Donnerstag, 08.12.2016

Belgien – USA 2:1 n.V.

Zum fünften Mal wurde bei dieser WM ein Achtelfinale erst nach der regulären Spielzeit entschieden. Belgien überraschte mit hohem Tempo und konnte die USA in die Knie zwingen.

Ausgangslage

Die Belgier konnten in den drei Gruppenspielen nicht unbedingt überzeugen. Sie hielten einen langsamen Rhythmus und kamen erst immer zum Ende der Partien zu Treffern, die aber auch vermehrt aus der individuellen Klasse der belgischen Akteure resultierten. Die USA hingegen konnte sich in der Gruppe G mit ihrer physischen Kampfkraft und einigen klugen Anpassungen Klinsmanns durchsetzen.

Grundformation

Grundformation

Beide Teams begannen im 4-2-3-1. Bei den US-Amerikanern musste (leider) Kyle Beckerman auf der Bank Platz nehmen. Innenverteidiger Geoff Cameron, der aufgrund einiger Schnitzer im Portugal-Spiel aus der Startelf genommen wurde, rückte wieder hinein und spielte neben Jermaine Jones auf der Doppelsechs. Alejandro Bedoya ersetzte den gegen Deutschland enttäuschenden Brad Davis.

Bei den Belgiern gab es nur eine Änderung. Der 19-jährige Divock Origi wurde als Spitze aufgeboten. Dahinter blieb alles beim Alten. Auch die Rolleninterpretationen blieben ähnlich. Aus dem 4-2-3-1 entwickelte sich immer wieder eine Art 4-1-4-1 mit Axel Witsel als Solosechser. Marouane Fellaini rückte stets auf, überlief teilweise sogar die Stellung von Kevin De Bruyne und stieß mit seiner Physis in die Spitze vor. In der Viererkette agierten auf den Außen mit Toby Alderweireld und Jan Vertonghen zwei Innenverteidiger vom Spielertyp her. Vor allem der Tottenham-Profi stürmte nichtsdestotrotz unablässig nach vorn.

US-amerikanischer Spielaufbau und ständiges Aufrücken

Beide Mannschaften waren von Beginn an sehr vertikal ausgerichtet und setzten jeweils auf ihre physische Stärke. Die US-Boys hatten allerdings Probleme mit dem belgischen Block im Spielaufbau. Wenn Matt Besler und Omar González den Ball an der letzten Linie hin und her schoben, rückten vor allem Origi und Fellaini auf. De Bruyne stand etwas tiefer. Die beiden Flügelstürmer positionierten sich für den Zugriff auf die Außenverteidiger. Dadurch wurde es sehr schwierig für Klinsmanns Team.

Durch das hohe belgische Pressing sowie die Mannorientierungen dahinter mussten sich die USA oftmals mit langen Bällen befreien. Jedoch sind sie in der Weiterführung immer wieder erfolgreich. Sie konnten mit ihrer Schnelligkeit und Durchschlagskraft stets zweite Bälle gewinnen, wenngleich das Spielgerät vorher selbst mehrmals versprang. Die technischen Schwächen waren nicht zu übersehen, wurden aber durch die Intensität gut retuschiert.
Eine andere Variante zur Befreiung aus der belgischen Umklammerung im Spielaufbau waren Vorstöße von Besler. Ansonsten versuchte man auch mehrmals die Außenverteidiger ins Spiel zu bringen. Durch die hohe Kompaktheit der Roten Teufel rückte allerdings besonders Fabian Johnson mehrmals weit auf. DaMarcus Beasley verharrte meist etwas tiefer. Da Graham Zusi und Bedoya eher zur Halbraumpositionierung tendierten, konnten sie potenziell die ersten Zuspiele weiterleiten, wenn sie sich hinter den belgischen Achtern befanden und die Pässe durch die belgischen Linien gelangten. Vor allem Beasleys Läufe waren zu Beginn gut eingebunden. Johnson hatte mit seinen Tiefensprints weniger Erfolg. Nach einer halben Stunde musste er verletzt vom Platz. Der quirlige DeAndre Yedlin bekam seine Chance.

USA im Spielaufbau: Probleme mit dem belgischen Block

USA im Spielaufbau: Probleme mit dem belgischen Block

Druckvolle Belgier mit Linksfokus

Genau wie bei der USA hatten auch die Roten Teufel in ihrem Repertoire viele nachstoßende Läufe aus dem Mittelfeld in der Angriffsgestaltung. Im Vergleich zu den vorherigen Spielen hielten sie das Tempo hoch, Dries Mertens und Eden Hazard waren seltener in isolierten Dribblings. Die Aktionen wirkten druckvoller.

