Hertha BSC – Hamburger SV 1:0

Hertha BSC feiert den besten Saisonstart der Geschichte. Beim 1:0-Sieg gegen den HSV überzeugen sie erneut mit ihrem starken Umschaltverhalten. Dem HSV fehlt es hingegen an der richtigen Balance.

Die Grundformation zu Beginn des Spiels. Bitte beachten: Zoua und Beister sowie Allagui und Ben-Hatira tauschten oft die Positionen.

Die Grundformation zu Beginn des Spiels. Bitte beachten: Zoua und Beister sowie Allagui und Ben-Hatira tauschten oft die Positionen.

Den 50. Geburtstag feiern die meisten Menschen nur widerwillig – wer gesteht sich schon gerne ein, dass über die Hälfte seines Lebens vorbei ist? 50 Jahre Bundesliga gehen auch an HSV-Coach Fink nicht spurlos vorbei, er kehrte den Experimenten der vergangenen zwei Wochen den Rücken zu und wurde konservativer. Er baute sein System um und stellte Rudnevs als klassische Sturmspitze auf. Der HSV agierte dadurch aus einem 4-2-3-1, das defensiv zu einem 4-4-2 wurde. Hertha-Coach Luhukay wählte eine ähnliche Formation, wobei ihr 4-2-3-1 defensiv auch gerne mal zu einem 4-1-4-1 wurde.

Sicherheitsfußball Marke Hamburg

Das Bedürfnis nach Sicherheit artikulierte sich beim HSV nicht nur in der konservativeren Formation. Auch in ihrer Herangehensweise waren sie von Beginn weg darauf bedacht, möglichst nicht noch einmal fünf Gegentore einzufangen. Hamburg reihte sich in zwei Viererketten auf. Van der Vaart und Rudnevs pressten die Berliner Innenverteidiger nicht sonderlich stark, stattdessen schnitten sie die Passwege zu den Sechsern ab. Auf den Außenpositionen agierte der HSV recht mannorientiert, vor allem die Außenverteidiger verfolgten ihre direkten Gegenspieler.

Der HSV drängte Hertha mit dieser Ausrichtung in die spielgestaltende Rolle. Dass diese als Aufsteiger Probleme damit haben, das Spiel zu diktieren, zeigte sich schnell. Brooks legte so gut wie alle Bälle auf Langkamp ab, der wiederum verhältnismäßig oft den Ball auf die Außenverteidiger spielte (19 seiner 44 Pässe gingen dorthin, acht weitere zu seinem Nebenmann). Nachdem Luhukay Niemeyer für Brooks brachte (23.) und Lustenberger in die Abwehr ging, war Hertha zwar etwas weniger abhängig von Langkamp im Spielaufbau, aber nur unwesentlich kreativer.

Oftmals verhedderte sich die Hertha beim Spielaufbau über die Flügel in schwer zu lösende Eins-gegen-Eins-Situationen gegen die mannorientierten Hamburger. Ihre flexiblen Bewegungen in der Offensive halfen ihnen dabei nur selten: Zwar waren Ben-Hatira und Allagui wieder viel unterwegs und tauschten häufig, auch situativ, die Positionen, aber zu oft wählte der spielaufbauende Spieler den falschen Pass. So konnten die Herthaner es beispielsweise nie ausnutzen, wenn Baumjohann und Ben-Hatira eine Seite überluden. Ab und an kam Hertha über Flanken der Außenverteidiger, die mit Tempo von hinten kamen, in den Hamburger Strafraum – sonst war jedoch wenig los vor dem Tor der Gäste.

HSV erst nach der Halbzeit aktiv

Die Angriffsbemühungen der Berliner waren aber immer noch wesentlich furchterregender als alles, was der HSV zustande brachte. Deren Sicherheitsstrategie ging einher mit einer extrem vorsichtigen Herangehensweise im Spiel nach vorne. Die Außenverteidiger hielten sich stark zurück, auch die zentralen Mittelfeldspieler rückten nur selten nach vorne.

