder diagonal in den Zwischenlinienraum hinein. In Sachen Passtechnik zeigte er hierbei aber manchmal – trotz der beeindruckenden Schärfe der Zuspiele – kleinere unsaubere Unkonzentriertheiten. Überhaupt schob er zwischendurch immer mal in den Halbraum ein, auch in tieferen Zonen, teilweise in ballfernen Kontexten. Im Aufbau war das ebenso keine Seltenheit, führte aber mitunter zu oft zu Eröffnungspässen nach außen.

Insgesamt kann man von einem aufbauunterstützenden, teils vorsichtigen Rechtsverteidiger sprechen. Er rückte schon weit auf – aber nicht primär, um sich offensiv einzuschalten, wenngleich er diese Spielweise und das Vorwärtsstürmen beherrschte. Dieser Stil spiegelte sich in einer, bis auf wenige Ausnahmen, gleichmütigen, rationalen, beherrschten, angenehmen Entscheidungsfindung, wenngleich seine gesamte Spielweise teils etwas mechanisch, überfokussiert und normal wirkte. Man könnte Carlos Alberto als physisch starken, zuverlässigen, soliden, aufbausicheren, letztlich auch – obwohl es seine Einbindung oft nicht war – sehr kompletten Abwehrmann bezeichnen – und als jemanden von herausragender Defensivstärke.

Zugriffsfindungsmaschine aus der Passivität

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Fiktives Beispiel gegen Santos in der zweiten Hälfte der 60er: Halbraumverlagerung gegen situatives Rückwärtspressing von Edu auf den tiefkommenden Linksaußen. Carlos Alberto geht, wie in der überwiegenden Mehrheit der Fälle, bei diesen Umständen nicht mannorientiert mit, sondern hält die Abwehr, bietet den Flügel an, scheint sehr passiv, versucht ggf. zu verzögern und nach außen wegzuleiten. Dabei verhielt er sich für die Zeit oft sehr bedacht und kühl, um dann im entscheidenden Moment vielleicht herausrücken zu können oder im 1gegen1 zu verteidigen.

In dieser Hinsicht setzte sich seine Selbsteinbindung im Abwehrbereich fort: sie war eher zurückhaltender Natur. Er erfüllte seine Rolle zuverlässig und solide, unterstützte die mannschaftliche Stabilität mit seinem Beitrag – unspektakulär, unaufgeregt und ohne größere Besonderheiten – und achtete darauf, seine Position zu halten. Gelegentlich bewegte er sich ballfern im Detail etwas unsauber, konnte die Raumabsicherung im Ernstfall aber erfüllen und potentielle Durchbruchsgefahren mit kurzem Einrücken abfangen. Den – vor allem horizontalen – Abstand zu seinen Kollegen für die Situationen richtig einzuschätzen und zu balancieren, gehörte zu seinen größten Stärken.

Wurde über seine Seite angegriffen und es drohte Unterzahl mit Dynamik, wich er abwartend etwas zurück und bot passiv den Flügel an. Auch hier zeigte sich seine grundsätzlich – stark durch den zeitlichen Kontext mit bedingt – verteidigend denkende Defensivspielweise, die sich entsprechend in vielen tornahen Positionierungen niederschlug. Diese wiederum setzte er ungewöhnlich konsequent und sauber um. Generell war es selten, dass er mal antizipativ aus der Kette herausrückte – aber wenn, dann wählte er den Zeitpunkt geschickt, schoss urplötzlich kraftvoll nach vorne und erzeugte mit diesen einzelnen Momenten herausragender Zugriffsfindung große Wirkung.

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Vasco gegen Santos 1969, eine langsame Umschaltszene der Gastgeber: Carlos Alberto lauert in der Tiefe sehr aufmerksam, rückt ungewohnt aggressiv gegen den Querpass heraus und fängt diesen ab.

