FC Chelsea – Paris St. Germain 2:0

Paris St. Germain verhilft mit der eigenen strategischen Ausrichtung Chelsea zum Comeback. Laurent Blancs Team scheiterte u.a. an der Unfähigkeit, einen Konter zu Ende zu spielen.

Grundformationen zu Beginn des Spiels

Grundformationen zu Beginn des Spiels

Nach dem Hinspiel knallten in Katar die Sektkorken: Paris St. Germain hatte die Partie gegen Chelsea klar dominiert und verdient mit 3:1 gewonnen. Chelsea hatte im Prinzenpark große Probleme, das Ballbesitzspiel des PSG zu stoppen. Besonders die herausrückenden Bewegungen des Mittelfeldes machten ihnen zu schaffen. Wer nun dachte, Paris würde die Strategie des Hinspiels wiederholen, sah sich getäuscht. Ohne Superstar Zlatan Ibrahimovic setzte Blancs Team auf Konter.

PSG macht einen auf Chelsea

Paris zog sich in einer engen 4-5-1-Anordnung zurück. Ein hohes Pressing gab es nur in den ersten Minuten, danach zogen sich alle Pariser bei gegnerischem Ballbesitz in die eigene Hälfte zurück. Die eigene Defensivanordnung interpretierten sie dabei eher passiv. Einzig Matuidi schoss ab und an hervor, um Chelseas Mittelfeld aktiv zu stören. Ansonsten versuchte Paris hauptsächlich, eng im Zentrum zu stehen und den Gegner auf die Flügel zu lenken.

Chelsea hatte durch die tiefe Positionierung des Gegners viel Zeit, das Spiel aus der eigenen Hälfte aufzubauen. Speziell David Luiz kippte weit nach hinten, aber auch Lampard fiel in einigen Situationen zurück. Dafür konnten die Außenverteidiger weiter vorrücken. Chelsea überlud besonders die linke Seite, wo Mourinho in Jallet anscheinend einen Schwachpunkt ausgemacht hatte. Hazard bzw. der früh eingewechselte Schürrle (18.), Oscar und Rechtsaußen Willian versuchten, auf links Überzahlen zu kreieren.

Allerdings kam Chelsea nur selten in gefährliche Räume. Im Zentrum stand PSG dicht und fuhr ab und an Pressingattacken, um Chelsea auf den Flügel zu lenken. Dort arbeiteten die Außenstürmer viel nach hinten und verfolgten Chelseas Außenverteidiger mannorientiert. Durchbrüche gab es für Chelsea höchstens nach den Überladungen, und selbst nach diesen Durchbrüchen erzielten sie kaum Torgefahr mit ihren flachen Hereingaben. In der ersten halben Stunde stellte Chelsea die Defensive von Paris St. Germain eher selten vor schwierige Aufgaben

Ein Konterteam ohne Konter

Schwerwiegender aus Sicht der Pariser war, dass sie ihre eigenen Konter komplett verschenkten. Eigentlich ist Paris in dieser Saison nicht als Kontermannschaft, sondern eher als Ballbesitzteam bekannt. Es verwunderte dennoch, wie taktisch schlecht das Verhalten von Paris nach Balleroberungen war.

Chelsea stand in vielen Situationen recht offen aufgrund der hohen Rollen der Außenverteidiger. Optimal wäre für Paris gewesen, Chelsea in Kontersituationen nach hinten zu drücken und die Breite zu besetzen, damit sie die zahlenmäßige Überzahl ausspielen könnten. Ein Tiefensprint hätte die Viererkette gebunden und verhindert, dass Chelseas Spieler die Kette verlassen können, ohne dass sie Gefahr laufen, einen Pass in die Schnittstelle zu ermöglichen. Im Zusammenspiel mit Akteuren in der Breite des Spielfeldes wären Chelseas Möglichkeiten, den Konter zu verteidigen, arg limitiert gewesen.

Allerdings zeigte PSG weder das eine noch das andere. Oftmals sprinteten die freien Akteure vor dem Mittelfeld nicht einmal, sondern trabten nach vorne – ohne jedes Gefühl für Raum und Geschwindigkeit. So konnte David Luiz stets aus dem Sechserraum oder der Abwehrreihe (wenn er abgekippt war) herausrücken und den ballführenden Spieler stellen. Paris konterte dies nicht mit Pässen in den Raum hinter Luiz, sondern brach die eigenen Konter ab und ließ den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren.

