Herthas 5-4-1-Mechanismen verzögern Bayern-Gala kurz

bayern2:0hertha-neu

Bayern München gegen Hertha BSC; das lang ersehnte Topspiel zwischen Platz 1 und Platz 4. Auch in dieser Partie zeigten sich die finanziellen Unterschiede zwischen den beiden Vereinen in einer extremen Schere in spielerischer Qualität und strategiepsychologischer Ausrichtungswahl.

Hertha orientiert sich strategisch an Frankfurt und an Schalke

Grundformationen

Grundformationen

In den letzten Wochen war – neben Frankfurt natürlich – am ehesten Schalke noch an einem Punktgewinn gegen die Bayern dran. Bei beiden Teams waren es eine tiefe Ausrichtung, eine enorme Breitenstaffelung in der ersten Linie, wenig Präsenz im Umschaltspiel, vorsichtiges Aufrücken in Ballbesitz und sehr geringe Vertikalabstände, welche als Gegenmittel für die Bayern ausgemacht wurden. Pal Dardai und die Hertha sahen dies ebenfalls so und wollten damit den Bayern in der Allianz-Arena das Leben schwer machen.

Grundsätzlich ist eine solche tiefe Spielweise durchaus verständlich. Bayern nutzt Neuer zu gut und steht positionell zu passend, um die natürlich auch sehr pressingresistenten Einzelspieler mit einem durchgehenden Angriffspressing vor Probleme zu stellen. Im Mittelfeldpressing dürfte man vielleicht am ehesten noch gute Chancen haben, aber es hängt sehr von der Umsetzung ab – und die Bayern sind sehr geschickt darin, mit geduldiger Ballzirkulation und einzelnen durchbruchserzeugenden Spielzügen auch hier stabil zu agieren.

Aus den tiefen Zonen ist es allerdings ebenfalls gefährlich, dass die Bayern nicht über einen Distanzschuss, eine Flanke, einen Pass in die Tiefe oder schlichtweg einen Standard zum Erfolg kommen. Besonders die breiten, dribbelstarken Flügelstürmer und der Käfig mit einer 2-3-Formation vor dem gegnerischen Block funktionierte in den letzten Wochen hervorragend. Das wirkliche Problem ist aber der Mangel an Entlastungsangriffen. Teilweise ist es nicht mehr die Qualität der Bayern, welche passende Spielzüge für hochqualitative Angriffe kreiert, sondern das durchgehende Anlaufen bei schneller und hoher Ballrückeroberung.

Die Konter des Gegners gehen meist im eigenen Präsenzmangel, Bayerns Gegenpressing und der Distanz zum gegnerischen Tor verloren. Das war auch bei der genauen taktischen Umsetzung Herthas der Fall.

Zentrumspassives 5-4-1 bei Hertha gegen den Ball

Anfangs wirkte es sogar, als hätten die Herthaner ein 4-4-1-1 gespielt, aber schon nach paar Minuten umgestellt. Strukturell gestaltete sich Herthas Ausrichtung spätestens ab der zehnten Minute konstant in einer Linie mit fünf Akteuren in der ersten Reihe und vier weiteren Spielern davor. Sogar Ibisevic, der nominelle Mittelstürmer, stand meistens sehr tief und bewegte sich häufig quasi im gegnerischen Sechserraum – der sich gut und gerne 20m in der Berliner Spielhälfte befand.

Die Folge war natürlich, dass man mit fünf Spielern in der ersten Linie die Breite sehr gut abdeckte und auch sehr schnell wie kompakt bei bayrischen Seitenwechseln verschieben konnte. Auch Flügelangriffe konnten nicht nur gut und aggressiv gepresst werden, sondern es gab immer ausreichend Absicherung für den pressenden Akteur und Präsenz im Strafraum.

Bayern baut hoch auf, doch hier kann die Hertha aggressiv und abgesichert auf Rafinha pressen. Der rechte Flügelverteidiger der Fünferkette rückt heraus und attackiert.

Bayern baut hoch auf, doch hier kann die Hertha aggressiv und abgesichert auf Rafinha pressen. Der rechte Flügelverteidiger der Fünferkette rückt heraus und attackiert.

