Lange Bälle statt Kombinationen bringen Unterlegenheit, aber mit Glück den Sieg

psv eindhoven2:1manchester united

Manchester United machte ein gutes Spiel, war passend auf die gegnerischen Mannorientierungen eingestellt – und hätte eigentlich nicht verlieren dürfen. Die PSV konnte nicht an die spielerischen Glanzlichter der letzten Ligapartien anknüpfen und siegte bei nur wenigen Chancen etwas glücklich.

Die Begegnung zwischen der PSV Eindhoven und Manchester United versprach eines der interessantesten Duelle zum Auftakt der neuen Champions League zu werden – und das nicht nur aufgrund der Rückkehr von Memphis Depay an alte Wirkungsstätte, des Comebacks der beiden Teams in der Königsklasse oder des niederländischen Trainer-Treffens zwischen Philip Cocu und Louis van Gaal. Es war auch ein Duell des spannend zu beobachtenden, anscheinend langsam in Schwung kommenden Projekts bei den Red Devils mit dem Champion der Eredivisie, der den Abgang einiger absoluter Schlüsselspieler verkraften muss, das aber recht gut macht. Insbesondere in den beiden letzten Ligapartien zeigte sich die Mannschaft von Cocu schon wieder in bestechender Form, erzielte gegen das aktuell kriselnde Cambuur auswärts sechs Tore und lieferte beim Sieg im Spitzenspiel gegen Feyenoord einen der vielleicht besten Auftritte überhaupt unter ihrem Trainer ab. Während die schon im vergangenen Jahr stark auf Individualität aufbauende und einige Male anfällige Defensive gewisse Möglichkeiten für United erwarten ließ, war vor allem mit einer starken Offensivleistung der Niederländer zu rechnen.

Die solide mannorientierte Verteidigungsarbeit Feyenoords hatten sie mit vielseitigen Bewegungen, gutem Einsatz von verzögernden, ballhaltenden Momente und überladendem Einrücken der Außenstürmer in verschiedenen Kontexten und Rhythmen zum Einsturz gebracht. Insbesondere der dribbelnd ausgerichtete, teils linear wirkende Luciano Narsingh spielte zuletzt brillant auf, glänzte mit geschmeidigen Bewegungen, klugen Läufen und starken Szenen im Zusammenspiel. Wie gefährlich der niederländische Meister mit seiner derzeit blendenden Kombinationsform gegen United sein würde, versprach eine aufregende Angelegenheit zu werden. Insgesamt deuteten diese Aspekte auf eine möglicherweise torreiche Begegnung hin, wenngleich die PSV schon in der Grundaufstellung mit Hendrix statt Maher im Mittelfeld sich abwartender aufstellte, als in den vorigen Ligapartien. Dagegen reagierte Louis van Gaal auf die kleineren Verletzungsausfälle bei seinem Team mit dem Startelfdebüt von Millionen-Neuzugang Anthony Martial, einer veränderten Offensivanordnung und dem Einsatz von Ander Herrera auf der Doppel-Sechs neben dem dadurch etwas absichernder ausgerichteten Bastian Schweinsteiger.

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Grundformationen nach der schweren Verletzung von Shaw (dem gute Besserung gewünscht sei)

Antworten auf die Mannorientierungen

Auf die gerade im zentralen Mittelfeld sehr deutlichen und fest verteilten Mannorientierungen des Gegners zeigte sich United im Großen und Ganzen gut eingestellt. Manchmal verbindet die PSV diese Grundorientierung etwas aufrückender noch mit engen, hohen Staffelungen der Sturmreihe, doch hielten die Angreifer sich diesmal zurück, was den Gästen endgültig viele Aufbaufreiheiten gab. So entstanden in den Räumen um den etwas isolierten Luuk de Jong herum immer wieder Aufrückmöglichkeiten mit Ball für verschiedene Verteidiger, insbesondere die zentralen. Dies war eine erste vielversprechende Möglichkeit in die Offensive vorzustoßen, daneben ließ sich beispielsweise der diesmal rechts aufgebotene Ashley Young gelegentlich mal etwas nach hinten in zwischen den Gegnern offene Lücken fallen.