Die fehlenden Anspielstationen vor dem Ball versuchte der HSV über lange Bälle zu kompensieren. Auch wenn diese in Kreisen von Fußballästheten verpönt sind, können sie ein effektives Mittel sein – wenn man sie richtig nutzt. Den Hamburgern gelang dies jedoch nicht. Die langen Bälle waren zu ungenau, um Rudnevs damit hinter die Abwehr zu schicken. Zugleich gelang es dem Torjäger nicht, die Bälle festzumachen oder so abzulenken, dass seine Mitspieler die zweiten Bälle hätten gewinnen können. Spätestens als Luhukay Niemeyer brachte, gewannen die Herthaner so gut wie alle Kopfballduelle und einen Großteil der hsv zweiten Bälle. Die einzige Chance der Hamburger resultierte dementsprechend aus einem hanebüchenen Fehlpass von Schulz (9.).

Das Spiel nach den Wechseln: Badelj und Ronny bekommen Platz.

Das Spiel nach den Wechseln: Badelj und Ronny bekommen Platz.

Erst knapp zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff besannen sich die Hamburger auf ein offensiveres Spiel. Fortan rückten die Außenverteidiger weit auf, während die Außenstürmer einrückten. Die Herthaner Sechser mussten etwas zurückrücken, um Zoua und Beister aufnehmen zu können. Dies ermöglichte wiederum Badelj, den Ball in die gegnerische Hälfte zu tragen und dort zu verteilen. Gleichzeitig verbesserte sich mit dieser Maßnahme das Pressing der Hamburger – logisch, hatten sie doch jetzt gerade im Zentrum jede Menge Spieler in Ballnähe, um nach Ballverlusten direkt pressen zu können. Jetzt waren es die Herthaner, die sich nur mit langen Bällen befreien konnten.

Ronny hilft, das Spiel zu drehen

Gerade als das Spiel zugunsten der Hamburger zu kippen drohte, reagierte Luhukay und brachte Ronny. Dies stellte sich schnell als cleverer Wechsel heraus: Durch Badeljs Aufrücken ließen die Hamburger in ihrem Sechserraum Lücken. Ronny lief freie Räume neben Arslan an und war damit in Umschaltsituationen anspielbar, egal ob durch halbhohe oder flache Pässe.

Der Brasilianer bekam dort genügend Zeit am Ball, um die Hamburger Abwehr mit feinen Schnittstellenpässen zu öffnen. Ramos lauerte in vorderster Front auf diese. Die Hamburger Innenverteidigung erwischten diese Pässe auf dem falschen Fuß; Westermann und Sobiech mussten weit aufrücken, um die hohe Stellung ihrer Mannschaft auszugleichen; sie waren jedoch nicht immer schnell genug, um mit Ramos mithalten zu können.

Der Führungstreffer fiel indessen nicht über Ronny. Es war einer jener eingespielten Berliner Konter, mit denen sie bereits in den ersten zwei Saisonspielen zu überzeugen wussten. Mit drei Pässen öffneten sie die Abwehr der hochstehenden Hamburger – vor allem Schulz‘ Laufweg passte wie dein Ronny-Freistoß in den Winkel:

Das Siegtor: Schulz spielt den Ball nach Außen, wo Ben-Hatira zwei Verteidiger bindet. Schulz nimmt einen langen Laufweg, bekommt den Ball in den freien Raum und bedient Ramos. Effektiver kann man einen Unterzahlangriff kaum spielen.

Das Siegtor: Schulz spielt den Ball nach Außen, wo Ben-Hatira zwei Verteidiger bindet. Schulz nimmt einen langen Laufweg, bekommt den Ball in den freien Raum und bedient Ramos. Effektiver kann man einen Unterzahlangriff kaum spielen.

