Blick über den Tellerrand – Folge 21

Der Blick blickt diesmal vor allem nach Spanien: Ein kleines Überraschungsteam aus Galicien, das kleine Madrider Stadtderby und beim iberischen Nachbarn noch eine kleine Analyse von Benficas Neuzugängen.

Wo es gut läuft: Celta de Vigo

blick über den tellerrand 21 celtaMit einigen interessanten Akteuren gehört Celta Vigo unter dem neuen Trainer Eduardo Berizzo zu einigen der interessantesten Teams der diesjährigen Spielzeit in La Liga, das sich hinter den großen Topmannschaften durchaus gut in der Tabelle zu platzieren weiß. Dabei ist bei den Galiciern vor allem die generelle Weitläufigkeit ihrer 4-3-3-Formation prägend. Trotz klaren und stringenten Grundmechanismen werden sie in ihrem System zudem nicht zu simpel.

Am meisten Aufsehen erregte die Mannschaft vor allem beim 0:1-Auswärtserfolg im Camp Nou. Dabei stach vor allem die mannorientierte Ausrichtung ins Auge, die gerade im Mittelfeld vorherrschte und damit den weiträumigen Aspekt in der Abwehrarbeit ausmachte. Teilweise agierten Radoja und Co. etwas zu mannorientiert, was einige Lücken öffnete und die Verbindungen untereinander beschädigte, da sie von Barcas Achtern in zu breite Stellungen gezogen wurden. Mit vier Lattentreffer durch die Katalanen brauchten sie in der Entstehung dieses Erfolgs ein wenig Glück und sind wegen der gewissen Probleme insgesamt auch kein generelles Bollwerk, wie die mittelmäßige Statistik von elf Gegentoren in elf Partien zeigt.

blick über den tellerrand 21 celta-2

Celtas Mannorientierungen gegen Barcelona mit vorgeschobenem Innenverteidiger im vorderen Mittelkreis

blick über den tellerrand 21 celta-1

Eine weitere Mannorientierungs-Szene aus jener Partie, in der die Positionierungen der Stumreihe erkennbar sind

Allerdings gibt es auch einige positive Aspekte, die jene Punkte wiederum ausgleichen und auch bei der Partie in Barcelona aufwiegen konnten. Zunächst einmal zeigen die drei Stürmer gegen den Ball immer wieder gute Zwischenpositionen in leicht eingerückter Stellung. Desweiteren werden die durch die Mannorientierungen entstehenden Lücken aus zweierlei Gründen abgefedert. Zum einen zeigt die Mannschaft ein starkes Rückzugsverhalten, so dass sie den Gegner oft noch abdrängen oder in späteren Kompaktheiten stoppen kann, wenn dieser aus den anfänglichen Lücken schnell nach vorne attackiert. Zum anderen ist das engagierte Herausrücken der durchaus frei agierenden Abwehrspieler in die Löcher um die Mannorientierungen sehr konsequent und abgestimmt, was diese in ihrer Problematik eindämmt. Beim torlosen Remis gegen Granada ging Celta wegen der klaren Mannorientierungen häufig in 5-2-3-hafte Anordnungen mit zurückfallendem Radoja über, die zwar vor der Abwehr manchmal zu viele Räume ließen, sich aber letztlich oft noch gut anpassten.

blick über den tellerrand 21 celta-3

5-4-1-hafte Defensivstellung aus dem 5-2-3 gegen Granda, bei dem Redoja am linken Bildrand zu den Innenverteidigern zurückgefallen ist

Im Spiel nach vorne versuchen sie insgesamt durchaus ballbesitzorientiert zu agieren und nutzen dafür kleinere Asymmetrien in der Abwehrreihe sowie in den Aufteilungen des Mittelfelds, aus dem es außerdem zurückfallende Bewegungen gibt. Die grundsätzliche Aufteilung gestaltet sich häufig in diagonalen Anordnungen. Dabei schwankt sie zwischen einem 1-2 und einem 2-1, da Krohn-Dehli eher eine Zwischenposition einnimmt. Auffällig ist die Tatsache, dass die Seitenaufteilung von Partie zu Partie wechseln kann – gerade zwischen Radoja und Krohn-Dehli. So war der Serbe gegen Barcelona links geschickt tief wie breit positioniert und der Däne suchte mit seinen typischen zum Flügel gehenden Bewegungen eher die rechte Seite, während er gegen Granada tendenziell auf halblinks aktiv war und Radoja dafür häufig rechts hinter Außenverteidiger Mallo herauskippte.

