FC Bayern München – VfB Stuttgart 3:2 | DFB-Pokalfinale

Bayern München besiegt den VfB Stuttgart im Finale des DFB-Pokals und holt sich das Triple. Philipp Lahms Durchbrüche in Richtung Grundlinie verliehen dem fluiden Spiel der rechten Offensivseite die Durchschlagskraft. Stuttgarts geschickte taktische Mittel reichen nicht.

Ohne die kurzfristig zum Confed-Cup abkommandierten Luiz Gustavo und Dante mussten die Bayern dieses Endspiel bestreiten. Für Letzteren rückte Daniel van Buyten in die Mannschaft und Jerome Boateng ging auf die halblinke Innenverteidigerposition. Diese Veränderung des zentralen Verteidigerpärchens – abgesehen vom „Mario-Tausch“ im Sturm die einzige personelle Umstellung bei den Bayern – war ein erster Ankerpunkt des Stuttgarter Defensivplans.

Daniel van Buyten und Bayerns Aufbaufluidität

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Grundformationen
Auf Seiten der Stuttgarter tauschten Harnik und Traoré sehr häufig und insbesondere im ersten Teil des Spiels agierten die beiden fast ständig andersherum, als hier in der Grafik dargestellt

Bei den Schwaben gab es ebenfalls weitgehend die erwartete Aufstellung, nur Rüdiger kam überraschend für Rechtsverteidiger Sakai ins Team. Grundsätzlich praktizierte der VfB im Defensivspiel eine asymmetrische 4-4-1-1-Formation, in der Ibisevic etwas höher als Maxim agierte und sich tendenziell an Boateng orientierte.

Damit sollte der bayerische Aufbau auf den spielschwächeren Daniel van Buyten gelenkt werden, dem zunächst etwas Platz gelassen werden konnte, ehe Maxim herausrückte, durch ein bogenartiges Anlaufen den Passweg auf einen zentralen Mittelfeldspieler verdeckte und van Buyten auf die Seite trieb. Von der Auslinie begrenzt, sollte der Belgier zu Fehlern beim Aufrücken bzw. durch Stuttgarter Pressing gedrängt oder das Spiel des CL-Siegers auf der Außenbahn festgenagelt werden.

Allerdings waren die Bayern auf eine solche Ausrichtung des Gegners vorbereitet und gingen effektiv dagegen vor: Immer wieder ließ sich Arjen Robben sehr tief fallen, agierte häufig im schematischen Grundraum Philipp Lahms und eröffnete van Buyten somit zusätzliche Optionen. Gleiches galt für Bastian Schweinsteiger, der aus der Mitte ebenfalls auf die Seite herüberlief und sich einige Male geschickt aus Maxims Deckungsschatten löste.

Und schließlich erlaubte die diesmal grundsätzlich linksseitige Position von Javi Martínez, dass Franck Ribéry seine weitreichenden Rochadebewegungen schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Angriffe einbringen und sich damit ebenfalls im rechten Halbraum tummeln konnte. Auf diese Weise erzeugten die Bayern große Fluidität und Kontrolle in diesem Bereich, weshalb dieser Punkt des Stuttgarter Defensivplans nicht jene Auswirkungen entfalten konnte, den der VfB sich gerne vorgestellt hätte.

Breites 4-3-3 gegen Schweinsteigers Herauskippen

Dennoch stand Stuttgart natürlich auf der halblinken Defensivseite nicht völlig offen und konnte vereinzelt auch Druck aufbauen, so dass Schweinsteiger sich das eine oder andere Mal in die Tiefe bewegen musste, um seine Innenverteidiger zu unterstützen. Wenn er dabei in recht zentrale Bereiche abkippte, war dies für die Schwaben kein großes Problem, da sie ihre grundlegenden Mechanismen beibehalten konnten; doch wenn er sich mal auf die linke Seite fallen ließ, gruppierte sich der VfB um.

In diesen Fällen rückten sie weit vor und agierten verhältnismäßig aktiv, was sich auch gut mit ihrem temporeichen Mannschaftsnaturell ergänzte. Aus dem grundsätzlichen 4-4-1-1 in der Defensive wurde dann ein 4-3-3, indem Harnik neben die beiden Stürmer nach vorne schob und Traoré entsprechend mit den beiden Sechsern eine weitere Dreierkette dahinter formierte, die ebenso breit ausgerichtet war.

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Stuttgart gegen Schweinsteigers Herauskippen: Dank breitem 4-3-3 alle Gegner in direkten Duellen, sofortiger Druck und Zugriff auf die übergangsweise Dreierkette. Bei Seitenwechsel nach rechts kann Harnik zurückgleiten, die Stürmer verschieben und die Grundformation entsteht wieder. Wegen Schweinsteigers tiefer Position wäre Bayerns Mittelfeld dann sogar noch geschwächt.

