Kurz ausgeführt: Deutschlands Grundmuster beim WM-Auftakt gegen die Elfenbeinküste

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Am Sonntag startete die deutsche Nationalmannschaft der Frauen gegen den WM-Neuling aus der Elfenbeinküste mit einem 10:0-Erfolg auf äußerst erfolgreiche Art und Weise ins WM-Turnier. Weil die Geschichte des Spiels schnell erzählt ist – Deutschland war gut, die Elfenbeinküste eher nicht – nutzen wir diesen kurzen Rückblick auf die Partie, um grundlegende Muster der deutschen Spielweise mit und gegen den Ball darzustellen.

4-2-3-1-Grundformation mit unterschiedlich agierenden Flügelakteuren

Deutschlands Anfangsaufstellung und Bewegungsmuster in der Offensive

Deutschlands Anfangsaufstellung und Bewegungsmuster in der Offensive

Gegen die 4-4-2- / 4-2-3-1-Defensivformation der ivorischen Nationalmannschaft nutzten die Deutschen vor allem in den Anfangsminuten und auch in weiten Teilen der restlichen Partie einen deutlichen Rechtsfokus, auf den auch die Spielerwahl in der Offensive ausgelegt war.

Über Links agierte mit Popp eine lineare und tororientierte Spielerin, die viel mit ins Sturmzentrum aufrückte, um dort Sasic zu unterstützen und bei Hereingaben vom rechten Flügel präsent zu sein. Entsprechend dieser Spielweise agierten Kemme auf der Position der linken Außenverteidigerin sowie Leupolz auf der linken Sechserposition ähnlich linear, zeigten sich in ihrer Spielweise aber hauptsächlich nachstoßend und raumbesetzend.

Laudehr auf dem rechten Flügel spielte etwas eingerückter als Popp, balancierte aber auch immer wieder zum Flügel heraus. Die offensive Rechtsverteidigerin Maier war so in ihrem Bewegungsspiel wenig eingeschränkt und konnte zum einen unterstützende Läufe über den Flügel wie vor dem Treffer zum 1:0 einbringen. Zum anderen stellte sie durch ihre geschickte Positionierung im Halbraum eine interessante Option dar, die defensive Umschaltaktionen absicherte und über die eine Anbindung zurück von hohen Räumen am Flügel an die Mitte möglich war.

Auf beiden Flügeln gab es außerdem immer wieder viele gegengleiche Bewegungen, über die man die mannorientierte Spielweise der gegnerischen Viererkette aufzubrechen versuchte, was gut funktionierte. Auf links erhielt Popp im Anschluss an Sasics Zurückfallen in den Zwischenlinienraum mehrmals Anspiele in die Tiefe aus dem Aufbauspiel heraus, wo Kemme aus dem Übergangsbereich zwischen erstem und zweitem Drittel einfache Chipbälle spielen konnte. Laudehr auf der anderen Seite öffnete durch ihre einrückende Spielweise Raum auf dem Flügel, den dann Mittag von der Zehnerposition aus anlief, den aber auch Maier wie bereits angesprochen für Vertikalläufe mit Ball auf dem Flügel nutzte.

Lena Goeßling agierte auf der rechten Sechserposition deutlich tiefer als Leupolz auf der anderen Seite. Im Spielaufbau nutzte die 29 Jahre alte Wolfsburgerin neben den Räumen hinter Maier vor allem den rechten Halbraum, aus dem sie versuchte, mit Vertikalbällen Mittag oder Laudehr im Zwischenlinienraum anzuspielen. Die Einwechslung von Behringer für die verletzte Leupolz in der 17. Minute änderte an dieser Aufteilung im Mittelfeld nichts.

4-4-2-Mittelfeldpressing ohne große Besonderheiten

Gegen den Ball organisierte sich die Mannschaft in einer 4-4-2-Grundformation, in der Mittag neben Sasic rückte und die als Mittelfeldpressing interpretiert wurde. Dabei nutzten die Deutschen sowohl auf den defensiven Flügeln als auch ballnah im zentralen Mittelfeld direkte Zuordnungen.