Da er über diese Distanz von Brenet nicht immer verfolgt wurde, konnte er sich einige Mal in den Freiräumen aufdrehen und dann das Leder per Anschlussdribbling über den äußeren Halbraum nach vorne tragen. Diese Rolle Youngs stand wiederum in Verbindung mit der Ausrichtung von Ander Herrera, der von der halbrechten, offensiveren Sechserposition nicht nur eine aufbauend und weitläufig durch die Zonen driftende sowie dabei situativ unterstützende Spielweise an den Tag legte, sondern dies mit vielen raumöffnenden Aufgaben verband. Gelegentlich sorgte sein Zurückfallen mal dafür, dass Guardado kurzzeitig höchster oder zweithöchster Spieler bei der PSV wurde. Wichtig war vor allem, dass der Spanier häufig im Bereich des rechten Halbraums frühzeitig aufrückte, um seinen nominellen Gegenspieler wegzudrücken und damit Raum für Youngs Einbindung, Smallings Vorstöße oder andere Mechanismen zu bieten.

Grundsätzlich erwiesen sich diese Bewegungsmuster sinnvoll und funktionierten vom Prinzip her wie gewünscht, sorgten jedoch teilweise für kleinere Unsicherheiten im Gegenpressing. Da die von Ander Herreras frühzeitigem Aufrücken offensiv zehrenden Kollegen dieses im Gegenzug nicht immer optimal auffingen, entweder zu vorwärtsorientiert dachten oder inkonstant agierten, verlor United in manchen Phasen etwas an Präsenz und Zugriff. In vielen Szenen war das in seinem Ausmaß nicht gravierend und im Endeffekt somit nicht allzu dramatisch, erlaubte den Hausherren aber immer mal etwas Ausweichraum und Rhythmusabbruch. Trotzdem ließ sich festhalten: Unabhängig von der Niederlage entfaltete das Bewegungs- und Positionsspiel von United entfaltete seine Wirkung. Insgesamt hatte van Gaal sein Team also konkret und präzise auf die gegnerischen Mannorientierungen vorbereitet.

United erntet die Früchte nicht

Teilweise konnten seinen Mannen fast ungestört ins letzte Drittel vorlaufen und gelangten gegen diese Zuordnungen immer wieder schnell bis an den Strafraum heran. Es gab in diesem Kontext auch viele gezielte Rochaden zwischen zwei oder drei Spielern, die den aufrückenden Dribblings folgten. Über halblinks zog Mata beispielsweise mehrmals etwas zum Ball hin, während Depay dann gegenläufig in den rechten Halbraum rochierte, um dort angespielt zu werden. Martial, der einige Folgedynamiken mit seiner guten Dribblingnutzung aufnahm, zog immer mal etwas zur Seite heraus und tauschte ebenso einige Male mit Depay. Die durch die Rochaden entstehenden Dynamiken hätten jedoch noch mehr in ihrem Ablauf und in den Raum hinein bedient werden sollen und weniger nach bzw. kurz vor ihrem Abschluss.

Einige der Ansätze auf halbrechts wurden dadurch zunichte gemacht, dass die hohen Halbräume nach den startenden Dribblings zwar durchaus besetzt, aber nicht mutig und zielstrebig genug angespielt wurden. Hier zeigte sich die im Drang zum Tor nicht immer optimale Raumausschöpfung und Zielstrebigkeit gegen die direkten Zuordnungen – statt im richtigen Moment die Instabilität zu attackieren, wurde noch einmal aus der Dynamik heraus verlagert. Beim Ausspielen der Szenen nach dem Aufrücken bestand in weiten Teilen des ersten Durchgangs also noch Steigerungsbedarf.