Nach diesem – relativ späten – Treffer warf Fink alles nach vorne. Die Außenverteidiger agierten jetzt wie Außenstürmer, Zoua und Beister standen durchgehend im offensiven Zentrum. Hertha zog sich relativ schnell an den eigenen Sechzehner zurück, kam aber noch zu ein bis zwei Kontern durch Ronny. Ihre Taktik zum Spielende war zugleich Fluch und Segen: Sie verbarrikadierten sich am eigenen Sechzehner und standen teilweise in einer Sechserkette. Dadurch konnten sie zwar Fernschüsse und Flanken relativ gut blocken, ließen dem HSV im Zentrum jedoch Platz für eigene Angriffe. Deren Schnittstellenpässe brachten zwar nur eine echte Chance durch Beister ein (79.), dafür gewannen sie jedoch jede Mange Ecken. Diese konnte der HSV jedoch nicht im Tor unterbringen, es blieb beim 1:0.

Fazit

Hertha BSC merkte man in der ersten Halbzeit an, dass sie sich in der Rolle der spielmachenden Mannschaft noch nicht wohlfühlen. Sie hatten Probleme, an Hamburgs gut sortierten Viererketten vorbeizukommen. Erst als diese auf Sieg spielten und Räume auf Außen sowie im offensiven Zentrum offenließen, kamen sie zu Torchancen. Unter dem Strich war es aber erneut eine gute Leistung – immerhin hatten die Hamburger, selbst ernannter Europa-League-Kandidat, derart viel Respekt vor den Berlinern, dass sie eine ganze Halbzeit lang ausschließlich verteidigten.

Die Hamburger geben weiter Rätsel auf. Fink schmeißt nach nur zwei Spieltagen sein System mit den zahlreichen Positionstäuschen in der Offensive um, nur um dann ein 4-2-3-1 auszupacken, das vorne und hinten nicht eingespielt wirkt. Es fehlt der Mannschaft vor allem an der Balance: Entweder stehen sie tief und vernachlässigen die Offensive – oder sie stehen hoch und vernachlässigen die Defensive. Vor allem aber mangelt es dem HSV an abgestimmten Angriffen. Die Hertha machte beim Siegtreffer vor, wie es besser geht – ein Aufsteiger, wohlgemerkt.

christian 27. August 2013 um 19:50

Wie immer sehr schöne Analyse auf einer der besten Sportseiten des Netzes. Tobias, ich habe heute zum ersten Mal deine Kurzbiographie gelesen. Hoffe, dich stört der Hinweis nicht, dass der erste Satz bedeuten würde, dass deine Taktikleidenschaft das Chelsea unter Mourinho erweckt hat… Ich weiß ja nicht, was da hinter den Kulissen ablief, es ranken sich ja viele Geschichte um Joses Weg. Vordergründig scheint sich da aber einfach eine falsche Aktiv-Form eingeschlichen zu haben. Mein Leiden daran, es nicht selber in den Journailismus geschafft zu haben, äußert sich in solch psychotischen Korrekturbedürfnissen, verzeih bitte.

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chris 25. August 2013 um 16:53

neben allen störfaktoren, die die hamburger beschäftigen, ist m.e. die systemabstimmung des hsv das kernproblem. wenn hier von fehlender ballance die rede ist, bleibt die frage, wie die herzustellen wäre: wohl nur mit klaren taktischen anpassungen.

zunächst ist van der vaart ist mit der spielgestalter rolle überfordert. das mittelfeld ist um ihn herum gebaut, als ob er ein taktgeber wäre. er ist dies aber nachweislich nicht. seit jahren kommt ihm im niederlandischen nationalteam eher die funktion eines variablen kreativen lückenspielers in der offensive zu. er war meist dann effektiv, wenn die mittelfelddirektion bei anderen lag (snejder, modric, alonso). da er in den bisherigen (inkl. letzte saison) teamkombinationen beim hsv keine wirklich spielgestaltende entlastung erhalten hat, entsteht in der offensive oft ein vakuum. wenn das aus dem nachvollziehbaren zwang tore schießen zu müssen (wenn punkte geholt werden sollen) gefüllt wird, entstehen die auffälligen lücken im defensivgerüst beim hsv.