Schon im Aufbau liefen Mittag und Sasic Coulibaly und Aguie in der Innenverteidigung der Elfenbeinküste an und warteten nicht auf bestimmte Auslöser, um aus der eigenen Formation herauszulaufen. Popp und Laudehr orientierten sich in der ersten und leitenden Phase des Pressings zunächst zugriffsorientiert an ihren direkten Gegenspielerinnen und sicherten den inneren Passweg in die Tiefe. Nach Anspielen auf die Außenverteidigerinnen rückten sie bogenhaft aus der Formation heraus, um über den eigenen Deckungsschatten Passwege über den Flügel in die Tiefe abzudecken und Zugriff am Flügel herzustellen.

Fazit

Bei der leistungsmäßigen Einordnung des deutschen Auftritts spielt natürlich die geringe Qualität der Elfenbeinküste eine entscheidende Rolle. Vor diesem Hintergrund ist fraglich, ob die Partie überhaupt als Referenz dienen kann. Dass Deutschland, obwohl in dieser Hinsicht eigentlich wenig gefordert, leichte Probleme mit dem defensiven Umschaltmoment hatte, könnte ein Problem für den weiteren Turnierverlauf darstellen. Für diesen steht dann auch Mittelfeldspielerin Maroszan zur Verfügung, mit der formativ auch eine 4-1-4-1-Grundordnung möglich ist.

Sharpe 15. Juni 2015 um 15:08

Hier wird ja ganz schön empfindlich auf Kritik reagiert.
Sind hier nur Mädchen unterwegs? 🙂

War ein Spaß, also springt nicht über jedes Stöckchen.

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DAF 15. Juni 2015 um 18:45

Problem ist nicht die Kritik als solche, sondern dass sie teilweise sehr pauschal ist. Dazu bei trägt mMn auch, dass viele Sportarten von den deutschen Medien vernachlässigt werden und deren Anhänger dann besonders verärgert sind, wenn selbst qualitativ nicht so hochwertige Fußballspiele übertragen werden. Finde aber auch, dass das Thema jetzt abschließend besprochen sein sollte.
Ich denke, dass auf dieser Seite die Frauenquote sehr gering sein dürfte 😉

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HW 15. Juni 2015 um 21:25

Sorry, das hat doch nichts mit einer Frauenquote zu tun. Als wäre Frauensport für Frauen und Männersport für männliche Zuschauer.

Und wenn hier keine einzige Frau rumsurft, wenn die Kommentare Richtung Diskriminierung gehen, dann muss da jemand seinen Mund auf machen und Kontra geben. Dank des Internets verbreitet sich ein dummer Kommentar in hundert oder tausend Köpfe. Und mit der Zeit werden dann aus vielen abfälligen Bemerkungen bei manchen Leuten im Kopf Vorurteile oder sogar schlimmeres.
Ersetze einfach Frau gegen ein anderes Wort, gegen irgendeine Bevölkerungsgruppe, und prüfe dann ob diese Kommentare noch in Ordnung sind.

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Jobl 12. Juni 2015 um 01:45

Diese Seite ist eine Taktik-Seite. Nicht um eine unterirdische Frauen-Männer-Fußball Diskussion zu führen. Das kann man woanders machen.

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LVG 11. Juni 2015 um 06:42

Mal zu etwas sachlichem also mich wundert es schon seit Jahren das nicht über die Verkleinerung des Spielfelds diskutiert wird. Denn in allen nun ja nennen wir sie mal „kritischen“ Kommentaren wird nunmal die mangelnde Geschwindigkeit Athletik und Ungenauigkeit beim Passspiel kritisiert und alle diese Dinge würden sich meiner Meinung nach durch eine Verkleinerung des Spielfelds verbessern lassen und den Schauwert des Spiels erhöhen.

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HW 11. Juni 2015 um 08:13

Zunächstmal habe ich im Frauenfußball noch keine Fehlpassstatistik gesehen. Ob es also wirklich höhere Fehlpassquoten gibt weiß ich nicht. Ich schätze mal, dass neben den technischen Fähigkeiten der Spieler auch die Taktik der Teams einen großen Einfluss auf die Statistik hat. So sehen wir es zumindest bei den Männern.

