TEs Bundesliga-Check: Dreimal auf die Zehn

Die Bundesliga-Kolumne steht im Zeichen der 10. Diese Woche stehen die Leistungen von Julian Draxler, Alex Meier und Mark Uth im Vordergrund.

Spielverlagerung-Autor TE sucht sich nach jedem Bundesliga-Spieltag drei Aspekte raus, die er kurz und knackig analysiert. TEs Bundesliga-Check ist eine Spielwiese für taktische Beobachtungen, die in den “langen” Spielanalysen keinen Platz finden. Der Analysehappen für Zwischendurch.

Der Präsenz-Zehner

In meiner ersten Kolumne habe ich bereits einen Blick auf Julian Draxlers taktische Rolle geworfen – nur war er damals noch Schalker. Ein Wechsel später ist es wieder Zeit, sich Draxler anzuschauen, diesmal allerdings unter der Prämisse: Wie will der VfL Wolfsburg den Abgang von Kevin de Bruyne kompensieren?

wolfsburg aufstellungDe Bruyne überzeugte vor allem mit seiner Präsenz. Von der nominellen Zehnerposition wich er häufig auf die ballnahe Seite auf. An guten Tagen sorgte seine Raumfindung dafür, dass er immer am Puls des Spiels war. Seine individuelle Klasse erledigte den Rest. Zuletzt war er allerdings etwas formlos. Ohne seine Präsenz fehlte dem Wolfsburger Spiel die Präsenz und Durchschlagskraft im letzten Drittel.

Gegen Ingolstadt spielte Wolfsburg lange Zeit eher atypisch. In der Vergangenheit war Wolfsburgs offensive Dreierreihe dafür bekannt, äußerst flexibel zu agieren und häufig die Positionen zu tauschen. Gegen Ingolstadt war das Konstrukt jedoch eher starr: Andre Schürrle hielt seine Position auf Linksaußen, genauso Daniel Caligiuri auf rechts. Draxler positionierte sich zentral im Zehnerraum.

Julian Draxler ist nicht Kevin de Bruyne. Dies merkte man schon bei seinem ersten Auftritt. Die Omnipräsenz, die de Bruyne ausstrahlte, kann Draxler nicht bieten. Er positionierte sich wesentlich konservativer, verließ das Zentrum nur äußerst selten.

Allerdings kann er durchaus auch zum Gewinn für Wolfsburg werden. Schon gegen Ingolstadt war zu merken, wie wohl er sich fühlt, wenn er schnell auf die gegnerische Viererkette zuläuft. Hier kann er seine Geschwindigkeit und seine individuelle Klasse am gegnerischen Sechzehner ausspielen. So war er besonders auffällig, wenn Wolfsburg schnell vom Flügel ins Zentrum kombinierte und Draxler Räume vor der Abwehr vorfand. Allerdings war er abseits des Strafraums kaum Präsenz, sodass es dem Wolfsburg-Spiel beizeiten an Übergängen ins letzte Drittel fehlte.

Dass es nur zu einem 0:0 reichte, lag nicht maßgeblich an Draxler. Die neu zusammengestellten Wolfsburger waren im Kombinationsspiel etwas langsam, Ein-Kontakt-Kombinationen gab es praktisch nicht zu sehen. Gerade eine schnelle, druckvolle Kombination ist entscheidend gegen Ingolstadts zugriffsorientiertes Pressing. Vor allem die fehlende Flexibilität im letzten Drittel stellte für Wolfsburg einen Rückschritt dar. Es braucht noch ein paar Wochen, bis die Rädchen greifen.

Der Phantom-Zehner

Frankfurts Formation gegen KölnKommen wir von einem etwas zu unpräsenten Zehner zu einem gänzlich unpräsenten: Alex Meier. Dessen Rolle beim 6:2-Erfolg seiner Frankfurter über den 1. FC Köln war, milde gesagt, unorthodox. Ein Zehner, der praktisch nicht am Spiel teilnimmt und nur als Torjäger auftritt – das sieht man eher selten. Schon ein Blick auf die nackten Zahlen untermauert Meiers seltesame Rolle: 36 Ballkontakte (so wenige wie kein anderer Spieler zur Zeit seiner Auswechslung) und mit 23 Pässen nur halb so viele wie Stürmer Haris Seferovic – eine erstaunliche Bilanz für einen Zehner.