das probem liegt also im mittelfeldzentrum. das ist beim hsv trotz numerischer überbesetzung in diesem kaderteil umso erstaunlihcher. in der mittelfeldausrichtung, wie sie fink offenbar bevorzugt, ist arslan dabei von seiner spielanlage der vermeintlich unpassenste spieler. abgesehen von seinen fahrigen stellungsspiel, sticht seine hohe foul- und fehlpassquote heraus. wäre er hierbei zumindest ein effektiver zerstörer des gegnerischen spielaufbaus, könnte die foulqoute auch als störquote gelesen werden. zumeist verursachen seine naiven 1gegen1-defensivaktionen jedoch aussichtsreiche gegnerische standards oder bringen die kollegen in höchste not. ihm fehlt zudem die kopfballstärke für zweite bälle im ansonsten eher kleinen hsv-mittelfeld. an seiner stelle wären wohl jiracek oder rincon die besseren alternativen. Eigentlich ein rätsel, warum er scheinbar einen stammplatz hat.

zu überdenken wäre auch die besetzung der zweiten zentralen 6er-position. badelj kann zwar einen gepflegten pass spielen, jedoch hat er sich bisher nicht all passender antreiber für die schnelle spieleröffnung herausgestellt. wenn er nicht offensiver eingesetzt wird, wäre vielleicht der junge demirbay eine option für diese rolle. experimente mit aogo in dieser rolle scheiterten ja bereit in der letzten rückrunde.

insgesamt erfolgsversprechender könnte eine umstellung des mittelfelds mit zwei vorgeschobenen zentralen spielern sein. von denen würde in der rückwärtsbewegung dann der laufstärkere defensiv abklappen. Hier wäre badelj in kombination skjelbred denkbar. Hinter ihnen könnte ein klassicher balleroberer im zwischenraum spielen (also die umgedeutete defensive planstelle in der aktuellen doppel-6). die mutigere kombination wäre dann calhanoglu mit badelj, wobei letzterer bei anhaltender trägheit auch seinen platz mit calhanoglu eintauschen könnte.

in diesem puzzle wären dann noch die flexiblen offensiven zu besetzen. weil der hsv mit seinen relativ offensiven außenverteidigern eigentlich das potential dazu hat, druck über die flügel zu erzeugen, benötigen diese auch eher keine statischen flügelspieler vor sich, sondern eben lückenspieler. Im aktuellen kader gibt es für den offensiven linken raum da zoua und ilicevic (der bei konstanterer gesundheit sicherlich die erste wahl wäre). Im rechten offensivraum wäre dann der platz für van der vaart. Auch dort spielen könnten beiter und calhanoglu.

ein personelles problem ist ein kombinationssicherer stürmer. das ist bekannt und wird wohl auch nur durch eine neue personelle alternative zu rudnevs gelöst werden können. das kopfballtor von beister am ersten spieltag ist evtl. ein indiz, dass auch beister für diese position infrage kommt. In düsseldorf spiele er ja auch häufiger eher aus einer zentralen stürmerposition, wenn auch eher wie eine hängende spitze.

in der viererkette sehe ich nicht den kern der defensivschwäche, zumal die optimalbesetzung noch nicht antreten konnte. westermann geräte vor allem deshalb oft ins schwimmen, weil ihm ein souveräner und anspielbarer nebenmann fehlt (vielleicht kann djourou diesen part bald ausfüllen). außerdem würden die großen lücken im zentralen mittelfeld beim defensiven umschaltspiel wohl jedes awehrzentrum belasten, wenn man sieht wie direkt immer wieder der weg zum strafraum frei gelegt ist. trainingsbedarf gibt es vorallem in der rückwärtsbewegung der mittelfeldspieler bzw. außenverteidiger. Das hat dann vorallem etwas mit taktischer disziplin und laufbereitschaft zu tun. mit der gleichen fehlenden taktischen disziplin hängt wohl qauch die standardanfälligkeit des hsv zusammen. aber das sind keine unlösbaren probleme.

