Die Königlichen verbeugen sich vor Simeone

Atlético gewinnt im Derby mit einem herausragenden 4:0 gegen Ancelottis nur auf dem Papier galaktische Elf.

Real vs Atletico - Grundformationen

Grundformationen

Real im asymmetrischen 4-4-2/4-3(-0)-3

Normalerweise agieren die Madrilenen gegen den Ball in einem 4-4-2haften System, welches erst bei eigenem Ballbesitz zu einem 4-3-3 wird.

In diesem Spiel spielten sie aber durch eine zusätzlich zockende Rolle Bales mit einem noch asymmetrischeren 4-4-2/4-3-3 gegen den Ball, in welchem Kroos auf der Sechs oftmals auch tiefer agierte als Isco und Khedira auf den Halbpositionen. Teilweise gab es aber auch saubere 4-3-3-Staffelungen, wo die drei Akteure in den drei Mannschaftsteilen auf je einer Linie agierten oder eben das übliche 4-4-2 mit Bale auf dem rechten Flügel. Letzteres war aber viel seltener, als üblich und 4-3-3-artige Staffelungen gab es durchaus häufig.

Prinzipiell war diese Idee auf dem Papier eigentlich ganz interessant. Atlético besetzt in ihrem 4-4-2 bei eigenem Ballbesitz gerne die Halbräume, spielt mit vielen engen Kombinationen in diesen Räumen und Verlagerungen von Halbraum zu Halbraum. Mit dem asymmetrischen 4-4-2/4-3-3 besetzt man diese Räume mit den zwei Halbspielern, zwingt die Rojiblanco auf die Flügel und versucht dort dann die Bälle zu erobern. Gelingt dies, gibt es sofort die Möglichkeit über einen Vertikalpass Bale oder Cristiano einzubinden, die dann mit den zwei anderen verbliebenen Stürmern enorm schnell kontern können. Beim 4-4-2 wiederum stehen sie in der üblichen Breitenstaffelung, wobei sie hier sehr ballorientiert verschieben und insbesondere die horizontale Kompaktheit enorm ist.

So weit, so gut. In der Praxis funktionierte das allerdings nicht allzu effektiv; Atlético baute stabil auf, befreite sich schnell aus den Flügelräumen mit guten Überladungen und Rückpässen, wodurch Real in der Anfangsphase nur wenige Balleroberungen hatte. Die wenigen Konterversuche gingen im Gegenpressing unter oder scheiterten an Ballverlusten im direkten Zweikampf beim Konter selbst.

Desweiteren ist Atlético auch sehr gut beim Flanken und den dazugehörigen, guten Staffelungen im Zentrum sowie beim Erzwingen von Ecken, wenn sie auf dem Flügel festgepinnt werden. Beide Ecken Atléticos kamen in diesen Situationen und in den ersten zwanzig Minuten; nach der Führung hatten sie keine einzige mehr.

Anstatt Atléticos Hauptstärke also zu isolieren, provozierten die Königlichen schlicht eine effektivere Nutzung der Flügelräume. Das geschah bei den Rojiblanco auch durch ausweichende Läufe der Mittelstürmer und eine gute Einbindung der Außenverteidiger sowie viele schnelle Kombinationen.

Besonders stark war bei Atlético allerdings, wie sie die Schnittstellen zwischen Innen- und Außenverteidiger bei Real öffneten und bespielten, um in gefährliche, strafraumnahe Zonen für ihre Hereingaben zu kommen. Passend dazu folgten von nahe der Grundlinie und der Strafraumkante zahlreiche Diagonalpässe in den Rückraum, der von Real wegen der sehr flachen Formation mit den hoch bleibenden Offensivspielern nahe am Strafraum nicht besetzt wurde. Immer wieder gab es da Möglichkeiten für gute, unbedrängte Abschlüsse; unter anderem beim 1:0 von Tiago.

Isco spielt sehr zurückfallend, kippt hier nach hinten ab und man sieht bei Real ein 4-3-3 bei eigenem Ballbesitz.