So war die Ausrichtung von Paris St. Germain weder Fisch noch Fleisch: Für ein Ballbesitzteam fehlte ihnen ein Pressing, um den Ball wieder zurückzugewinnen. Chelsea genügte es, mit individuellen Pressingattacken das Pariser Mittelfeld zu langen Bällen zu zwingen und daraufhin den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Ihre passive Verteidigung konterkarierten sie wiederum mit schwachen Kontern. Dies ermöglichte Chelsea, viele Spieler vor den Ball zu bringen, ohne gefährliche Gegenstöße zu riskieren – was wiederum PSG das Verteidigen erschwerte.

Chelsea trifft, PSG reagiert

Bis zur Pause hatte das Spiel daher eine merkwürdige Dynamik. Auf der einen Seite lauerte ein Team auf Konter, ohne je gefährlich zu kontern, auf der anderen Seite sammelte ein Team Ballbesitz, das eigentlich kein Ballbesitzteam ist. Einzig die Linksüberladungen Chelseas kreierten Gefahr, wenn auch eher indirekt über herausgeholte Freistöße und Ecken. Es passte zu diesem seltsamen Spiel, dass Chelseas erstes Tor nach einem Einwurf fiel (32.).

Nach der Pause passten beide Trainer ihr Team etwas an. Bei Chelsea war fortan Schürrle der Freigeist, während Willian strikter die Position auf der rechten Seite hielt. Ivanovic agierte nun deutlich offensiver. Schnell konnte sich Chelsea über rechts ein Übergewicht erarbeiten und über Hereingaben zu Chancen kommen.

Paris verteidigte hingegen etwas offensiver. Matuidi stieß öfter aus dem Mittelfeld hervor und störte Chelseas Ballbesitzspiel. Diese mussten nun öfters über die Verteidiger aufbauen, die einige hohe Bälle einstreuten. Dennoch kam Chelsea oft über den tief agierenden Willian auf die rechte Seite und konnte von dort einige gute Hereingaben spielen. So traf Chelsea kurz nach der Pause gleich zweimal die Latte.

Dramatische Schlussphase

PSG reagierte jedoch auf die neue Rechtslastigkeit Chelseas. Fortan lauerte Cavani leicht nach links versetzt hinter Ivanovic auf Konter. Auch Lavezzi nahm sich ab und an Auszeiten aus der Defensivarbeit und ließ sich auf links hinter Ivanovic schicken. Wirklich zu Chancen führte die Strategie aber erst, als Pastore ins Spiel kam. Er ging oft von der linken Seite ins Zentrum und schlug Spielverlagerungen hinter die Abwehr auf Cavani. Dieser hatte gleich zwei gute Chancen zwischen der 70. und 80. Spielminute.

Grundformationen in der 75. Minute

Grundformationen in der 75. Minute

Dass Paris nach rund 70 Minuten erstmals Torgefahr entwickelte, lag auch an der offensiveren Spielweise Chelseas. Der eingewechselte Ba (66., für Lampard) ging als Abnehmer für hohe Bälle in den Strafraum, während Willian Lampards Rolle im Mittelfeld übernahm und wesentlich offensiver interpretierte. David Luiz machte zwar eine sehr starke Partie, konnte jedoch allein im Zentrum nicht jeden Konter verhindern.

Chelsea ging mit der Einwechslung Bas dazu über, mehr hohe Bälle zu schlagen. Sie begannen recht früh damit, über die Holzhackermethode zu Chancen zu kommen anstatt Angriffe auszuspielen. Torres‘ Einwechslung verstärkte dies noch einmal, er sammelte auf der halblinken Seite einige hohe Bälle auf. Doch genau diese Strategie sollte am Ende zum Erfolg führen: Azpilicuetas Schuss nach einem zweiten Ball wurde abgefälscht, Ba musste nur noch einschieben. Da half es nicht einmal, dass Paris mit Marquinhos einen dritten Innenverteidiger eingewechselt hatte.

Als Chelsea das 2:0 bejubelte, sprintete Mourinho an die Eckfahne und gab seinen Jungs sofort neue taktische Anweisungen. Sein Team sollte das 2:0 in einem 4-1-4-1 über die Zeit retten, mit Schürrle als Achter und Torres als Rechtsaußen. Paris warf jetzt alles nach vorne und erspielte sich noch zwei Eckbälle, konnte den entscheidenden Treffer jedoch nicht mehr erzielen. Das Wunder von der Stamford Bride war perfekt.

