Borussia Dortmund – SSC Neapel 3:1

Borussia Dortmund konnte am 5. Spieltag der Champions-League-Gruppenphase den erforderlichen Heimsieg gegen die SSC Neapel erreichen. Dabei nutzte der Bundesligist Napolis statisches Verhalten und brachte eigene Umschaltstärken sehr gut ein.

Zu Spielbeginn

Beide Trainer änderten an ihrer jeweiligen Grundformation im Wesentlichen nichts. Jürgen Klopp schickte seine Mannschaft im gewohnten 4-2-3-1 auf das Feld. Dabei rückte Sven Bender in die Innenverteidigung, während Sebastian Kehl den zentralen Part vor der Abwehr übernahm. Es ergaben sich im Grundsatz keine Überraschungen. Lediglich Nuri Sahin agierte in vielen Phasen weniger zentrumsorientiert und wich häufig in die Halbräume aus. Insgesamt wurde der eigene Sechserraum weitestgehend beherrscht, da Neapel den Zehnerraum zumeist unbesetzt ließ.

Grundformation

Grundformation

Rafael Benitez vertraute erneut auf eine 4-4-2-Ausrichtung. Goran Pandev und Gonzalo Higuain spielten auf einer Linie in der Zone hinter Dortmunds Sechs. Fallbewegungen waren selten zu erkennen, sodass sich die Formation in der Regel mit einem Sechserblock und den zwei kompakten Neunern darstellte. Fokussiert wurde zumeist auf die Außenbahnen, die von den Pärchen Maggio-Callejon sowie Armero-Mertens (insgesamt 18 Passkombinationen zwischen beiden) bearbeitet wurden.

Napoli statisch und eindimensional

Insgesamt war das Spiel der Gäste nicht von dieser Aggressivität und diesem intensiven Pressing geprägt, wie es noch im Hinspiel im San Paolo der Fall war. Einerseits gab Napoli viele Räume augenscheinlich auf und ließ Dortmund viel Platz, um beispielsweise aus dem Zentrum heraus in die Halbräume zu spielen. Andererseits liefen die Angriffe zumeist über die Flügel, wo die schnellen und technisch starken Akteure Eins-gegen-Eins-Situationen herbeiführen wollten. Gerade Blerim Dzemaili, der den Vorzug vor seinem Schweizer Landsmann Gökhan Inler erhielt, war Sinnbild für statisches Verhalten und Einfallslosigkeit. Während sein Nebenmann Valon Behrami noch häufiger verlagernde Bewegungen nutzte, um aus Halbräumen den Spielaufbau zu initiieren, fiel Dzemaili weitestgehend durch Sicherheitspässe auf und sorgte zugleich defensiv selten für Kompaktheit.

Henrikh, der Allgegenwärtige

Zudem bekam Napoli in den seltensten Fällen Mkhitaryan in den Griff. Der Armenier bewegte sich gut zwischen den Linien, wich auf Halbpositionen aus, ließ sich fallen und beschleunigte mit Ball in Richtung gegnerische Viererkette. Er kompensierte damit auch die zuweilen fehlende Dynamik im Zentrum des BVB bei Umschaltspielen. Insofern war seine Leistung nicht nur individuell überragend, sondern er konnte im mannschaftstaktischen Verbund gewisse Schwächen kaschieren. Der Zugriff der italienischen Defensive blieb zumeist aus. Selten stimmten Übergaben, selten wurden entsprechende Zonen so besetzt, dass Mkhitaryan der Weg versperrt wurde. In zahlreichen Szenen konnte der Armenier auf die Abwehr zu laufen und hatte meist Lewandowski als Anspielstation für einen präzisen Lochpass sowie ein bis drei Dortmunder, die über die Halbräume nach vorn sprinteten. Insgesamt war die Leistung im Zuge der Umschaltfokussierung bemerkenswert. Zudem zeigte er sich äußerst beweglich und konnte auch auf engstem Raum neue Situationen initiieren.