Auffällig erschien der Linksfokus. Vertonghen ging weite Wege und aus dem Achterraum driftete De Bruyne zusehends auf diese Außenbahn. Da auch die Rückwärtsbewegungen der USA vermehrt nur sehr schleppend erfolgten und Zusi im defensiven Umschalten nur selten noch hinter den Ball kam, ergab sich eine große Lücke auf diesem Flügel. Johnson, später Yedlin, standen weit eingerückt und gingen nur zaghaft auf die Ballführenden. Diese Methode war bei den US-Amerikanern auch schon vorher zu erkennen. Sie fürchteten Durchbrüche und Eindringlinge über die kurzen Strafraumseiten. Deshalb versuchten sie gegnerische Flanken zu forcieren, wenn die Roten Teufel frei an der Außenbahn waren. Die beiden Innenverteidiger zeigten sich dann in der Strafraumverteidigung verbessert und behielten in der Luft die Oberhand. Gefährlicher waren die Europäer über diagonale Vorstöße aus den Halbräumen heraus. De Bruyne stach in diesem Aspekt hervor. Er suchte dann die Schnittstellen zum Bedienen von Origi, aber insgesamt waren diese Aktionen in der ersten Halbzeit noch nicht mannschaftstaktisch eingebunden, wodurch die Staffelungen für etwaige Anschlusshandlungen fehlten. Gefährlich waren sie bei schnellen Umschaltaktionen, wie in der 23. Minute über Vertonghen, als De Bruyne die Chance liegen ließ.

Die USA überzeugten in der ersten Halbzeit neben der Überlegenheit bei zweiten Bällen mit einem guten Freiraumspiel. Wenn sie die ersten Linien mit langen Zuspielen oder direkten Weiterleitungen übergingen, konnten sie danach rasch bis oder in den Strafraum vordringen. Ablagen von Dempsey waren meist sauber. Michael Bradley pendelte derweil umher und wollte sich aus dem Zugriffsraum von Witsel lösen. In der schnellen und vertikalen Zirkulation driftete der 26-Jährige im Übergang zum letzten Drittel dann häufiger nach links. Auf der anderen Seite standen die beiden US-Außenspieler ballfern sehr breit. Einige Verlagerungen kamen auch beim Rechtsverteidiger an. Allerdings war das eher vorhersehbar und die Belgier hatten die rechten Flügelläufer der USA stets im Auge. In der Strafraumverteidigung überzeugten auch erneut Vincent Kompany und Daniel Van Buyten.

Die ballfernen US-Spieler auf den Flügeln standen meist breit "hinter" den Belgiern

Die ballfernen US-Spieler auf den Flügeln standen meist breit „hinter“ den Belgiern

Zweite Halbzeit: Bessere Abstimmung bei den Belgiern

Die erste Halbzeit war weitestgehend ausgeglichen. Die USA hatten bei den Anteilen an Zuspielen mit 52,6% leichte Vorteile. Bei der Passquote wiesen beide Teams einen Wert von 80,5% auf. Marc Wilmots‘ Mannschaft konnte nach dem Kabinengang die angedeutete Überlegenheit weiterführen und noch zielgerichteter agieren. Sie konnten die verbesserten Staffelungen über die Achter bis hin zu Origi aufrechthalten und zugleich die Intensität in den Angriffsbemühungen nochmals erhöhen.

Vertonghen und De Bruyne überluden weiter links. Zudem kam nun die Dribbelstärke von Hazard und Mertens vermehrt ins Spiel. Der Chelsea-Profi verbuchte bis zum Ende der Partie fünf erfolgreiche Dribblings. Der für Mertens eingewechselte Kevin Mirallas vier. Auch ansonsten konnten die Belgier nun vermehrt ihre Gegner ausspielen, die nicht mehr derart aggressiv in der Verteidigung im letzten Drittel waren.

Dafür versuchten Klinsmanns Spieler im Pressing den Aufbau auf Van Buyten zu leiten. Doch der Routinier konnte das gut bewältigen, war die USA doch in den Mittelfeld-Mannorientierungen nicht konsequent genug. Die lange Zeit stabile Doppelsechs um Jones und Cameron öffnete zunehmend die defensiven Zwischenlinienräume. Das war ein großzügiges Angebot für De Bruyne und Hazard, die nun vermehrt in die Zonen vor die Innenverteidiger eindrangen. Fokussierten die US-Amerikaner mehr auf das Zentrum oder rechten Halbraum, erfolgten Verlagerung seitens der Belgier auf den unermüdlich vorstoßenden Vertonghen.

