Torfestival im hochklassigen Inkonstanzspektakel

barca5:4fc sevilla

Europäischer Supercup! Im katalanisch-spanischen Finale setzte sich der FC Barcelona nach frühem Rückstand und schneller Aufholjagd spektakulär durch. Dabei zeigten sie jene Stärken, welche zur historischen letzten Saison führten – und Schwächen, die sie beinahe verhindert hätten.

Barcelona im gewohnten System und kleinen Adjustierungen

Die Katalanen praktizierten auch in diesem Spiel weiterhin jenes System, welches man seit der Rückrunde der vergangenen Saison gewohnt ist und das ihnen auch das Triple bescherte. Obwohl mit Mathieu (anstatt Jordi Alba) eigentlich ein eher defensivbegabter Außenverteidiger auf der linken Seite startete, war der Franzose häufig im Spielaufbau schon früh klar höher positioniert als Gegenüber Dani Alves.

Grundformationen

Grundformationen

Alves bildete gelegentlich in der ersten Linie eine Dreierreihe mit den beiden Innenverteidigern, rückte nur selten und spät auf dem Flügel nach vorne auf und tauchte sehr häufig im Zentrum und im rechten Halbraum auf. Da er dies über den gesamten Platz praktizierte, fand man ihn vielfach im Sechser- und Zehnerraum. Das war gefühlt noch etwas extremer als in der vergangenen Saison.

Prinzipiell passt dies aber zu Alves. Er ist kombinationsstark, durchaus spielintelligent und kreativ, dazu technisch sauber und sehr gut in der Ballzirkulation. Desweiteren ist er in dieser Rolle schwierig zu verteidigen, weil er flexibel zwischen den Zonen wechselt und diese überlädt. Das kreiert natürlich auch Probleme beim Übergeben von Deckungsverantwortlichkeiten für den Gegner.

Im System weicht außerdem Rakitic oft auf den rechten Flügel, ebenso wie Messi nominell als rechter Flügelstürmer situativ extrem breit bleibt. Von beiden profitiert Alves, weil sie ihm Räume öffnen und seine Läufe balancieren. Ein paar Mal gab es jedoch auch Situationen, wo alle drei relativ eng positioniert waren (und Suarez etwas stärker auswich), was durch die schiere Kombinationsstärke der Katalanen kaum zum Problem wurde – obgleich sie sich durchaus vereinzelt in tiefen Zonen isolieren ließen.

Immer wieder konnte Messi sich auch länger in der Mitte positionieren. Hier gab es ebenfalls zahlreiche unterschiedliche Staffelungsvarianten.

Nach gut zwanzig Minuten spielte Alves beispielsweise etwas breiter, Rakitic ließ sich nun zurückfallen und bildete mit Busquets teilweise eine Art Doppelsechs. Dies wurde aber etwas asymmetrisch gespielt, damit sich Iniesta aus dem vorderen linken Halbraum zurückfallen lassen und Bälle abholen konnte. Mit Messi nun verstärkt im rechten vorderen Halbraum tat sich Sevilla schwer Zugriff auf die Kombinationen Barcelonas zu erzeugen.

Messi und Iniesta konnten oft Gegner auf sich ziehen und dann zwischen den Schnittstellen nach vorne spielen (auf die zwei breiten Stürmer) oder das Spiel – meist mit Umweg über die „Sechser“ – verlagern. Bei Suarez‘ Abseitstor in der 28. Minute war zum Beispiel wieder Rakitic minimal breiter, Alves befand sich neben ihm mit Iniesta halblinks, Messi relativ zentral und Suarez sowie Rakitic quasi wie ziemlich breite Stürmer vor einem Zehner in einer 4-3-3haften Raute.

Gegen den Ball war es in der Grundausrichtung ein 4-1-2-3, wobei Messi sich oft Auszeiten nahm und die zentralen Mittelfeldspieler extrem flexibel im Herausrücken waren.

So gab es in der ersten Spielhälfte Szenen, wo  Iniesta Suarez unterstützte, Busquets kurze Zeit später der höchste Mittelfeldspieler war (das kam überraschend oft vor) und dann wiederum Rakitic plötzlich als eine Art Zehner den gegnerischen Sechserraum, meist halbrechts, versperrte. Im tieferen Pressing schob Busquets ein paar Mal sogar über die Achter hinaus auf den Flügel, welche sich dann gemächlich in das entstandene Loch zurückfallen ließen.