Weitere Auffälligkeiten bei Dortmund

Neben den Lobhuldigungen um Mkhitaryan gibt es aber auch kritischere Punkte in Bezug auf die Dortmunder Leistung. Sebastian Kehl musste nach langer Pause wieder auf der Sechserposition auflaufen und hatte Licht und Schatten in seinem Spiel. Einerseits wirkte der Routinier häufig stabilisierend, da er sehr konstant die Position vor der Abwehr hielt und viele Zweikämpfe suchte oder an einigen Balleroberungen im mittleren Drittel beteiligt war. Andererseits war sein Passspiel inkonstant. Zudem entschleunigte er bei Balleroberungen das Umschaltspiel. Er nahm zu schlecht Fahrt auf und wählte zuweilen horizontale Zuspiele statt risikoreicher in die Vertikale zu passen.

Zudem war trotz der Durchsichtigkeit des gegnerischen Spiels – immer wieder mit beiden Außenspielern Druck zu erzeugen und spät im letzten Drittel nach innen zu ziehen – die Kompaktheit im defensiven Außenbereich nicht stetig gegeben. Reus und Blaszczykowski zeigten nicht die Wirkung in der Defensivarbeit und beide Außenverteidiger verhinderten einige Male in Eins-gegen-Eins-Situationen den Zug nach innen, der von Mertens und Callejon häufig probiert wird. Da gerade Higuain tendenziell horizontaler auswich und so Verlagerungen beziehungsweise Überladungen herbeiführen wollte, war die Aufstellung Benders in der Innenverteidigung ein positiver Faktor für Dortmund. Der beste Zweikämpfer des BVB (71% gewonnen, 14 klärende Aktionen) agierte in der letzten Reihe wie ein Sechser und bewegte sich aus dem Zentrum heraus, sodass in einigen Fällen die Bewegungen Higuains ungefährlich blieben.

Flügelfokus und fehlende Anpassungen

Der starke Flügelfokus bei der SSC Neapel wurde bereits angesprochen. Benitez rückte während des Spiels von diesem Konzept auch nicht ab. In Rückstand schob die komplette Mannschaft weiter nach vorn, was auch die beiden Dortmunder Treffer zum 2:0 und 3:1 mit ermöglichte, die in der Folge von Umschaltsituationen fielen. Benitez‘ Idee mit der Aufstellung Dzemailis für Stabilität zu sorgen schlug fehl. Genauso verzichtete er während des Spiels weitestgehend auf Anpassungen. Der Zehnerraum blieb konsequent unbesetzt beziehungsweise wurde der Abstand zwischen beiden Neunern und beiden zentralen Mittelfeldspielern nicht signifikant verringert. Einzig die Hereinnahme von Insigne in der 66. Minute und die damit verbundenen Rochaden mit Higuain waren auffällig. Dabei fehlte Großkreutz anfangs die richtige Mannorientierung. Allerdings löste Klopp diese Situation durch die Einwechslung von Lukasz Piszczek auf, indem dann der Pole und Großkreutz sehr nah beieinander die rechte Seite verteidigten.

Fazit

Borussia Dortmund konnte seine Stärken gegen die wenig kompakten Napolitaner gut einsetzen und die Defensivschwächen des Gegners ausnutzen. Vor allem in der zweiten Halbzeit war die Dramaturgie des Spiels wie gemacht für den BVB. Neapel rückte weiter auf, hatte große Ballbesitzanteile, konnte aber nur selten gefährlich werden. Zudem leistete sich gerade Dzemaili einige Abspielfehler. Dortmund durfte kontern und hatte genügend Platz in der Vertikalen, um das Tempo der Offensivkräfte auszunutzen.

Zudem war Mkhitaryan der überragende zentrale Mann bei den Gastgebern. Er war Anspielanker, Dynamikentwickler, Schnittstellenpasser, Offensivverlagerer. Die Mannschaft von Benitez brachte keinen konstanten Zugriff zustande und dadurch wurden die defensiven Mängel um einiges potenziert. Insgesamt können die Gäste mit ihrer häufig auf individuelle Fähigkeiten bedachte und wenig gruppentaktisch ansprechende Leistung nicht zufrieden sein. Zudem ließ der Trainer beim In-Game-Coaching die notwendige Initiative vermissen.

Gianni 29. November 2013 um 12:26

Also ich stimme eurer Analyse im Großen und Ganzen zu. Dortmund mit verdientem Sieg und stimme ebenfalls zu, dass Dzemaili schlechtester Akteur bei Napoli war. Ich habe das nicht aufstellen von Inler und vor allem Insigne auch nicht verstanden, auch Inler kann mit seinen sehr gefährlichen Abschlüssen aus der 2. Reihe immer für Gefahr sorgen.