blick über den tellerrand 21 celta-4

Der herausgekippte Radoja leitet den Angriff über den rechten Halbraum ein. Vorne sieht man die hochgeschobene Sturmreihe

Diese Bewegung ist ein wichtiger Mechanismus für die Spielweise der Galizier, der ihnen die Spieleröffnung, vor allem gegen 4-4-2-hafte Defensivformationen, erleichtert. Gegen Granada kamen sie über die Zwischenstation Radoja entweder in die ballnahen Halbräume hinein oder konnten zentrale Zwischenlücken ansteuern. Diese werden von den anderen beiden Mittelfeldakteuren generell, gerade bei vertikal etwas unkompakteren Gegnern, geschickt zum Aufrücken genutzt. Dabei agieren Krohn-Dehli oder Hernández antreibend vorlaufend durch jenen Raum, den die Offensivreihe für sie offenlässt. Grundsätzlich postieren sich die Angreifer des Teams sehr hoch und suchen die letzte Linie, wenngleich sie dabei aber sehr sauber agieren und aus breiten Grundpositionen vereinzelt mal weiter einrücken.

blick über den tellerrand 21 celta-5

Eine ähnliche Szene, in der sich Orellana anbietet und auch den zentral postierten Krohn-Dehli darüber einbinden könnte

Diese Ausrichtung des Angriffes kann einmal gegnerbindend genutzt werden und somit für die weiträumigen Aktionen der Mittelfeldakteure zuarbeiten, aber auch direkte Offensivwirkungen entfalten. Nach dem Aufrücken über den rechten Halbraum kann man die erzwungene Passivität beim Gegner für direkte Pässe an die letzte Linie nutzen, wo sich beispielsweise Orellana gerne in den Schnittstellen anbietet und dann Dribblings versucht, kleinere Interaktionen startet oder Flügeldurchbrüche initiiert. Eine weitere Möglichkeit stellen lange Bälle in diese sich dann etwas zusammenziehende Abteilung dar, die gegen Barcelona mit Unterstützung des aufrückenden Hernández den Siegtreffer einleiteten und über Offensivpräsenz generell für Gefahr sorgen können. Daneben sind vor allem die einzelnen raumtreibenden Läufe der Mittelfeldspieler durch Bereiche innerhalb der aufgespannten Formation – teils dann mit kleinem Zusammenspiel – oder Flügeldurchbrüche wichtige Offensivmittel des Teams.

blick über den tellerrand 21 celta-6

Orellana erhält den Ball nach einem Direktpass an die letzte Linie in der Schnittstelle der Abwehr

Gelegentlich gibt es aus der Sturmreihe vereinzelte Bewegungen in den Raum, wie beispielsweise das halblinks unterstützende Zurückfallen Larriveys in einigen Phasen in Barcelona oder durch die Außenstürmer bei dominanteren Partien. Diese rücken dann etwas ein oder Nolito sucht, teilweise unterstützt von Hernández, Tiefe – insgesamt jeweils in balancierter Form. Aus den angestoßenen Angriffen, beispielsweise nach dem Aufrücken über den rechten Halbraum, gibt es dann mit zwei der sich zueinander bewegenden Angreifern einige ansehnliche Kombinationsansätze und Ablagen, die allerdings wegen der Flachheit der umliegenden Dynamiken oft nicht ganz durchgebracht werden. Stattdessen müssen die Mannen von Berizzo wegen jener flachen Staffelungen abdrehen, zurückspielen und neu anfangen. Zu loben ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass sie tatsächlich sehr auf Ballbesitzsicherung bedacht sind und das Leder lieber weit zurück in die geduldige Zirkulation bringen als aus suboptimalen Ausgangslage zwanghaft versuchen, die angefangenen Szenen noch irgendwie zu Ende zu spielen.