Isco spielt sehr zurückfallend, kippt hier nach hinten ab und man sieht bei Real ein 4-3-3 bei eigenem Ballbesitz. Auch gut zu sehen: Atlético im 4-4-2, Griezmann läuft die Innenverteidigung an.

Offensiv hatte Reals System ebenfalls Probleme, obwohl sie das System auch sonst ähnlich interpretieren. Gegen Atlético funktioniert das aber schlichtweg nicht.

Atléticos 4-4-2 zeigt die Schwächen von Reals Spielertypen

Unter Diego Simeone sind die Rojiblanco in Topform vermutlich die in der Arbeit gegen den Ball stabilste Mannschaft Europas. Vertikale und horizontale Kompaktheit, ballorientiertes Verschieben, die gruppentaktischen Abläufe im Vorbereiten und Herstellen von unterschiedlichen Pressingsituationen, das Kettenspiel und die leitenden Elemente in ihrer Formation machen sie zu einer der schwierigsten Gegner in der Fußballgeschichte.

Gegen Real Madrid brachte dies in dieser Partie wegen der Spielertypen Reals in deren 4-3-3 bei Ballbesitz noch eine zusätzliche Wirkung. Cristiano Ronaldo und Gareth Bale sind herausragende Akteure in puncto Durchschlagskraft, aber schwach in komplexen Engräumen und in der Ballbehauptung unter schnellem Druck von mehreren Spielern. Bale ist hierbei zwar nicht ganz so anfällig, allerdings auch insgesamt weniger durchschlagskräftig und tororientiert in seinen Bewegungen.

Bei Khedira verhält es sich ähnlich, während Isco immer wieder durch die Kompaktheit Atléticos in seinen ansonsten sehr starken und intelligenten Dribblings nach hinten gedrückt wurde. Durch Iscos tiefe Rolle im Aufbauspiel ging Real ein potenziell wichtiger Nadelspieler verloren; das war aber durchaus verständlich, da Ancelotti schlichtweg verhindern wollte, dass man bereits in der ersten und zweiten Aufbaulinie anfällig für Ballverluste wurde. Auch Kroos konnte unter dem Druck durch das flexible Herausrücken der Sechser und das Rückwärtspressing der Mittelstürmer kaum aufbauen.

Nach der Führung spielte Atlético außerdem im 4-4-2-0, blieben aber mit dem Kollektiv relativ hoch. Dadurch übten sie noch mehr Druck auf die höheren Akteure und noch mehr Präsenz im Sechserraum aus, obgleich sie natürlich Reals Innenverteidigern mehr Zeit und Raum im Aufbauspiel ließen.

Das 4-4-2-0 von Atlético. Die Stürmer stehen nun sehr tief. Diese Szene ist allerdings etwas extrem.

Das 4-4-2-0 von Atlético. Die Stürmer stehen nun sehr tief. Diese Szene ist allerdings etwas extrem.

Die erzwungenen Flügelkombinationen Reals gingen unter, trotz der vielen unterstützenden Läufe der Achter, dem Aufrücken der Außenverteidiger und natürlich den Positionswechseln in der Sturmreihe. Deswegen stellte Ancelotti um.

Real passt an

Mit fortschreitender Spieldauer gab es einige Anpassungen bei Real, die Atléticos Defensivstruktur besser bespielen sollten. Benzema agierte zum Beispiel viel tiefer, fiel teilweise bis in den Sechserraum zurück und beteiligte sich am Aufbauspiel. Damit versuchte man Isco und Khedira nach vorne zu schieben, ohne an Präsenz und Pressingresistenz am Sechserraum zu verlieren. Auch die erhöhte Dynamik sollte mehr Raum öffnen und Anspielstationen generieren.

Benzemas weites Zurückfallen in eigenem Ballbesitz ist hier gut zu sehen.

Benzemas weites Zurückfallen in eigenem Ballbesitz ist hier gut zu sehen. Cristiano besetzt die Mitte vorne, Kroos den Sechserraum.

