Sonderpodcast 2014 Teil 6

Im vorletzten Sonderpodcast zur Hinrunde besprechen wir Borussia Dortmund.

Gäste: Martin Rafelt (MR) und Matthias Dersch (Ruhrnachrichten). Moderation: Tobias Escher (TE).

Hier rechtsklicken, um ihn herunterladen zu können.

Tank 26. Januar 2014 um 23:37

Ohne jetzt den Wortlaut im Kopf zu haben: Der ansonsten ja sehr symphatische und fachkundige Herr von den Ruhrnachrichten sagte doch was in der Richtung, dass Kagawa bei Manchester United nicht gut spielt, oder?

Ich hab United nun wahrlich nicht immer gesehen, aber wenn ich Kagawa mal habe spielen sehen, fand ich ihn da eigentlich individuell überragend.

Sie vertrauen ihm halt blöderweise nicht und binden ihn nicht ordentlich ein. Er liefert aber nach wie vor geil ab – und darauf kommt’s ja bekanntlich an.

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CF 27. Januar 2014 um 06:11

Angeblich wechselt er ja zu Atlético. Wäre sein Verein, würde extrem gut dort hinein passen. In der jetzigen Struktur würde er wahrscheinlich zu absoluten Weltklasse reifen.

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CF 22. Januar 2014 um 21:25

“die BVB-Spielweise ist zu intensiv, klar dass es so viele Ausfälle geben muss” (ums mal ganz grob verkürzt zu sagen).

Ich habe mich jetzt auch nicht so stark mit dem Thema auseinander gesetzt. Aber aus statistischer Sicht kann man den obigen Grund ausschließen. Vergleicht man nämlich Daten die eine intensive Spielweise auszeichnen wie Sprints oder Gesamtelaufleistung dann stellt man fest das es Teams gibt die ähnlich intensive spielen aus statistisch Sicht aber nicht mal annährend so viele Verletzte haben.
Aus dem Bauch heraus würde ich sagen es war einfach nur Pech. Selbst Milan mit MilanLab hat momentan sehr viele Verletzte. Manche Verletzungen kann man nicht verhindern.

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Michael 22. Januar 2014 um 19:53

Zuerst ein „Danke“ für diesen Podcast über den BVB; hat mir sehr gut gefallen, besonders eure Gedanken zum Dortmunder Nachwuchs und deren Einsatzzeiten.

Ihr habt am Anfang auch über die vielen Verletzten gesprochen. Was mir dabei gefehlt hat, war ein wenig der Hintegrund bzw. eure Meinung dazu, warum es so viele Ausfälle gab.
Es gab/gibt in den Medien die verschiedensten Meinungen dazu zu lesen, von „einfach dumm gelaufen“ über „schlechtes Management, man hätte im Sommer am Transfermarkt mehr machen müssen“ bis zu „die BVB-Spielweise ist zu intensiv, klar dass es so viele Ausfälle geben muss“ (ums mal ganz grob verkürzt zu sagen).

Kann mich jemand, der vorzugsweise keine schwarz-gelbe oder anti-schwarz-gelbe Brille aufgesetzt hat, diesbezüglich etwas aufklären?

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MR 22. Januar 2014 um 22:26

„Es gab/gibt in den Medien die verschiedensten Meinungen dazu zu lesen“

Ist das so? Waren das tatsächlich Meinungen? Kann es dazu überhaupt Meinungen geben?

Ist doch eher so, dass da willkürlich das geraten wird, was einem grad am besten in den Kram passt. Wie viele Fans und Journalist können denn einschätzen, wodurch ein Wirbelgleiten begünstigt wird?

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass die Innenverteidiger deutlich am wenigsten belastet werden beim BVB.

Die Kaderbreite hätte meiner Meinung nach ausgereicht, wenn man konsequent auf Schieber, Kirch und Günter gesetzt hätte.

Darüber hinaus hab ich zu dem Thema keine Kompetenzen.

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Zagłębie rules 23. Januar 2014 um 10:11

Warum soll es dazu keine Meinungen geben? Wenn das so wäre müsstest du konsequenterweise sofort die Seite vom Netz nehmen. Mit Sicherheit ist Gündogans Wirbelgleiten keine typische Fußballer Verletzung, sondern fällt eher in den Bereich der genetischen Prädisposition. Und die Kaderbreite hat offensichtlich eben doch nicht ausgereicht ganz oben mitzuspielen, wobei qualitativ gesehen und von den Ergebnissen ja trotzdem eine Verbesserung gegenüber der Vorsaison zu verzeichnen war. Wenn man mal von der Verpflichtung Friedrichs absieht hat ja Klopp letztendlich genau das getan was du beschreibst. Er hat den vorhandenen Kader genutzt. Durm, Sarr und Hofmann sind doch der Beweis, dass er in der Lage ist Lücken aus dem Nachwuchs zu schließen. Und ich unterstelle jetzt mal frech dass er den Kader in letzter Konsequenz besser beurteilen kann wie ein Team von wenn auch besser informierten Fußballfans. Schieber hat sich seit Nürnberg null weiterentwickelt, er hat im Gegenteil das was ihn ausgezeichnet hat seine physisch präsente Spielweise weitgehend abgelegt. Kirch mag ein überdurchschnittlicher Zweitligaspieler gewesen sein, aber von Piszczek ist er Lichtjahre entfernt und Günter hatte noch nicht mal im Drittliga Team einen Stammplatz. Wenn man überhaupt einen Fehler in der Kader Planung gemacht hat dann den, dass man Piszczek der quasi eher als „Abgang“ zu werten war nicht adäquat ersetzt hat.