Tatsächlich lief das Spiel weitestgehend an Meier vorbei. Das klingt zunächst negativ, war es aber gar nicht: Meier selbst sorgte mit seinen Bewegungen dafür, dass er sich auf das konzentrierte, was er am Besten kann: Toreschießen. So rückte Meier nicht etwa in Richtung des Flügels, auf dem der Ball war. Er postierte sich ganz bewusst stets auf der ballfernen Seite, um für Flanken bereitzustehen.

Meiers Nicht-Präsenz im Zehnerraum war verblüffend. Die meisten Ballkontakte hatte er in der eigenen Hälfte und im gegnerischen Strafraum – dazwischen spielte er praktisch keine Pässe.

Meiers Pässe gegen Köln, brought to you by Squaqka.com

Meiers Pässe gegen Köln, brought to you by Squaqka.com

Das Interessante war: Meiers Nicht-Präsenz zwischen dem Mittelkreis und dem gegnerischen Sechzehner sorgte nicht etwa dafür, dass diese Räume nicht besetzt wurden. Im Gegenteil: Sie wurden von Spielern besetzt, die vom Raumgefühl und vom Kombinationsspiel harmonierten. Stendera rückte immer wieder auf und tat sich als Zehner hervor:

Stenderas Pässe gegen Köln, brought to you by Squawka.com

Stenderas Pässe gegen Köln, brought to you by Squawka.com

Durch Meiers Rolle genossen zudem Hasebe und Seferovic viele Freiheiten und besetzten die ballnahen Räume. Seferovic gebührt ein Sonderlob – er war ein starker Fixpunkt und Ablagepartner für schnelle Kombinationen im Halbraum. So konnte Frankfurt über die Halbräume die Flügel bedienen, von wo die Hereingaben direkt auf Meiers Kopf kamen.

Typische Frankfurter Szene gegen Köln: Seferovic orientiert sich zum ballnahen Flügel, Meier bietet sich auf der ballfernen Seite an. Hasebe unterstützt im Halbraum. In dieser Szene schlug Ignjovski den Ball aber hinter das Tor.

Typische Frankfurter Szene gegen Köln: Seferovic orientiert sich zum ballnahen Flügel, Meier bietet sich auf der ballfernen Seite an. Hasebe unterstützt im Halbraum. In dieser Szene schlug Ignjovski den Ball aber hinter das Tor.

Praktisch hat Frankfurt mit Ball daher mit drei Stürmern gespielt. Das sah man in der Bundesliga zuletzt eher selten. Durch die druckvolle Ballzirkulation und das schnelle Kombinationsspiel aus den Halbräumen heraus funktionierte dieser Trick. Frankfurt vereinte Spielstärke in der zweiten und Torgefahr in der letzten Linie. Die Idee mit dem Phantom-Zehner ging vollends auf – hauptsächlich deshalb, weil Meier mit Stendera, Hasebe und Seferovic genau die richtigen Spieler neben sich hatte, die seine Lücken füllten.

Der Nicht-Fisch-nicht-Fleisch-Zehner

Was bei Frankfurt funktionierte, ging bei Hoffenheim schief. Markus Gisdol setzte wie sein Frankfurter Kollege auf eine Raute im Mittelfeld und stellte den gelernten Stürmer Uth auf die Zehnerposition. Die Angreifer Volland und Kuranyi wichen oft auf die Flügel aus, Uth stieß aus der Zehnerposition nach. Oft ging Uth auch auf die Flügel. So enstanden aus dem nominellen 4-1-2-1-2 (Rautenformation) oft ein 4-3-3 mit zwei breiten und einem zentralen Stürmer.