Ein zweiter Faktor stellte in diesem Zusammenhang die Tatsache dar, dass United gerade in der Anfangsphase zu fixiert darauf war, aus den gegen die Mannorientierungen herausgespielten Vorteilen den freien durchbrechenden Mann auf der Seite, als Außenverteidiger, zu finden. Dies raubte etwas an Optionen und ließ die Verläufe der Angriffe leicht unharmonisch werden. Potentiell konnte auch und gerade diese Zielroute die gegnerischen Schwachstellen aber sehr klar und scharf aufdecken, so wie beim 0:1 kurz vor der Pause. Daneben gab es noch einige weitere Chancen für United, die aber entweder knapp an der gegnerischen Endverteidigung scheiterten oder vergeben wurden – und die PSV im Spiel hielten.

Fast erfolgreiche Pressingmuster gegen die langen Bälle

Nach dem Rückstand glich der niederländische Meister schnell aus und drehte die Begegnung Anfang der zweiten Halbzeit, ohne insgesamt aber viele Torgelegenheiten gehabt zu haben. Die Gäste waren eigentlich auch gegen den Ball gut auf den niederländischen Meister eingestellt bzw. ihre zuletzt bevorzugten Defensivgrundmuster eigneten sich ohnehin dafür und wurden dann an den entsprechenden Detailstellen feinjustiert. In der Anfangsphase waren sie in den eigenen Mannorientierungen noch nicht ganz balanciert wie organisiert und zeigten sich in ihren Positionierungen etwas unscharf. Damit gaben sie der – in dieser Phase auch immer mal höher pressenden – PSV manche Möglichkeit, in die vorderen Zonen zu kommen. Dort wussten diese über gute und zielstrebige gruppentaktische Bewegungen die Schwachstellen der United-Mannorientierungen ansatzweise zu attackieren oder zumindest beim einen oder anderen, die Red Devils in Unordnung bringenden Schnellangriff anzudeuten.

Bald schon fand United jedoch mehr Abstimmung, konnte zusehends die eigene Pressingmethodik einbringen und gewann dadurch an Dominanz. Die wichtigen Schlüssel bestanden dabei in der asymmetrischen Ausrichtung zwischen dem rechtsseitig etwas tiefer wie passiver bleibenden Martial und dem höheren Depay, der halblinks seine verschiedenen Diagonalbewegungen einbrachte. Verbunden mit Mannorientierungen der drei zentralen Mittelfeldakteure auf ihre PSV-Pendants ließen sich die Gastgeber, die dies selbst als wichtiges Mittel eingeplant zu haben schienen, schnell zu langen Bällen verleiten und beraubten sich selbst zu einem gewissen Teil ihres spielerischen Potentials. Dass dies im Anschluss an solche längeren Zuspiele auch beispielsweise über Abpraller nicht gelang, hing damit zusammen, dass die langen Bälle durch die Pressingstruktur meist nach halblinks geschlagen werden mussten.

Das Mittelfeld von United konnte entsprechend schon frühzeitig etwas herüberschieben und vermehrt dort absichern, wo die PSV-Überladungen zuletzt am besten funktioniert hatten. In ihrer diesmal teilweise zu direkt vorwärtsgerichteten Ausrichtung verlagerten die Mannen von Cocu dann oft schnell linear nach rechts und ließen sich in eine auch simpel vorbereitete Weiträumigkeit lenken. So übergingen sie nicht nur ihren potentiell gefährlichsten Kombinationsraum einige Male, sondern konnten letztlich kaum mal ruhige und großflächig kontrollierte Mittelfeldszenen aufbauen, um dann aus diesen Ausgangslagen die losen Mannorientierungen Uniteds zu bespielen. Allerdings gingen die Gäste bei der Ausführung der Zuordnungen auch recht solide vor. Gerade die beiden Sechser hielten sich über Phasen mal tiefer zurück und es gab eher einzelne, dann sehr weite Herausrückbewegungen aus diesen Strukturen.