fazit: die mannschaft wurde von den spielertypen (nicht charakterlich, sondern spieldynamisch) bisher meist unorganisch zusammengesetzt. Die kombination des vorhanden „spielermaterials“ entspricht nicht dem optimum und gerade im mittelfeld scheint potential verschenkt zu sein.
der kader mag seine unausgewogenheit haben und in der planung auch nicht vorteilhaft zusammengesetzt sein. personelle engpässe wie im sturm und auf der linken offensiven seite (verletzungsanfälligkeit bei ilicevic) sowie belastbare alternativen für die außenverteidigerpositionen hätten durchaus gezielter angegangen werden können (trotz des eingeschränkten handlungsspielraums durch altlasten im kader). ein trainer sollte aber wiederum auch ein umsetzbares system für die vorhanden spieler finden können. thorsten fink, wie sieht ihr konkreter taktischer plan aus?

zwei vorschläge mit dem aktuellen personal:

Nr. 1 (4-1-4-1)

——————-Adler——————-

———-Djourou—-Westermann——

Diekmeier————————-Jansen

——————-Jiracek——————

——–Skjelbred——–Badelj———-

—–v. d. Vaart—————Ilicevic—-

——————–Rudnevs—————

Nr. 2 (4-1-4-1)

——————-Adler——————-

———-Djourou—-Westermann——

Diekmeier————————-Jansen

——————-Rincon——————

——–Calhanoglu——Badelj———-

—–v. d. Vaart—————-Ilicevic—-

——————–Beister——————

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AlexF 26. August 2013 um 13:17

Könntest du bitte beim nächsten Mal wieder auf Groß-und Kleinschreibung zurückgreifen, das würde einen so langen Kommentar deutlich lesbarer machen.

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pb 25. August 2013 um 09:34

Herthas offensiv wenig überzeugender Auftritt in der ersten Halbzeit lag auch an der intensiven Bewachung für Baumjohann. Ben-Hatira ( geht zu oft ins 1zu1 und vertändelt dann den Ball ), Allagui ( doch eher ein zweiter Stürmer ) und Niemeyer ( klassisches „Kampfschwein“ ) sind keine sonderlich guten Passpieler und diesmal blieb auch Hosogai relativ blass, so dass fast alles an Baumjohann hängenblieb.

Ronnys Wirkung auf das Spiel lag dann auch nicht nur an den zu diesem Zeitpunkt geöffneten Räumen hinter dem Hamburger Mittelfeld, sondern auch daran, dass Hetha einen zweiten Ballverteiler hatte und nicht mehr nur Baumjohann zugestellt bzw. umgesenst werden musste.

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boRp 25. August 2013 um 16:43

Richtig gesehen. Gerade Ben-Hatira ist nur dann stark, wenn er zuwenig Zeit zum Nachdenken hat (siehe Interaktion mit Schulz vor dem 1:0 – stoppen, gucken, passen – perfekt). Darunter leidet dann auch der Eindruck von einem Lustenberger, der vielleicht mal einen guten Pass auf die Außenbahn bringt – der dann aber nicht konsequent zum Spielaufbau genutzt wird.

Im Gegensatz zu anderen Trainern muss man Luhukay aber auch ein Lob aussprechen, dass er sich traut, nach 20 Minuten zu wechseln, wenn ein Spieler nicht das Erwartete auf den Platz bringt – ich hoffe, dass er es auch schafft, Brooks nach so einer Aktion wieder aufzurichten.

Hach, endlich mal mehr Hertha auf Spielverlagerung. Macht gleich doppelt Spaß die Lektüre!

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FCB-Fan 25. August 2013 um 18:38

Was den Absatz mit Brooks angeht: Er wurde ja anscheinend ausgewechselt, weil er angeschlagen war und nicht aus taktischen/leistungstechnischen Gründen.