Aber dem Artikel und den Kommentaren hier zu urteilen, wird es einseitiger beschrieben als es letztendlich doch war. Man bedenke, dass Neapel geschätzte 30 Sek. vor dem 2-0 eine 100 %-ige Torchance hatte, als Higuain alleine vor Weidenfeller scheiterte. Zudem schien mir Neapel auch nach dem 1-2 am Drücker; dann Ballverlust in der Vorwärtsbewegung von Armero und 3-1 durch Aubameyang.

Auch in der ersten Hälfte traf Callejon nach feiner Einzelleistung den Pfosten.

Den Sieg stelle ich nicht in Frage, aber so klar, wie das hier beschrieben war, habe ich das nicht gesehen.

Noch kurz zum Artikel:

Ihr schreibt in der Eröffnung von einem 4-4-2, in der Grafik ist jedoch ein klares 4-2-31 zu erkennen! Ist das richtig so oder habe ich ein Denkfehler. 🙂

Benitez hat bis jetzt immer 4-2-3-1 spielen lassen.

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CE 29. November 2013 um 23:46

Zur Grundformation und der praktizierten Aufteilung Neapels kann man sicherlich nochmal einen eigenen Artikel verfassen. Schlussendlich ergab sich dieses Loch im Zehnerraum. Pandev stand zumeist auf einer Linie mit Higuain.

Kann jeder auch sehr gut an den durchschnittlichen Positionen der Spieler im Schema erkennen: http://www.fourfourtwo.com/statszone/5-2013/matches/726900/team-stats/459/OVERALL_01#tabs-wrapper-anchor

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Philo 30. November 2013 um 00:30

Hmm, beim Betrachten der Grafik habe ich mich auch gefragt, wo eigentlich der Unterschied zwischen dem Neapolitanischen 4-4-2 und dem Dortmunder 4-2-3-1 liegt (wenn man nur die Formation betrachtet). Die Dortmunder Flügelspieler stehen ein wenig höher und haben ein paar Pfeile nach vorne. Aber sonst?

Generell habe ich das Gefühl, dass die Formation nicht allein durch die Höhe der Spieler bestimmt wird, sondern eher durch taktische Aspekte. Kann das sein? Zum Beispiel sind die Außenverteidiger oft so hoch eingezeichnet, dass sie eher auf der Höhe der Sechser als der Innenverteidiger sind. Trotzdem üben sie die Funktion des letzten Mannes auf der Außenseite aus, rücken ein beim Doppeln usw. Ich wäre jedenfalls kaum in der Lage, Formationen allein aufgrund der Position der Spieler auf dem Spielfeld zu erkennen.

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CF 30. November 2013 um 00:59

Ja kann sein. Die Anordnung der Spieler auf dem Feld in Zahlen auszudrûcken ergibt keienn wirklcihen Sinn und ist meistens sehr ungenau.

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hps 30. November 2013 um 11:17

Stimme dir zu, CF. Man muss ja sowieso zwischen der Formation in Ballbesitz und der Formation ohne Ball unterscheiden (siehe http://spielverlagerung.de/vier-phasen-eines-fusballspieles-nach-louis-van-gaal/ ). Man schreibt dann, dass Dortmund ein 4231 spielt, im Spielaufbau ist es aber tatsächlich ein 3331, da sich ein Sechser zurückfallen lässt und die Außenverteidiger extrem aufrücken. Das Pressing von Dortmund läuft dann im 442, weil Mickidingsbumms neben Lewandowski aufrückt.
Bei Mannschaften, die keinen wirklichen Spielaufbau anstreben, sieht es natürlich noch einmal anders aus.
Vorschlag an die Autoren hier: Lasst zu Beginn eines Artikels die Grundformation weg und ersetzt diese Grafik durch zwei andere Grafiken: Die Formation von Mannschaft A(B) im Spielaufbau, während Mannschaft B(A) verteidigt.
Grüße, hps

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fluxkompensator 30. November 2013 um 12:17

haha! ja, das ist interessant. zu welchem zeitpunkt steht z. b. dortmund tatsächlich in einem 4-2-3-1? spielaufbau – wie du richtig erkannt hast – ist ja ein 3-3-4 (oder wie auch immer – je nach situation). gegen den ball meistens ein 4-4-2. kann man den fernsehleuten also ein lob aussprechen, weil sie mit der 4-2-3-1 grundformation zu beginn jeder übertragung den rollen der spieler rechnung trägt?

