Bolzend und pressend zur Meisterschaft

ingolstadt2:1RB_Leipzig_2014

Mit einem 2:1-Sieg gegen RB Leipzig errang der FC Ingolstadt die Zweitligameisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg. Achim Beierlorzers Team hielt dabei vor allem in der ersten Halbzeit sehr gut dagegen und zeigte seine Stärken im Pressingduell mit Ingolstadt.

Grundformationen zu Beginn der Partie

Grundformationen zu Beginn der Partie

Grundformationen

Im Vergleich zur blamablen 0:4-Heimniederlage gegen den SV Sandhausen nahm der Leipziger Trainer einige Änderungen vor. Georg Teigl lief als Rechtsverteidiger auf, wodurch Diego Demme ins zentrale Mittelfeld verschoben wurde. Rani Khedira ersetzte zudem Joshua Kimmich, während Tim Sebastian in der Innenverteidigung statt Lukas Klostermann spielte. Khedira und Demme bildeten eine Doppelsechs. Folglich war bei RBL in dieser Partie keine Grundformation mit Mittelfeldraute oder ähnlichem zu sehen, wie es in dieser Saison eigentlich die Regel war. Die Sachsen traten dafür in einer 4-2-3-1-Grundstaffelung an.

Bei den Hausherren hielten sich die Wechsel in der Startelf derweil in Grenzen. Tobias Levels rückte von der rechten Seite auf die rechte Innenverteidigerposition. Roger durfte deshalb wieder als zentraler Sechser auflaufen, während Robert Bauer von dieser Position auf die halblinke Achterposition verschoben wurde. Konstantin Engel besetzte die vakante Stelle hinten rechts.

Ingolstadt wie immer

Die Oberbayern starteten mit dem bereits bekannten Rechtsfokus in der Offensive. Interessanterweise besetzte Stefan Lex in der Anfangsphase zunächst hin und wieder die zentrale Position. Lukas Hinterseer hielt sich innerhalb der Dreiersturmreihe manchmal weiter rechts auf oder schob einfach auf auf die Seite mit, da bei Ingolstadt wieder ein Rechtsfokus in der Offensive zu erkennen war. Dadurch sollte der 1,92 Meter große Angreifer seine Kompetenz und Präsenz in Luftzweikämpfen einbringen. Denn Ingolstadt setzte wie gewohnt auf lange Bälle über den tief stehenden Pascal Groß oder aus der Abwehrreihe heraus.

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Langer Ball von Özcan aus der eigenen Hälfte. Die drei Ingolstädter Angreifer schoben auf die Ballseite, waren aber in der ersten Halbzeit auf sich gestellt. Leckies Kopfball erreichte in dieser Szene nicht Nebenmann Hinterseer.

Die Aufteilung im Mittelfeld hinterließ derweil die Frage, inwieweit die Hausherren Verbindungen nach vorn und Präsenz im Gegenpressing herstellen wollten. Denn Bauer spielte auf der eigentlich meist von Alfredo Morales besetzten linken Achterposition. Diese ist in der Regel etwas nach vorn geschoben, um den Zehnerraum zu attackieren und Erfolgsaussichten beim Kampf um zweite Bälle, die aus der gegnerischen Abwehrreihe nach vorn prallen, zu erhöhen. Bauer, der vom Spielertyp her eher ein ballerobernder Sechser ist, hielt sich sichtlich zurück und zeigte keine Läufe in die Spitze. Groß war seinerseits häufig herausgekippt und stand sehr breit auf der rechten Seite oder er zog zwischen den Innenverteidigern das Spiel aus der Tiefe auf.

Ingolstadt gewann über Bauer und Roger einige Bälle in der zweiten Linie und fing auch mehrfach Leipziger Zuspiele in Richtung der RBL-Angreifer ab, aber es klaffte ein größeres Loch zwischen der Sturmreihe und den Akteuren dahinter.