Eine weitere Anpassung war, dass die beiden Außenstürmer sich häufiger auf den Seiten zurückfallen ließen, um sich für Pässe von den Innenverteidigern zu holen. Die Außenverteidiger schoben darum oft weit nach vorne oder rückten in die Mitte ein. Damit wollte man Passwege auf Bale und Cristiano öffnen. Desweiteren vorderliefen sie die beiden Superstars häufiger.

Diese Spielweise wurde allerdings bald wieder ad acta gelegt. Khedira besetzte später durchgehend die hohen Zonen, Isco fiel abermals zurück und es gab wieder eine orthodoxere Spielweise. In der Schlussphase wurden auch klare 4-4-2-Staffelungen erzeugt. Ancelotti brachte Illarramendi, Jesé und Chicharito für Isco, Khedira und Benzema, damit man in der Schlussphase massiver die gesamte Breite im letzten Drittel besetzte. Effekt? Keiner. Dafür war Atlético einfach zu gut.

Ein 4-4-2 für die Schlussphase mit nettem Loch im Zehnerraum bei Real.

Ein 4-4-2 für die Schlussphase mit nettem Loch im Zehnerraum bei Real.

Fazit

17 zu 4 Schüsse. 8 zu 1 aufs Tor. 4 zu 0 Tore. Das sind Statistiken, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss. Atlético Madrid hat die Königlichen nicht nur bezwungen, sie taten es auf eine unglaublich souveräne Art und Weise mit herausragender Erfüllung ihrer Defensivaufgaben und starkem Konterspiel.

Das Spiel zeigte allerdings auch, wie anfällig Real Madrids Struktur sein kann, wenn Pepé/Ramos, Luka Modric und Marcelo fehlen. Die letzteren beiden spielen eine oftmals unterschätzte, aber enorm wichtige Rolle im Spielaufbau Reals, insbesondere gegen kompakte und stark ballorientiert verschiebende Gegner. Gegen Atlético Madrid spielte man auch gegen das Nonplusultra diesbezüglich.

Real Madrid has played 37 official matches this season, they have scored in 34. All except the 3 games at the Calderon.

Peda 9. Februar 2015 um 16:29

Ich ziehe kurz den Hut vor Atlético… und habe dann eine allgemeine Frage:

Ihr beschreibt eine Defensivformation desöfteren mit ein 0 in der Sturmreihe, hier zum Beispiel das 4-4-2-0 Atléticos.
Heißt das schlicht und einfach, dass die erste Aufbaulinie des Gegners frei bleibt, oder sind darin noch andere Informationen versteckt?

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RM 9. Februar 2015 um 19:54

Es soll eigentlich nur zum Ausdruck bringen, dass sich die oberste Linie der einen Mannschaft so positioniert, dass sie sich eher an der zweiten Linie des Gegners orientiert, genau. =)

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SGIAI22 8. Februar 2015 um 15:16

Wenn ich sehe, wie gut sich Mandzukic bei Atletico einbringt und eingelebt hat und der „weltbeste“ Stürmer bei uns rumstümpert, dann tut es mir in der Seele weh, dass wir ihn fast für lau haben gehen lassen. 🙁 Mandzu war gestern wieder einer der besten in der Offensive und zeigt auch wieder seine Defensivqualitäten wie in der Triple Saison.

MfG

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HansPeter 8. Februar 2015 um 15:33

Ja das ganze rumgeflanke um seine Kopfballstärke einzubinden fehlt mir wirklich …

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SGIAI22 9. Februar 2015 um 19:31

Stimmt, weil Mandzukic nur aus Kopfballstärke besteht und ansonsten nix.

MfG

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getuerkt 8. Februar 2015 um 15:07

Passende Analyse zu einem grandiosem Spiel von Atletico!

Unglaublich wie sauber die Mechanismen in der Abwehrarbeit bei Atletico ineinander greifen. Man muss einfach den Hut davor ziehen.