Die Kompaktheit und Harmonie waren in der Arbeit gegen den Ball zwar nicht perfekt und phasenweise (sehr) anfällig, die Intensität und Variabilität – zumindest in den relevanten Phasen bis zur 60. Minute – jedoch durchaus sehenswert. Dennoch benötigt insbesondere die Kompaktheit im Laufe der Saison noch Arbeit, um konstant auf höchstem Niveau stabil zu sein.

Sevilla zwischen 4-2-3-1 und 4-4-1-1

In den Anfangsminuten erzielte Sevilla das Führungstor; per Standard. Das täuschte wohl im Verbund mit den generellen strategischen, psychologischen und physischen Aspekten der Anfangsphase etwas darüber hinweg, dass Barcelona früher oder später das Spiel wohl ohnehin kontrollieren würde. Sevillas anfänglicher Matchplan wirkte nicht schlecht, aber nicht gut genug.

Nicht Banega spielte gegen den Ball wie erwartet als Zehner, sondern Iborra orientierte sich an Busquets. In der Anfangsphase war es ein 4-4-1-1, wo Iborra meist hinter Busquets stand und diesen sehr mannorientiert verfolgte. Die Flügelstürmer waren tiefer und relativ eng, dazu schob Iborra einige Male auch in Richtung Rakitic, wenn der Ball auf den rechten Flügel ging. Desweiteren gab es viele sehr aggressive und herausrückende Bewegungen innerhalb der Formation.

Womöglich waren es die zwei Freistoßtreffer Messis und der Rückstand, welche dies veränderten. Vielleicht war es nicht einmal eine bewusste Einflussnahme Unai Emerys, die zu den leichten Anpassungen führte. Sevilla wirkte nicht nur wegen den sehr guten Kombinationen Barcelonas passiver, sondern hielt sich im Anlaufen öfters etwas zurück.

Desweiteren positionierte sich Iborra nun häufiger auf einer Linie mit dem zweiten Stürmer beziehungsweise stand vor Busquets, den er nur noch situativ mannorientiert verfolgte und vermehrt versuchte in den Deckungsschatten zu nehmen. Immer wieder gab es 4-2-3-1-Staffelungen, die dann zu 4-4-2 oder auch 4-2-4-0haften Formationen werden konnten. Die Flügelstürmer schienen etwas höher zu stehen, dazu gab es die bei Sevilla üblichen einrückenden Bewegungen der ballfernen Flügelstürmer gegen den Ball.

Sevillas Pressingunterschiede in den vorderen Linien in Halbzeit 1

Sevillas Pressingunterschiede in den vorderen Linien in Halbzeit 1

Barcelona spielte aber sehr gut dagegen und ließ Sevilla anfangs nur ein paar Mal gefährlich werden.

Barcelonas automatisierte Variabilität dominiert die Partie

Obwohl die Katalanen natürlich ungemein von der enormen individuellen Qualität profitieren und taktisch in ein paar (Defensiv-)Aspekten weiterhin unsauber sind, so war dies lange Zeit eine sehr starke Vorstellung. Dabei zeigte sich, dass sie im Training vermutlich ein paar bestimmte Staffelungen in der Offensive trainieren, in welcher Rakitic, Alves und Messi bestimmte Zonenbesetzungen haben, die sich dann auf die jeweils anderen beiden Spieler auswirken.

So waren sie nie berechenbar, sondern alle drei variierten ihre Position und Aufgabe immer und die anderen passten sich geschickt daran an. Ab Mitte der ersten Halbzeit war zum Beispiel oft auch Rakitic als tiefster Mittelfeldspieler im rechten defensiven Halbraum zu sehen, der in einer diagonalen Linie mit Busquets als zentralem und Iniesta als höchstem Spieler stand. In dieser Grafik ist schon zu sehen, wie enorm unangenehm dies zu verteidigen ist und wie viele unterschiedliche Möglichkeiten die Spieler Barcelonas auf der rechten Seite haben.