Fazit

Nachdem Chelsea vor Wochenfrist noch gegen Paris verlor, zeigten sie nun eine bessere Leistung. Dennoch war in dieser Partie zu erkennen, dass Chelsea im Kern keine Ballbesitzmannschaft ist. Oft spielten sie stumpf den Flügel herunter oder verließen sich auf die Dribblings und Geniestreiche ihrer Außenstürmer. Für die abwartende Strategie der Pariser reichte das aber aus, zumal Sechser David Luiz einen bärenstarken Tag erwischte. Zahlreiche Gegenstöße erstickte er bereits im Keim.

Paris St. Germain hat sich das Aus am Ende selbst zuzuschreiben, so abgedroschen es klingt. Blancs Team stand defensiv nicht einmal schlecht, besonders im Zentrum ließen sie Chelsea wenig Raum zum Agieren. Wer allerdings auswärts auf Konter spielt, sollte zumindest vorher einmal Tiefensprints und die Positionierung in Gleichzahlsituationen trainieren. Dass Paris trotz Chelseas offensiver Spielweise erst nach über 70 Minuten zu Chancen kam, sagt am Ende einiges aus über die Leistung von Blancs Team. So fiel der Siegtreffer Chelseas zwar ausgerechnet während Paris‘ stärkster Phase, war über die gesamten 90 Minuten betrachtet allerdings nur gerecht.

CF 12. April 2014 um 12:12

Die Partie war aus Sicht des Trainers natürlich ziemlich unglücklich aber was mich in manchen Phasen schockiert sind die großen Staffelung Problem. Sie verlieren die totale Anbindung an das Zentrum. Überladen zwar oft die linke Seite, verlieren aber dann aufgrund der unpassenden Staffelung jegliche Anbindung an horizontale Räume. Matuidis komplexen Bewegunsgmuster sind nicht ideal eingebunden und führen manchmal zu Staffelunges Problemen, stößt er zu schnell vor fehlt manchmal die Anbindung an den linken Halbraum, rochiert er zu früh und zu strategisch unklug in den von Maxwell freigeblockten Raum fehlt es an Präsenz im Zentrum. Diese Schwächen bei Ballbesitz sind zum Teil echt krass und kommen in der Liga nicht so zum Vorschein, weil halt eine Überladung aus Lavezzi, Ibra, Matuidi, Verratti, Motta immer noch krass ist. Aber gerade gegen Chelsea in der ersten Halbzeit des ersten Spiels hat man schon gesehen, dass Teams die sich gut anpassen, dort schon richtig Probleme machen können. Die 48% Ballbesitz in dieser Halbzeit entstehen ja dadurch, dass sie den Ball nicht richtig zirkulieren lassen konnten und auf Grund mangelnder Strukturen ein wirksamer und einfach zu haltender Ballbesitz selten oder wenn dann nur in tiefen Zonen zu stande kam. In der zweiten Halbzeit wurden sie dann symmetrischer und passten sich besser an, die Überladung würde zurück geschraubt, Lavezzi oder auch Matiudis sucht stärkere Anbindung ans Zentrum nun hatten sie 58% Ballbesitz, da sie auf Grund der besseren Staffelungen schwerer zu pressen waren. Dies sehe ich momentan als größtes Probelm und ist in einer

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SD 9. April 2014 um 14:59

Hallo muss das leider mal OT hier posten. Ich bin begeistert, wie hier immer schon am Abend die ein oder andere Spielanalyse online stellt.

Das werdet ihr jetzt nicht mögen (zumal ich den Eindruck habe, dass SV generell nicht so gut mit Kritik umgeht), aber nach dem Abend gestern, oder letzter Woche ist es schon schade, dass das Spiel mit deutscher Beteiligung dann doch immer recht zeitverzögert analysiert wird.

Dazu kommt, dass viele von SV scheinbar ihr Glück in anderen „strategischen Räumen“ suchen, das aber leider nicht in der entsprechenden Rubrik aktualisiert veröffentlicht ist.