blick über den tellerrand 21 celta-8

Rückspiel in die Innenverteidigung wegen schwacher Staffelungen mit fünf Spielern in vorderster Front

Wenn es in den Angriffsphasen also zu Problemen kommt, gehen sie als Alternative auch mal in simple Abläufe und fokussieren beispielsweise die Rochaden von Krohn-Dehli auf den Flügel. Gegen Granada wechselte er dafür phasenweise wieder nach rechts, ließ sich vom zurückfallenden Orellana den Raum öffnen und erhielt dann direkte Pässe des sich etwas tiefer stellenden Mallo. Generell scheint Berizzo ein Trainer zu sein, der bei problematischen Abschnitten aktiv in Details eingreifen will und in den genauen Mechanismen sowie Abläufen seines Teams dafür bewusste Veränderungen in bestimmten mikrotaktischen Unterpunkten versucht.

Insgesamt ist Celta in der Offensive eine schwierig zu bewertende Mannschaft, da sie über ihre Mittelfeldmethoden und den eigenen Rhythmus sehr ballbesitzorientiert agieren und über gute Aufbauarbeit verfügen, in den vorderen Mechanismen und Eigenschaften aber viele ambivalente Punkte aufweisen. Die recht sauber hochgezogene Angriffsreihe ist so etwas wie das Symbol dafür – eine interessante, mit gewissen Problemen behaftete, aber doch immer gefährliche und phasenweise dann in einzelne gute, aber etwas unangenehm umformte Stellungen übergehende Ausrichtung, die zudem von einer ungewöhnlich ruhigen Rhythmus umgeben ist. Eine ähnliche Ambivalenz findet sich in der Defensivspielweise, die wegen ihrer klaren Mannorientierungen immer wieder Schwächen aufweist, diese über gute Zwischenpositionierungen oder das Rückzugsverhalten jedoch teilweise auszugleichen weiß.

Spiel der Woche: Rayos Derby-Auftritt bei Real Madrid

In Madrid stand das kleine Stadtderby zwischen CL-Sieger Real Madrid und dem finanziell massiv unterlegenen Rayo Vallecano an. Die interessante Mannschaft von Paco Jémez zeigte diesmal ein nicht ganz so aggressives Pressing, wie man es schon von ihr gewohnt war, wusste trotz des Resultats von 1:5 aber durchaus zu überzeugen und verbuchte am Ende beispielsweise ein Ballbesitzplus.

Zunächst einmal pressten die Mannen Rayos in einer 4-4-2/4-2-3-1-Formation, die entweder durch aufrückende Bewegungen von Sechser Trashorras ergänzt werden konnte oder mit einer kleinen Asymmetrie auf halbrechts in 4-3-3-artige Anordnungen umzuformen war.

blick über den tellerrand 21 rma-rayo4

Pressingszene 1: Vorne zwei Stürmer, dahinter Trashorras, dann die etwas tieferen Außenspieler mit Sechser Fatau

blick über den tellerrand 21 rma-rayo5

Pressingszene 2: Ähnliche vertikale Anordnung in horizontaler Verdichtung

blick über den tellerrand 21 rma-rayo3

Pressingszene 3: Hier ist noch der Rechtsverteidiger mannorientiert mit aufgerückt und steht im Dreieck, das man im von der Kamera ballfernen tiefen Halbraum sieht

In vielen dieser Szenen erkennt man immer wieder die hohen, leicht verschoben und verbreitert stehenden Stürmer, die damit sehr effektiv weiträumig gewisse Kontrolle erzeugen können. Dahinter agieren auch die Außenstürmer in vertikaler Hinsicht mit leichten Mannorientierungen auf Nacho und Marcelo, stehen dabei horizontal aber etwas eingerückt und haben daher noch potentiellen Zugriff in die Halbräume hinein. Ebenfalls auffällig ist schließlich die aufrückende Spielweise von Trashorras, der sich an Modric oder Kroos orientieren oder zurückgefallene Ballführende attackieren konnte, während auch Fatau teilweise recht weit nachschob.