Aktionsmöglichkeiten auf rechts (Rakitic hier herausgekippt, Alves höher, Messi innen)

Aktionsmöglichkeiten auf rechts (Rakitic hier herausgekippt, Alves höher, Messi innen)

Dadurch ist Barcelonas Spielweise zu einem gegebenen Zeitpunkt auch schwer zu definieren, weil sie unterschiedliche Strukturen haben und diese variieren sowie nicht immer gleich umsetzen.

Desweiteren wurde Mathieu später etwas aktiver und vorderlief einige Male, obgleich die linke Seite vorrangig als Ausweichraum und als Raumöffner fungiert; sowohl für die Spielchen auf der rechten Seite als auch für Iniesta. Bis weit in die zweite Halbzeit wirkte es nach einem souveränen Sieg.

Höheres Pressing und Barcelonas Anfälligkeiten

Nach dem 3:1 war das Spiel praktisch vorbei. So glaubten die Katalanen – und die meisten Zuseher. Aber Barcelona wurde nicht nur nachlässig, Sevilla wurde auch stärker. Sie pressten deutlich höher und kehrten wieder zur anfänglichen Aggressivität und mehr Mannorientierungen zurück, womit Barcelona nicht allzu gut klar kam. Dazu gab es aber kleinere Anpassungen. So lösten sich Sevillas Außenverteidiger oft aus der Abwehrkette und schoben weit in die gegnerische Hälfte, um das Pressing zu unterstützen. Auch die Einwechslung Konoplyankas z.B. half.

Weiters waren es vermutlich auch psychologische Aspekte, welche sich auf technisch-taktische Komponenten auswirkten. Das Freilaufverhalten Barcelonas wurde schwächer, es gab mehr lange Bälle und gegen den Ball wurden nicht nur Barcelonas Problemchen sichtbarer, sondern auch mehr.

Im Pressing fehlte es nach der 3:1-Führung bisweilen an der Intensität, oft war es ein unsauberes 4-1-3-2 oder 4-4-2 mit teilweise gänzlich inaktivem Messi. Erst in der Schlussphase war ein klares 4-4-2 bei den Katalanen zu erkennen, das nach der Einwechslung Bartras genutzt wurde, als Mascherano ins Mittelfeld rückte.

Die größten Chancen ergaben sich für Sevilla bis dahin nach Balleroberungen und schnellen, raumgreifenden Pässen. Das defensive Umschaltspiel Barcelonas war schwach. Es öffneten sich große Räume auf den Seiten und vor der Abwehr, dazu war die Strafraumverteidigung wenig erfolgsstabil. Wegen der geringen Kompaktheit und dem langsamen Umschalten wurde dies bei Flügelangriffen Sevillas noch eine Stufe verstärkt, weil keiner in der Mitte auffüllen konnte und sich dadurch Räume für bessere Abschlüsse nach Hereingaben ergaben.

Dadurch ließen die so lange dominanten Katalanen Sevilla wieder in die Partie kommen. Sevilla schob außerdem Banega nach vorne auf die nominelle Zehnerposition, was zu mehr zentraler Präsenz führte, und positionierte sich nach dem 4:4 von der Rollenverteilung her oft im 4-5-1 und vereinzelt gar in 4-1-4-1-Staffelungen. In der Verlängerung reagierte Luis Enrique, brachte Pedro für mehr Dynamik in der Offensive (anstatt Mascherano) und das Spiel normalisierte sich etwas. Sevilla presste wieder tiefer und passiver.

Schlussendlich war aber in der Endphase die Partie etwas träge, auf beiden Seiten fehlte es an der nötigen Fitness, um weiterhin für Spektakel zu sorgen. Nach einem mehrfach abgefälschten Standard- und darauffolgendem Schussversuch Messis war es der eingewechselte Pedro, der für das 5:4 sorgte.

simon 18. August 2015 um 11:25

Im Bild http://spielverlagerung.de/wp-content/uploads/2015/08/BewegungsspielBarcelonaTabelle.png sind vom 3 Linien die Rede.
Wo ist im Bild http://spielverlagerung.de/wp-content/uploads/2015/08/Alves-halbrechts-zweite-Linie-Rakitic-halbrechts-erste-Linie.png die 3.Linie? (Alves = 2.Linie, Rakitic = 1.Linie) ? Welche Linie ist dann Messi?
Vielen Dank für eine Antwort.

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RM 18. August 2015 um 11:51

Typo. Rakitic ist hier quasi in der zweiten Linie, Alves in der ersten, Messi in der dritten. Linien habe ich hier einfach als grundlegende, grobe Orientierung genutzt.