Nehmen wir mal an die gäbe es. Dann bleibt die Frage, welche Pässe sind hauptsächlich betroffen: kurze oder lange, hohe oder flache.
Falls tatsächlich die weiten Pässe nicht ankommen, könnte man meinen ein kleineres Feld würde Abhilfe schaffen. Aber wenn ein Team tatsächlich Probleme mit langen Pässen hat, dann ist die naheligendste Lösung zunächst auf engerem Raum zu spielen. Freiwillig nicht durch Regeländerungen. Viele Teams nutzen aber das ganze Feld und beschränken sich nicht auf nut 70% der Fläche. Daher scheinen die Teams kein Problem mit langen Pässen zu haben. Zumindest nicht aus ihrer Betrachtung und die ist ausschlaggebend.
Falls nun aber die Kurzpässe das Problem sein sollten, führt ein kleineres Feld doch nur dazu, dass auch der Druck der Gegenspielerinnen steigt und daher noch mehr Fehlpässe erzwungen werden können.

Ich erkenne in der Verkleinerung der Spielfläche keine Lösung für das (nicht nachgewiesene) Problem der Fehlpässe. Es ist mir auch nicht aus anderen Sportarten bekannt, dass dieser Schritt notwendig war. Oder täusche ich mich da? (Ich denke im besonderen an Feldhockey und Handball im Vergleich.)
Oder haben sich die Spielerinnen beschwert, dass das Feld zu groß ist?

Ich verstehe auch nicht, warum man sich nach den „kritischen“ Kommentaren richten sollte und dabei dann die eher schweigende Mehrheit ignoriert die den Sport so wie er ist mag. Es gehen viele Leute in die Stadien oder schauen die N11 im TV. Natürlich nicht so viele wie bei den Männern, aber da hält auch kaum ein anderer Männersport mit.

nrg hat es weiter unten schon geschrieben. Die Qualität des Frauenfußballs hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verbessert. Einerseits sollte man das mal anerkennen. Andererseits kann man nicht erwarten, dass A) der Frauenfußball ein Kopie des Männerfußballs wird (das ist auch in anderen Sportarten eher die Ausnahme) und B) jetzt nach einem so langen erfolgreichen Weg irgendwelche Zugeständnisse oder Änderungen der Regeln notwendig wären um weitere Entwicklung zu schaffen. Im Gegenteil: A) Männersport wird immer etwas athletischer sein, aber darum treten Frauen und Männer auch selten gegeneinander an, B) Gleichberechtigung bedeutet nicht für jeden eigene Regeln zu schaffen, sondern das Recht unter gleichen Regeln teilnehmen zu können.

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LM1895 11. Juni 2015 um 10:26

Schöner Kommentar…und ich will ganz bestimmt nicht, dass Nigerias Stürmerinnen weniger Spielfeld für ihre Sprints haben 😉

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Monogol 17. Juni 2015 um 09:50

Vorab: ich finde auch, dass sich die Qualität des Frauenfußballs verbessert hat und habe ihn dennoch bereits in den späten 80ern begonnen (gerne) zu gucken.
Nichtsdestotrotz: die Idee mit dem verkleinerten Spielfeld halte ich nicht für abwegig und würde mich bei den zu erzielenden Effekten auch nicht auf lange Pässe und Passgenauigkeit fokussieren. Der athletische Vorteil (Nachteil) macht sich ja in allen Bereichen bemerkbar oder eben weniger bemerkbar, wenn die Strecken sich verkürzen. Klar, betrifft beide „Frauschaften“ und könnte von daher egal sein, würde in der Summe aber einen (noch) flotteren, dynamischeren und über einen längeren Zeitraum auf dem Tempo und Niveau betriebenen Sport ergeben.
Ist vielleicht eine These. Meine Erwartungen diesbezüglich leite ich aus den Erfahrungen mit Baseball spielenden Frauen ab. Als diese dann (Anfang der 1990er in Hamburg) verbandseitig zu auf kleinerem Spielfeld ausgetragenem (Fast-Pitch) Softball gezwungen wurden, hat ihr Sport (oder der neue Sport) deutlich „Fahrt“ aufgenommen, ja, in der Außenwirkung geradezu an Athletik gewonnen.