Somit konnten Schweinsteiger und die nach rechts verschobenen Innenverteidiger früh mannorientiert zugestellt werden – und auch die anderen Spieler der Bayern wurden in diesen Fällen mit Mannorientierungen gedeckt, wodurch die Ausrichtung der Canstätter dann ein wenig an Bayerns Pressing gegen die Dreierkette Juventus´ erinnerte.

In diesem Zusammenhang war auch der Seitentausch der beiden Flügelspieler Harnik und Traoré wichtig, der über weite Teile der ersten Halbzeit – besonders allerdings in deren Startphase – bestehen blieb. Dadurch waren mit Boka und Traoré zwei flinke Außenspieler mit generell eher tief liegender schematischer Position die Gegenspieler von Lahm und Alaba, weshalb diese gut bearbeitet werden konnten. Gleichzeitig war der aggressive Harnik für situatives Pressing in der Nähe von van Buyten, allerdings in der grundsätzlichen Situation ballfern postiert, so dass er gegebenenfalls auch schnell und fast übergangslos in die Mittelfeldkette zurückgleiten konnte.

Alles in allem war dies eine sehr gelungene Reaktion der Mannen von Bruno Labbadia auf die herauskippenden Bewegungen des bayerischen Mittelfeldmotors, der deshalb häufig auch darauf verzichtete und sich meistens klar auf seine halbrechte Seite konzentrierte. Auf die dortige Fluidität bekamen die Schwaben zwar wenig Zugriff, doch weil sie auch hier flexibel verteidigten, konnten sie zumindest die Stabilität wahren und ließen gerade vor dem Seitenwechsel nur wenige klare Chancen zu.

Defensivfluidität und Anpassungsfähigkeit

Entscheidend dafür war die Tatsache, dass Stuttgart aus der eigenen Grundformation heraus immer wieder verschiedene Dreifach-Sechsen im Feldzentrum erzeugen konnte, die dann wiederum jeweils anpassungsfähig agierten. Je nach der Positionierung der Spieler konnten sowohl Traoré als auch Maxim aus verschiedenen Zonen zurückfallen bzw. einrücken und als dritter zentraler Mittelfeldspieler neben Gentner und Boka eine 4-5-1/4-3-3-Formation herstellen, mit der sie das Zentrum kompakt hielten. Dabei reagierten die Schwaben immer wieder überaus flexibel, mit situativen Anpassungen oder defensiven Positionswechseln, auf das gewohnt hohe Niveau im Aufbau- und Angriffsspiel der Bayern.

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Situative Dreifachsechs aus Gentner, Traoré und Boka stellte die rechte Bayernseite zu, weil auch Maxim eingerückt war und sich zunächst an den bayerischen Sechsern orientierte, und provozierte den Seitenwechsel. Als die Bayern über den Umweg Neuer wieder auf rechts verlagern, wechselt Traoré auf den Flügel und Maxim gibt den dritten Sechser. In einem anderen 4-5-1 versucht Stuttgart erneut van Buyten zu isolieren, der tatsächlich weder Lahm, noch Boateng noch einen Mittelfeldspieler bedienen kann, da diese gegen Stuttgarts Dreifach-Sechs in Unterzahl sind. Robben bietet sich dann zwischen den Linien an, was Stuttgart nicht kompakt bekommt, doch sein Zusammenspiel mit Müller wird geklärt.

Wenn die Münchner sich durch die Verteidigung der Stuttgarter hindurch spielen konnten, zog sich der VfB schnell zurück. Entweder sollten Querpässe provoziert und das Spiel verlangsamt werden, um nach diesem Zurückrücken kompakt werden, was auch gut gelang. Oder Stuttgart versuchte mit ihrem durchaus riskanten Spiel gegen den Ball, solche Situationen  in Kauf zu nehmen und die Münchner mit improvisiertem Rückwärtspressing zu vorschnellen Aktionen zu verleiten und ihren Rhythmus zu attackieren.

Dabei positionierte sich Boka oftmals sehr intelligent und versperrte in einer etwas verbreiterten Position die halbrechte Schnittstelle in der Offensive, die Robben und Müller gerne mit diagonalen Aktionen bespielen. Als der Ivorer sich nur einmal falsch postierte, brach allerdings Lahm mit einem typisch inversen Lauf in diesen Raum hinein und provozierte den Elfmeter zum Führungstor für den FCB.

Meistens verlagerten die Bayern allerdings von ihrer starken Aufbauseite auf den linken Flügel, da der gegnerische Außenverteidiger in diesen Fällen keine konsequente Unterstützung erhalten konnte und die Seite ein wenig offen war. Auch wenn Traoré oder Maxim einige Male vorausschauend eingreifen konnten, hatten Ribéry, Alaba sowie einige unterstützende Akteure (z.B. Robben) eine Reihe von guten Durchbrüchen auf dem Flügel. Mit einer hervorragenden Endverteidigung konnte der VfB viele dieser gefährlichen Szenen in letzter Instanz dann allerdings doch noch entschärfen.