Das Pressing der Mannen von Paco sah nicht immer ganz kompakt aus und erzeugte nicht seine allerhöchste Intensität, verbuchte aber dennoch einige Erfolge und hielt die königliche Passquote teilweise klar unter 80 %. Letztlich mussten sie aber dennoch immer mal wieder Chancen und fünf Treffer – allerdings auch wiederum aus 16 Schüssen bzw. 11 Versuchen aufs Tor – zulassen, da die Madrilenen gerade mit ihrem zentralen Mittelfeld ein äußerst anspruchsvoller Gegner waren. Beispielsweise löste Modric als ansatzweise Nadelspieler mit verrückten Hackenweiterleitungen zwei Mal herausrückende Pressingaktionen der Gäste hervorragend auf und ermöglichte gute Chancen. Solche Aspekte trugen zum hohen Ergebnis bei, zumal die Linksüberladungen der Hausherren recht gut angelegt waren und über Marcelo, Cristiano Ronaldo und James immer Gefahr zu versprühen wussten. Schließlich zeigte sich auch Gareth Bale oftmals mit geschickter Entscheidungsfindung gegen Rayos Defensivarbeit und brachte einige Pässe gut in die richtigen, offenen Bereiche.

Zu erwähnen ist bei Rayos Leistung aber diesmal vielleicht gar noch mehr ihr ambitioniertes Ballbesitzspiel, auch wenn sie nach einem tiefen Ballverlust das frühe 0:1 hinnehmen mussten. Dabei agierten sie in erster Instanz oftmals sehr ruhig sowie mit kleineren Asymmetrien und hielten die beiden Sechser in engen Abständen hinten – für Absicherung der Zirkulation wie für Absicherung durch defensive Präsenz. Meist bewegte sich dann Bueno oder selten auch der nominelle Rechtsaußen Licá leicht diagonal nach vorne in bestimmte Halbraumlücken und boten sich dort für Zuspiele an, mit denen die wechselhafte Konsequenz der Madrilenen ausgenutzt und durch die Mittelfeldlinie hindurch in diese Bereiche gespielt werden konnte. Insgesamt kam Rayo häufig in die vorderen Zonen, wo dann zwei Kernmerkmale ihre Angriffe prägten, aus denen insgesamt aber noch mehr möglich gewesen wäre. Zum einen gab es viele direkte Abschlüsse in hoher Frequenz nach kleinerem Zusammenspiel, zum anderen ließ man sich im letzten Drittel meist in Richtung Flügel – dominierend war hierbei eine Rechtlastigkeit mit Licá und Bueno – ziehen. Hier fehlte es dann jedoch etwas an Unterstützung, um wirklich dauerhaft gefährlich zu werden, so dass ihr eigentlich geschicktes Bewegungsspiel nicht seine volle Wirkung entfaltete und man viel mit Hereingaben arbeiten musste, für die man aber ballnah nicht optimal besetzt war.

blick über den tellerrand 21 rma-rayo1

Rayo im Mittelfeld in Ballbesitz und mit Möglichkeit zur Verlagerung zwischen Kroos und James hindurch

Interessant zu beobachten: Benficas Neuzugänge

Benfica gehörte in den vergangenen Jahren mit den Europa-League-Finals 2013 und 2014 sowie starkem Fußball zu den interessanten internationalen Teams und gewann viele Sympathien. In dieser Saison läuft es gerade in der Königsklasse noch nicht optimal, was auch mit dem etwas schwächeren Spielermaterial zusammenhängt, das Kulttrainer Jorge Jesus zur Verfügung hat. Die im Sommer neu geholten Kicker sind trotz etwas geringerer Gesamtqualität von den Typen her aber doch fast allesamt sehr interessant zu beobachten.