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MR 30. November 2013 um 12:56

Da hab ich schon oft drüber nachgedacht. Wenn es mehr Trainer geben würde, die sowohl mit als auch gegen den Ball konsequente taktische Ideen hätten, würd ich’s wohl auch durchziehen. In der Analyse vom CL-Finale hab ich’s zum Beispiel auch schon mal getan. Eine extra Grafik für die dominanteste Spielphase machen wir ja auch öfter.

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RM 30. November 2013 um 19:42

Hatte mal die Theorie, dass je mehr Wechsel in der Formation zwischen den Phasen es gibt, umso engagierter ist der Trainer in seiner taktischen Arbeit. Manche haben ja auch eine Pressingformation, die sich innerhalb der Höhen unterscheidet.

Die Grundformation ist ein Mischmasch aus der Offensivformation mit der (defensiven) Rollenverteilung.


CF 28. November 2013 um 20:17

Habe ein paar mal Neapel in der Liga gesehen und da ist mir schon öfters aufgefallen, dass sie gerade mit der Variante mit Pandev und Higuain oft zu statisch sind. Außerdem fehlt oft das Timing beim herausspielen auf die Flügel. Passiert öfters das die Flügelspieler dann isoliert werden und sich wie schon angesprochen zu strak auf die eigene Klasse fokussieren.

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fluxkompensator 28. November 2013 um 13:56

also, ich fand napolis pressing in den anfangsminuten nicht einmal so schlecht. die dortmunder hatten durchaus ihre probleme bei eigenem spielaufbau. die situation löste dann 2-3 mhkitaryan, der sich dann ein bisschen fallen ließ und die 6er unterstützte (war ohnehin überragend!).

die besetzung der 6er war natürlich ein fehlgriff benitez‘ – es ist mir auch schleierhaft, weshalb er so wenig anpassungen vorgenommen hat. ansonsten war der bvb praktisch in jeder hinsicht überlegen.

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CF 28. November 2013 um 20:11

Oft wurden aber auch lange Bälle auf Lewandowski gespielt der diese dann auf Micki klatschen lies. Das hat eigentlich ganz gut geklappt, da die Sechser meistens zu Mannorientiert agiert haben und dann der Abstand nicht mehr gepasst hat.

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AlexF 28. November 2013 um 11:30

Ich fand Neapel atemberaubend schlecht. Wie schon im Artikel genant, hatte ich nie das Gefühl, sie könnten das Spiel noch drehen. Wenn sie mal egfährlich waren, war es durch eine individuell starke Aktion, Vorlage Higuain und Insigne, aber aus einem geplanten geordneten Aufbau nicht wirklich.
Natürlich kommt es Dortmund entgegen, dass der Elfmeter gegeben wurde, doch ich glaube nicht, dass Neapel hätte eine solche Kompaktheit herstellen können, dass Dortmund vorne Probleme bekommt und keine Chancen kreieren kann.

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AP 28. November 2013 um 13:48

Neapel war nur so schlecht, weil Dortmund so gut ist. Neapel hat es auch zeitweise mit langen Bällen versucht, diese haben Bayern aber auch nicht den Sieg gebracht. Sondern Götze und Thiago

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AlexF 28. November 2013 um 16:11

Das ist ja immer ein wenig die Frage, war Mannschaft A so schlecht und deshalb Mannschaft B so gut, oder ist der Kausalzusammenhang andersherum, Mannschaft B war so gut und deshalb Mannschaft A so schlecht.

Ich wollte auch nicht Dortmunds Leistung schmälern, Spielverlauf kam ihnen natürlich sehr entgegen.