Alles in allem konnten die Hausherren ihr zuletzt demonstriertes Offensivpotential kaum einlösen, sondern verloren sich phasenweise in einer zu sehr auf Schnellangriffe, Konterchancen und – auch aus eigenem Antrieb – lange Bälle ausgerichteten Spielweise. Die erhoffte Bereicherung, die zu einer insgesamt spielstarken, ansehnlichen Partie mit viel kombinativer Klasse beigetragen hätte, waren sie letztlich also nicht. Stattdessen brachte ihnen gewissermaßen die Zurücknahme an Konstruktivität den Erfolg – insgesamt nur sechs Abschlüsse reichten zum Sieg. Übrigens fiel das erste Tor nach einer Ecke – und das zweite ausgerechnet nach einem langen Ball nach halblinks. Der Unterschied zu vielen anderen Szenen, in denen United diese gut verteidigte: Martial war anstelle von Depay als Auslöser ins Pressing aufgerückt, weshalb der Rechtsaußen nicht so schnell nach hinten schieben konnte, und Zoet hatte trotzdem den Ball nach halblinks gewählt. Zusammen mit einer etwas laschen Staffelung der Sechser und einer unglücklichen Aktion Darmians öffnete dies den Flügel in dieser einen Szene verheerend. Gewisse Kompaktheitsprobleme muss sich United dabei natürlich ankreiden lassen.

Fazit

Mit diesen abschließenden Bewertungen ist auch in Sachen Resümee schon sehr vieles gesagt. Die PSV hat in dieser Saison schon mehrmals überzeugt oder gar begeistert, spielte diesmal aber eher enttäuschend. Für ihr auf lange Bälle beschränktes und defensiv anfälliges Spiel verdienten sie den Sieg eigentlich nicht. Bei anderem Ergebnis hätte es ein Beispiel dafür werden können, wieso mehr Abwarten und weniger „Risiko“ in „großen Spielen“ auch schlecht sein kann. Aus Sicht von United schließlich war es eine unnötige Niederlage nach einem eigentlich guten Auftritt – gerade aufgrund der Aufbau- und Aufrückdominanz bis ins zweite Drittel, der Ansätze in manchen Rochademustern oder auch kleinerer Aspekte wie der Einbindung Martials ins mannschaftliche Passspiel.

Travis Cruz 18. September 2015 um 22:53

Trotz den verbesserten Ansätzen enttäuscht mich Man United weiterhin masslos. Mit so viel Geld, so wenig Erfolg produziert. Auch die Kaderzusammenstellung irritiert mich. Sie ist nach wie vor nicht ausbalanciert. LVG holt quasi Spieler nach dem Prinzip Try&Error. Di Maria. Ander Herrera und Rojo. Aber von keinem scheint van Gaal überzeugt zu sein. Depay und Martial sind sehr gute Investments für die Zukunft. Aber im Fussball gehts auch um den aktuellen Erfolg. Und der ist seit mehr als zwei Jahren nicht da. Und das ist für einen der reichsten und tradionsreichsten Verein unwürdig. Ich will mit Man United kein zweites Arsenal, das für Anti-Erfolg steht.

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Jörg Bochow 18. September 2015 um 18:14

Kann nur zu den zweiten 45 Minuten etwas sagen. Ich fand das 2:1 extrem unnötig, ausgelöst durch einen katastrophalen Pass in der eigenen Hälfte, weil der ManU Verteidiger das Spiel schnell machen wollte.
Danach stand PSV über weite Strecken extrem tief, ohne dass ManU daraus wirklich Vorteile ziehen konnte. Im letzten Drittel fand ich die Angriffe von ManU sehr vorhersehbar und damit auch gut zu verteidigen. Insbesondere Mata fand ich schwach. Der schien mir nicht richtig in der Lage, sich ohne Ball in interessante Räume hineinzubegeben oder einen Mitspieler so zu binden, dass Räume für Mitspieler aufgingen.
Dass PSV die zweite Halbzeit für sich gestalten konnte, fand ich dennoch glücklich. Das Führungstor war ein halbes Geschenk. Und danach waren sie extrem passiv ohne gute Konterchancen. So einfach kommt man selten zu zwei Toren.