Antworten

simon 18. August 2015 um 12:08

Danke für die schnelle Antwort. Die Bezeichnung des Bildes war irreführend.

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king_cesc 17. August 2015 um 23:52

Off-Topic:
Kennt jemand eine Seite mit Sammlungen von Rondovariationen?

Hab mir meine erste kleine Sammlung:
https://www.youtube.com/watch?v=ms5PB6GracA Megarondo mit Hände halten
– 4 vs 1 oder 3 vs 1
– 6 vs 2 oder 5 vs 2
-5+1(mitte) vs 3 oder 6+1(mitte) vs 3
– 7vs3 (einer in der mitte) -> 2 Felder Variante
– 5vs3 -> (+2 auf die dann der pass kommen muss)
– 3vs1 jonglieren
-Form einfach ändern (Rechteck, Raute, …)
– nach Balleroberung weiter in Spiel ( a la Roger Schmidt)

Danke für die Hilfe!

Antworten

king_cesc 18. August 2015 um 07:52

Danke!

Antworten

simon 17. August 2015 um 14:11

Eine Frage: In dem Bild BewegungsspielBarcelonatabelle was bezeichnest du als Linie 1, 2 und 3 ? Könntest du es bitte in einem Schaubild darstellen. Vielen Dank.

Antworten

LM1895 14. August 2015 um 15:38

Auf Goal (!) gibt es heute übrigens einen Artikel zu Busquets, den ich in Ermangelung eines besseren Orts mal hier unter dem Artikel verlinke (leider in der mobilen Version):
http://m.goal.com/s/de/news/3642/editorial/2015/08/14/14414102/sergio-busquets-könig-des-raums

Kennt wer den Autoren? Klingt nach nem SV-Leser 😉

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Gh 13. August 2015 um 09:20

Weder hat Guardiola von Rijkard eine Hustentruppe übernommen (phänaomenale Mannschaft mit unglaublichen Instabilitäten… golden ground für jemanden wie Pep), noch hat er eine Gurkentruppe hinterlassen (überstabile Mannschaft, dem der letzte Kick abhanden gekommen war… golden ground für Enrique, Neymar und Suarez).

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Ben 12. August 2015 um 23:27

Ging das nur mir so oder hat noch jemand gelesen „Torfestival im hochklassigen Inkontinenzspektakel“? Hatte erst mal ein paar Schwierigkeiten das einzuordnen…

Baca ist einfach ein krasses Team. Ich hoffe ja, dass es dieses Jahr eine Revanche für die Bayern ohne Verletzte auf beiden (!) Seiten gibt.

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Koom 13. August 2015 um 07:54

Ging das nur mir so oder hat noch jemand gelesen “Torfestival im hochklassigen Inkontinenzspektakel”?
Ja. -.-

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Craig 12. August 2015 um 15:41

Mannomann, falls Barcelona sich so in der CL praesentiert, kriegen sie hinter stets mindestens 2 Dinger rein, Dann muessen sie nur zusehen, vorne noch mehr zu schiessen, als sie sich mit Sicherheit bestaendig einfangen werden. Nervig, wie Immobile die letzte 100%-ige versaubeutelte mit seiner viel zu scharfen Eingabe zum 2. Pfosten. Auch wundert mich, dass der Autor nicht erwaehnt, wie Sevilla ausser dieser Grosschance noch den Kopfball haarscharf am Lattenkreuz vorbeikoefpte. Bester Mann war Konoplyanka, knapp vor Rakitic. Schade, dass die BuLi einen solchen Spielmacher nicht hat halten koennen, wobei man anmerken muss, dass der Ivan auch erst jetzt auf seine alten Tage hin zu voller Bluete kommt.

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Dr. Acula 12. August 2015 um 16:44

wenn der autor jede aktion erwähnen würde, wäre das nur noch eine chronologische abhandlung und hätte wenig mit taktik zu tun. ebenso wirst du von den autoren nie oder sehr selten einen kommentar zu Schiri-entscheidungen lesen; schlicht und ergreifend weil das alles nicht die intention der seite ist.

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Bernhard 12. August 2015 um 14:26

Wieso spielte Krychowiak in der Innenverteidigung?
Herrscht bei Sevilla auf dieser Position ein personeller Engpass oder war die Intention dahinter taktisch bedingt?