Warum gingen die Europäer trotz zahlreicher Torversuche nicht in Führung? Einerseits waren einige Abschlüsse zu überhastet und strategisch nicht klug gewählt. Aber andererseits war da…Tim Howard. Dass der 35-Jährige zum erlauchten Kreis der Weltklassetorhüter gehört, stellte er gestern wieder eindrucksvoll unter Beweis. Bis zum Ende der Partie konnte er eine rekordverdächtige Zahl verbuchen: 16 gehaltene Bälle.

Dies war nicht die einzig bemerkenswerte Komponente des US-amerikanischen Spiels. Jones löste sich ab der 70. Minute auch von seiner Position und „stand“ von da an häufiger als Neuner an der vordersten Front. Ob der 32-Jährige einfach zwischenzeitlich konditionell am Ende war oder sich an alte Frankfurter Tage erinnerte, blieb unklar. Dempsey ging deshalb weiter nach hinten und versuchte seinerseits das Spiel zu gestalten. Bradley musste notgedrungen in die Doppelsechs rücken, ging nach offensiven Vorstößen aber auch unglaublich lange Wege. Der fitteste Profi auf dem Feld.

In der Schlussphase der regulären Spielzeit schaltete Belgien noch einmal einen Gang hoch. Die horizontalen Wechselwirkungen zwischen Origi und Mirallas bespielten die Schwächen der US-Defensive. Der Letztgenannte band Beasley stärker in der Defensivarbeit. Zudem verlagerten sie die dynamischen Überladungen nun situativ in alle Bereiche des Spielfeldes. Die USA versuchten aber ihrerseits im Spiel zu bleiben. Mit Chris Wondolowski brachte Klinsmann einen zentrums- und torfokussierteren Flügelstürmer. Cameron schaltete sich auch beweglich in die Offensive ein. Wenn die eigenen Defensivräume wieder einmal geöffnet waren, musste Howard das ausbügeln.

Verlängerung: Ein wildes Ende

Manche Fußballfans verglichen die Verlängerung dieser Partie in den sozialen Netzwerken bereits mit dem „Jahrhundertspiel“ zwischen Deutschland und Italien 1970. Das sei dahingestellt. In jedem Fall war es spannend und taktisch nicht unbedingt hochklassisch. Die Führung fiel bereits in der dritten Minute. Besler stolperte auf der linken Seite im Duell mit dem eingewechselten Romelu Lukaku. Dieser konnte auf De Bruyne ablegen, der sich mit einem kurzen Dribbling durchsetzte und einnetzte. Kurz vor dem Seitenwechsel erhöhte Lukaku auf 2:0. Zuvor wurde er von De Bruyne mit einem Diagonalpass vom linken Flügel bedient.

Grundformation in der Verlängerung - die rechte Seite der USA war weit offen. Jones war zunehmend für diesen Flügel zuständig. Wondolowski hielt sich vermehrt im Zentrum auf.

Grundformation in der Verlängerung – die rechte Seite der USA war weit offen. Jones war zunehmend für diesen Flügel zuständig. Wondolowski hielt sich vermehrt im Zentrum auf.

Eigentlich war die USA schon aus dem Spiel. Doch in der 107. Minute verwertete das junge Bayern-Talent Julian Green einen schönen Schaufelpass von Bradley hinter die Abwehr zum Anschlusstreffer. Danach stürmten die US-Boys wild nach vorn. Hinten sorgte nur noch Bradley für den Aufbau, Dempsey ließ sich leicht fallen, um Bälle zu verteilen. Die Flügel wurden von Yedlin und Green besetzt. Die meisten anderen Spieler in Klinsmanns Team stürmten in den Strafraum. Yedlin flankte häufig und im belgischen Sechzehner entstanden tumultartige Szenen. Jones kippte vermehrt auf den Yedlin-Flügel für kleinere Kombinationen ab. Die Räume hinter Dempesey und Co. waren weit offen. Bradley wurde teilweise gedoppelt. Für den Ausgleich reichte es nicht mehr.