Interessant war aber, wie passiv die Hertha dieses System interpretierte. Im Mittelfeld fokussierten sie sich oft sehr auf die eigenen Positionen und schoben nicht wirklich auf die bayrischen Mittelfeldspieler heraus. Alonso, Vidal und Boateng konnten sich vor den Gegnern den Ball zuschieben, ohne wirklich unter Druck zu geraten. Balleroberungen in diesen Zonen gab es bei Hertha eigentlich nicht, dafür war man hinten ziemlich stabil. Die Verteidiger konnten gut abgesichert und kleinräumig aufrücken, um im Zwischenlinienraum für Präsenz zu sorgen.

Bayern wirkte bis zum 1:0 – trotz ein paar Halbchancen und guter Ansätze – darum etwas zahnlos, wenn auch nicht so zahnlos wie die Hertha. Durch die tiefe Ausrichtung, die Enge, die wenigen Balleroberungen in den zentralen Zonen und Ibisevics tiefe Formation gab es eigentlich kaum Möglichkeiten für Konterangriffe – und auch keine Anspielstationen, um sich aus Bayerns Gegenpressing zu befreien. Das war es auch letztlich, was zum 1:0 der Münchner nach einer Ecke führte – man kam hinten einfach nicht mehr raus.

Die Aufbauansätze waren nicht ganz so passiv und tief, gingen aber im bayrischen Pressing verloren. Lustenberger schob im Spielaufbau vor, wodurch es eine Staffelung mit zwei Innenverteidigern und drei zentralen Mittelfeldspielern gab (Lustenberger, Skjelbred und der etwas vorstoßende Darida). Bayerns 4-3-3/4-1-4-1-Pressing machte dieser Spielweise allerdings den Gar aus.

Von diesen organisierten Hertha-Ballbesitz/Bayern-Pressingsituationen gab es aber nur wenige. Wie üblich waren es die Bayern, welche Ball und Raum für sich beanspruchten.

Ähnliche Staffelungen, anderes System

In den letzten Wochen agierten die Bayern sehr oft mit einem 4-1-4-1, welches in eigenem Ballbesitz zu einer Art 2-3-5 wurde. Auch heute war dies formativ zu sehen, die Bewegungen und Dynamiken waren aber nicht nur wegen des veränderten Personals anders. Normalerweise waren es die Außenverteidiger, welche neben den Sechser in die defensiven Halbräume schoben und den „Käfig“ um das gegnerische Mittelfeld aufbauten. Dadurch konnten sich die Achter – unter anderem Costa und Müller beispielsweise – höher positionieren, den Zwischenlinienraum besetzen und Lewandowski sowie die Flügelstürmer unterstützen.

Die Flügelstürmer gaben wiederum Breite und suchten nach Dribblings in die Mitte. Bayern konnte dadurch die gesamte Spielfeldbreite nutzen, die gegnerischen Außenverteidiger beim Verschieben in Defensivzweikämpfe verwickeln und hatte genug Optionen zentral, um auch Pässe zu spielen oder nach erfolgreichen Dribblings Überzahlen am gegnerischen Strafraum zu kreieren.

Gegen die Hertha stellte Guardiola diese Systematik um. Meistens waren es Lahm und Rafinha, welche Breite gaben und in Richtung Mitte zogen; wenn auch nicht mit direkten Dribblings, sondern in offene Räume auf der Suche nach Passmöglichkeiten nach vorne. Coman und Müller, die nominellen Flügelstürmer, blieben nun nicht an der Außenlinie kleben, sondern bewegten sich zwischen den Linien, versuchten sich immer wieder für Lupfer und lange Diagonalbälle hinter die Abwehr anzubieten, Dribblings und Abschlüsse am Strafraum zu generieren oder die Flügelspieler zu unterstützen und offene Räume für Hereingaben zu nutzen.

Coman weicht aus, Rafinha hält sich zurück (und rückt in der Folge oft zentral ein), Vidal rückt ins Loch auf. Mehr Dynamik, mehr Dribbelstärke im Zweikampf auf dem Flügel.