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RM 12. August 2015 um 16:21

Die Innenverteidiger lagen flach.

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Dr. Acula 12. August 2015 um 13:06

es hat sich mal wieder gezeigt, dass barcas historische schwäche, das spielen gegen mannorientierungen, auch 2015 noch bestand hat. war unter guardiola so und ist es zuweilen immer noch.

„Dadurch ist Barcelonas Spielweise zu einem gegebenen Zeitpunkt auch schwer zu definieren, weil sie unterschiedliche Strukturen haben und diese variieren sowie nicht immer gleich umsetzen.“
beschreibt sehr gut meinen eindruck während des spiels. mein kopf dachte durchgehend: irgendwie ist das alles komisch, ich erkenne keine rote linie. das find ich im übrigen auch den hauptgrund, wieso enriques barca niemals mit dem guardiolas verglichen werden kann, weil das schlicht eine anmaßung ist. bei guardiola wurden immer feinjustierungen vorgenommen, aber die grundidee war stets deutlich erkennbar. super artikel übrigens

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Koom 12. August 2015 um 14:52

Ein guter Fechter verwendet aber auch Ausfallschritte, Paraden, Finten und Kombinationen. Allerdings ist die Taktik, dem Gegner einfach den Degen wegzunehmen, auch durchaus erfolgversprechend, wenn man es beherrscht.

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HW 12. August 2015 um 19:52

Made my day.

Der gute alte Indiana Jones Trick. Wenn der Feind mit Säbeln rasselt, einfach abknallen.

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HW 12. August 2015 um 11:45

Katalanisch-andalusisches Finale.

Mich hat allerdings die georgische Folklore mit John Lennon Musik etwas irritiert. Und warum hat sich Barca seine Trikots beim Dorfverein geliehen?

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Valentin 12. August 2015 um 12:41

Barca stellt bei den Trikots jetzt um von Längsstreifen auf Querstreifen. Nike wollte durch ein verändertes Design den Verkauf ankurbeln. Tradition ist Fussball doch sowieso kaum noch was Wert. 🙁

„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ (George Bernard Shaw)

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HW 12. August 2015 um 13:26

Ja… Trotzdem sehen die Trikots bescheiden aus. Der Ignorante findet den Weg trotz Laterne nicht. Ist mir egal wem warum die Glühbirne durchbrennt.
Ich weiß, dass es den Konsumenten in Übersee nichts bedeutet, den Produktmanagern und Designern bei Sportartikelherstellern sowie so nicht (das deutsche Auswärtstrikot ist ähnlich bescheiden). Aber dem Club sollte es was bedeuten.
Man kann kreativ mit der Tradition umgehen und den Wiedererkennungswert erhalten. Ich stufe das beim neuen Trikot als misslungen ein. Es wurden bewusst Traditionen über Bord geworfen. Das ist als würde man die Laterne mit Steinen bewerfen. Wenn es wenigstens bei einer Anlehnung oder einem kreativen Zitat von Längsstreifen geblieben wäre. So erwarte ich nur eine ständige Diskussion warum die Spieler plötzlich so dick aussehen.
Verkaufen würde sich auch ein Kartoffelsack, wenn Barca draufsteht.

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Bernhard 12. August 2015 um 14:25

Mir gefallen die Querstreifen recht gut.

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Erkinho 12. August 2015 um 02:41

Busquets, der Wellenbrecher. Schon sehr auffällig wie extrem er v.a. in diesem Spiel verschob, um die Speerspitze des katalanischen Pressings zu geben..bei dem Deckungsschatten auch kein wahres Wunder.

Die rechtslastigen Kreisel- und Ausweichbewegungen waren eigentlich schon vielversprechend, wobei ich eher glaube, dass diesen eher der gemeine Spielwitz + die individuelle Klasse der Beteiligten zugrunde liegt, als einstudierte Beweguns- und Absicherungsabläufe. Erschien mir dann doch zu planlos bzw. improvisiert. Interessant wird hierbei aber die zukünftige Rolle von Arda.

Banega gg Busquets, Klassiker.

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Cara 11. August 2015 um 23:29

Die Siegerehrung läuft noch. Hast Du ne Glaskugel?
Respekt!

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