P.S. Wenn Juanfran nicht der Flankengott schlechthin ist, dann keiner…

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anton 8. Februar 2015 um 11:31

reals grösste problem war doch, dass keiner, ausser kroos, saubere pässe gespielt hat. guck nur die pa% von whoscored an! es sah halt genau so aus gegen sevilla auch: kroos versucht, ohne erfolg, das verhastete aus dem spiel herauszunehmen, während alle andere nur bolzen (!) oder sich festdribbeln.

es fängt mit casillas an, der kein neuer ist. und was varane und nacho gespielt (wenn man das so wirklich nennen kann!) hat, war unterirdisch. khedira spielte, wie immer, ohne kopf und füsse. und der schwachpunkt schlechthin – ja, ich rede von bale, der schlechteste gute fussballer je – kriegte komischerweise konkurrenz von ronaldo („wenn nicht super gut, denn schon super schlecht!“).

alle wissen dass real am besten spielt mit ramos und pepe; modric, kroos, isco; ronaldo, benzema, james. bale und ronaldo zusammen geht nur gegen bayern. aber mit james verletzt hat ancelotti grosse probleme, hoffentlich ist modric bald zurück. und lucas silva ist ja brasilianer, der kann hoffentlich was am ball. weil das was real im moment fehlt ist ballsicherheit, und damit die möglichkeit ein spiel zu diktieren.

modric, kroos, silva; isco, benzema, ronaldo, hatte sicherlich was. nur… muss bale sich verletzen um ersatzspieler zu werden? reals schicksal hängt davon ab.

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Isco 8. Februar 2015 um 13:12

Die spanische Liga muss ja unfassbar schwach sein, wenn so eine Bolzer-Truppe Tabellenführer ist 😉

Die Passgenauigkeit hängt stark vom Gegner ab, gegen Atletico gelingt niemandem ein wirklich hoher Wert, einfach weil man gegen sie mehr Risiko eingehen muss.

Bale würde ich auch lieber öfters auf der Bank sehen, aber du musst mir schon zeigen, was gestern die Alternative dazu gewesen wäre.

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anton 8. Februar 2015 um 22:35

die spanische liga ist tatsächlich nicht super stark, oder so gesehen: real ist tabellenführer mit 4 niederlagen. dazu war ja bale – „zum glück“ – eine zeit lang verletzt…

du kannst ja mir auch nicht sagen dass real gestern nicht allzu oft die falsche entscheidungen getroffen/unbedrängt fehlpässe gespielt haben (siehe vor allem varane und bale). auch wegen verletzungen gibt es halt im moment zu wenige echte fussballspieler bei real, eher „physische monster“.

hätte man bale als schwachpunkt gesehen, wäre es schon gelöst. nur: das tut man offenbar nicht. was mir erschreckt!

aufstellung gestern? vllt so was:
casillas
arbeloa varane nacho coentrao
carvajal kroos khedira/illarra/silva isco
benzema ronaldo

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Lenn 8. Februar 2015 um 22:55

Die Stärke einer Liga ist doch in keinster Weise irgendwie davon abhängig, wie viele Niederlagen der Tabellenführer hat, oder allgemein, wie die Verhältnisse innerhalb der Liga sind.
Und in meinen Augen ist La Liga dieses Jahr extrem stark, die großen Drei spielen alle eine zumindest ordentliche Saison, wobei Barca jetzt wieder stärker ist, Real dagegen seit dem Modric-Ausfall immer mehr abbaut, dahinter sind Sevilla und Valencia, die als EL-Sieger bzw. Halbfinalist diese Saison nochmal einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht haben, Villarreal ist derbe gut, grade die Offensive ist super besetzt, und vor allem: Rayo Vallecano. Paco Jemez. 334. ´Nuff said.

Zu deiner Aufstellung: Auf jeden Fall Illara, der ohnehin viel zu wenig spielt, Für Arbeloa und Carvajal müsste man die Strukturen (wenn man vom 4411 zu Saisonbeginn ausgeht) arg verändern, Arbeloa rückt eher nicht so stark auf, Carvajal einrückend und spielmachend kann ich mir auch nicht wirklich vorstellen.
Ancelotti hat sich einfach die ganze Saison, wie die letzte schon, auf ~14 Feldspieler festgelegt, was ihm jetzt das Genick bricht.