Gegen Leipzigs Spieleröffnung benutzte Ingolstadt zumeist ein verengtes 4-3-3 (4-1-2-3), wobei jeweils Bogenläufe auf die gegnerischen Innenverteidiger zur Attacke benutzt wurden. In der Regel standen die situativen Flügelstürmer bereits in der Ausgangsposition eng, schoben ballfern noch weiter nach innen oder liefen selbst den ballführenden Leipziger an. Bauer und Groß standen dahinter in exponierter Stellung im Vergleich zu Roger, der beide Achter als Abfangjäger vor der eigenen Abwehr absicherte.

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Lex war zunächst in Keilposition zwischen beiden Innenverteidigern und lief dann im Bogen Compper von innen an. Hinterseer bewachte derweil den offensichtlichen Passweg zu Jung. Leipzig konnte sich hier durch eine kurze zum Ball hin gerichtete Bewegung von Demme befreien, der anschließend direkt auf den vorrückenden Teigl weiterleitete und so den Angriff der Gäste eröffnete.

Im Spielaufbau passten die beiden Innenverteidiger, die meist leicht versetzt über die Breite des Spielfeldes standen, den Ball (mehrfach) quer, um die langen Schläge vorzubereiten. Oder aber Groß kippte über halbrechts nach hinten und fiel somit zwischen die beiden zentralen Verteidiger. Auch Roger bewegte sich einige Mal nach hinten, um aus dem Deckungsschatten der Leipziger Angriffspressingwelle zu gelangen.

Problematisch blieb während der ersten Halbzeit die fehlende Verbindung zwischen Bauer und Groß in der Offensive, da beide sehr weit auseinander standen, was man beispielsweise bei Bauers Verlagerung auf Groß über zwei Drittel des Feldes in der 35. Minute beobachten konnte. Hasenhüttl reagierte in der 38. Minute und brachte mit Morales die attackierende Variante auf der linken Achterposition für Bauer. Zu diesem Zeitpunkt war Ingolstadt bereits mehr als eine halbe Stunde in Rückstand.

Leipzig trifft und sucht Kompaktheit

Denn schon in der vierten Minute gingen die Gäste in Führung. In dieser Szene spielte Omer Damari zunächst in einer schnellen Angriffssituation Yussuf Poulsen auf der linken Seite an. Die Ingolstädter rückten daraufhin kollektiv sehr stark zurück, sodass Forsberg im Rückraum Platz bekam und einen Schnittstellenpass auf den nach innen gerückten Poulsen anbringen konnte. Der Däne legte noch quer auf Dominik Kaiser, der frei vorm Tor einschob.

Die Leipziger pressten zu Beginn nicht direkt ganz vorn, sondern versuchten mit den vordersten vier (oder fünf) Spielern die kurzen Anspielstationen abzudecken und konzentrierten sich gleichzeitig auf die Verteidigung der langen Bälle. Dort kam gerade die Kopfballstärke der Innenverteidiger Tim Sebastian und Marvin Compper zum Tragen.

Normalerweise stand RBL auch gegen den Ball in einem 4-2-3-1, wobei Demme und Khedira abwechselnd nach vorn schoben und so zumindest situativ 4-1-4-1-Defensivformationen schufen. Auffällig war zudem die verengte Staffelung der vorderen Pressingspieler. Die beiden Flügelstürmer Forsberg und Poulsen setzten gezielt Bogenläufe ein. Oder Leipzig setzte auf lokale Kompaktheiten, indem beispielsweise drei Spieler die offensiven Passwege für den Ballführenden abschnürten. Insgesamt wurde gut mit Deckungsschatten und ballnahen sowie ballfernen Verschiebe- und Balanceabläufen gearbeitet. Gegen Ingolstadts Schlüsselspieler Groß verteidigten die Gäste meistens über eine klare Zuordnung von Khedira/Demme oder sogar über ein aggressives Herausrücken von Seiten Comppers.