Coman weicht aus, Rafinha hält sich zurück (und rückt in der Folge oft zentral ein), Vidal rückt ins Loch auf. Mehr Dynamik, mehr Dribbelstärke im Zweikampf auf dem Flügel. Dennoch auffällig: Die Redundanz in der Absicherung.

Wenn die Flügelstürmer Räume öffneten, konnten wiederum die Achter aus dem zentralen Mittelfeld vorstoßen. Boateng und Vidal spielten neben Alonso und vor Benatia und Martinez im Zentrum. Die Struktur selbst war allerdings etwas gekippt. Ursache dafür: Die unterschiedlichen Fähigkeitenprofile von Rafinha/Lahm und Coman/Müller.

Müller attackierte die Mitte etwas aggressiver und war nicht ganz so fordernd wie Coman; Rafinha als Rechtsfuß auf links schob gelegentlich etwas mehr mit Ball am Fuß in die Mitte, Vidal spielte minimal zentraler und etwas tiefer als Boateng, der sich immer wieder höher positionierte. Besonders die flexiblen Überladungen Coman und seine Pendelbewegungen waren auffällig. Teilweise gab sogar nur Lewandowski Tiefe, alle anderen bewegten sich im Zwischenlinienraum und an der Grenze zur Mittelfeldreihe Herthas.

Generell konnte der ballnahe Achter außerdem etwas höher schieben, meistens tat dies jedoch Boateng. Nach ungefähr 20 bis 25 Minuten passte Guardiola aber an.

Martinez und Boateng in Hybridpositionen

In den ersten Minuten gab es ein eher 4-3-3artiges Pressing (höhere und engere Flügelstürmer), später ein 4-1-4-1 (Flügelstürmer auf Höhe der Achter, mehr Herausrücken der Achter) – die wirkliche Umstellung gab es jedoch in Ballbesitz. Wie bereits gegen Schalke ließ Guardiola Martinez nach vorne (bis an den gegnerischen Strafraum) schieben, Boateng wiederum spielte etwas tiefer und übernahm Martinez‘ Aufgaben in der ersten Linie.

Dafür gibt es mehrere Gründe: Martinez sollte für mehr Präsenz ganz vorne sorgen, Boateng aber weiterhin im Spielaufbau fokussiert werden, dazu im Kollektiv im Gegenpressing in höheren Zonen noch aktiver nach Ballverlusten und noch dynamischer in der Restverteidigung sein. Der stärkste Effekt war aber positioneller Natur.

Guardiola beseitigt die Redundanz. Alonso und Boateng bauen vor Benatia auf. Hier die gleiche Situation wie auf den Grafiken zuvor, aber mit der neuen, druckvolleren Staffelung.

Guardiola beseitigt die Redundanz. Alonso und Boateng bauen vor Benatia auf. Hier die gleiche Situation wie auf den Grafiken zuvor, aber mit der neuen, druckvolleren Staffelung.

Man hatte nämlich nicht konstant Benatia und Boateng hinten, sondern konnte einzig und allein mit Benatia in der Restverteidigung spielen; auch wegen der tiefen und alleinigen Ausrichtung Ibisevics bei der Hertha. Einige Male gab es Staffelungen, wo Benatia quasi als Libero hinter Boateng und Alonso agierte, während Martinez und Vidal nun minimal höher standen. Bei Bedarf konnte Boateng aber tiefer spielen und mit Benatia in einer Linie verteidigen, Martinez (und auch Vidal) wiederum ließ sich neben Alonso zurückfallen und tauschten sogar die Positionen (Martinez später sehr häufig auf halblinks). Coman und Müller konnten dadurch auch etwas breiter und die Außenverteidiger zurückhaltender spielen.

Diese Staffelung verbesserte die Struktur und Präsenz in höheren Zonen, dazu entstand mehr Dynamik in der Bewegung. Dies kulminierte in Boatengs langem Pass aus dem rechten defensiven Halbraum auf Martinez, der am gegnerischen Strafraum Tiefe gab und per Direktablage das Tor auf den vorstoßenden Coman kreierte. Spätestens nach dem 2:0 war die übliche Gala der Bayern zu sehen.