Anders als bei Frankfurt wurden die Bewegungen der Stürmer zu selten von den Mittelfeldspielern aufgenommen. Polanski positionierte sich als linker Achter relativ tief, Zuber war als rechter Achter kaum präsent. Kuranyi war mit der Rolle des ausweichenden Stürmers überfordert und kaum ins Spiel eingebunden. Die Lücken, die durch Uths Ausweichen im Zehnerraum entstanden, schloss niemand. So hatte Hoffenheim wenig bis gar keine Präsenz in der zweiten Linie, wenn sich Volland nicht gerade fallen ließ. Nach guten Anfangsminuten gab es kaum Präsenz in den Halbräumen. Da half es auch nichts, dass Uth grundsätzlich wesentlich spielstärker als Meier ist.

Einzig defensiv half den Hoffenheimern die Raute: Sie spiegelten Werders Raute im Aufbau. Uth konnte Zugriff auf Kroos erzeugen. Allerdings hatte Hoffenheim Probleme, die Breite abzudecken – Hoffenheim bekam praktisch immer Probleme, wenn Bremen schnell auf die Außenverteidiger oder die durchstartenden Achter verlagerte. Gerade das Aufrücken von Junuzovic konnte man mangels Flexibilität im Mittelfeld nicht auffangen.

Gisdol sah selbst ein, dass sein Experiment missglückt war. In der Halbzeit wechselte er Kuranyi und Zuber aus und stellte auf ein 4-4-2 mit zwei hängenden Stürmern um. Zum Ausgleich genügte das, allerdings zerstörte Werder am Ende alle Träume (ohne Systemumstellung und mit etwas Glück, muss man dazu sagen). Das Kapitel Pizarro hat damit seine erste Märchenstunde. Nicht unwahrscheinlich, dass wir uns in einer der kommenden Ausgaben dieser Kolumne damit beschäftigen werden.

Lange Analysen zum Bundesliga-Wochenende:

Bayern – Augsburg
Hertha – Stuttgart
Schalke – Mainz
Bayern – Wolfsburg (Frauen)

a_me 15. September 2015 um 23:31

Wow… nach dem Spiel heute bin ich mal gespannt wie ihr Draxler auf dieser… 8? die er da heute gespielt hat, gesehen habt. Hoffe es gibt eine Analyse…

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Zileas 16. September 2015 um 11:50

Um meinen Beitrag unten zu kopieren:
„Wenn ich mir gestern das CL Spiel so ansehe, hier hat Wolfsburg mit einem 4-1-4-1 System gespielt. Die Doppel 10 wurde von Draxler und Kruse übernommen, wobei Kruse etwas tiefer Stand. Hier hat mir Draxler zentral sehr gut gefallen :)“
Gustavo war der alleinige 6er, Schürrle und Caligiuri schoben beide oft nach innen und vereitelten so manche vielversprechende Aktion der Gegner.
Taktisch sehr interessante Variante.

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a_me 16. September 2015 um 11:52

haha. meine Antwort siehe unten 😀

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Test 15. September 2015 um 15:17

Das ist ein Testkommentar.

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Zileas 15. September 2015 um 07:43

Sehr interessantes Thema hast du dir für diese Kolumne ausgesucht. Besonders auf Draxlers weitere Rolle bei Wolfsburg bin ich gespannt. Ich sehe Draxlers Stärken mehr auf der Außenposition als auf der 10, da er dort mehr Platz hat.

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Tomás 15. September 2015 um 13:03

Dem kann ich mich nur anschließen. Das Thema ist wirklich interessant und die Auseinandersetzung sehr gelungen. Zeigt auch mal wieder schön, wie unterschiedlich ein und dieselbe nominelle Position ausgefüllt und interpretiert werden kann.

Generell gefällt mir das Format ausgesprochen gut, weil es kompakt und pointiert ist – weiter so!

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a_me 15. September 2015 um 15:12

http://spielverlagerung.de/2013/12/20/turchen-20-julian-draxler/ – weiß nur nicht, wie die Entwicklung von ihm die letzten anderthalb Jahre lief, ob er inzwischen besser in der Zentrale geworden ist oder immer noch die zusätzliche Zeit am Ball braucht um wirklich effektiv zu sein.