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Groß kippte hin und wieder zwischen die Innenverteidiger, indem er sich von halbrechts nach hinten bewegte. In dieser Szene spielte er einen kurzen Doppelpass mit Levels. Demme rückte aus dem Mittelfeld nach vorn und reagierte auf die neue Situation, indem er Levels bewachte. Damari schob auf den Ballführenden heraus und erzwang den schnellen Pass auf Hübner, der anschließend nur die Linie entlang spielen konnte und dies auch tat.

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Forsberg, Kaiser und Damari verdichteten hier sehr gut und stellten für Hübner die kurzen Passoptionen zu. Poulsen hielt sich ballfern etwas zurück und entblößte so nicht den ballfernen Halbraum. Hübner musste abdrehen und auf Roger zurückspielen. Anschließend erhielt Hübner den Ball wieder und spielte einen Fehlpass, nachdem RBL die Verdichtung leicht auflöste, aber immer noch im Halbraum Zugriff erhielt.

Sofern Leipzigs erste Linie doch schnell überspielt wurde oder aber die Ingolstädter über Gegenpressing in offensive Umschaltangriffe gelangten, so setzte RBL mehrfach taktische Foulspiele ein, um die Vorstöße sofort zu unterbinden. Insgesamt verbuchten die Leipziger 17 Fouls in der ersten Hälfte.

In der Offensive kamen vor allem die individuellen Stärken der RB-Akteure und deren Durchschlagskraft ins Spiel. Mehrfach wurde Poulsen an der Außenbahn angespielt, woraufhin sich der Däne in eher isolierte Dribblings begab und dabei wie gewohnt sehr torfokussiert vorging, folglich den direkten Durchbruch suchte. Damari als zentrale Sturmspitze ist keineswegs ein klassischer Wandspieler im Zentrum, sondern eher ein ballverteilender Neuner, der ebenso kleinteiligere Kombinationen initiieren oder nach kurzen Rückfallbewegungen Lochpässe zu den ihn überlaufenden Mitspielern anbringen kann. Auf der rechten Seite gab es derweil stetige Positionswechsel zwischen Kaiser und Forsberg. Letzterer tauchte vermehrt halbrechts auf und war somit eine erste kurze Anspielstation für RB-Kapitän Kaiser, wenn dieser an der Seitenauslinie das Spielgerät erhielt.

Insgesamt war das spielerische Niveau der Partie nicht sonderlich hoch. Durch die hohe Intensität im Pressing auf beiden Seiten und das fortwährende Einsetzen langer Bälle entstanden viele Zweikämpfe, während effektive Kurzpass-Aufbaustrukturen fehlten.

Kurz vor der Halbzeitpause foulte Anthony Jung seinen Gegenspieler Lex im Strafraum. Den Ausgleich per Strafstoß besorgte Mathew Leckie. Nach 45 Minuten verbuchte Ingolstadt statistisch gesehen eine leichte Überlegenheit mit 54 Prozent Ballbesitz und zwei Torschüssen, bei lediglich einem RBL-Versuch.

Zweite Halbzeit

Beierlorzer wechselte zur Pause den bereits verwarnten Jung aus und brachte mit Sebastian Heidinger einen geradlinigen Außenverteidiger, der aber innerhalb der zweiten 45 Minuten vor allem defensiv gebunden war. In der Anfangsphase der zweiten Hälfte agierte Poulsen zunächst zentral hinter Damari, während Forsberg nach links auswich.

Der Spielaufbau der Gäste blieb derweil meist auf lange Bälle beschränkt. Khedira diente als kurze Prallstation, um beispielsweise den Zugriff des zentralen Ingolstädter Pressingspielers zu unterbinden. Final erfolgte dann aber meist der Schlag von Compper. Doch zunehmend bekamen die Leipziger Probleme ins letzte Drittel zu gelangen. Ingolstadt presste mit einigen Heraus- und Einrückbewegungen der Flügelstürmer recht aggressiv auf die letzten Spieler der Gäste. Die Schläge nach vorn wurden so eher unpräzise und konnten einfacher abgefangen werden.