Manchmal blieb er lange enorm passiv, um dann im richtigen Moment zur Zugriffsfindungsmaschine zu werden. Speziell in herausrückendem Kontext halfen ihm dabei seine nicht zu vernachlässigenden Qualitäten im physischen Bereich: großgewachsen, stabil, robust bis bullig. Gleichzeitig war er in seinen besten Phasen überraschend schnellkräftig. Bei Tacklings und Grätschen im direkten Duell am Flügel konnte er den Gegner sehr explosiv attackieren. Selbst schwierige 1gegen1-Duellen gewann er oft überzeugend, durch kluges individualtaktisches Vorgehen, beispielweise in der Positionierung, dem richtigen Winkel zum Gegner, usw. Auch in Laufduellen zeichnete Carlos Alberto gerade auf den ersten Metern eine von nüchterner Gleichförmigkeit geprägte Beschleunigung aus. Mit starkem Antritt auch auf mittellangen Distanzen konnte er an beinahe entwischten Gegnern noch vorbeiziehen.

Schließlich zeigte sich sein geschickter, aber nicht übermäßiger Körpereinsatz vor allem bei Flanken auf den zweiten Pfosten, die er als einrückender Außenverteidiger verteidigen musste. Er ging kurz vor dem Luftduell nochmals einen Schritt oder einen halben nach hinten und sprang dann erst hoch, versuchte also zunächst einmal den gegnerischen Sprungansatz in seinem Rücken zu blocken anstatt das Kopfballduell direkt einzugehen. Oft kam der Gegner nicht richtig an den Ball heran und konnte ihn damit auch nicht gezielt in Richtung Tor wuchten. Ansonsten fand der Brasilianer aber ohnehin eine gute Position, um die Flanke vor dem Angreifer per Hinterkopf nach hinten Richtung Seitenaus zu klären.

Carlos Alberto als Innenverteidiger

In seinen späteren Jahren spielte Carlos Alberto in seinen Vereinen, zunächst bei Santos und ebenso ab 1974 nach seiner Rückkehr zu Fluminense, immer häufiger und schließlich fast standardmäßig als Innenverteidiger einer Viererkette. Dabei hielt er sich im Aufbau oft zurück, lieferte nur kurz die Bälle ab und beschränkte sich auf sehr sporadische Vorstöße. Die Zwischenräume zu den teils frühzeitig etwas aufrückenden Außenverteidigern füllte er eher absichernd mit Herausrückbewegungen bei Ballverlusten oder Kontern. Bei Fluminense wurde er 1975 gar vereinzelt als Teil ihres beweglich und rochierend angelegten Mittelfelds eingesetzt, wenngleich dann nur kurz als Einwechselspieler.

Über die Mini-Zwischenstation Flamengo ging er 1977 schließlich zum Karriereabschluss noch zu New York Cosmos. Dort spielte er zusammen mit Pelé und Beckenbauer, gewann drei Meisterschaften und scheint immer mal recht spektakulär und vorstoßend eingebunden worden zu sein. Wie schon im WM-Finale 1970 oder immer mal zwischendurch stellte das kein Problem für ihn dar. Potentiell war Carlos Alberto ein offensiv(stark)er Außenverteidiger und dabei in manchen Umsetzungsaspekten – rationale Physis, kontrollierte Zuverlässigkeit, Passspielnutzung, Art der Dynamik, teilweise Halbraumnutzung – fortschrittlich für seine Zeit. Doch die Regel war dieser attackierende Stil gar nicht mal so sehr.

Schorsch 4. Dezember 2015 um 14:19

Gute Beschreibung eines defensivstarken Außenverteidigers einer phänomenalen Mannschaft, von der ich heute noch begeistert bin. Das Tor im Finale ist Legende, aber doch eher untypisch für Carlos Alberto. Seine Stärken werden im Artikel sehr genau herausgestellt.

Weiter so!

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victorolosaurus 4. Dezember 2015 um 09:28

Bei diesem Tor (wie auch zB diesem bekannten Solo von Maradonna) komme ich nie umhin mich zu fragen, ob das auch so gefallen wäre, wenns nur 10 grad kälter gewesen wäre.