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FAB 18. September 2015 um 08:59

… da muss ich mich meinen Vorrednern anschließen. Auch ich habe nur die letzte halbe Stunde gesehen (nachdem die deutschen Spiele mehr oder weniger entschieden waren). Der Spielaufbau war insgesamt sehr hektisch, Schweinsteiger wurde kaum unterstützt, Mata war nicht besonders gut eingebunden, die Rolle von Young etwas unklar, lediglich Martial zeigte gute Bewegungsmuster. Aber insgesamt hat das alles noch nicht gepasst. PSV war eigentlich näher dem 3:1 als ManU dem Ausgleich. Mir erscheint es bei englischen Mannschaften einfach immer so, dass da unterschiedliche Spielstrukturen/Spielphilosophien durcheinander gehen, sodass keine wirklich guten gruppendynamischen Vorgänge zu sehen sind …

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ManUtdFan 18. September 2015 um 00:56

Danke für die Analyse. finde sie sehr zutreffend

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kolle 17. September 2015 um 21:39

Kann der Quintessenz des Artikels schon mal nicht zustimmen. Ich muss zugegeben, das ich das ganze jetzt nur überflogen habe und nur min 60 – 90 gesehen zu haben, aber in dieser Phase war ManU alles andere als überzeugend. Fehlpässe noch und nöcher, unnötige Ballverluste nach schlecht getimten Dribblings und alles in Allem keinerlei Gefahr. Ich fand ManU auf jeden Fall erschreckend schwach..

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Michael 18. September 2015 um 08:18

Ich kann weder dem Einleitungssatz noch dem Fazit zustimmen. Van Gaal hat überhaupt keinen Plan und ein gutes Manu Spiel habe ich auch nicht ausmachen können. Grundsätzlich zu Manu. Völlig sinnfreie Transferpolitik, Hauptsache es ist mindestens 1 Holländer dabei und Lieblinge aus vergangen Zeiten. Völlig egal ob man bereits 5 solche Spielertypen im Kader hat. Bereits gegen Liverpool am Wochenende war nichts was einer Struktur oder einem tieferen Plan würdig gewesen wäre sichtbar. Manu traf nur auf einen noch beschränkteren Gegner. Wenn man überlegt welche Transfers vor einem Jahr getätigt wurden und dann sich die von diesem Jahr anschaut, da bekomme ich nur noch Fragezeichen im Kopf. Was will van Gaal??? Neue Umsatzrekorde oder ein funktionierendes Spielsystem/idee implementieren? Man muss sich mal anschaun was für Spieler für das offensive, zentrale und defensive Mittelfeld bei Manu rumhüpfen. Völlig überfrachtet.

Ich hab übrigens verstanden, dass das Review nicht ganz ernst gemeint ist, der Hint ist „Feyenoord“. Erwischt! 🙂

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Kolle 18. September 2015 um 09:22

Naja so weit würde ich jetzt auch nicht gehen.

Kleine Ergänzung: Lichtblick war für mich ganz klar Schweinsteiger, der ein sehr gutes Spiel gemacht hat.

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CE 18. September 2015 um 15:12

„Hauptsache es ist mindestens 1 Holländer dabei“

Nur dumm, dass eben jener Niederländer in Person von Memphis Depay ein absoluter Top-Transfer war.