Zweite Halbzeit

In der zweiten Halbzeit gab es kaum noch große Veränderungen. Lahm und Rafinha spielten noch etwas tiefer und enger an den Innenverteidigern (auch etwas einrückender), man ließ den Ball laufen und Hertha kam zumindest ansatzweise ins Spiel, ohne wirklich gefährlich zu werden.

Dardai stellte personell um. Cigerci und Baumjohann als Sechser bzw. Mittelstürmer sollten das Aufbau- und offensive Umschaltspiel stärken, was aber effektiv kaum eine Veränderung brachte. Nach etwas über einer Stunde gab es dann das 4-4-1-1 zu sehen, wo Baumjohann hinter Kalou spielte, Cigerci auf die Seite und Lustenberger nun auch gegen den Ball ins Zentrum ging. Dardai reagierte somit in gewisser Weise auf die tieferen Außenverteidiger Bayerns.

Aber auch Stockers Einwechslung für Darida (Cigerci wieder in die Mitte) wenige Minuten später veränderte kaum etwas. Selbst im geringeren Tempo zeigte sich Bayerns enorme Bewegung und ihr Pressing zu gut, um noch etwas anbrennen zu lassen. Nach der Auswechslung Boatengs für Rode ging Martinez wieder in die Innenverteidigung und Bayern verteidigte in einer Art 4-5-1/4-3-2-1 (höhere Flügelstürmer) bis zum Spielende. In der Schlussphase durfte Martinez nochmals kurz ins Mittelfeld, als Badstuber für Vidal eingewechselt wurde. Ein gefährlicher Abschluss Kalous nach toller Vorarbeit Baumjohanns und ein Thomas-Müller-umarmender Flitzer waren die späten Highlights der Partie.

Fazit

Trotz Problemen zu Beginn zeigten die Bayern eine durchgehend gute Leistung gegen ultradefensive Herthaner. Als das erste Gegentor nach einer Ecke fiel, dominierten die Bayern die Partie komplett und zerspielten – auch dank der Umstellung mit einem höheren Martinez – den Gegner. Nach dem Seitenwechsel und mit der 2:0-Führung im Rücken legte sich das Tempo. Bayern wollte nicht mehr so wirklich, Hertha konnte nicht.

K1 1. Dezember 2015 um 10:16

Ich denke, dass Guardiola seine anfänglichen Bedenken (so sah es für mich zumindest aus) gegenüber Martinez in Mittelfeldpositionen abgelegt hat, spätestens jetzt ablegen muss.

Ich könnte mir bei einem mögl. Abgang Alonsos zur nächsten Saison ein Mittelfeldtrio Martinez, Vidal und Thiago/Götze in einem 4-3-3 durchaus gut vorstellen. Etwa in der Art:

———————————– Neuer ————————————–
Lahm———-Boateng——————-Badstuber———–Alaba
—————————–Martinez——————————————
—————————————————-Vidal————————-
————————Thiago/Götze—————————————–
—-Müller———————————————————–Costa—-
———————————-Lewandowski——————————-

Der große Vorteil, den Bayern mittlerweile hat, ist, dass sämtliche potentiellen Innenverteidiger (insbesondere Boateng, Martinez und Badstuber; Benatia eher noch mit Abstrichen) hervorragende Fähigkeiten im Spielaufbau haben. Das ist, denke ich, auch der Grund, warum sich Bayern mittlerweile auch gegen extrem defensive Gegner leichter tut, als das in der Vergangenheit noch der Fall war.

Antworten

Bernhard 30. November 2015 um 09:43

RM, dein Pensum dieses Wochenende ist wirklich krass. Solltest du einmal in der Nähe von St. Pölten oder Wien sein, gebe ich dir einen aus. Kompliment.

Antworten

hotbirdie 29. November 2015 um 13:22

Kompliment an die Redaktion. Sehr ausgefeilte, kurzatmige präzise Artikel. Man merkt hier hat einer Ahnung von dem was er schreibt. Ich bin erst seit ca 6 Monate regelmässiger Leser und bleibe. Ich würde einige „Sportjournalisten“ empfehlen sich hier zu informieren bevor ich meine Artikel schreibe.