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Peda 4. Dezember 2015 um 11:39

Du meinst so nach dem Motto but can they do it on a cold rainy night in Stoke?. 😀

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Schorsch 4. Dezember 2015 um 14:05

Bei beiden Toren war die Temperatur nicht entscheidend. Aber die Höhenlage… 😉

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studdi 4. Dezember 2015 um 09:11

Sehr schöner Artikel!
Jetzt habe ich doch tatsächlich richtig getippt. Allerdings nur aufgrund meiner falschen Einschätzung des Spielers, da ich auch immer nur dieses Tor vor meinen Augen hatte wenn ich an den Spieler gedacht habe.
C.Alberto hätte wohl auch sehr gut in den Adventskalender mit falsch Eingeschätzten Spielern gepasst.

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KOGNITIV 4. Dezember 2015 um 13:50

Ich habe dein Kommentar im vorigen Artikel gelesen und wundere mich, wieso du so eine signifikante Aussage triffst („hat die Rolle des AV revolutioniert“), um danach anhand des Artikels festzustellen, dass diese komplett falsch ist.

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studdi 4. Dezember 2015 um 14:51

Naja also die Wortwahl revolutioniert war vl nicht ganz optimal. Allerdings habe ich geschrieben: „er meines Wissens nach die Außenverteidiger Position mit seiner Offensiven Spielweise Revolutioniert hat.“
Ich habe also nicht behauptet das er die Position des AV revolutioniert hat. Ich hatte extra „meines Wissens“ geschrieben. Mein Wissen bezog sich in diesem fall in erster Linie auf Erzählungen und den Highlights der WM 1970. Mein heutiger Wissensstand ist, aufgrund des Artikels, eben ein anderer.
Bis heute war ich immer der Meinung er war der erste AV, der in der Offensive wie ein Außenstürmer agierte und defensive wie ein AV. Ich hatte eben schon öfters gehört er sei der erste dieser „typisch Brasilianischen AVs“ gewesen, weswegen ich die Wortwahl revolutioniert getroffen hatte.
In sofern würde ich nicht behaupten das meine Aussage von gestern falsch ist, sondern das ich schlichtweg ein falsches Bild des Spielers hatte.

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ES 4. Dezember 2015 um 17:24

Sehr schöne Rückwärtsruderbewegungen 😀. Aber du machst immerhin eine Aussage. Wer keine trifft, hat nichts zurückzunehmen.

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blub 4. Dezember 2015 um 01:05

Ich mag es sehr wie die Autoren schön die Textsorten durchmischen.

Hier wird sehr viel Einsicht mit verhältnismäßig wenig worten gewonnen. Bravo TR!

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Ein Zuschauer 4. Dezember 2015 um 00:10

„Vielleicht kommt es wegen der trockenen, explosiven, fast überraschenden, aber nicht schockierenden Plötzlichkeit des Abschlusses, nachdem Pelés Zuspiel eine Erwartung ausgelöst hatte. Der scheinbare Pass ins Nicht findet einen abrupt auftauchenden Abnehmer und auf einmal ist der Ball im Tor, die ganze Szene aufgelöst und beendet, als wäre nichts gewesen, einfach so, simpel perfekt.“ Um mal ein sprachliches Lob unter einen TR Artikel zu packen: das hast du schön gesagt. (ja ich weiß, klingt ein bisschen holprig – hat trotzdem mehr Ausdruckskraft)

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HK 4. Dezember 2015 um 13:20

Fand ich auch sehr eindrücklich. Hat mir gut gefallen.

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Todti 4. Dezember 2015 um 13:25

Um bei Komplimenten bezüglich der Formulierung zu bleiben, ich denke nicht, dass jemand anderes als TR schöner beschreiben könnte, wie ein Spieler läuft:
„Auch in Laufduellen zeichnete Carlos Alberto gerade auf den ersten Metern eine von nüchterner Gleichförmigkeit geprägte Beschleunigung aus.“

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