Von Ponte Preta holte man für 3 Millionen den jungen brasilianischen Defensivmann César, der gegen seine Landsleute Luisão und Jardel bisher aber kaum eingesetzt wurde. Im Verlaufe der Saison dürfte mit dem am Ball starken, wenngleich im Passspiel etwas schwankenden, schlaksig-eleganten, absichernden „Clearence-Innenverteidiger“ aber noch zu rechnen sein. Zulegen muss er gegenüber diesen Klärungen jedoch in manchen anderen Verteidigungsaspekten.Die ebenfalls für die Defensive geholten Außenverteidiger Eliseu – zuvor Málaga – und Loris Benito – ein interessanter Schweizer Nachwuchsmann mit spanischen Wurzeln – sind ebenso keine uninteressanten Akteure.

Mit Andreas Samaris hat der portugiesische Meister einen talentierten griechischen Mittelfeldmann verpflichtet, der bei der WM mit seinem Tor gegen die Elfenbeinküste nicht nur RM begeisterte. Aus dem passiven griechischen Defensivspiel rückte er ein einziges Mal antizipativ heraus und fand dabei genau die richtige Situation, in der er zumindest ein wenig Zugriff hätte erzeugen können – und dies nutzte er für einen Unterzahl-Ballgewinn, anschließenden Doppelpass mit Samaras und schoss gegen den ivorischen Keeper ein. Der Mann mit dem ungewöhnlichen, hünenhaft wirkenden, aber doch leicht eleganten Laufstil und der kraftvollen Bewegungsweise überzeugt mit seiner guten Positionsfindung.

Im Abschluss tritt er gefährlich und zielgerichtet auf, wenngleich er trotz guter Schusstechnik manchmal etwas zu häufig diesen Weg wählt. Zudem setzt er seine gewisse Athletik immer wieder in kleineren Szenen dynamischen Zusammenspiels ein, das er druckvoll und zielstrebig führt. Er wählt sehr engagiert wie geschickt die richtigen Laufwege und findet sich in verschiedenen Bereichen mit guter Orientierung zurecht, wodurch sich auch kleinere Unsauberkeiten im technischen Bereich durchaus ausgleichen lassen. Neben Samaris steht auch noch der von Milan geliehene Bryan Cristante im Kader, dessen charakteristische und interessante Weiträumigkeit sowie Wechselhaftigkeit bereits in einer unserer Ballnah-Ausgaben ausführlich zur Sprache kamen.

In der Offensive – erwähnen könnte man hier beispielsweise auch zurückgekehrte Leihspieler wie Nelson Oliveira oder Pizzi – haben die Mannen von Jorge Jesus ein brasilianisches Trio verpflichtet. Neben dem aus Marítimo gekommenen, etwas unscheinbar spielstarken Mittelstürmer Derley, der sich schnell ins Team spielen konnte, kamen auch Routinier Jonas, den sie in Valencia nicht mehr haben wollten, und der junge Anderson Talisca, für den Bahia eine stattliche Ablöse erhielt. Der brasilianische U-Nationalspieler zeichnet sich vor allem durch seine enorme Torgefahr aus, die er auch schon in der neuen Liga durchaus unter Beweis zu stellen wusste. Manchmal sucht er zu vorschnell Weitschüsse und ist etwas zu aktionsorientiert ausgerichtet, doch seine enorme Durchschlagskraft auch aus schwierigen, statischen Szenen macht ihn trotzdem noch zu einem recht effektiven Mann.

Vielen Dank an laola1.tv für das Bildmaterial zu La Liga!

Trotz seiner vielen Tore wusste er bei Benfica als kombinativer Halbstürmer jedoch noch nicht vollends zu überzeugen. Im Olympia-Team der Seleção setzte man ihn zuletzt in einer leicht asymmetrischen Mischrolle eines 4-2-3-1/4-3-3, bei der er durch die Räume pendelte und sich als weiträumiger, teilweise balancierender Akteur überraschend gut und durchaus zuarbeitend in aufwändiger Manier ins Konstrukt einfügte. Während diese beiden Kollegen bisher schon viele Minuten beim portugiesischen Meister verbuchen durften, kam Jonas bisher kaum zum Einsatz, könnte das Team als Halbstürmer aber auf eine neue Stufe heben. Nicht nur seine Torgefahr, sondern vor allem seine mitspielenden Charakteristika wie beispielsweise einige tolle Ablagen, die man schon von ihm gesehen hat, wären eine enorme Bereicherung.

king_cesc 10. November 2014 um 11:46

Trashorras ist doch eigentlich fast zu gut für Rayo? Das Passspiel ist unglaublich gut O.o

Antworten

RM 10. November 2014 um 13:53

Spanish Dani Baier.