Mit zunehmender Spielzeit zog sich der FCI in der ersten Pressingphase sofort stärker zurück und setzte vermehrt auf tieferes Mittelfeldpressing im 4-1-4-1. Hierbei änderten sich auch die Mechanismen im Herausrücken. Beide Flügelstürmer standen tiefer und mannorientiert gegen die frühzeitig aufschiebenden Außenverteidiger der Gäste. Währenddessen schoben Groß und Morales vereinzelt nach vorn oder sie sicherten die Passwege in den eigenen Sechserraum ab. Die herausrückenden Bewegungen der beiden Achter waren vor allem dienlich, wenn sie den Leipziger Spielaufbau direkt nach außen lenken wollten und anschließend direkte Zweikämpfe über Lex und Leckie sowie den beiden eigenen Außenverteidigern suchten.

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Leipzig hatte Probleme das tiefere Pressing der Ingolstädter durch die zentralen Räume zu überspielen. Beide FCI-Flügelstürmer agierten zuweilen tiefer als die beiden Achter und orientierten sich an Teigl sowie Heidinger.

In der 74. Minute wechselte Hasenhüttl den lange verletzten Almog Cohen für Groß ein. Mit Cohen übernahm ein klar defensiv ausgerichteter Spieler, der vor allem Balleroberungskompetenzen vorzuweisen hat, die rechte Achterposition.

Zwei Minuten später erzielte Ingolstadt den Siegtreffer. Rechtsverteidiger Engel erreichte mit einem langen Diagonalball Morales, der halbrechts hinter die Viererkette der Leipziger gelaufen war. Der US-Amerikaner legte per Hacke auf Lex ab, dessen Schuss durch die Hände von Benjamin Bellot rutschte.

Bereits in der 61. Minute hatte Beierlorzer auf Seiten der Leipziger den agilen Dribbler Yordy Reyna für Damari gebracht. Zunächst blieb Reyna sogar im Zentrum und nutzte seine Stärken in den verdichteten Räumen zwischen gegnerischer Innenverteidigung und Mittelfeld. In der Schlussphase wich der 21-jährige Peruaner aber zunehmend nach rechts aus, um dort in Eins-gegen-Eins-Situationen zu gelangen. Dafür rutschte Forsberg ins Zentrum und fungierte als Ablagenspieler für die aufrückenden Offensivkräfte. Schlussendlich waren aber Leipzigs Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt.

Fazit

Die Partie war kein Genuss für Liebhaber des Kurzpassspiels und der geduldigen Raumeroberung aus dem Spielaufbau heraus. Vielmehr griffen beide Teams zu zahlreichen langen Schlägen, sodass die Angreifer selten in eine offene Stellung zum gegnerischen Tor gelangten, sondern meistens entweder die Abpraller selbst spielten oder im Kampf um die zweiten Bälle verwickelt waren. Leipzigs Angriffsbemühungen sahen in der ersten Halbzeit noch vielversprechend aus, wenn sie die erste Pressinglinie der Hausherren überspielt hatten, da Poulsen und Co. im Dribbling und mit ihrer Ballsicherheit im letzten Drittel stets gefährlich wirken. Zur Halbzeitpause und mit dem späten Ausgleich im Rücken fand Hasenhüttl jedoch die richtigen Anpassungen im Pressing. Die Mischung aus aggressivem, oftmals mannorientiertem, Anlaufen und dem Zurückziehen ins 4-1-4-1 mit tiefen Flügelstürmern konnte RBL nicht beikommen, sodass sie in der zweiten Halbzeit ohne Schuss aufs Tor von Ramazan Özcan blieben.