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Throns 28. November 2013 um 09:09

Mir fehlt etwas an der Analyse. Die Tatsache das der Elfer in der 10. min der Dosenöffner war. Wäre das frühe Tor nicht gefallen, wären wir wieder richtig in Lethargie verfallen und in Schönheit gestorben. Die Chancenverwertung ist richtig absurd schlecht. Ich habe in vielen Szenen die Zielstrebigkeit vermisst, gerade bei Micki. Es waren so einige Situationen in der Offensive dabei, wo die Räume nicht korrekt angelaufen wurden oder nicht bespielt wurden. Wie gesagt, hätten wir das Tor nicht durch diesen Standard gemacht, hätten das Ding richtig nach hinten los gehen können, wie die letzten 3 Spiele. Bis zum Marseillespiel muss da noch viel an der Abstimmung getan werden, sonst kann man dort mitnichten einen Sieg einfahren, sollte man nicht wieder durch ein Freistoß- oder Elfertor in Führung gelangen.

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AP 28. November 2013 um 13:46

Seit wann ist es uncool durch einen Standard in Führung zu gehen? Und wie willst du Chancenverwertung analysieren bzw. was passiert wäre wenn der Elfer nicht gegeben wird. Das würde mich mal interessieren…

Hab noch niergends eine Übung gefunden, wie man Tore trainiert. Nehme Hinweise gerne an. LG

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splattercheffe 28. November 2013 um 13:58

So skeptisch würde ich das nicht sehen. Zum einen ist ein Elfer- oder Freistoßtor immer noch ein Tor, nicht wahr? Und bei dem Tempo, mit dem grade Reus oder Micki immer wieder auf die Abwehrreihen zulaufen, sind Fouls ja geradezu programmiert.
Wie im Artikel analysiert, fand ich grade Mkhitarian überragend. Wie der mit Ball am Fuss Tempo aufnimmt, ist schon sensationell. Sicher hat es in zwei, drei Situationen noch daran gefehlt, im richtigen Timing zu Lewandowski durchzustecken, aber diese leichten Probleme wurden ja auch schon in einem Artikel hier thematisiert und sollten sich mit zunehmender Dauer der Saison beheben lassen. Entscheidend ist sicher vielmehr, dass die vier Offensiven beim BVB schnell genug beliefert werden, und da wäre die Rückkehr Gündogans natürlich Gold wert, grade wenn man gestern Kehl gesehen hat, der meines Erachtens doch allmählich den Anschluss an das Dortmunder Tempo verliert, Verletzungspause hin oder her. (Übrigens sehe ich Gündogan dann anstelle Sahins, nicht anstelle Benders…)
Zur Chancen-Verwertung: problematisch finde ich es, wenn man keine hat.
Grade gegen spielerisch starke Teams kommt der BVB immer zu seinen Umschaltaktionen.

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CR4 30. November 2013 um 00:03

Dass der frühe Elfer bedeutend für den Spielverlauf war sehe ich auch so, schließlich musste dadurch Neapel mehr fürs Spiel tun. Dass Dortmund sich zur Zeit schwer tut gegen tiefer stehende Teams wurde ja auch bereits in anderen Artikeln beschrieben.

Ebenso zustimmen muss ich Throns bei der Chancenverwertung: es lag meistens am letzten Pass! Der war entweder zu ungenau, kam auf den falschen Mann bzw. der offene Raum wurde nicht besetzt.
Oder der Pass kam gar nicht … insbesondere, wenn Micki am Ball war. Wenn man mal auf seinen Kopf/Augen schaut, ist klar warum: Der Blick klebt am Ball, der Kopf ist unten – er kann also die richtige Anspielstation für den Killerpass gar nicht finden. Von daher schließe ich mich der Lobhudelei im Artikel nicht vollständig an – wobei natürlich das, was er alleine mit dem Ball macht, stark ist.

Wenn man sich also eins wünschen kann, dann dass das Zusammenspiel im letzten Drittel wieder auf das Niveau der letzten Jahre kommt. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass es Zeit braucht, bis die neuen Leute so intergiert sind, wie es die Abgänge waren. Ob das bis Marseille so schnell zu verbessern ist?

Ich hoffe, dass es auch so langt und übe mich in Geduld. Wenn einer das den Jungs beibringen kann, dann Kloppo.

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Daniel_D 28. November 2013 um 01:35

In meinen Augen ist Neapel ein wenig dem Modus des „einfachen Plans“ zum Opfer gefallen. Man wusste Dortmund spielt in einer völlig neuen Abwehrformation, von der ein Spieler sogar nicht einmal ein Innenverteidiger war.