Antworten

woody10 10. November 2014 um 14:04

so pressingresistent ist er nicht oder?

Antworten

woody10 10. November 2014 um 09:45

wieder der Blick über den Tellerrand, sehr schön!

finde es toll, dass ihr Celta covert, ist wirklich eine sehr interessante Mannschaft und bei Berizzo kann man kaum negieren, dass er einer der „Schüler“ Bielsas ist. Er macht sich bisher sehr gut und seine Anpassungen scheinen zu wirken. Generell agierte Celta ganz zu Saisonbeginn nicht derart mannorientiert wie gegen Barca zB, zumindest hab ich es nicht so in Erinnerung.

Generell freut es mich, dass auch die Teams abseits der großen 3 bei euch (wie gewohnt) Erwähnung finden.
In La Liga gibt es in dieser Saison wirklich viele Mannschaften, die ziemlich nett anzusehen sind. Natürlich springt da wohl als erstes der FC Valencia ins Auge, der bislang mit guten Leistungen v.a. zu Saisonbeginn und der generellen Umstrukturierung des Vereins aufhorchen ließ. Im Moment geht ihnen v.a. Parejo im Mittelfeld doch ziemlich ab.
Sevilla ist wie eig alle Emery-Mannschaften auch ziemlich interessant, wobei die nicht durchgehend so cool sind, haben aber wirklich ganz nette Neuzugänge wie Krychowiak, Denis Suarez, Banega,…
wobei sie natürlich unter den Abgängen von Rakitic, Moreno und Fazio leiden. In der Offensive wurde der Rakitic-Abgang kollektiv ziemlich gut abgefangen, aber in der Defensive sind sie halt individuell für ihre Ansprüche nicht top und werden mMn den bisherigen Punkteschnitt nicht über die gesamte Saison halten können, da sie in einigen Bereichen wie vertikaler Kompaktheit und Umschalten nicht konstant top sind und dies dann schwierig dauerhaft auffangen können.
Aber neben Valencia und Sevilla sind auch andere Mannschaften recht interessant. Celta wurde ja thematisiert, bei Villareal weiß man, dass Marcelino gute Arbeit leistet, obwohl die Neuzugänge noch nicht optimal eingebunden werden und man von der taktischen Weiterentwicklung etwas zu sehr an dem in den letzten Jahren Aufgebauten festhält und sich für meinen Geschmack etwas zu wenig weiterentwickelt. Könnten also cooler sein, sind aber auch so ganz ok.
Dann gibt´s da noch Malaga, die in der Defensive recht stark sind, recht physisch, mit guten Anpassungen und einigen netten Offensivszenen.
Auch Almeria ist in Ansätzen ganz gut und Eibar, bedenkt man die extrem geringen finanziellen Mittel, ist sogar ziemlich cool, auch wenn ihr recht schematisch und ruhig durchgezogenes Ballbesitzspiel doch öfters letztendlich am Flügel landet.
Dazu gibt´s noch Granada, das zu Saisonbeginn gut war, nun aber nachließ und die positive Entwicklung Levantes unter Lucas Alcaraz zu erwähnen, die sich für mich gestern bei einem verdient geholtem Punkt beim FC Sevilla manifestierte.

Und natürlich Rayo: auch für mich waren des etwas weniger intensive und hohe, dafür strukturierte Pressing sowie das zu den letzten Saisons kollektiv etwas verbesserte Positionsspiel die Hauptunterschiede zu den früheren Rayo-Mannschaften, leider landen sie dennoch viel zu oft am Flügel, gerade bzgl der Außenstürmer gibt es hierbei seit Jahren Probleme. Generell glaube ich aber, dass sie heuer wieder den Klassenerhalt schaffen werden, da der Kader etwas ausgeglichener ist als in den Jahren zuvor.

Mal sehen, was die Saison noch für interessante Sachen bringt.

Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*