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SuperMario33 17. Juni 2015 um 10:07

Wie man gut hier sehen kann:

https://www.youtube.com/watch?v=gnhA4IV13Is

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Monogol 17. Juni 2015 um 16:00

Vielleicht etwas zu weit gegangen mit der Verkleinerung des Spielfeldes, es sollte schon Fußball bleiben. Aber vom Ding her fällt das (statistisch sicherlich gegebene) athletische Plus der Männer beim Futsal weniger ins Gewicht, denke ich.

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SuperMario33 17. Juni 2015 um 18:59

Das Niveau im Frauen-Futsal ist einfach krass gut. Technisch zu den Männern kaum ein Unterschied. Und das ist das Problem beim Frauen Fußball: der athletische Vorteil ist zu wichtig, Technik wird vernachlässigt.


The Soulcollector 10. Juni 2015 um 14:26

Hat jemand ein wenig vom Spiel Frankreich gegen England gestern gesehen? Also das war schon ein ziemlich hochwertiges Spiel mit enormem Tempo. Ist vielleicht nicht Barca gegen Bayern, aber allemal besser als alle 3Liga Spiele, die ich dieses Jahr so gesehen habe.

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HW 10. Juni 2015 um 18:17

Nachdem was ich gehört habe konnte England wohl nicht mehr und Frankreich wollte nicht mehr als das 1:0. War wohl etwas mau im Spiel nach vorne, zum Ende war die Luft raus.

Die Französinnen sind sicher einer der (Mit-)Favoriten, da lohnt sich das Einschalten in der Regel. England ist eher ein Außenseiter, wohlwollend ausgedrückt.
Ist ja auch noch Gruppenphase, die müssen alle erst ins Rollen kommen.

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HW 10. Juni 2015 um 08:33

Das Problem ist, durch die ganzen „kann ich mir nicht ansehen“ Kommentare redet kaum jemand inhaltlich über die Spiele. Die Leute die keinen Frauenfußball mögen, könnten einfach mal weiterziehen zu etwas was sie interessiert. Oder wird jede Sportart so kritisch beäugt wie der Frauenfußball?

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Dr. Acula 9. Juni 2015 um 22:27

immer wenn ich im fernsehen frauen-fußball zufällig antreffe, spiele ich ein spiel gegen mich selber. ich zähle bis 20 und wenn bis dahin kein fehlpass gespielt wurde, schaue ich das spiel zu ende.
ergo hab ich noch nie mehr als 20 sekunden eines frauenfußball-spiels gesehen.

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DAF 10. Juni 2015 um 00:02

Das empfinde ich als Indikator für die Qualität des Spiels als ziemlich ungeeignet. Gute Mannschaften haben teilweise sogar höhere Fehlpassquoten als schlechtere – vor allem wenn beides eher Umschaltmannschaften sind. Das kann man in der Buli recht regelmäßig beobachten. Hab dieses Spiel aber nicht gesehen, in diesem Fall lags wohl wirklich eher an fehlender Qualität…

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firedo 10. Juni 2015 um 01:59

Ohne mich jetzt großrtig zum Antichauvinisten aufschwingen zu wollen, muss ich doch anmerken, dass man mit diesem Spiel kann man sicherlich auch nicht allzuviel Bundesliga gucken könnte. Es sei denn es ist grad mal wieder einer „verletzt“ oder Rudelbildung.

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HW 10. Juni 2015 um 08:30

Dann hast du wohl auch nicht die Relegationsspiele länger als 20 Sekunden gesehen.
Ein reichlich sinnfreier Test. Spiele mit ständigem Gegenpressing werden so stärker ausgefiltert als Spiele in denen ein Team nur hinten drin steht.