Dieser Aspekt ist generell ein enorm wichtiger Punkt, erlaubt er doch eine etwas riskantere und aktivere Ausrichtung, weil freie Räume für die bayerischen Schnellangriffe und daraus resultierende brenzlige Aktionen in letzter Instanz häufiger doch noch bereinigt werden können. Da Risiko und eine vorwärtsgerichtete Spielweise – natürlich muss man trotzdem schnell zurückkommen, wenn die vordersten Linien überspielt sind – nicht sofort bestraft werden, kann man auch den einen oder anderen Gegenkonter verkraften.

Stuttgarter Offensive auf Bayerns Mannorientierungen

In dieser Hinsicht half die gute Endverteidigung um Kapitän Tasci den Stuttgartern auch im eigenen Offensivspiel, bei dem sie ihre Stärken des temporeichen, riskanten und Ballverluste einkalkulierenden Spiels ohne Hemmungen einbringen konnten. Besonders bei schnell vorgetragenen Angriffen – ob in Kontersituationen oder nach zweiten bzw. losen Bällen im Mittelfeld – wurden die Schwaben gefährlich, während sie mit mittelmäßiger Balance beim ruhigen Aufbau auch oft am Bayern-Pressing verzweifelten.

Wenn sie allerdings mit Tempo – gerne auch nach zweiten Bällen – nach vorne kamen und nicht mehr den gesamten Münchner Block von hinten heraus ausspielen mussten, machten die Stuttgarter ihre Sache sehr gut. Ihre vielen beweglichen, pressingresistenten und durchgehend spielstarken Akteure in der Offensivabteilung konnten sich aus einigen engen Situationen herausfinden und zeigten bewusst wild wirkende Bewegungen, die ganz besonders die bayerischen Mannorientierungen attackieren sollten.

In diesem Bereich waren die Schwaben hervorragend vorbereitet und steuerten immer wieder die kleinen Schwächen im bayerischen Defensivkonzept an – was ihnen phasenweise so gut gelang, wie kaum einer anderen Mannschaft zuvor in dieser Saison. Auf der halblinken Seite veränderten sich die offensiven Dynamiken durch den Flügeltausch der Außenspieler deutlich: Anstatt eines Aufbaudreiecks aus Molinaro, Boka und Traoré gab es in diesem Bereich direktere Angriffe, die darauf abzielten, die Schnittstellen für Durchbrüche Harniks aufzureißen.

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Einfacher, aber effektiver Spielzug des VfB: Maxim bewegt sich in den roten Raum, zieht van Buyten aus dem blauen Raum heraus und wird angespielt. Harnik startet schneller als Lahm und geht in den nun ungeschützen blauen Bereich, bekommt den Ball von Maxim weitergeleitet und bricht durch. In diesem Fall hat kein weiterer Bayernspieler direkten Zugriff, der zurückeilende Schweinsteiger kann von hinten gerade noch zur Ecke klären, weil Harnik etwas zu lange wartet.

Dafür gingen Boka oder Maxim immer wieder auf die Seite, öffneten das Zentrum und lockten die zentralen Verteidigungsspieler der Bayern in diesen seitlichen Feldbereich. Nach schnellem Dreiecksspiel konnten Harnik oder seltener auch Molinaro mit Tempo in den geschaffenen Freiraum starten, was zu einigen Strafraumszenen führte und auch die erste große VfB-Chance durch Maxims Seitfallzieher einleitete. Der Rumäne zeigte ohnehin einige wertvolle Überraschungsaktionen, öffnete Räume, ließ sich bei Bedarf defensiv wie offensiv zurückfallen und unterstützte auf beiden Seiten.

Auf dem rechten Flügel blieb zwar sein Hackentrick in Erinnerung, als er sich stark in einen Angriff einband, doch auch hier sollte er vor allem Räume schaffen und Gegner binden. Dies traf besonders auf Franck Ribéry, dessen eingerückte Defensivrolle und anpassungsfähige Rückwärtsarbeit die Stuttgarter ausnutzen wollten. Vor dem Spiel hatte man mutmaßen können, dass die Rolle des Franzosen gegen die kraftvollen Vertikalvorstöße Gentners ein effektives Defensivmittel sein könnten, doch Stuttgart drehte das Blatt um.

Mit Bewegungen von Traoré oder Maxim, gelegentlich sogar durch einrückende Aktionen Rüdigers wurde Ribéry im Zentrum gebunden. Einige Male setzte er sich etwas überengagiert gar als defensive Unterstützung für Lahm ein. Insgesamt wurde der linke Flügel etwas offen, was Gentner mit geschickten Laufwegen ausnutzte. Einige Male rochierte er hinter dem einrückenden Flügelspieler auf die Seite und konnte damit sogar zur Grundlinie durchgehen, was diese Saison kaum einem Bayerngegner in jenem Bereich gelungen ist. Weil sie nach außen wegdrifteten, wurden Gentners Vorstöße nicht durch Ribéry aufgenommen, sondern konnten den geöffneten Freiraum attackieren, wenn die Kollegen im Zentrum die Bayernspieler wegzogen.