Fazit

Belgien steht damit im Viertelfinale gegen Argentinien. Sie zeigten sich stark verändert und gingen bei 85% Luftfeuchtigkeit in Salvador hohes Tempo. Im Verlaufe der Verlängerung wirkten allerdings auch viele Akteure der Roten Teufel stehend KO. Trotzdem kann Wilmots auf dieser Leistung aufbauen. Die linken Überladungen funktionieren. De Bruyne arbeitet sich in die Partien und versucht diagonale Durchbrüche. Im Notfall gibt es immer noch Eden Hazard.

Ein paar letzte statistische Auffälligkeiten: Die USA hatten leichte Vorteile in puncto Ballbesitz. Belgien schoss dafür 39-mal auf Howards Tor. Die Hälfte aller langen Bälle der USA kam an. Bradley zeigte sich insgesamt dominant und hatte nur zwei Fehlpässe im eigenen Drittel. Kevin De Bruyne war neben seiner Offensivleistung auch defensiv bemüht – 14 Tacklingversuche.

P.S.: Wie bewerten die User die Trainer-Leistung von Jürgen Klinsmann bei diesem Turnier?

Rasengrün 4. Juli 2014 um 10:09

Landon Donovan hat ja nicht lange gebraucht um nach dem Ausscheiden auf Klinsmann loszugehen. Tragi-komische soundbites wie „not set up to succeed“ und eine generelle Kritik in Richtung zu reaktiv, warum jetzt so, wenn’s in der Qualifikation doch proaktiver ging und so weiter. Die Vermutung, dass der letzte Punkt einen starken Zusammenhang mit der Anwesenheit oder eben nicht Donovans hat, soll den Leser an dieser Stelle dann wohl regelrecht anfallen, sagt aber letztlich nur, dass der Spieler eben von vorn herein nicht in den Turnierplan passte und völlig berechtigt nicht eingeladen wurde.

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Hagi10 3. Juli 2014 um 15:25

Ich kann mir gut vorstellen, dass Löw Wilmots ein bissl um seine Viererkette beneidet. Die scheinen genau seinen aktuellen Ansprüchen zu genügen. Gardemaß, zweikampfstark und Power nach vorn. Bin sehr gespannt auf das Argentinienspiel.

Ich fand auch bemerkenswert, dass wirklich jeder der vier Verteidiger mal seinen Ausflug nach „vorne“ hatte, unabhängig von Standards. Selbst van Buyten wurde mal aus dem Spiel heraus im Strafraum angespielt(wobei das auch kurz nach einem Standard gewesen sein kann), Kompany ist mal ins Mittelfeld vorgeprescht, die AVs eh. Ist natürlich dann ein Vorteil, wenn hinten dann immer noch drei gute Verteidiger(mit IV-Qualitäten) stehen. Wie geschrieben, ich bin gespannt wie das ganze dann gegen Argentinien oder womöglich gegen die Niederlande aussieht…

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OJDD 4. Juli 2014 um 07:43

Man könnte auch sagen, Jogi ist nicht der einzige, der mit 4 IV spielen lässt. Vertonghen und Alderweireld sind beide gelernte Innenverteidiger, die es aber rechtzeitig gelernt haben auch auf Außen zu spielen bzw. in Ermangelung echter Alternativen in der Nationalmannschaft regelmäßig machen müssen. So kann das eben auch gehen…

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Gianni 3. Juli 2014 um 09:01

Ich muss sagen, dass Belgien das Team ist, was mich in der K. O. Runde am meisten überzeugen konnte, jedoch hört man jetzt vermehrt den Tenor, dass die Argentinier rausfliegen.

Ich sage, durchaus möglich, aber man sollte bedenken, dass die Argentinier jetzt 4x gegen Teams gespielt haben, die sich hinten eingeigelt haben und dadurch wenig Räume zur Verfügung standen.
Gegen eine Mannschaft wie Belgien wird auch Argentinien ein besseres Spiel hinlegen, da bin ich mir absolut sicher.

Für die, die erwähnen, dass die USA auch mit mehr Glück ins 1/4 Finale hätten kommen können, denen muss ich widersprechen. Ohne Howard wäre die USA sang- und klanglos aus dem Turnier geflogen, dass muss gesagt werden.

Trotzdem Kompliment an Klinsmann für das Erreichte.

Gut, dass Ihr das mit Jones angesprochen habt. Habe mich auch gewundert, dass er ab einer gewissen Zeit im Sturmzentrum zu finden war, da würde ich gerne mal wissen ob das eine Anweisung von Klinsi war und wenn ja, warum?! Aber das werden wir wohl nicht erfahren.