Antworten

AL 29. November 2015 um 08:37

Martinez spielt sich so langsam in die Startelf… sehr starke Leistungen in den letzten zwei Spielen

Antworten

yilde 29. November 2015 um 11:43

Was der heute gespielt hat war unmenschlich! 94%ige Passquote, 57% Zweikämpfe und ich weiß nicht wie viele Key-passes… Und das obwohl er mehr als ein Drittel des Spiels in der IV stand. Ich war schon etwas überrascht wie entscheidungsschnell und -stark Martinez in hohen Zonen unter Druck ist. In dieser Form eine absolute alternative auf der 8, zumal das Gegenpressing natürlich auch davon profitiert.

Antworten

yeah 28. November 2015 um 22:34

Sehr geil was die Bayern in den letzten Wochen so abliefern, sei es taktisch, oder auch planerisch (Leistungszentrum, Gewinn, Spielerkäufe).
Mich würde aber mal interessieren wie ihr bei Spielverlagerung so zu den Kräfteverhältnissen in der Buli steht (siehe Einleitung.)
Was haltet ihr von einer Selbstvermarktung der Klubs + das kippen der 50+1 Regel. Denn dann hätten Vereine mit kompetenten Management und gutem Umfeld (Gladbach, Augsburg, evtl. Freiburg) die Chance an den Kräfteverhältnissen etwas zu ändern. Dann noch die Werksklubs mit etwas mehr scheinen in der Tasche und der Buli würde es insgesamt besser gehen, vor allem was die Spannung angeht. (Und die Bayern können sogar die Vermarktungsmillionen bekomme um in Europa dauerhaft mithalten zu können)

Antworten

bulitickets.net 28. November 2015 um 20:57

Ohne das „Standard-Tor“ wäre es wohl länger spannend geblieben…

Antworten

RM 28. November 2015 um 21:14

Das ist gut vorstellbar. So effektiv und durchschlagskräftig fand ich die Bayern zu Beginn persönlich nicht, Hertha war durchaus stabil.

Antworten

kingcesc 28. November 2015 um 21:44

Das Gegentor war wieder ein Grund mehr, den Pfosten unbesetzt zu lassen oder? Bei der Ecke auf Abseits zu spielen ist manchmal ja nichtmal so schlecht…

Antworten

mtotheax 29. November 2015 um 11:16

Wäre eine Idee, dann kann man aber auch gleich keinen Pfosten besetzen oder der erste Pfosten muss sehr stark „aufpassen“ bzw, sofort herausrücken

Antworten

mtotheax 29. November 2015 um 11:18

Dann würde ich aber gar keinen Pfosten besetzen, was sprich dafür den ersten Pfosten zu besetzen und den zweite nicht?

Antworten

king_cesc 29. November 2015 um 17:09

War auch so gemeint.

Eine Manndeckung wird halt im Doppelpass nicht kritisiert, aber eine Raumdeckung ist viel aktiver (wenn gut gemacht) und wird weniger leicht überrascht. Dazu noch die Vorteile bei zweiten Bällen auf Abseits spielen zu können und mit 2 Spielern mehr in das Luftduell zu gehen…

Antworten

Dreser 30. November 2015 um 13:18

Wenn Lewa nach dem Zuckerpass von Lahm in der 6. Minute das Ding macht (und nicht nur den Pfosten trifft), dann hätte das böse für die Hertha enden können. Auch danach gab es noch die ein oder andere sehr gute Chance – imho war das Tor längst überfällig, auch wenn dafür ein Standard herhalten mußte. So wirklich stabil habe ich die Hertha auch am Anfang nicht gesehen, sie hatten einfach Glück.

Ich fand zwar auch, dass Hertha relativ passiv war, aber das lag auch an den Bayern: Wenn die Herthaner einmal pressten, konnten sich die Bayern sehr schnell befreien und durch Seitenverlagerungen den Zugriff auf den Ballführenden Spieler einfach verhindern.