Flugschanze 27. Mai 2015 um 23:20

Hey Leute,

vielen Dank für die Begleitung des FCI. Ein krönender Abschluss wäre dann irgendwann noch eine Saison-Prognose, ein Weiterdreh für die Bundesliga.
Anscheinend verlässt Roger ja den Klub. Finde ich sehr sehr ärgerlich, denn er war ein absoluter Schlüsselspieler!

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PG 27. Mai 2015 um 23:55

Und Pascal Groß wird mit Gladbach in Verbindung gebracht, der Taktgeber der Schanzer schlechthin… Hoffentlich bleibt er in der Donaustadt, da ist er (mit Capitano Matip) ein absoluter Führungs- und Schlüsselspieler.

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CE 28. Mai 2015 um 07:30

Eine Prognose (mit Fantasy Manager…) für die Bundesliga ist schon in Arbeit.

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Fat spanish waiter 28. Mai 2015 um 08:13

zunächst: Danke dass ihre diese Saison einiges (viel) über die 2.Liga gemacht habt. Auf die Prognose bin ich gespannt, überhaupt: wie seht ihr das spielerische Potential der 2.Liga (bzw. der Spitzenteams) im Vergleich zur 1.ten?
Für mich sieht es ein bißchen so aus, dass mit Kaiserslautern das spielstärkste Team auf der Strecke geblieben ist. Auch wenn es eine der zahlreichen „macht doch mal was über xy“ Anregungen ist: welche Chancen gebt ihr (CE/TR) Darmstadt mit dieser Spielweise (lange Bälle, Physis, Standards, schnelles Flügelspiel nach hohen Ballgewinnen) in der 1.Liga?

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CE 28. Mai 2015 um 10:28

Also ich sehe den Abstand von der 1. zur 2. Bundesliga viel größer als den Abstand zwischen 2. und 3. Spielklasse. Kaiserslautern, mit Abstrichen auch Braunschweig, sind sicherlich die Teams, die am ehesten noch mit Stärke im Spielaufbau und Kombinationen überzeugen konnten. Ingolstadt rechne ich persönlich etwas bessere Chancen als Darmstadt aus, wobei wir natürlich alle noch nicht wissen, was auf dem Transfermarkt passiert und wie sich die Kader bis zum Saisonstart beziehungsweise Ende August entwickeln. Aber Darmstadt hat nicht unbedingt die finanziellen Mittel, um großartig nachzubessern. Es könnte für beide Mannschaften wie für Paderborn in dieser Saison laufen. Kleinere Anpassungen, ein paar unorthodoxe Synergien/Effekte führen womöglich zu einer guten Hinrunde. Dann stellen sich die Bundesligisten besser darauf ein und es geht bergab. Was aber für Darmstadt und Ingolstadt spricht, ist der Fakt, dass einige Bundesligisten auch lange Bälle sowie Flügelangriffe bevorzugen und diesen Physisfokus haben. Im Endeffekt hatte Paderborn noch bis zum letzten Spieltag die Chance auf den Nichtabstieg und am 33. Spieltag sogar die Partie auf Schalke für längere Zeit dominiert. Und ob Köln den nächsten Schritt macht respektive die Stabilität erhalten kann, beim HSV der 48. Umbruch dann wirklich mal stattfindet oder die Hertha sich in der Angriffsausführung verbessert, steht im Moment noch in den Sternen.

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FAB 28. Mai 2015 um 13:27

Der Vergleich Spitzenmannschaften 2. Bundesliga und Abstiegskandidaten 1. Bundesliga wird wohl erst übernächste Saison spannender. Ingolstadt und Darmstadt haben realistisch betrachtet keine Chance mehr als nur ein paar Überaschungseffekte zu erzielen. Beim HSV tippe ich auf den eine Labbadia (Jojo) Effekt, also erst einstelliger Tabellenplatz, dann in 16/17 doch wieder Abstiegskampf. Dann wären v.a. Köln und vielleicht eine „Überraschung“ wie Eintracht und wieder Hannover und Hertha im Abstiegskampf.
Übernächste Saison wird das spannender: Freiburg (Wiederaufstieg), Leipzig und Klautern (dann sicherlich nochmal verbessert) traue ich in 16/17 auf jeden Fall zu, in der 1. Bundesliga mitzuhalten.