Zur angeblich „faireren“ Spielweise der Frauen kam ich immer nur auf ein Spiel der Brasilianerinnen vor ein paar Jahren verweisen. Da hat sich eine Spielerin minutenlang auf dem Feld behandeln lassen und musste vom Feld getragen werden. Als die Trage gerade außerhalb des Feldes war, sprang die Spielerin von dieser und war wie durch ein Wunder schmerzfrei und in bester Laune.

Es gibt sicher Unterschiede zwischen Männer- und Frauen-Fußball, aber keine Seite ist fehlerfrei.

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Dr. Acula 10. Juni 2015 um 10:06

hand aufs herz, frauen-fußball wird nur geduldet, weil es eben frauen-fußball ist. da muss man ja emanzipiert und so sein. bla bla bla. ich habe mir jetzt mal highlights und so von champions-league-spielen (!) der frauen angeschaut, also hohes niveau könnte man meinen, wie die tore fallen….. da stehen die spielerinnen ganz frei vorm tor, eine frau hat am strafraumeck den ball, alle verteidigenden wollen zuschauen und vergessen den gegner in der mitte der die flanke nur noch einschieben muss. ehrlich, so spielen männer nicht mal in der c-jugend! mir ist klar, dass ich als chauvinist und proll und macho abgestempelt werde, aber wenn man ehrlich ist, haben frauen im fußball nichts zu suchen. dazu gehört einfach eine spur „aggressivität“ und „ehrgeiz-denken“, was frauen im normalfall abgeht. das ist meine meinung und ich habe sie auf sachliche art dargelegt also wäre ich von einfachen plakativ-antworten à la „der hat sie doch nicht mehr alle“ oder „typisch türke“ (ja ich bin einer) etc. wirklich enttäuscht jungs

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C.H. 10. Juni 2015 um 10:53

Ich mein irgendwo mal ein S.Neid-Interview gelesen zu haben, wo Sie sagte bei Testspielen gegen Männer macht maximal die U20-NM (irgendwas in dem Altersbereich) Sinn. Das finde ich recht ordentlich.
Bzgl. Niveau: Man sollte bedenken, dass nur in den Topnationen für ein wenige Jahre echtes Profileben möglich ist. Die meisten Fußballspielerinnen müssen nebenher noch lernen und arbeiten. Vom Fußball im Alter von 18 bis 35 Jahren auskommen (und für danach ansparen), ist für die ein Traum …

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Daniel 10. Juni 2015 um 11:27

Zum Glück müssen Frauen Dich nicht vorher fragen, ob sie Fußball spielen dürfen. Deal with it und schau halt was anderes.

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Jonny-Pepperoni 10. Juni 2015 um 12:01

typisch türke

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HK 10. Juni 2015 um 12:34

„“Frauen haben im Fußball nichts zu suchen“?
Na endlich mal einer der seine Meinung wirklich sachlich darlegt.

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kolle 10. Juni 2015 um 12:55

Eben. Frauen dürften ja auch im Herren-Fussball spielen. Praktisch hat aber keine Frau das Niveau um auch nur in Liga 3 zu spielen.

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Daniel 10. Juni 2015 um 13:10

Das heißt aller Fußball unterhalb der 3. Liga ist damit illegitim?

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FAB 10. Juni 2015 um 13:16

2003 hat die deutsche Frauen Nationalmannschaft (damals Weltmeister) in einen Testspiel 3-0 gegen die U17 des VfB Stuttgart verloren …
U20 und 3. Liga sind wohl noch deutlich zu hoch gegriffen …

Antworten

HK 10. Juni 2015 um 14:19

Ging dieses Testspiel nicht nur über 30/40 Minuten?
Obwohl das im Grunde natürlich genau so irrelevant ist wie die ganze Diskussion (-;

kolle 10. Juni 2015 um 15:56

So ist es. Ich will auch niemandem den Spass daran nehmen, solche Spiele zu sehen. Aber man muss halt auch ehrlich sagen, dass das Niveau eben teilweise wirklich mies ist. Zumindest war es dass, als ich es das letzte Mal mit Frauenfussball versucht habe. Wenn ich so schlechten Fussball sehen will, kann ich auch hier auf den Dorfplatz gehen (.. und selbst die Schuhe schnüren).