Stuttgarts Problem dabei war allerdings, dass sie aus ihren durchaus vorhandenen Offensivszenen zu wenig machten. Einmal waren hier natürlich die gute Endverteidigung der Bayern und ihr anpassungsfähiges Zurückrücken entscheidend, womit sie vielversprechende Situationen bereinigten, bevor diese wirklich endgültig gefährlich wirkten. Zum anderen führten die Schwaben auch in der Statistik der Torschüsse letztlich mit 9:6, konnten daraus allerdings nur einen Treffer erzielen.

3:0-Führung und das „Beinahe-Comeback“

Daher schien das Spiel nach einer Stunde gelaufen zu sein, nachdem die Bayern das riskante Spiel des VfB zum dritten Mal gnadenlos bestraft hatten. Entscheidender Mann war nicht nur beim ersten Tor Philipp Lahm gewesen, als er mit seinem erwähnten Durchbruch im Bereich des Halbraumes die durch die Aufbaufluidität geschaffenen Räume ausnutzte. Bereits zuvor hatte sich der erneut sehr umtriebige Robben halbrechts zwischen den Linien angeboten, den Ball aber nicht erhalten und anschließend den offenen Bereich Lahm überlassen.

Der Kapitän war als Vorlagengeber auch am zweiten Tor entscheidend beteiligt, als die Stuttgarter nach einem langen Ball zu offen waren. Der immer wieder  aggressiv und riskant herausrückende Niedermeier, dessen Auftreten jenem von Hummels´ ähnelte und insgesamt durchaus effektiv war, köpfte einen Ball unkoordiniert direkt auf Robben, der mit Lahm eine Überzahl herstellte, weil die Mittelfeldreihe des VfB nicht mehr schnell genug zurückeilen konnte. Schließlich fiel auch der dritte Treffer über diese rechte Seite und wurde passenderweise von Müller vorbereitet – der sich bereits in Wembley immer wieder für die Offensivkollegen aufopferte und den Flügel situativ besetzte.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt schien das Spiel gelaufen, doch dann passierte den Bayern etwas, was in dieser Spielzeit kaum vorkam – sie mussten nach hoher Führung noch einmal zittern. Im Vergleich mit dem, was die Stuttgarter in weiten Teilen der ersten 60 Minuten zeigten, war ihre Vorstellung in der Schlussphase, die dann noch zwei Treffer brachte, aber weniger interessant und methodisch. Sie setzen nun alles auf eine Karte, schoben die Außenverteidiger aggressiv nach vorne und versuchten über Flanken und hohe Offensivpräsenz zum Erfolg zu kommen, weshalb die Stürmer Okazaki und Cacau eingewechselt wurden. Eine Halbfeld-Flanke und eine Ecke im Anschluss an eine Flanke brachten dann auch die Tore – und ähnlich sahen die weiteren Stuttgarter Chancen der Endphase aus.

Dass die Bayern durch eine solch simplen Strategie ins Wanken geriet, lag wohl zum einen an nachlassender Konsequenz ihrer Defensive und zum anderen daran, dass Stuttgart es sehr gut versteht, umgekehrt die nötige Konsequenz für eine solche Offensivspielweise aufzubringen. Hohe Offensivpräsenz, aggressive Flügelangriffe und frenetisches Tempo sind Aspekte, die zum charakterlichen Spielstil des VfB passen und dieser daher gut beherrscht. Dennoch war ihre eigentliche Taktik erfolgsversprechender und die letztlich „erfolgreiche“ Strategie nur ein kraftvoller Notfallplan, um Tore zu erzwingen – für ein drittes reichte es nicht mehr. Die Bayern holten den Pokal.