Man wollte die Doppelspitze hinter Dortmunds 6er bringen, damit sie nicht aus der Tiefe kommend verfolgt werden konnte. So hatten Higuain und Pandev zwar keine Geschwindigkeit wenn sie auf die IV trafen, es gab ja keine Räume um sie aufzunehmen, aber man war sicher der Ansicht, früher oder später würde einer der Gegenspieler einen entscheidenden Fehler machen (so wie Durm in HS 1)

Auch die Außenspieler waren darauf gepolt direkt Lücken in der Schnittstelle zwischen IV und AVzu finden und auch viele Fouls in Strafraumnähe zu provozieren. Das führte zu einer Reihe von gefährlichen Freistößen. Und ich denke die Wahrscheinlichkeit dabei ein Tor zu kassieren war einfach höher als mit der Stamm IV. Nur es ist eben nicht passiert.

Und irgendwann passiert eben das, was man als das Dortmunder Pressingparadigma bezeichnen könnte. Weil Dortmund die spielstarken Spieler perfekt presst und sie keine Anspielstation finden, übernehmen in der gegnerischen Mannschaft plötzlich Leute spielgestalterische Aufgaben, die es eigentlich nicht können. (IV oder defensive 6) sie überperformen im Grunde und spielen dann den entscheidenden Fehlpass. Das ist meiner Meinung nach der Grund für Dortmunds Stärke gegen „große“ Mannschaften. Deren „Zielspieler“ sind häufig Persönlichkeiten, die in solchen Situationen Verantwortung übernehmen und so in die Falle tappen.

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MAW 28. November 2013 um 10:02

Das konnte man letztes Jahr hervorragend gegen Madrid beobachten, die bekanntlich sehr abhängig von Xabi Alonso sind. Dortmund leitete das Spiel von ihm weg, zerstörte so lange Zeit Reals Aufbau und wurde selbst gefährlich.

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Daniel_D 28. November 2013 um 23:40

Genau das Beispiel ist mir auch eingefallen. Vor allem Pepe hat sich dabei hervorgetan.

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Bernhard 27. November 2013 um 16:46

Gibt es irgendeinen logischen Grund warum Insigne und Inler nicht von Anfang an spielten? Waren sie angeschlagen/verletzt?
Ich kann mir nicht erklären wieso Benitez auf beide so lange verzichtet hat.

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nygidda 28. November 2013 um 10:31

Bei Inler kann ich es ja noch verstehen, dass Benitez durch den Wechsel mehr Sicherheit haben wollte, weil es klar war, dass Dortmund eher attackieren wird.
Bei Insigne verstehe ich es überhaupt nicht. Das war meiner Meinung nach die größere Fehlentscheidung.
Ich wollte aber auch noch explizit ein Sonderlob an Piszczek loswerden. Großkreutz vorher auch mit viel Licht und Schatten, aber Piszczek hat die letzten 10-15 Minuten einfach überhaupt nichts über die rechte Seite zugelassen und das nach der langen Pause..

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SCP-Poker 27. November 2013 um 15:53

Dortmund war richtig stark. Neben der normalen Stärke im taktischen Bereich, wobei Napoli hierbei auch entgegen kam, funktionierte auch individuell alles außer der Torabschluss :). Besonders die IVs waren unfassbar, ich schätze, dass sich Sokratis beim BVB festspielen wird auch wenn Subotic irgendwann zurückkehrt, da er neben den typischen Fähigkeiten eines IVs auch noch schnell ist. Dies kam dem BVB bislang immer abhanden ( Santana war zwar auch schnell, dafür aber mit anderen Schwächen (Inkonstaz, etc) bestraft)

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Michael Maier 28. November 2013 um 05:05

Richtig stark spielt Dortmund, wenn es durch einen geschenkten Elfer in Führung geht.

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knorke 28. November 2013 um 08:59

Mal abgesehen davon, dass sowas eine Führung es immer einfacher macht, weil der Gegner in Zugzwang kommt ist dann aber schon erstaunlich, dass Neapel anscheinend so gar keine Lust verspürte, durch den Elfer oder nach der Pause mal die Taktik anzupassen. So konnte sich die Dortmunder Resterampe im Defensivverbund gut auf Neapel einschießen. Das Ganze hätte vermutlich leicht kippen können, wenn Neapel ein extrem hohes Presing riskiert hätte – weder Kehl, noch Piszczek noch Bender hätten in diesem Spiel (aus unterschiedlichen Gründen) so gut funktionieren können, wenn die Druckkulisse eine andere gewesen wäre. Kehl zu langsam, Piszczek noch nicht wieder bei 100% und Bender auf der falschen Position. Ich glaube, Neapel war einfach zu vorsichtig. Mir isses Recht.