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tomci 3. Juli 2014 um 15:32

Hmm weiß nicht, gegen schwächere Gegner sah Maradonnas ARG auch gut aus.. bis sie auf D trafen.. Könnte echt ne Überraschung für alle Feiertags-Fußball-Gucker werden

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Gianni 3. Juli 2014 um 15:42

Die Argentinier kamen noch nicht zur Entfaltung, da sich deren Gegner nur darauf bedacht haben, die Räume in der Defensive zu verengen.

Belgien wird es da eher auf einen offenen Schlagabtausch ankommen lassen und mit Spielern wie Lavezzi, Messi und di Maria besitzt man Spieler, die sich bietende Räume dankend annehmen werden.

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Benni 3. Juli 2014 um 01:00

Klinsmann hat sicher einiges geleistet, die USA haben gerade gegen Belgien oft unterlegen gewirkt, waren aber irgendwie doch gefährlich und die Chancenqualität der Belgier war nicht so hoch, als dass ein Führungstor zwingend gewesen wäre, trotz der enormen Anzahl an Torschüssen (kennt man ja auch von Deutschland). Aus der Graupentruppe hat er auf jeden Fall einiges rausgeholt! Und das ist ja nur das offensichtlichste, sein Einfluss auf den Fußball in den USA geht ja weit über diese 4 Spiele hinaus. Guter Mann!

Übrigens war es auch das 5. Achtelfinale, in dem ein Torhüter Man of the Match wurde (die anderen 3 waren Messi, Jams Rodriguez und Pogba).

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PW 2. Juli 2014 um 23:15

Hallo Zusammen,

ich habe ein Frage zu den letzten 20min der regulären Spielzeit. In dieser Phase gab es ha einen regelrechten Schlagabtausch jedoch mit den deutlich besseren Torchancen für Belgien. Meines Erachtens hat es die USA damit recht glücklich in die Verlängerung geschafft. Hätte diese Entwicklung nicht mit einer tieferen, kompaktere Mannschaft von Klinsmann beantwortet werden sollen? Gegen Deutschland hat es die USA ja auch gut geschafft wenig Torchancen zuzulassen indem sie tief standen.
Danke für die Antworten.

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Theodor 2. Juli 2014 um 22:03

Mal was Generelles:
Ist eigentlich von den Statistikern schon erwähnt worden, daß dies die erste Fußball-WM seit 1938 (!!!) ist, in denen keine der letzten acht Mannschaften bereits ein Spiel verloren hat?
(ok, in Brasilien 1950 war nur der jeweilige Gruppensieg relevant u. die vier Gruppensieger blieben in der Gruppenphase alle ohne Niederlage; die [irrelevanten] Gruppenzweiten hatten jedoch allesamt auch mal verloren.

Das heißt nun, daß wir an diesem Turnier auf alle Fälle einen Weltmeister haben werden, der im gesamten Turnierverlauf kein einziges Spiel verloren haben wird.

Und es heißt auch – jetzt wird’s tragisch – daß der Vizeweltmeister im gesamten Turnier nur jenes letzte Spiel verloren haben wird….

___zum Spiel Belgien : USA:
in dieser Form sind für mich die Belgier gegen die Argentinier ganz klarer Favorit. Das war schon ein tolles Offensivspektakel.

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MM10 2. Juli 2014 um 23:09

Nicht zu vergessen der dritt platzierte, der eben auch nur dieses eine (Halb-)Finale verloren hat.

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Duke van Hudde 2. Juli 2014 um 19:36

Nun für mich hat Belgien ein ziemlich starkes Spiel gemacht und war klar besser als die USA. Die USA hat aber für mich aus ihren Spielermaterial auch das beste gemacht was sie konnten. Die Spieler des Spiel waren für mich Yedlin,Vertonghen und de bruyne. Dazu natürlich der extrem starke Torwart der USA.

Was die Leistung von Klinsman angeht kann man die nur als wirklich gut bewerten.
In unserer Gruppe sind sie auf Platz 2 gekommen was schon eine wirklich gute Leistung war und auch gegen uns haben sie für ihre Mittel absolut überzeugt.
Zwar war Belgien in 1/8 Finale deutlich stärker aber die USA hatte einen ganz klaren Plan und auch ein paar Chance die so ein Spiel mit einigen Glück auch für die USA ausgehen lassne können.