Stichwortartig: Zusammenfassung und Weiteres

  • Stuttgart mit asymmetrischem 4-4-1-1 in der Grundausrichtung, um van Buyten zu isolieren
  • Bayern umspielt dieses Vorgehen mit Robbens beweglicher Rolle, Ribérys Rochaden auf die Seiten und gutem Bewegungsspiel der Mittelfeldakteure: Durch all diese Aspekte generieren die Bayern eine sehr hohe Aufbaufluidität im 2. Drittel
  • Stuttgart mit breitem 4-3-3 gegen Schweinsteigers Herauskippen, das durch Harniks Zurückfallen die Grundsituation erzeugen kann
  • Hohe Anpassungsfähigkeit in den Positionierungen des VfB, schnelle und bewegliche Reaktionen auf Bayerns Fluidität, Herstellen von Dreifach-Sechs auf verschiedenen Wegen möglich
  • Insgesamt eine durchaus aktive und riskante Verteidigungsarbeit des VfB, die immer wieder auch Lücken lassen und sich dann auf schnelles Zurückfallen, gute Endverteidigung und das Erzeugen von Hektik durch Rückwärtspressing verlassen müssen. Letztlich bestrafen die bayerischen Flügeldurchbrüche allerdings phasenweise Unkompaktheit
  • Gutes Offensivspiel von Stuttgart gegen Bayerns Mannorientierungen: Links öffnen ausweichende Läufe u.a. von Maxim Räume für Harnik, rechts werden die Bayern-Spieler ins Zentrum gelockt und Gentner rochiert auf den Flügel. Bayern allerdings mit guter Endverteidigung dagegen
  • Endphase: Stuttgart mit Flanken, hohen Außenverteidigern und kraftvoller, frenetischer Offensivpräsenz
  • Interessante Nebenaspekte: Stuttgarts Zustellen bei Abwürfen, defensive Mitarbeit von Ibisevic und Maxim auf den Seiten, Bayerns sporadische Flügelüberladungen auf links, Stuttgart verringert das Risiko im Umschalten nach dem Rückstand, Bayerns absichtliche Teil-Passivität einzelner Spieler und Fake-Verlagerungen (siehe Szenengrafik 47. Minute)

Fazit

Nach der Zusammenfassung nur noch wenige kurze Abschlussworte, denn die großen Lehren sollten bekannt sein: Die Bayern waren die überlegene Mannschaft, agierten im Aufbau auf halbrechts überaus fluid, hatten im letzten Drittel einige Ungenauigkeiten, brachen besonders in Person von Philipp Lahm mit schnellen Angriffen allerdings letztlich doch durch und gewannen verdient.

Großer Respekt ist dem VfB Stuttgart zu zollen, der lange Zeit gut mithielt, sich sehr anpassungsfähig in der Defensive zeigte, auch vor dem Risiko nicht scheute, die kleinen defensiven Anfälligkeiten in der Münchner Defensive äußerst geschickt anvisierte und nach einem aussichtlos scheinenden Rückstand fast doch noch zurückkam. Daher können sich Serdar Tasci und Co. nach einer starken Leistung mit erhobenem Haupt verabschieden und hätten sich eventuell gar eine Verlängerung verdient gehabt.

Der deutsche Rekordmeister hat es geschafft und gewinnt in diesem Sommer seinen dritten großen Titel – viel mehr müssen wir dazu wohl nicht sagen. Spielverlagerung.de gratuliert dem FC Bayern München zum Triple der Spielzeit 2012/13!

FS 5. Juni 2013 um 14:19

Erst einmal ein fettes DANKE für die tolle Arbeit der ganzen Saison mit dem krönenden Abschluss des DFB Pokalfinals.
Ich vernachlässige schon meine Arbeit, um die inteessanten Artikel hier zu lesen :-).
Beim DFB Pokalfinale war ich LIVE im Stadion und kann auch größtenteils mit eurer Analyse mitgehen.
Meine Frage an euch richtet sich dahingehend, dass ich der Meinung bin, dass Ibisevic beim Aufbauspiel der Bayern nicht mitmachte. Für mich stand er sehr oft rum und stellte die Passwege nicht zu, obwohl Maxim, Boka und Harnik die Anspielstationen zustellten und leichtes Pressing ausübten, was dann ein paar Meter weiter durch Gentner unterstützt wurde. Jedoch hätte Ibisevic mehr machen müssen, damit der VFB mehr Bälle holt.

Wie seht ihr das?

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daniel 4. Juni 2013 um 10:23

Nices Ding TR. Zwar etwas zu lang, der Hauptteil (vor dem Tor) und der kurze Teil zur zweiten Hälfte sind nicht perfekt abgewogen, aber die Beschreibungen der einzelnen Szenen, die sowohl das gesamt und das individual tacktische perfekt nebeneinander darstellen, machen den langen Artikel unheimlich interessant.

Zum Spiel. Hut ab vor Stuttgart. Hätte nicht gedacht, dass nach dem BVB nochmal so ein Brocken kommt. Da muss man sagen, wenn man die Leistung der Champions League Gegner des FCB vergleicht, dass der dt. Fussball auf hohem Niveau abgeht (wobei solche Milchmädchenquervergleiche meist absurd sind).

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Flat Eric 3. Juni 2013 um 15:49

Als VfB-Fan fällt mir die Analyse doch zu positiv aus. Bayern war haushoch überlegen und hat nach dem 3:0 auch deutlich zurückgeschaltet. Ja, die ersten 20 – 25 Minuten waren ok. Das war es dann aber auch.

Ibisevic hat mMn nicht nach hinten gearbeitet, er stand viel zu weit in der gegnerischen Verteidigung.

Ansonsten ist die Analyse gewohnt gut. Die Verlängerung wäre sicherlich drin gewesen. Hätte Bayern aber konsequent weitergespielt, hätte auch ein 5:0 oder 6:0 drin sein können. Die Bayern konnten mehr, der VfB spielte am absoluten Limit.