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anton 9. Februar 2015 um 00:16

aufstellung: asymmetrie ist doch angesagt?

liga: auch wenn barcelona und atletico gerade sehr stark aussehen, haben beide teams schon schwächeperioden hinter sich. höchstniveu ist schon schwindelig, aber… konstant gut, wie bayern, chelsea und juventus, ist keine spanische mannschaft gewesen.

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Isco 9. Februar 2015 um 00:41

Eine Serie von 22 Siegen fällt also nicht in die Definition von „konstant gut“?
Bei den Spaniern ändern sich die Meinungen über die Form nur schneller als anderswo. Alle drei hatten hie und da kleinere Problemchen, aber alles auf sehr hohem Niveau. Genauso wie Bayern, Chelsea und Co.


Isco 7. Februar 2015 um 20:37

Ich hätte da zwei Fragen:
1) Wieso hat Ancelotti Khedira aufgestellt? Als sinple Unterstützung für Bale auf der rechten Außenbahn? Zum Schaffen einer Balance im ZM, weil er Kroos Defensivfähigkeiten für nicht ausreichend hält? MMn wäre Illarramendi doch die logische Wahl gewesen.

2) Was ist eine konstante Herangehensweise um dieses Atletico zu knacken? Forciertes Flügelspiel mit starken Dribblern wie es z.B. Barca gemacht hat kann zwar funktionieren, aber für eine besonders stabile Methode halte ich es noch immer nicht.

Generell hat man heute einfach stark gesehen, was passiert, wenn einem Team mit einem eigentlich echt breiten Kader die wichtigsten Aufbauspieler wegbrechen.

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CE 7. Februar 2015 um 21:34

Wir können das abkürzen. Wenn Messi nicht auf dem Platz steht, ist Atlético unbesiegbar. 😉

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Isco 7. Februar 2015 um 22:06

Meinst du nicht wenn kein Argentinier auf dem Platz steht? 😉

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CE 7. Februar 2015 um 22:37

Ok, einigen wir uns darauf. 😉

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Dr. Acula 8. Februar 2015 um 12:52

Chapeau!

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Gh 8. Februar 2015 um 07:25

Warum ist forciertes Flügelspiel instabil? Ein paar Nachteile hats sicher (potentiell ineffektiv z.B.), aber istabil würde ich nicht dazuzählen. Ist doch fein: man kann sogar in Unterzahl noch ganz gut weiterwurschteln, wenn man den Ball verliert dann auf dem Flügel, wo Gegenpressing noch dazu leichter durchzuführen ist.

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Isco 8. Februar 2015 um 09:16

Instabil wie erfolgsinstabil, nicht wie instabil nach Ballverlust ^^

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Gh 8. Februar 2015 um 10:38

Ah, ok, glaub dass Barca derzeit ein gutes Timing hat, wann in die Mitte verlagert wird. So kann man relativ risikoarm, was der Vorteil vom Flügel ist, nach vorne gehen und trotzdem in gute Abschlüsse kommen. So wie Robben das z.B. ja auch macht.

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TW 8. Februar 2015 um 11:14

Dass man Khedira aufstellt und man Illarramendi draußen lässt ist für mich auch etwas unverständlich. So hätte man doch Isco eine Ebene höher viel effektiver als Nadel- oder Verbindungsspieler verwenden können und stattdessen Kroos oder Allerramendi abkippen lassen.

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Credo 9. Februar 2015 um 00:14

Ancelotti hat gesagt, dass er Khedira aufgestellt hat wegen Reals fehlender Qualität bei hohen Bällen in der Defensive.