Jetzt könnt ihr auf mich einschlagen und argumentieren, es handele sich hier immerhin um ein privates Projekt, nichtsdestotrotz finden ich und andere es trotzdem schade. Einem gewissen Anspruch, den sich SV auch selbst gestellt hat über die Zeit, wird damit nicht immer Rechnung getragen.

Selbst wenn die Analyse noch so kurz wäre, würde sie die Möglichkeit schaffen, sich mit anderen SV-Followern auszutauschen.

Nochmal, ich verstehe und erwarte nicht das die Analyse nun genau am Spieltag, oder dem Tag danach verfügbar sein muss, ich stelle nur eine Entwicklung fest.

In ein paar Tagen ist das FCB-BVB Spiel und noch ein paar Tage später das Pokal-Halbfinale… Engliche Wochen eben.

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TE 9. April 2014 um 15:46

Hallo SD, vielen Dank für das Feedback. Ich verstehe die Kritik in Teilen, auch wenn ich finde, dass wir uns in den letzten Wochen gebessert haben, was die zeitnahe Veröffentlichung der Analysen angeht. Wir haben drei der vier Hinspiele analysiert und die Analysen zum BVB und Bayern waren recht zeitnah da (eine direkt nach dem Spiel, die andere am nächsten Tag um 12). Diesmal dauert die Analyse des BVBs etwas länger, was bei den vergangenen Top-Spielen eher die Ausnahme denn die Regel ist.

Dass ich meine Chelsea-Analyse schon am selben Abend fertig gemacht habe, ist nun einmal kein Standart. Die meisten anderen Spielverlagerer sind Studenten oder arbeiten Vollzeit. Da ist es schwierig, unter der Woche bis um 0.30 Uhr eine Analyse zu schreiben. Deshalb sagen wir auch immer, die Seite sei „Privat“ – unser Hauptfokus liegt auf anderen Dingen, was sich besonders in Klausurphasen oder bei Spielen unter der Woche bemerkbar macht.

Bei deinen anderen Kritikpunkten muss ich dir zustimmen. Wir müssen es besser kommmunizieren, wenn Artikel auf anderen Plattformen erscheinen. Wir planen da schon eine Lösung für die Hauptseite. Auch müssen wir eine Diskussionsplattform schaffen, damit direkt nach Spielen diskutiert werden kann. All das ist angedacht, aber erneut muss ich darauf verweisen, dass Spielverlagerung allenfalls ein Zubrot ist. Da dauert alles ein bisschen länger als bei „vollprofessionellen“ Seiten.

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splattercheffe 9. April 2014 um 17:59

TE, Du bist der lebende Beweis dafür, dass Ihr eben doch mit Kritik umgehen könnt, soviel muss mal gesagt werden. Übrigens gehöre ich eher, im Vergleich mit SD, zur bestimmt nicht kleinen Fraktion der Leser, die für Euer qualitativ hochwertiges Angebot mehr als dankbar sind, wofür Ihr eher zu wenig Lob als zu wenig Kritik bekommt, wie ich finde.
Wann die Analysen erscheinen, finde ich gar nicht mal so wichtig, weil es für beide Varianten Vor- wie Nachteile gibt. Lustigerweise werdet Ihr ja auch für beide Varianten dann auch kritisiert – Ungenauigkeiten bei der einen, großes Zeitfenster bei der anderen… insofern könnt Ihr es sowieso keinem rechtmachen.
Also: von meiner Seite Hut ab vor Eurem Engagement. Verbesserungspotential gibt’s immer, aber für alle von den sonstigen Medien in Print und Fernsehen Angeödeten und Verärgerten auch mal ein herzliches Dankeschön an alle Autoren. Und das Recht auf noch a bissl Zeit fürs Privatleben außerhalb Fußball (falls vorhanden…)

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Libano 9. April 2014 um 14:14

Chelsea hat sich als ziemlich variables, kampf- und spielstarkes Team wohl endgueltig in den Favoritenkreis der diesjaehrigen Champions League gespielt. Sie sind ein sehr unangenehmer Gegner – robust in der Verteidigung und brandgefaehrlich im Angriff. Gerade ihre Kämpfermoral hat mich beeindruckt. Ivanovic hat uebrigens ein klasse Spiel gemacht, der kann auf alle Faelle Fussball spielen. Auch Cech, Cahill, Luiz, Oscar und Schuerlle waren gut drauf. Kompliment.