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TE 25. August 2013 um 18:56

Hatte ich auch zuerst gedacht, in der Pressekonferenz sprach Luhukay jedoch davon, dass er vor allem mehr Aggressivität (speziell gegen vdV) und mehr Optionen im Spielaufbau haben wollte.

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FCB-Fan 25. August 2013 um 19:54

Ok, dann muss ich mich entschuldigen. Ich hatte mich da auf kicker und co. verlassen und die Aussage von Luhukay nicht mitbekommen.

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Vinnie 26. August 2013 um 00:52

Es ist in der Tat schön, endlich mal mehr zu Hertha zu lesen. …und Dank Luhukay ist es glaub ich auch für den neutralen Taktikliebhaber interessant.

Die schon angesprochenen Entscheidungen Niemeyer für Brooks zu bringen und Lustenberger in die Abwehr zu stellen sowie Ronny ZUSÄTZLICH zu Baumjohann zu bringen, waren gut und richtig. Darüber hinaus hat JLuh mit der Aufstellung des defensiv mäßigen aber offensiv fantastischen Schulz das richtige Gespür bewiesen. Wirkte dieser in der ersten Hälfte noch (nicht nur bei dem verunglückten Rückpass auf Kraft) etwas wackelig, wurde er in Halbzeit Zwei zum Schlüsselspieler. Was dabei auffiel waren seine veränderten Laufwege: Blieb er Anfangs meist auf der Außenbahn, stellte sein Nach-innen-Ziehen in der zweiten Hälfte ein Element da, mit dem Hamburg nicht zurecht kam.

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daniel 25. August 2013 um 02:16

„Der beste Saisonstart der Vereinsgeschichte“

Meines Wissens nach wird diese Formulierung je nachdem, wann sie passt, mal nach 3,4 oder auch 5 oder 6 Spieltagen benutzt. Was natürlich dWahrscheinlichkeit

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daniel 25. August 2013 um 02:20

Sorry, versehentlich schon gepostet (Android ;)). Wollte schreiben, dass nie generell festgelegt wurde, wann der Saisonstart genau liegt, nach welchem Spieltag, so dass die Formulierung eigentlich keinen Sinn machr.

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dirk45 26. August 2013 um 06:51

Das ist an dieser Stelle auch egal. Abgesehen davon, dass es schon überrascht, weil Hertha ja schon ein paar Bundesligajährchen hat, zählt für mich nur, dass es wieder Spaß macht, ins Olympiastadion zu gehen.

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saison ist schon abgehakt 25. August 2013 um 02:10

selbst ernannter Europa-League-Kandidat? das hat längst keine bedeutung mehr. der verein ist von grabenkämpfen zerfressen und das kühne interview am freitag hat die mannschaft nur noch mehr verunsichert. 8 gegentore in 2 spielen kratzen am selbstbewusstsein, aber wenn man aus der presse hört, dass die gesamte funktionärsriege ausgewechselt werden soll und die spieler eh nix taugen, dann sind einfache pässe schon eine herausforderung. vor dem ersten spiel wurden die spieler noch gefeiert, jetzt ist offenbar ganz hamburg gegen sie. magath und kühne wollen den verein nun unter sich aufteilen, dafür wird im hintergrund bereits gearbeitet. und beide sprechen es auch offen aus. was interessiert mich da taktik? was interessiert mich wie der hsv spielt? selbst wenn er absteigen sollte wird der milliardär schon dafür sorgen dass direkt wieder aufgestiegen wird, mit frischen top stars. je schlechter der verein dasteht vom tabellenplatz, desto einfacher wird die übernahme. im januar wird gewählt und am besten steht der hsv dann auf einem abstiegsplatz. dafür lädt der scheue herr kühne dann auch gern zur audienz, das interview einen tag vorm spiel in der presse als vorbereitung der nächsten niederlage passt nur zu gut in den plan.

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