Über die Moral und die Kondition muss man wohl nichts sagen da hat sein Team sicher das mögliche rausgeholt.Für mich daher eine fette 2+ und damit einer der besten Trainer des Tuniers.Für eine 1 reicht es nicht ganz und das liegt zum einen dadran das ich diese Note den beiden Trainern von Costa Rica und Kolumbien geben würde und das es dazu auch wohl zum 1/4 Finale hätte reichen müssen. Dazu sollten 2 mal eine Eins reichen und vielleicht bekommt der mögliche Weltmeistertrainer die Note von mir noch.

Für mich bleibt Kliensman ein sehr guter Nationaltrainer und da würde ich ihn auch wieder für Deutschland nehmen, aber ein absolut untauglicher Vereinstrainer. Von daher sollte er nur nur solche Jobs annehmen und dann wird er auch als Trainer eine Legende werden.

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Gatling 2. Juli 2014 um 19:18

also ich fand Belgien richtig stark.

Wenn ich mir die drei underdogs Kolumbien, Costa Rica und Belgien im VF anschaue, hat für mich Belgien gegen Argentinien noch die besten Chancen eine Sensation zu schaffen.

Kolumbien…ich hoffe ja, dass sie Brasilien schlagen. Dabei kommt ihnen aber wahrscheinlich mal ein schlechter Tag in die Quere, jetzt haben sie als Außenseiter tatsächlich 4 relativ überzeugende Siege hintereinander gereiht. Da wird jetzt oder im einem möglichen HF spätestens ein Ausrutscher kommen durch den sie rausfliegen.

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DerEntlauber 2. Juli 2014 um 18:36

Tolle Analyse, danke dafür! Ich finde es etwas schade, dass bei manchen Spielen (Schland!) hier noch kritisiert wird, dass der linke vordere Stollen von Toni Kroos nicht ausreichend berücksichtigt wurde, andererseits so tolle Spiele (und Analysen) kaum Beachtung finden.
Zur Frage: Mich hat Klinsmann bei dieser WM absolut positiv überrascht, ich finde, dass man in jedem Spiel einen klaren Plan erkennen konnte, der gut auf das doch limitierte vorhandene Spielerpotenzial abgestimmt war. Das habe ich dem „und erstrecht nicht von den Polen“-Buddha-04gegenBarca-Jürgen nicht zugetraut.

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Spoki 2. Juli 2014 um 18:28

ich fand belgiens unermüdliches angreifen aus verteidgungssituationen überaus beachtlich. ich frage mich nur, ob es mangelnde abschlussqualität der stürmer ist, dass die torschüsse allesamt sehr zentral und damit „schwach“ ausfielen. außerdem hätten weitschüsse howard durchaus vor größere probleme stellen können. er hat des öfteren abprallen lassen und gerade deshalb hat es mich gewundert, dass die belgier es nicht öfter von weiter draußen probiert haben. de bruyne hat das zwar gemacht, aber dann auch wie die meisten anderen torschüsse generell, flach.

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Stepi 2. Juli 2014 um 17:57

In den Analysen vom Spiel werden andauernd die Torschüsse von Belgien bemüht. Wenn man sich seiner Stärken und der Schwächen des Gegners bewusst ist, dann kann man schon ein gewisses Risiko eingehen. Besonders in der Rolle des „Underdogs“, Klinsi hat seine Mannschaft nicht hinten reingestellt sondern wollte auch Chancen kreieren und das hat mir sehr gefallen. Er hat seine Mannschaft hervorragend auf die verschiedenen Gegner eingestellt und das beste aus dem bescheidenden Potential herausgeholt, mit ein bisschen Glück wäre sogar das Viertelfinale drinnen gewesen.

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Izi 2. Juli 2014 um 17:19

Mir gefiel auch die Leistung Klinsmanns: Er hat es in jedem Spiel geschafft, die Schwächen des Gegners auszumachen und seine Mannschaft gezielt darauf einzustellen. Okay, an der Defensivtaktik der Mannschaft sollte noch gearbeitet werden, aber offensiv war gerade die erste Halbzeit und die zweite Hälfte der Verlängerung gut! 🙂

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Ron 2. Juli 2014 um 16:25

Ich fand die Leistung Yedlins wirklich bemerkenswert. Kaum Ballverluste, brauchbare Flanken. In dem Spiel und mit dem Alter. Chapeau!

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Libano 2. Juli 2014 um 22:40

und verdammt schnell.

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fluxkompensator 2. Juli 2014 um 14:56

bradley hatte einige tolle verlagerungden und intelligente bewegungen (im spielaufbau) parat – das war schon sehr imponierend; selbst in der verlängerung noch strategisch hochkarätig. schade, hätte ihn noch gerne in einem spiel gesehen…

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