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Dr. Acula 7. Februar 2015 um 20:20

arda mit teilweise surrealer Leistung, willen und Laufleistung.. Auch griezmann, besonders technisch! Hat mich gewundert dass Atlético nie Angriffspressing gespielt hat, auch nicht temporär.. Aber gebraucht haben sies nicht

Antworten

Kölner 7. Februar 2015 um 19:24

Der letzte Kommentar „Real Madrid has played 37 official matches this season, they have scored in 34. All except the 3 games at the Calderon.“ passt grandios, um die Abwehrleistung von Atletico zu würdigen.
Wirklich eine ganz starke Leistung und unglaublich clever wie die Rojiblanco’s nach der Führung agiert haben.

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Brathuhn 7. Februar 2015 um 18:54

Ich hab an ein paar stellen das Gefühl dass ein paar Wörter fehlen:

„Anstatt Atléticos Hauptstärke also zu isolieren, nutzten die Rojiblanco gegen den Stadtrivalen einfach die Flügelräume effektiver, als sie es mussten.“

„Cristiano Ronaldo und Gareth Bale sind herausragende Akteure in puncto Durchschlagskraft, in komplexen Engräumen und in der Ballbehauptung unter schnellem Druck von mehreren Spielern. Bale ist hierbei zwar nicht ganz so anfällig,…“

„Das Spiel zeigte allerdings auch, wie anfällig Real Madrids Struktur sein kann, wenn Pepé/Ramos, Luka Modric und Marcelo spielen.“

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RM 7. Februar 2015 um 20:37

Ausgebessert, danke! 🙂

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Enbe 7. Februar 2015 um 18:53

Mach mal im letzten Satz aus „spielen“, fehlen! 😉

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Lenn 7. Februar 2015 um 18:40

Ich fand die Ferserlkombinationen Atleticos über die Flügel teils sehr schön anzuschauen, allgemein einfach eine Weltklasseleistung.
Btw alle (?) 4 Tore nach Flanken!

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RM 7. Februar 2015 um 20:38

Haha, hatte mich schon gewundert, ob sie bewusst Ferserlkombinationen einstudiert haben, weil sie so oft vorkamen.

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Lenn 8. Februar 2015 um 13:13

Bestimmt ein taktikpsychologisches Mittel, um Madrid zu direkterem Spiel in die Spitze, damit mehr Ballverlusten sowie gegen den Ball überhastetem Herausrücken etc. zu provozieren. 😛
Wobei ich mir bei Simeone nicht mal sicher wär, ob er evtl. tatsächlich in so eine Richtung denken würde, nur dass sich das wohl anders zeigen würde als in solchen Spielzügen.
Was fürs Auge wars aber allemal.

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RM 8. Februar 2015 um 13:29

Naja, sie haben vergangene Saison auch bewusst das Durchlassen von Pässen trainiert. Also Lauf zur Seite, Antäuschung einer Passannahme, aber Durchlassen des Passes auf den Hintermann, der dann ablegt. Gab viele Spielzüge in zahlreichen Spielen nach dem Schema. Ferselkombinationen würden mich deswegen echt nicht wundern.

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Lenn 8. Februar 2015 um 21:58

Das auf jeden Fall, war ja vor allem oft nach exakt dem selben Muster mit sehr flachen Dreiecken die Außenlinie entlang gespielt.
Nur was halt wirklich absurd wäre, wenn man versuchen würde, über dergleichen Tricksereien den Gegner zu provozieren und damit in seiner Spielweise indirekt zu beeinflussen.

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woody10 8. Februar 2015 um 13:13

fand ich gestern auch sehr augenscheinlich die Ferserlkombinationen.
rein nach persönlichem Empfinden würde ich die zunehmende Anzahl solcher Ferserlkombos gar als mini-mini-Trend im Weltfußball bezeichnen. V.a. die Erfolgsstabilität hat gefühlt zugenommen.

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san24 8. Februar 2015 um 13:48

Was ist eine Ferserlkombination?

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RM 8. Februar 2015 um 16:20

Zum Beispiel sowas: https://vimeo.com/119046024

Davon gab es sechs oder sieben erfolgreiche in dem Spiel sowie ein paar Ablagen nach hinten mit dem Innenrist.

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