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Zileas 16. September 2015 um 11:38

Der Link bestätigt genau meine Aussage. Meiner Meinung nach gilt das immer noch für Draxler, allerdings schließt das nicht aus, dass er sich bei Wolfsburg weiterentwickelt.
Wenn ich mir gestern das CL Spiel so ansehe, hier hat Wolfsburg mit einem 4-1-4-1 System gespielt. Die Doppel 10 wurde von Draxler und Kruse übernommen, wobei Kruse etwas tiefer Stand. Hier hat mir Draxler zentral sehr gut gefallen 🙂

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a_me 16. September 2015 um 11:50

Ja, das meinte ich auch mit meinem anderen Kommentar, war eher so eine Art 8, teilweise hat er sich wahnsinnig tief fallen lassen, aber für meine – hier vergleichsweise unversierten Augen – sah das sehr gut aus. Wobei da auch riesige Räume in Moskaus Mittelfeld waren…

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Zileas 16. September 2015 um 14:45

Wobei ich eher Kruse als 8 und Draxler eher als 10 gesehen hätte. Aber beide zusammen waren sehr vielseitig und haben gut harmoniert. Ich hatte mit sowieso überlegt wie eine Aufstellung mit beiden aussehen könnte. Kruse hat in den ersten Spielen auf der 10 gespielt, Draxler im letzten BL Spiel. Hat sehr gut funktioniert, weil Schürrle und Caligiuri (eigentlich die offensiven Außen) oft innen bei Gustavo aushalfen. Schon ein interessanter Unterschied im Vergleich zur letzten Saison mit de Bruyne.

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ES 16. September 2015 um 13:31

Bei 20.000 Zuschauern hat er auch endlich die Möglichkeit, sich abseits des großen Trubels in Ruhe zu entwickeln. 🙂

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HK 16. September 2015 um 13:54

Ja, Draxler hat’s richtig gemacht. Weg von Schalke und nicht zu Juve. Könnte ihn tatsächlich weiterbringen.

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FAB 16. September 2015 um 16:52

… genau: „in Ruhe entwickeln“. Die angebliche Verdoppelung des Gehaltes von 3 Mio. auf Schalke zu 7 Mio. bei Wolfsburg war dabei bestimmt nebensächlich …
Übrigens: Wer wird letzter in der CL Zuschauertabelle: VfL Wolfsburg oder der KAA Gent???

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CE 16. September 2015 um 17:27

Astana hat in der Liga auch nur 5000 Zuschauer durchschnittlich, wobei zur Quali-Runde das Stadion (30000) ausverkauft war. Bei Malmö passen nur 20500 rein, ins Petrovsky 20900, ins Genter Ghelamco 20000, ins Khimki 18600 und in die Borisov Arena sogar nur 13000. Zur Auslastung der gestrigen CL-Partien sei noch dieser Link empfohlen: https://twitter.com/VM_83/status/644043559230930944

Isco 16. September 2015 um 19:53

Donezk wird auch nicht besonders viele haben wenn man bedenkt, dass die praktisch am anderen Ende der Ukraine spielen müssen.

CE 17. September 2015 um 09:55

Das stimmt. In der Liga sind die Zuschauerzahlen sehr schwankend. Gegen andere Top-Teams wie Dnipro kommen schon mal über 10000. Zur CL-Quali gegen Rapid Wien waren es immerhin 28000, gegen Fenerbahçe sogar 33000 in der Arena Lviv.

Hier noch die vollständige Zuschauerliste zum ersten Spieltag: https://twitter.com/VM_83/status/644433724541681664


August Bebel 14. September 2015 um 16:07

Allem wohl auch angebrachten Lob für Frankfurt zum Trotz muss ich aber sagen, dass ich den FC unter Stöger so noch nicht gesehen habe. Das war das schwächste FC-Spiel seit langem. Stöger hat sicher Recht, wenn er sagt, dass jeder Bundesligagegner es bestrafen würde, wenn die Verteidigung durch einfache Flachpässe durch die Mitte auszuhebeln ist, weil die Innenverteidiger viel zu breit stehen.