Nicht zu vergessen: Das war damals eine Weltmeistermannschaft!

http://de.wikimannia.org/Frauenfu%C3%9Fball#cite_note-1

Auszug: Martin Hess, B-Jugend-Spieler beim VfB Stuttgart, zum 3:0-Sieg über die Fußball-Nationalmannschaft der Frauen:[1]
Frage: In einem Vorbereitungsspiel über drei mal 15 Minuten hat die VfB-B-Jugend die Frauennationalmannschaft klar bezwungen, Sie schossen ein Tor. Mussten Sie an Ihre Grenzen gehen?
Martin Hess: Es war nur ein Freundschaftsspiel, daher war kein übertrieben harter Einsatz nötig. Trotzdem haben wir engagiert gespielt und noch einige Chancen vergeben. Es wäre noch schöner gewesen, wenn wir höher gewonnen hätten. Das war im Übrigen auch die Vorgabe unseres Trainers.
Frage: Hatten Sie mit einer solchen Überlegenheit gerechnet?
Martin Hess: Nein, ich hatte sogar vermutet, dass wir verlieren würden. Aber nach fünf Minuten habe auch ich gemerkt, dass ein Sieg drin ist.
Frage: Was fehlt den Frauen noch?
Martin Hess: Vor allem fehlt ihnen Schnelligkeit. Sie sind zwar gut gebaut, spielen aber ohne Körpereinsatz. Technisch sind die Frauen so gut wie wir, auch am kämpferischen Einsatz mangelt es nicht.
Vor 400 Zuschauern in der Sportschule Ruit (Sommer 2003) waren die 14- bis 16-Jährigen eindeutig überlegen und trafen durch Martin Hess, Dirk Prediger und Frederico Decortes.[2][3]
Hintergrund: Kanzlerin Merkel hatte in einem Interview gesagt: „Davon [d.h. einem WM-Sieg, wie ihn die deutsche Frauen-Nationalmannschaft 2003 erstmals errungen hatte] können die Männer nur träumen.“ [4]
SWR-Sportreporter Thomas Bareiß hatte das Trainingsspiel der deutschen Frauen-Nationalmannschaft gegen die B-Jugend des VfB Stuttgart beobachtet. Sein Fazit:
„Der größte Unterschied liegt, wen wundert es, in der Athletik. […] Die Frauen hatten gegen die Jugendlichen keine Chance.“

studdi 10. Juni 2015 um 17:03

Genau das ist aber meiner Meinung nach auch das Problem des Frauenfussballs in der öffentlichen Darstellung. Man sollte ihn nicht direkt mit dem Männerfussball vergleichen. Die Körperlichen Vorraussetzungen sind eben unterschiedlich.
Ich habe auch noch nie gehört das die Frauen Leichtathletik schlecht geredet wird nur weil man nicht so weit wirft, springt oder schnell Rennt wie die Männer.
Technik und Taktik sind bei den Frauen ebenfalls auf einem sehr hohen Niveau vor allem wenn man bedenkt das es sich nicht um voll Profis handelt wie bei den Männern.
Nur aufgrund der unterschiedlichen Atlethik sieht der Frauenfussball im TV anders aus als der Männerfussball. Was ihn aber nicht unbedingt „schlechter“ macht. Man sollte halt nicht Frauen direkt mit Männern vergleichen da kann die beste Frau nie mit dem besten Mann mithalten solange es sich um Körperliche Sportarten handelt.