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EvS 23. Januar 2014 um 11:10

naja also auf der rechtsverteidigerposition hat ja großkreutz piszcek mehr als ordentlich vertreten. und wie kommst du auf die idee dass sich schieber null weiterentwickelt hat? von seinen 10-minuten-einsätzen in den letzten 1,5 jahren? sobald er in der startelf war oder zumindest ne ganze halbzeit gespielt hat, war das nämlich größtenteils überzeugend. und das günter in der II keinen stammplatz hatte? könnte es damit zusammenhängen dass er februar bis mai und juni/juli mehr oder weniger dauerverletzt war?
ich würde mir einfach wünschen dass klopp da einfach mal risiko gehen würde, aber anscheinend ist das beim bvb durch die erwartungshaltung nicht mehr so einfach wie zu klopps anfangszeiten.

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Zagłębie rules 23. Januar 2014 um 12:52

@EvS.
Dein Kommentar war noch nicht sichtbar als ich meinen geschrieben hatte, deshalb will ich das jetzt nicht nochmal wiederholen.
Solange das Team oben dabei war wäre es m.E. fahrlässig gewesen „Risiko“ zu gehen. Und als dann das halbe Team verletzungsbdingt fehlte hat Klopp doch gehndelt. Sarr hatten doch vorher die wenigsten auf der Rechnung. Und auch dass Hofmann so gespielt hat als wäre er schon paar Jahre dabei übersehen auch viele.

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Zagłębie rules 23. Januar 2014 um 12:55

PS Das Goßkreutz Piszczek gut ersetzt hat bestreitet ja niemand. Aber ich glaube im Mittelfeld hätte er noch mehr wirkung erzielt.

MR 23. Januar 2014 um 11:18

„Und ich unterstelle jetzt mal frech dass er den Kader in letzter Konsequenz besser beurteilen kann wie ein Team von wenn auch besser informierten Fußballfans.“

Ich unterstelle auch nicht, dass er die Spieler falsch beurteilt, er hat ja Kirch und Schieber immerhin geholt und hat Günter schon oft gelobt und gegen Gladbach eingewechselt. Ich behaupte, es war strategisch falsch, so selten das Risiko ihres Einsatzes einzugehen (das Risiko streite ich ja gar nicht ab, ich bin aber der Meinung es hätte sich ausgezahlt, besonders angesichts der Alternativen).

Übrigens: Kirch ist von Piszczek keineswegs Lichtjahre entfernt, auf der genannten Achterposition ist es eher andersrum. Technisch/spielerisch ist Kirch deutlich besser. Dass Schieber sich nicht weiterentwickelt hat, halte ich auch für Blödsinn. Defensiv und im Kombinationsspiel ist er (teils deutlich) stärker geworden und wo er seine physische Präsenz abgelegt haben soll, ist mir ein Rätsel.

„Günter hatte noch nicht mal im Drittliga Team einen Stammplatz.“
Abgesehen davon, dass ich so eine Argumentation ätzend finde, stimmt das nicht. Er hat zu Saisonbeginn verletzungsbedingt gefehlt, saß dann im August die ersten zwei Spiele auf der Bank und dann hat er jedes Spiel gemacht, bei dem er im Kader stand.

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Zagłębie rules 23. Januar 2014 um 12:45

Dass Kirch auf der 8 besser ist bestreite ich gar nicht. Er wurde aber in erster Linie als backup für Piszczek geholt. Und der spielt AV. Mit Lichtjahre entfernt meinte ich auch eher Lukasz Interpretation der Rolle als AV. Auf der 8 ist die Konkurrenz auch viel größer weil das sowohl Breitkreuz, Kehl oder zur Not auch Gündogan wesentlich besser können. Ohne Hummels und Piszczek mit ner eher statischen Viererkette hinten drin hätte er sicher etwas mehr Stabilität und Fluidität ins Mittelfeld bringen können, doch wenn Hummels wieder spielt seh ich eher wenig Chancen für ihn.

Koray Günter hat nach seiner Verletzung zwischen dem 9. und 21. Spieltag 6 mal über die volle Distanz gespielt. Insgesamt sind das aber 13 Spiele gewesen ergo hat er nicht mal die Hälfte der Spielzeit bestritten.
Gut vier mal stand er im BL Kader das muss ich fairerweise zugeben.
Hast also insgesamt vermulich recht.

Schieber hat sicherlich spielerische Fortschritte gemacht. Er hat aber in Nürnberg deutlich körperbetonter gespielt und mehr die 1:1 Situationen gesucht. Meiner Meinung nach hat das besser zu ihm gepasst.

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Koom 23. Januar 2014 um 13:02

Ohne Gelb-Schwarze Brille, aber zumindest intensive Klopp-Beobachtung seit Jahrzehnten:

Die Verletzungen sind im wesentlich der Kategorie „Pech“ zuzuordnen. Natürlich war es ab einem gewissen Verletztenstand auch so, das neue Verletzungen durch fehlende Alternativen wahrscheinlicher wurden. Klopp ist aber in Punkto Belastungssteuerung/Regeneration per Training einer der Besten (war ja einer seiner Schwerpunkte seines Diploms).

Als seine (oder Buvacs‘?) Schwäche muss man aber anmerken, das er ungern funktionierende Teams auseinanderreißt, er ist kein Freund von Rotation. Dadurch haben es neue Spieler teilweise schwer, ins Team zu rücken. Auch wechselt er im Spiel eher ungern. Seine Teams profitieren deswegen meist auch von hoher Eingespieltheit, sind dann aber sehr anfällig, wenn es Sperren oder andere Ausfälle gibt, weil dann einiges dieses starken Vorteils verloren geht. Das liegt wohl einfach auch schlichtweg daran, das er es gewohnt ist, mit individuell schwächeren Spielern zu arbeiten, die er durch die Eingespieltheit, Laufarbeit und Kompaktheit deutlich aufwertet.

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