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Spassapparat 2. Juni 2013 um 21:54

also ich finde die bewertung von stuttgart hier als stuttgart fan doch etwas uebertrieben. man koennte ja nach der analyse fast meinen, dass es ein spiel auf augenhoehe war, aber das war es ja nun eindeutig nicht. stuttgart hatte in der ersten haelfte zwei chancen und dann in der zweiten haelfte erst wieder als bayern 2-3 gaenge zurueckgeschalten hat, und dann auch eher im hauruck-format als wirklich rausgespielt.

zum taktischen,
– hab ehrlich gesagt kaum gesehen dass die bayern durch das stuttgarter pressing wirklich gestoert wurden, und die absurd hohe positionierung von harnik und traore hat vermutlich alle 3 gegentore (mit-)verursacht. mit ein bisschen mehr konsequenz (vor allem von alaba) bei den hereingaben von der seite, die ja wirklich mehr als zahlreich waren weil die aussenverteidiger stuttgarts staendig 2vs1 spielen mussten, haette das auch locker zu einem debakel werden koennen.

vll war es trotzdem das kluegste was man mit stuttgarts spielermaterial machen konnte, aber sich nur auf gute endverteidigung im 5er verlassen find ich persoenlich, wenn bewusst so gestaltet, doch viiieel zu riskant.

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Pommesdieb 3. Juni 2013 um 15:19

ich behaupte einfach mal: wenn man gegen diese bayern gewinnen will, muss man eben was riskieren. und besser wäre es für stuttgart auch nicht geworden, wenn sie sich nur hinten reingestellt hätten. und manchmal wird mut zum risiko auch belohnt…

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Jobl 2. Juni 2013 um 17:05

Wie habt ihr Gomez gesehen? Abgesehen von seiner persönlichen Leistung hatte der Wechsel von Mandzu zu Gomez erhebliche Auswirkungen auf das Spiel der Bayern gehabt, oder?
Ebenso das Fehlen von Dante…
Wenn der FCB in seiner sonstigen Startformation angetreten wäre , dann hätte Suttgarts Konzept weniger gegriffen.

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Foxtrott 2. Juni 2013 um 20:13

Zumindest in der zweiten Halbzeit hat Gomez gemacht, was er fast immmer macht: Ein Paar Tore geschossen. Und ich persönlich finde, dass er nach dem 3:0 sicherlich noch einen Treffer markiert hätte, da ja durch Stuttgarts „anrennen“ seine stärken noch mehr zur Geltung gekommen wären.
[OT: persönlich finde ich schade, dass wir ihn in der neuen Saison wohl nicht mehr in der BL sehen werden…]

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Strafraumautist 2. Juni 2013 um 20:25

Ich glaube, dass ein Wechsel in eine andere Liga ihm wohl täte. In Deutschland wird er doch etwas übertrieben angefeindet. Denn jeder der meint, beweisen zu müssen, dass er den modernen Fußball verstanden hätte, fühlt sich berufen kundzutun, dass Gomez nicht in diesen passe. Was ein ziemlicher Schwachsinn ist, denn moderner Fußball ist vielfältiger als Ballbesitz und falsche Neuner.

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geco87 2. Juni 2013 um 23:02

Glaube nicht, dass Gomez‘ Einsatz dem VfB zugute kam. Letztlich hat er zwei Tore gemacht. Ebenso war von Mandzu nach seiner Einwechslung wenig zu sehen, er konnte gegen Ende auch kaum Bälle behaupten.
Ich glaube auch, Gomez würde zumindest in England und Italien weniger kritisch gesehen als hierzulande. Dort sind „defensivschwache“ Strafraumstürmer noch anerkannter, zudem zählen dort immer noch Tore und Ergebnisse mehr als inzwischen in Deutschland.

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BVB3000 3. Juni 2013 um 14:54

Gomez ist ein richtig guter Stürmer! Und das nicht nur wie so häufig geschrieben als ‚Knipser‘, Stoßstürmer oder Strafraumstürmer etc. Nein, auch mit etwas Anlauf und dem Ball vor sich in Richtung Tor war er bei Stuttgart richtig gut. Manchmal sieht man das noch, sein erster touch ist häufig, wenn er zum Abschluss zieht auch richtig gut. In einer körperbetonten Kontermannschaft ist er als Abschlußstürmer fast schon ideal (z.B. Chelsea). Sein Pressingverhalten scheint die Saison auch stark verbessert.
Sein Problem ist, daß Lewandowski fast alles besser kann und Gomez eben einige Bereiche eher schlecht oder gar nicht beherrscht, wie z.B. Ballbehauptung in vorderster Spitze (mit anschliesendem Pass/Ablegen auf nachrückende Spieler), Spiel mit dem Rücken zum Tor, fluides Paßspiel (v.a. auch im letzten 3tel), Passwege zustellen, Interceptions etc.
Vor einem Jahr gab’s mal ne schöne Gegenüberstellung der Sprints von Gomez und Lewandowski anlässlich eines German Classico’s:
http://www.zonalmarking.net/2012/04/12/dortmund-1-0-bayern-six-point-lead/
Lewandowski zu Bayern? Ja, bitte!