HW 10. Juni 2015 um 18:25

Es ist vielleicht sogar noch schlimmer. Wenn jemand mit der Erwartung von Stockfehlern oder Fehlpässen ein Spielanschaut, dann wird er diese Szenen natürlich besonders hoch bewerten. Man legt dann also nicht nur den Standard des Männerfußballs an, in den es auch Fehlpässe usw gibt, sondern man legt einen höheren Standard an. „Oh man, schon wieder fast ein Stockfehler, hab ich doch vorher gewusst!“

Dass Frauen und Männer in Wettkämpfen nicht gegeneinander spielen ist das normales auf der Welt. Gleichberechtigung hat schließlich nichts damit zu tun Unterschiede zu verleugnen, sondern Unterschiede anzuerkennen ohne zu diskriminieren.

HW 14. Juni 2015 um 10:01

@kolle

Was soll uns das jetzt sagen. Jeder weiß doch, dass die Athletik nicht gleich ist. Aber das ist doch nicht der Punkt. Mann kann doch nicht ein Test-/Trainingsspiel heranziehen um etwas zu untermauern das im Wettkampf nicht zum Tragen kommt. Im Frauenfußball nehmen keine Männer (oder Jungs) teil, daher ist der athletische Unterschied zwischen Männern und Frauen unerheblich.
Oder beschwert du dich bei olympischen 100 Meter Finale, dass die alle gegen Rennpferde und Leoparden verlieren würden?

Ichgehjaschonwieder 10. Juni 2015 um 14:17

Sehr geehrter Herr Dr. Acula,
Normalerweise schreibe ich keine Kommentare, obgleich ich die Artikel samt Kommentare gerne lese und verfolge. Für Sie mache ich eine Ausnahme. Ich würde mich mitnichten als Experte in Sachen Fußball bezeichnen, und doch rollen sich meine Zehennägel sinnbildlich regelmäßig aus den verschiedensten Gründen auf, wenn ich wieder einen Ihrer Kommentare lese. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich der einzige bin der so denkt, glaube aber, das sie weitestgehend toleriert werden. Nur einmal muss es Ihnen ja gesagt werden.

Antworten

HW 10. Juni 2015 um 14:24

Ich verstehe das Argument im ersten Satz nicht.
Und wer muss emanzipiert sein? Die Zuschauer (geschlechtsunabhängig), die Spielerinnen, die Männer?
Ich bin mir nicht sicher ob du verstehst was Emanzipation bedeutet.

Hast du das Champions League Finale der Männer gesehen? Das 1:0 für Barca war doch ein Stellungsfehler mit riesigem Loch in der Abwehr. Aber wir sollten nicht über einzelne Szenen sprechen. Natürlich gibt es ein Leistungsgefälle in Frauenfußball. Aber das gibt es auch im Männerbasketball oder im Schwimmen. Die BBL will ich mit der NBA nicht vergleichen usw. usf.

Wie Männer in der C-Jugend spielen will ich nicht beurteilen. Das hängt wohl stark von den ab. Ich hab schon genug schlechten (oder ‚rudimentären‘) Fußball bei den Herren gesehen. Sei es auf Kreis-/Bezirksliganiveau oder in der letzten Bundesligarelegation. Man muss Qualität auch differenziert betrachten. Fehlpassorgien kommen auf jedem Niveau vor.

„dazu gehört einfach eine spur “aggressivität” und “ehrgeiz-denken”, was frauen im normalfall abgeht.“

Das ist doch total falsch. Hast du mal Serena Williams auf dem Tennisplatz gesehen? Die soll keinen Ehrgeiz und keine Aggressivität haben? Da gibt es unzählige Beispiele im Sport und außerhalb. Wer glaubt Frauen seien nicht zielstrebig, hätten kein Durchhaltevermögen oder keinen Ehrgeiz, der muss den falschen Frauen begegnet sein oder der beschäftigt sich nicht mit den Frauen in seiner Umgebung. Bei Männern und Frauen gibt es diese und jene Charaktere.

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nrg 10. Juni 2015 um 15:27

Gute Antwort. Stimme 100% zu.

Und der Frauenfussball hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt.

Antworten

HW 10. Juni 2015 um 14:35

Wenn Frauen im Fußball nichts zu suchen haben, wie definierst du wer etwas im Fußball zu suchen hat? Wer darf nach deiner Meinung spielen?