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LB 9. April 2014 um 18:28

Es hat sich mir noch nie so recht erschlossen, warum manche bei Halbfinalisten noch von einem „Favoritenkreis“ zu reden. Naturgemäß kommen ab dem späteren heutigen Abend nur noch 4 Teams für den CL-Sieg 2014 in Betracht. Die sind dann doch wohl alle im „Favoritenkreis“.

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Bernhard 9. April 2014 um 10:11

FC Chelsea???

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TE 9. April 2014 um 11:22

Die gängige (und sprachlich korrekte) Variante in Deutschland, wenn ich mich nicht irre.

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Bernhard 9. April 2014 um 11:26

Wie kann das korrekt sein? Nur weils viele deutsche Medien verwenden?
Ich weiß dass ich jetzt kleinlich bin,aber gängig bedeutet nicht korrekt.
Als Gegenbeispiel wär ja Bayern München FC auch falsch.

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TE 9. April 2014 um 12:42

Im Deutschen steht das „FC“ vor dem Vereinsnamen. Ich behaupte auch nicht, dass es der Weisheit letzter Schluss ist, aber ich persönlich habe es schon immer so gehandhabt, auch beim FC Arsenal bspw.

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Mr. Toast 9. April 2014 um 13:18

Solange du nicht Chelsea London schreibst, dürfte sich der Aufschrei in Grenzen halten. 😀

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Bernhard 10. April 2014 um 10:25

Mir ist schon klar, dass es in der deutschen Medienwelt üblich ist zB. FC Chelsea etc zu schreiben. Ich will auch nicht deinen Schreibstil per se kritisieren, da gibts auch wenig zu kritisieren. Diese Konvention taugt mir halt ned, das wollte ich damit zum Ausdruck bringen.

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TE 10. April 2014 um 12:06

War auch gar nicht böse gemeint von mir. Ich verstehe deinen Punkt. Ich halte es nun einmal so, die Namen internationaler Teams einzudeutschen. Viele andere SV-Autoren machen es wie du.

Koom 10. April 2014 um 15:10

Halte da deine Haltung auch für die Richtige. Ansonsten kommst du dann bei den Vereinen in kyrillischer Schrift dann langsam doch in ernste Schwulitäten! 😉


ehrmantraut 9. April 2014 um 02:21

Die veränderte Ausrichtung bei PSG war schon bemerkenswert. Vermutlich wollte man damit Chelseas Schwächen gegen tiefstehende Teams hervorheben. Eigentlich passend zu der Konterstrategie wurde auf den Ausfall Ibrahimovics mit der Aufstellung des schnellen Lucas reagiert.

Die schlechte Umsetzung des Konterspiels lässt natürlich an der Sinnhaftigkeit dieser Umstellung zweifeln. Dennoch fand ich PSG‘s Defensive gerade in der 1. Halbzeit sehr stark. Das Zentrum wurde gut verschlossen und man drängte Chelsea auf außen, wo man leicht Überzahlsituationen herstellen konnte. Gefahr gab es wie angesprochen fast nur nach Standards, die oft auch noch aus ziemlich überflüssigen Fouls resultierten.

Mourinhos Umstellungen mit Ba und Torres für Lampard und Oscar waren schon sehr brechstangenmäßig. Eigentlich fand ich das auch wenig überzeugend, da gerade nach Lampards Auswechslung Chelsea deutlich anfälliger wirkte, ohne selbst wirklich gefährlicher zu werden. Dass Ba dann irgendwie das Tor macht, lässt den Wechsel jetzt natürlich wie einen Geniestreich Mourinhos wirken. Andererseits, welche anderen Möglichkeiten hätte der Kader hergegeben?

Ich hätte Paris wirklich gerne im Halbfinale gesehen (gegen Real oder Bayern, was für Begegnungen!). Ob das Aus über beide Partien gesehen verdient oder unverdient ist, will ich nicht beurteilen; vor allem empfinde ich es als unnötig.

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ich 9. April 2014 um 00:45

die „vorlage“ zum 2:0 kam nicht von ivanovic sondern von azpilicueta

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Lino 9. April 2014 um 10:35

Ohne das Spiel gesehen zu haben, hätte es mich auch gewundert wenn Ivanovic eine Vorlage zustande gebracht hätte 😉

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TE 9. April 2014 um 11:19

Danke für den Hinweis, ich habe es geändert!

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