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cg20fan 2. Juni 2013 um 15:34

Weiß gar nicht, was ich von dem Spiel halten soll, aber wahrscheinlich ist das aus VfB-Sicht das Maximum gewesen, was man aus dem eigenen instabilen Pressing machen konnte. Trotzdem hat Bayern halbrechts den Aufbau weitestgehend kontrolliert und den VfB meistens ins Leere laufen lassen. Ich weiß nicht, ob man dann, wenn man mit Rückwärtspressing und guter Boxverteidigung das lückenhafte Pressing versucht zu kaschieren die Defensivleistung bzw. den Ansatz von dem ganzen gut finden soll oder nicht. Gefühlsmäßig wär auch ein hoher Bayernsieg nicht verkehrt gewesen..

Gefallen hat mir dagegen auch, wie die Offensive ganz gut auf Bayerns Mannorientierungen gepasst hat, mit vielen beweglichen, aggressiven, umtriebigen Spielern, zusammen mit einem genialen 10er als Herzstück. Da ging gerade am Anfang, obwohl man spielerisch sonst kaum was zu bieten hat, unerwartet viel nach vorne, auch wenn die Tore dann witzigerweise erst kamen, als mans mit Gewalt probiert hat.

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tactic_addicted 2. Juni 2013 um 13:15

Das Spiel gestern war ein Sinnbild der gesamten Bayern-Saison. Der Gegner lässt sich taktisch viel einfallen, wird dennoch einfach platt gemacht. Häufig können die Bayern dann einfach auch auf ihre physische Überlegenheit zählen (siehe Barcelona), und damit langfristig auch gegen taktisch überlegene Mannschaften (siehe Dortmund CL Finale) bestehen. So sah es teilweise zwischen dem 1:0 und dem 3:0 nach einem lockeren Trainingsspiel gegen Stuttgart aus, obwohl diese wesentlich komplexere Bewegungen und Ideen zeigten.
Ich sehe es denn auch etwas kritisch, Heynckes nach dieser Saison zum Trainerguru auszurufen. Zumindest was die taktischen Aspekte angeht, wurde dort nun nichts Weltbewegendes geleistet, außer sich das Dortmunder Gegenpressing abzuschauen.
Leider ist es eine nachhaltige Erkenntnis, dass ich auch durch Taktik und harte Arbeit im Kleinen nicht auffangen kann, dass ein Martinez mehr kostet als die halbe Stuttgarter Mannschaft zusammen.
Deswegen würde ich diese Saison auch nicht als taktischen Fortschritt werten, da sich solcher nur entwickelt, wenn die Leistungsdichte sich auf einem Niveau befindet.

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ert 2. Juni 2013 um 15:25

Na klar. Spricht da noch etwas anderes als blanker Neid aus dir? Dortmund war also im CL-Finale „taktisch überlegen“ ja? Da hast du wohl ein anderes Spiel gesehen. Anrennen bis die Kraft ausgeht hat nix mit Taktik zu tun.

Und Bayern hat natürlich diese Saison (und auch die letzten) keine harte Arbeit geleistet, nein…die waren im Urlaub während alle anderen Vereine sich abgeschuftet haben…

Ich glaube Bayern könnten noch so atemberaubenden Fußball zeigen, die ganzen niveaulosen Hater würden trotzdem etwas zum Meckern finden…

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tactic_addicted 2. Juni 2013 um 18:37

Ich weiß zwar nicht generell, warum mein Beitrag mich als niveaulosen Hater qualifiziert, es werden aber wahrscheinlich die unzähligen Kraftausdrücke in meinem Beitrag sein …

Ich bitte auch darum, mir aufzuzeigen, an welcher Stelle ich den Bayern „mangelnde Arbeit“ unterstelle.

Zu der taktischen Überlegenheit Dortmunds: dies wurde vor dem CL-Finale in gleicher Weise auch von Spielverlagerung.de in dem Podcast vorgebracht, ohne dass es aufbrausende Reaktionen gab. Und dass die Dortmunder nur „wild“ angerannt sind, da muss man eher die Hater-Brille rausholen. Durch diese sind die Dortmunder dann wahrscheinlich ungebremst in Richtung Bayern-Tor gerannt und danach über die Bande gestolpert …

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RM 2. Juni 2013 um 19:12

Zu der taktischen Überlegenheit Dortmunds: dies wurde vor dem CL-Finale in gleicher Weise auch von Spielverlagerung.de in dem Podcast vorgebracht,

Nicht wirklich, Martin meinte mEn eher, dass Dortmunds Konzept allgemeingültiger (also auch einfacher zu kopieren) und ästhetisch schöner sei.