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studdi 28. Mai 2015 um 14:07

Naja also Ingolstadt und Darmstadt werden sicherlich gegen den Abstieg kämpfen. Aber ganz abschreiben würde ich sie nicht. Paderborn hätte diese Saison durchaus auch in der 1. Liga bleiben können (Sieg auf Schalke und vl ein anderer Gegner als Stuttgart am letzten Spieltag). Fakt ist das der Unterschied zwischen 1. und 2. Liga doch sehr hoch ist aber wenn man es 1-2 Jahre schafft drin zu bleiben hat man auch realistische Chancen sich immer langsam Hochzuarbeiten. Zum Glück gibt es ja immer Mannschaften die aus ihren (finanziellen) Möglichkeiten nicht das Optimale herausholen sonst wäre die Bundesliga sicherlich etwas langweiliger und die Aufsteiger gingen immer wieder direkt runter.
Augsburg war auch schon die ersten 2 Jahre der sichere Absteiger und hat es jetzt geschafft sich zu etablieren.


marcanton 19. Mai 2015 um 09:09

könnt ihr vielleicht auch was zu Darmstadt machen? Wie sie evtl. das schaffen, was eigentlich RB schaffen wollte, aber mit viel mehr Mitteln nicht geschafft hat?

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CE 19. Mai 2015 um 18:04

Darmstadt und Leipzig unterscheiden sich vom spielerisch-taktischen Ansatz her schon recht deutlich in meinen Augen.

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marcanton 19. Mai 2015 um 18:12

na, deshalb wäre ein Beitrag zu Darmstadt ja interessant 🙂

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Oswald Cobblepot 19. Mai 2015 um 07:29

Eurem ersten Satz aus dem Fazit kann ich nur zustimmen:
„Die Partie war kein Genuss für Liebhaber des Kurzpassspiels und der geduldigen Raumeroberung aus dem Spielaufbau heraus.“
Allerdings muss ich sagen, dass fast alle Zweitligamannschaften den Ball einfach nach vorne schlagen, was ich persönlich sehr unansehnlich finde.

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studdi 18. Mai 2015 um 16:24

Glückwunsch an Ingolstadt! Sie waren einfach die konstanteste Mannschaft diese Zweitliga Saison.
Was haltet ihr von der Saison von RBL? Anhand der Investitionen und Einzelspielern hat man sich ja doch etwas mehr Erwartet. Lag es an der Taktik? Ist dieses reine Umschaltspiel und Pressen nicht erfolgskonstant genug? Oder wurde es auch schlichtweg zu schlecht ausgeführt oder waren die Erwartungen einfach zu hoch?

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CE 18. Mai 2015 um 17:58

Der Kader war doch eine Mischung aus dem Pool an Spielern, mit denen RB in der letzten Saison den Aufstieg bewerkstelligte, und dazugekauften Akteuren. Vor allem in der Offensive gab es die großen Investitionen, wobei hier Philosophie und Einkaufspolitik etwas auseinanderklafften. Die Enttäuschung über Reynas, Forsbergs und Damaris Leistungen seit dem Winter hängen vielleicht wenigstens zu einem gewissen Grad mit dem Spielsystem zusammen, wo man als spielerischer Angreifer weniger glänzen kann als beispielsweise Poulsen. Beim Spielsystem wird/sollte es kleinere Anpassungen geben, damit man die kommende Saison erfolgreicher gestaltet. Außerdem gab es in zig Partien Patzer in der Verteidigung, was natürlich nicht zuträglich war. Erfolg in der 2. Bundesliga ist mit dem Konzept schon möglich – vollkommen anders spielt gerade Ingolstadt auch nicht.

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