Was mich am Spiel der Bayern zur zeit eigentlich am meisten beeindruckt, ist das konsequente Anlaufen der ballführenden Spieler: Hertha hat es zwischen Minute 10 und 70 kaum geschafft, spielerisch die Mittellinie zu überqueren – das ging nur mit Hilfe von Abschlägen des Torwarts und „Befreiungsschlägen“, aber dann war der Ballbesitz sofort weg.

Antworten

C(H)R4 28. November 2015 um 20:27

„nette“ Einleitung 😉 😛

Antworten

Heiner91 28. November 2015 um 19:49

Hauptsache Pep hat mal wieder rumexperimentiert anstatt Spieler gleich da aufzustellen, wo sie hingehören.
Aber schönes Spiel!
Javi bester Mann!

Antworten

Dr. Acula 28. November 2015 um 22:48

hörst dich schon an wie der loddar

Antworten

Isabella 29. November 2015 um 16:18

Naja, so unrecht hat er hier gar nicht. Einen Costa mal auf der 8 zu sehen ist schon interessant, aber Javi anstelle von Boa hätte man auch gleich so machen können. Hätte ihm das nicht gepasst, hätte man die zwei immer noch tauschen können. Aber wer weiß, vill war so ein Wechsel auch geplant.

Antworten

Deisler 28. November 2015 um 17:51

sehr gutes bayern spiel. unerheblich dass keine zwei weiteren tore fielen. alle spieler haben mich heute überzeugt. sogar benatia und rafinha. und alonso hat mir auch gefallen, muss ich zugeben. 🙂
wenn bayern mit tempo spielt wird es meistens galaktisch und egal wer reinkommt: homogene truppe. in dieser konstanz und mit diesem willen, mit dieser individuellen stärke und der bereitschaft diese abzurufen, mit diesem teamgeist: weltklasse. echt.
sonderlob an staubsauger vidal der angekommen scheint und dessen abschlussglück nur noch eine frage der zeit ist und an rode, der giftzwerg, mentalitätsmonster, top athlet und immer mehr auch elfter regisseur ist. zu martinez und boateng muss heute nichts gesagt werden. 😉
und weiter. mia san gut so.

Antworten

euler8 28. November 2015 um 17:44

Wieso spielte Boateng am Anfang in der höheren Rolle und Javi tiefer?

Diesen „Fehler“ hat Pep dann korrigiert, aber ich würde trotzdem gerne verstehen, weshalb er zu Beginn anders aufstellte. Boas Laserpässe, Geschwindigkeit und Weiträumigkeit; Javis intelligente Läufe, Handlungsschnelligkeit, Spielintelligenz und Kurzpassspiel => für mich ist klar, dass Javi-Boa dann so positioniert werden müssen, wie sie es nach Peps Korrektur taten.

Antworten

RM 28. November 2015 um 18:27

Weil das nicht die gleiche Rollenverteilung war wie nach der Korrektur.

Antworten

euler8 29. November 2015 um 12:11

Schon klar, aber wieso hat er diese Rollenverteilung zu Beginn des Spiels gewählt? Für mich war das nicht einsichtlich.

Antworten

euler8 29. November 2015 um 14:52

Anscheinend weiß Pep es selbst nicht:
Warum @JB17Official im Mittelfeld? #Pep lachend: „Ich weiß nicht! Nach 10 Minuten haben ich mich das auch gefragt..“ (Twitter)

Antworten

euler8 29. November 2015 um 14:53

Warum @JB17Official im Mittelfeld? #Pep lachend: „Ich weiß nicht! Nach 10 Minuten haben ich mich das auch gefragt..“ (Twitter)

Antworten

euler8 2. Dezember 2015 um 11:50

„Nach zehn Minuten dachten mein Kollege Tome‘ und ich, dass Javi besser (als Boateng) bei dem Weg in den Strafraum ist.“ (Pep)

Hm okay, wie gesagt. Merkwürdige Entscheidung zuerst Boa höher einzusetzen. Aber sie haben sich ja schnell selbst korrigiert.

Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*