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Koom 14. September 2015 um 16:18

Die Frage hierbei wäre: Agieren die idR immer sehr mannorientiert und haben sich dadurch durch die beiden nominellen Stürmer so auseinanderziehen lassen oder woran lag das? Personell waren ja an sich die üblichen Leute am Start.

Um mal selbst eine Theorie in den Raum zu werfen: Köln (Stöger) rechnete nicht mit dieser extremen Zentrumslastigkeit, die zudem trotzdem noch per Flanke bedient wurde. Das Spielermaterial „kleiner“ Mannschaften gibt dann zuwenig Fähigkeit her, um das irgendwie halbwegs schnell repariert zu bekommen.

Aber weder sollte man Frankfurt zu sehr dafür in den Himmel loben, noch Köln verdammen. Diesmal überrumpelte man einen Gegner damit, beim nächsten Mal wird man vielleicht brachial über die Außen ausgekontert. Und in der Art werden kaum andere Bundesligisten (regelmässig) spielen.

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August Bebel 15. September 2015 um 16:44

Ich hatte vor allem die Tore von Castaignos im Kopf. Einerseits denke ich, dass eine Mannorientierung der Innenverteidiger auf die Stürmer ja nicht dazu führen kann (bzw. können sollte), dass einer der Stürmer frei durchs Zentrum geschickt werden kann. Andererseits könnte es sein, dass Heintz sich von Seferovic hat zur Seite ziehen lassen. Aber generell würde ich nicht sagen, dass die Viererkette sehr mannorientiert spielt, eher mal das Mittelfeld.
Ich kann kw da durchaus zustimmen, dass der FC bislang Glück hatte. Ich würde schon sagen, dass durch die Neuzugänge in der Offensive an Qualität hinzugewonnen wurde, aber dafür war man defensiv bislang nicht so stabil wie in der letzten Saison.

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Kurt C. Hose 17. September 2015 um 15:32

Köln hat ein flaches 442 gespielt und FF hat (1) relativ tief aufgebaut und so die Kölner Formation vertikal auseinandergezogen und (2) im entstehenden Raum mit drei Stürmern agiert. Hinzu kam, dass die FF Stürmer Ihre individuelle Überlegenheit situativ gut genutzt haben und dass die Kölner IV krasse Stelliungs- und Deckungsfehler gemacht hat. Die Höhe des Ergebnisses resultiert dann auch daraus, dass FF aus 4 (sehr guten) Chancen 4 Tore macht.

Köln war nach dem 3:0 (23. Minute!) bzw nach dem 4:1 (30. Minute) derart „bedient“, dass da nichts mehr zu holen war. WIe auch, sie konnten ja nicht noch offener/riskanter stehen, weder taktisch noch taktikpsychologisch 😉

Aus meiner Sicht eine Kombi aus unterlegener Taktik Kölns und (resultierender) individueller Fehler Kölns.

Ganz spannend fand ich die Dreierkette Kölns nach der Halbzeit (Vogt zentral), wenngleich ich diese Formation irgendwie nicht so recht verstanden habe.

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kw 15. September 2015 um 13:19

Etwas off-topic, da es ja nicht um Köln geht. Dennoch verwundert es mich, dass das Team von Stöger an vielen Stellen eher gut wegkommt (nicht explizit in diesem Artikel, aber allgemein medial und hier ja auch in deinem Kommentar). Basierend auf dem, was ich diese Saison bisher so gesehen habe, entspricht die bisherige Punktausbeute eher dem Maximalfall, wenn man die gezeigten Leistungen zu Grunde legt. Erster Spieltag gegen Stuttgart klar das schlechtere Team und mit Stuttgarts wildem Pressing gnadenlos überfordert. Am Ende gewinnen sie extrem glücklich, weil Stuttgart das Tor einfach nicht trifft. Anschließend gegen ein schwaches Wolfsburg ein gutes Spiel gemacht, wo tatsächlich auch ein Sieg drin gewesen wäre. Gegen den HSV dann, der ja auch nach SV-Einschätzung dieses Jahr taktisch nur marginal verbessert darsteht, machen sie bis zum 1:1 in der 76. Minute wieder ein fürchterlich schwaches Spiel und gewinnen noch mit Unterstützung einer fragwürdigen Schiedsrichterentscheidung irgendwie mit 2:1. Jetzt gehen sie gegen Frankfurt unter, was mich eigentlich nur in der Höhe überrascht hat und es heißt, so schlecht spielen sie ja sonst nicht. Ich werde daraus nicht schlau. Ich würde Köln diese Saison eher im unteren Mittelfeld bis Abistegskampf verorten als in der Nähe von Europa. Übersehe ich als Taktik-Leie beim FC einfach ungemeines Potential oder taktische Finessen? Wie seht ihr das?