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TR 18. September 2015 um 16:15

Kurze Stellungnahme von meiner Seite: Stimme zu, dass die letzte halbe Stunde von United sicher nicht optimal war, mit einigen typisch problematischen Szenen, aber selbst da auch noch guten Ansätzen und deutlich besser als die grausige Endphase gegen Swansea. Letztlich hakte es in dieser Phase auch wieder oft an den Problemen im Ausspielen, die ich erwähnte. Die Vorarbeit in den Angriffen, diesmal speziell das Movement, zeigte sich aber schon überzeugend. Das war in der Endphase vielleicht nicht mehr ganz so gut zu sehen, aber man sollte gerade von diesem Spielabschnitt nicht allgemein und übergreifend auf die ganze Begegnung schließen. Über die gesamten 90 Minuten betrachtet war United überlegen und hat es ganz gut gemacht. Nicht mehr, nicht weniger steht es auch im Artikel.

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Michael 18. September 2015 um 22:47

Sicherlich kein schlechter Spieler. Nur welchen Sinn hat es, wenn man einen Di Maria der zu Beginn letzter Saison überragens gespielt hat und dann von Van Gaal nach kurzer Verletzung geradezu demontiert wurde mit Verlust wieder zu verkaufen und dann den nächsten mit ähnlicher Spielanlage zu verpflichten. Was ist da der tiefere Sinn? Das Mittelfeld hat mittlerweile ähnliche Spieler ohne Ende. Was macht van Gaal holt die nächsten 2. Darunter ein Liebling dem er ja quasi eine Stammplatzgarantie gegeben hat. Dafür hat er keinen wirklichen offensiven Mittelfeldspieler der auch mal dem Spiel die tiefe geben kann. Den hat er ja weggejagt. Dann das Theater mit den Torhütern. Nix gegen Romero, aber wollte der den wirklich zur Nummer 1 machen?

Das klingt jetzt vielleicht alles sehr hart was ich geschrieben habe. Ich lese hier wirklich gerne, aber wenn Manu(!) mit den Investitionen und nun mittlerweile mit 1 Jahr Teamaufbau in der CL spielt, erwarte ich einfach mehr. Und die Spiele die ich bisher auch in der PL gesehen habe, waren nicht wirklich besser. Es ist einfach zu wenig und der Gegner war nun nicht Barca, Bayern oder Real.

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CE 19. September 2015 um 08:13

Di María fühlte sich in England nicht wohl und kam mit Van Gaal nur teilweise zurecht. Auch lief es für ihn und die Mannschaft nicht wie erwartet. Da war der Verkauf nur folgerichtig, wenn er selbst keine Lust auf eine zweite Saison bei United verspürte. Depay hätte man aber so oder so holen können, weil man mehr braucht als elf gute Spieler. Und gerade Depay ist sowieso ein herausragender Offensivakteur, den ich auch nicht, wie hier von jmd. erwähnt, als Investition in die Zukunft sehe. Der schlägt sofort ein. Im zentralen Mittelfeld sind weder Schweinsteiger noch Carrick für 40+ Spiele pro Saison gemacht, bringen aber beide einen unglaublichen Mehrwert für die Mannschaft, wenn sie auf dem Platz stehen. Am ehesten sehe ich die Flügelpositionen dünn besetzt, aber da Januzaj doch keine nächsten Entwicklungsschritte unternahm, kann ich die Unzufriedenheit mit dem Belgier schon verstehen.

P.S.: Ich kann die grundsätzliche Kritik an der Transferpolitik aber schon verstehen. Immerhin hat sich der Kader nicht in jenem Maße verbessert, wie es eigentlich nötig gewesen wäre.

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Michael 19. September 2015 um 12:11

Ja die Geschichte mit dme Einbruch war sicherlich nicht förderlich. Aber Di Maria wurde auch seitens vG schön demontiert. Di Maria braucht vertrauen und dann gibt es weltweit kaum Spieler mit seiner Qualität in die Tiefe. Es ist bekloppt ihn zu holen und dann zu demontieren.

Flügelposition und Angriff ist zu dünn besetzt. Mittelfeld ist überfrachtet und schlecht ausbalanciert und die Abwehr keine Weltklasse.

Ansonsten gilt das Aufwand/Nutzen Prinzip auch für Manu und das ist bei den in die Hand genommen Geldern schlicht ungenügend.

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