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Strafraumautist 28. November 2013 um 09:30

Warscheinlich fehlt Neapel die internationale Reife.

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onkel 28. November 2013 um 20:15

haha, Ich lach mich schlapp!!! 🙂

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Koom 28. November 2013 um 10:25

„Geschenkter Elfmeter“. Wow, du findest auf nem anderen Planeten statt, oder?

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CF 28. November 2013 um 20:14

Hätten auch ohen den Elfmeter gewonnen aus taktischer Sicht haushoch überlegen.

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Durmkreutz 27. November 2013 um 15:51

Danke wieder einmal für den guten Artikel!

Wie bewertet Ihr Sokratis Leistungen im Spielaufbau im Vergleich zu Hummels/Subotic? Im defensiven Zweikampf finde ich ihn stark, aber ich bin/war die letzten Spiele auch sehr positiv überrascht von seiner Ballsicherheit und seinen präzisen und (teilweise) klugen Pässen aus der Defensive heraus. Er rückt auch gerne in kleineren Läufen bis zu Mittellinie auf, um die ersten Pressingspieler zu umgehen. Hat jemand mit Ahnung eine Meinung zu den taktischen Möglichkeiten, die ein Sokratis bietet oder eben nicht bietet im Vergleich zu Subotic und Hummels?

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blub 27. November 2013 um 14:25

Schöne zusammenfassung.
Bezüglich Higuains Ausweichenden bewegungen möchte ich die These aufstellen, das für diese partie Bender & Sokratis besser geeignet waren als Subotic und Hummels es wären. Erstere sind deutlich schneller und beweglicher als die Stamm IVs.
Als Neapel in der zweiten halbzeit aufmacht hätte Dortmund (und vor allem Mkhitaryan) sie beinahe überfahren, das hätten auch 5 sein können.

Man hat auch gesehen was passierte als Kehl dann mal den riskanteren Pass versucht hat, auf Reus im linken Halbraum wäre ähnlich gefährlich gewesen wie der steilpass, aber mit weniger Risiko.
Bei Sahin ist mir aufgefallen, das er sich sehr viel und vor allem sehr hoch bewegt hat, ist das jetzt sein „neuer“ Stil oder lag das an der Partnerschaft mit Kehl?

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CE 27. November 2013 um 14:47

Kehl hatte das Zentrum gut im Griff, da Neapel da wenig bis gar nicht präsent war. Sahin konnte situativ in höhere Räume gehen. Das war wohl eher von diesem Spiel abhängig.
Wobei man konstatieren kann, dass Sahin in der jüngeren Vergangenheit häufiger höher, im Vergleich zu seinen ersten Partien in der Stammelf, spielt und stärker in den Halbräumen etc. unterstützt.

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AP 27. November 2013 um 20:06

Denke Hummels und Sokratis würde auch gut harmonieren. So oft spielten die Beiden ja noch nicht zusammen. Bender und Sahin auf der 6. Dann ist Dortmund nicht zu packen. Zumindest durch die Mitte. Und Piscze war schon wieder geil unterwegs. Sehe keinen in Europa der sie schlagen wird.

Kehl Tat mir ein wenig Leid, man sah ihm an, dass der Gedanke der richtige ist, nur kam er entweder einen Tick zu spät, oder brauchte zu lange am Ball. Undankbar nach so einer langen Verletztenzeit. Umso bemerkenswerter, dass er aufgrund seiner Erfahrung, auch mit der gelben Karte im Rucksack, sich steigern konnte. Abgesehen mal vom Gegentor.

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blub 27. November 2013 um 21:43

Jo, ich sehe Sokratis auch als guten Partner von Hummels.
Grade wenn man wieder mit Bender/Gündogan am Start kann ich mir Sokratis gut vorstellen.

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Falscher50er 27. November 2013 um 14:12

‚…Abstand zwischen beiden Neuern…‘
Da ist was falsch mit den Neuern

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