Antworten

m1schmitt 10. Juni 2015 um 15:39

bin sehr beeindruckt wie sachlich die argumente von dr acula widerlegt wurden.
Das mit dem Charakter der Frauen fand ich am meisten daneben. Keinen Ehrgeiz und Aggressivität.

Antworten

m1schmitt 10. Juni 2015 um 15:42

Was soll dann die nächste Aussage sein. Frauen sind eigentlich garnicht wirklich Menschen oder andere Menschen ?

Die beiden Aussagen sollen unter die Aussage von Dr. Acula .

Ps: ich finds sinnvoll, dass man hier seine Aussagen nicht bearbeiten kann und somit nicht zurücknehmen kann.

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CE 10. Juni 2015 um 15:50

Wurde an die richtige Stelle verschoben.

Koom 12. Juni 2015 um 10:42

Du wirst nicht gezwungen, es zu schauen.

Ich verachte auch schon seit Jahren „Deutschland sucht den Superstar“, Big Brother, Mehmet Scholl, Ingolf Lück, Lindenstraße – und trotzdem ist das alles im TV zu sehen. Aber ich kann weg- und umschalten und gut ists.

Tipp: Promote what you love instead of bashing what you hate. Beschäftige dich mit Dingen, die dir Spaß und Freude machen, nicht mit Dingen, die dich ärgern.

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Sharpe 12. Juni 2015 um 15:44

ich schaue auch sehr selten Frauenfußball, weil mir das Niveau nicht gefällt. Aber natürlich dürfen/sollen auch Frauen Fußball spielen und tolerant damit umzugehen halte ich für selbstverständlich.
Trotz allem kann ich mich ab und an nicht zurückhalten, wenn über Frauen-Fußball diskutiert wird. Denn das Niveau wird einfach vom Großteil der Zuseher falsch eingeschätzt. Das soll keine Kritik sein, mir geht’s nur um die realistische Betrachtung. Und die ist nun mal so, dass selbst die NM keine Chance gg die 14-16 jährigen des VFB haben. Und wenn die NM bei der WM 10:0 gewinnt, kann sich jeder ausrechnen, wie hoch das Niveau beim Gegner ist. Ändert natürlich nix daran, dass es sich jeder, der Lust dazu hat, ansehen soll. Ich hab da ne grundsätzliche Meinung wie Koom, Big Brother, DSDS ist nix für mich und Frauenfußball eben auch nicht.

Antworten

HW 12. Juni 2015 um 20:56

Ist auch okay wenn das nichts für dich ist. Nur kann man (oder SV) ein Spiel jeder Niveauklasse analysieren. Egal ob Frauenfußball, Champions League, Abstiegskampf, C-Jugend oder Kreisliga. Und man kann in jeder Liga gute/schlechte oder interessante/uninteressante Spiele sehen. Doch greift man deswegen doch nicht regelmäßig in die Schublade: Frauenfußball ist schlecht usw.

SuperMario33 13. Juni 2015 um 07:57

„Und wenn die NM bei der WM 10:0 gewinnt, kann sich jeder ausrechnen, wie hoch das Niveau beim Gegner ist.“ GER – BRA 7:1, kein Vorrundenspiel, sondern Halbfinale WM… der Männer.

HW 13. Juni 2015 um 08:40

Wie oft hat Bayern in den letzten Jahren deutlich gewonnen? Gegen Rom, gegen Bremen…

Guergen 14. Juni 2015 um 09:48

Wenn man ehrlich ist, dann hast du auf dieser Seite nichts zu suchen. Dazu gehört einfach eine Spur „Intelligenz“ oder „Niveau“, was dir einfach abgeht.

Ich habe noch eine Frage: Wo genau kann man deine „sachlichen“ Einwände gegen Frauenfußball nachlesen? Auf dieser Seite habe ich nur dämliches Blöken deinerseits gelesen, über einen Link zu der „sachlichen“ Darstellung würde ich mich freuen.

PS: Du wirst hier nicht als Sexist oder Chauvinist abgestempelt. Das schaffst du ganz allein.

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