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Bernhard 14. September 2015 um 14:40

Cooles Logo!
Die Kommentarfunktion bei Smartphones ist ein wenig ungünstig vom Layout her. Das Kastl für den Anti-Spam beispielsweise ist im Schriftzug „Kommentar“ platziert. Vielleicht liegt das aber auch an meinem Handy.

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felixander 14. September 2015 um 14:57

nee, hab dasselbe problem. lässt sich aber umfummeln.

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HW 15. September 2015 um 13:36

Auch ein Like fürs Logo. Jetzt braucht die Tellerrandserie aber auch eins!

Das Problem mit dem Layout bei den Kommentaren habe ich auch seit geraumer Zeit.

Zu Draxler. Alleine weil der VfL ein ruhigeres Umfeld und Champions League Fußball bietet ist das schon ein guter Wechsel für ihn. Alles andere müssen wir beobachten. Das ist sicher die Gelegenheit für Draxler den Durchbruch zu schaffen.

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david 14. September 2015 um 14:34

Danke für diese tolle Serie. Seferovic gefällt mir in der Tat auch unglaublich gut. Der wäre meines Erachtens auch was für Teams, die vielleicht eine Kategorie höher als die Eintracht anzusiedeln sind (no hate). Aber vielleicht führt der Weg der Frankfurter ja auch in die internationalen Plätze, wer weiß.
Meier ist einfach ein Phänomen. Freut mich wirklich für ihn!

PS: Nach dem Tweet schreibst du „4-4-2 mit hängen Stürmern“, vielleicht magst du den Fehler noch schnell ausbessern. 🙂

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FAB 14. September 2015 um 14:21

Die Eintracht: Der perfekte Beweis, wie man die Taktik an die Stärken und Schwächen der vorhanden Spieler anpasst und nicht umgekehrt ..

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MH 14. September 2015 um 14:12

Aus meiner Sicht war Meier klar ein dritter Stürmer (auch wenn selbst sein Trainer immer von „hinter den Spitzen“ spricht). Wenn Müller bei Bayern zentral spielt, bezeichnet ihn ja auch keiner als Zehner. Und vom Spielverhalten (Ballkontakte, Raumdeutung, Effizienz) finde ich die beiden sehr vergleichbar.
Von daher aus meiner Sicht offensiv eindeutig ein 4-3-3. Gegen den Ball ein 4-4-2, wobei es aber keineswegs immer Meier war, der in die mittlere Defensivlinie ging, das verteilte sich auf alle Stürmer. Im Stadion konnte man das gut erkennen

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TE 14. September 2015 um 17:49

Ich habe mir das Spiel extra ein zweites Mal angesehen, und ich fand schon, dass es fast durchgehend Meier war, der defensiv auf die Zehn ging (auch wenn du Recht hast, dass es auch mal Seferovic oder Castaignos war). Der Begriff Zehner ist in der Tat etwas gedehnt, aber Phantom-Zehner beinhaltet ja, dass er eigentlich kein Zehner war. Aber ein 4-3-3 war es meiner Meinung nach nicht, weil das Positionsspiel nie einem 4-3-3 glich. Die Raute war selbst dann zu erkennen, wenn Meier in den Sturm ging (siehe die Szenengrafik).

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Mananski 14. September 2015 um 13:46

Seferovic ist ein Traum für den Trainer. Mit Abstand der beste Stürmer in Frankfurt in den letzten 20 Jahren.

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