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Anni 2. Juni 2013 um 16:04

„Zumindest was die taktischen Aspekte angeht, wurde dort nun nichts Weltbewegendes geleistet, außer sich das Dortmunder Gegenpressing abzuschauen.“

Genau! Jürgen Klopp hat das (Gegen-)Pressing erfunden und ein Patent darauf angemeldet. Und die bösen Chinesen aus München haben alles zu 100% übernommen. Was lernen wir daraus? Die fiesen Bayern sind nur eine hinterhältige und reiche Kopie der arbeitsamen und ehrlichen Dortmunder. *Gähn!*
Ist das wirklich so? Oder ist es vielmehr so, dass das Pressing der Bayern ein anderes ist als das der Dortmunder? Die Bayern spielen das doch eher phasenweise und ohne so extrem auf eine Seite zu schieben, da sie mehr auf Absicherung bedacht sind. Außerdem gehen sie nicht so konsequent in das Gegenpressing nach langen Bällen auf den Mittelstürmer, sondern agieren grundsätzlich mit dem Ball und nicht „nur“ gegen den Ball. Indem sie den Fokus auf das Ballbesitzspiel legen, haben sie doch eine grundsätzlich andere Ausrichtung als die Dortmunder.
Und waren die Dortmunder im CL-Finale wirklich taktisch überlegen und die Bayern konnten nur physisch dagegenhalten? Ich glaube, dass es eher so war, dass die Bayern taktisch sehr gut auf die (taktisch sehr ausgefeilte) Dortmunder Spielweise reagiert haben und auch im Spiel taktisch kluge Anpassungen vorgenommen haben (z.B. Martinez gegen Lewandowski zu stellen oder Schweinsteigers Positions- bzw. Raumsuche), während die Dortmunder das Spiel immer mehr aus der Hand gaben und taktisch nicht, bzw. viel zu spät, reagierten.
Aber was solls, wenn mensch glaubt, dass die einen die Guten sind und die anderen die Bösen, dann ist auch egal, was auf dem Rasen passiert.

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tactic_addicted 2. Juni 2013 um 18:44

Was soll die Unterstellerei :

„Aber was solls, wenn mensch glaubt, dass die einen die Guten sind und die anderen die Bösen, dann ist auch egal, was auf dem Rasen passiert.“

Das Klopp maßgeblich das Gegenpressing in dieser Auslegung eingeführt hat, ist ja nun unbestreibar. Dass die Auslegung desselben schon etwas neues darstellt, kann man z.B. auch daran erkennen, dass man Real 4:1 wegklatschen konnte. Die waren davon einfach überfordert.

Ebenso: dass die Bayern diese Saison für sich entdecken, dass auch Offensivspieler ein Teil des Defensivsspiel sein können, lässt auch nicht gerade auf eine taktische Vorreiterrolle schließen.

Bezüglich des Gähnens wünsche ich einen geruhsamen Mittagsschlaf. Wahrscheinlich waren sie von den Tripelfeierlichkeiten gänzlich erschöpft.

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Andy 2. Juni 2013 um 19:15

@ tactic_addicted:

Da erklärt dir Anni über 10 Sätze die Unterschiede zwischen dem Pressing der Bayern und des BVB und du antwortest darauf, dass der BVB gegen Real 4:1 gewonnen hat.
Bist du irgendwie auf der falschen Seite gelandet?

Übrigens klasse, dass der BVB das Taktikduell gegen die Bayern schon vor dem Match gewonnen hatten. 🙂

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tactic_addicted 2. Juni 2013 um 21:08

@ Andy

Es ging mir doch gar nicht darum, zu bestreiten, dass Unterschiede in der Auslegung des Pressings bestehen.
Mir ging es darum, der Behauptung entgegenzutreten, die Dortmunder hätten das Gegenpressing in dieser Form nicht als Neuheit eingeführt, und dass dieses ohne Erfolg dastand.

Für mich haben die Dortmunder das Taktikduell auch nach dem Spiel noch gewonnen. Das mit zunehmender Spieldauer die unterlegene individuelle Klasse durchkommt, ist schließlich spielentscheidend gewesen.

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RM 2. Juni 2013 um 21:15

Mir ging es darum, der Behauptung entgegenzutreten, die Dortmunder hätten das Gegenpressing in dieser Form nicht als Neuheit eingeführt, und dass dieses ohne Erfolg dastand.

Inwiefern als „Neuheit eingeführt“? Gab immer wieder durchgehend Ansätze von Gegenpressing in der dt. Liga in unterschiedlichen Varianten, übrigens auch von Heynckes selbst vor 20 Jahren. Durch die Bank kollektiv, organisiert und strukturiert gespielt hat es der FC Barcelona unter Pep Guardiola in den letzten Jahren wohl als Erstes, in den 70ern taten dies Happel und Michels ebenfalls schon.

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tactic_addicted 2. Juni 2013 um 21:27

@RM

bitte nicht auf den Fußball der 70er Jahre verweisen, da dieser nicht mit der heutigen Form des Fußball vergleichbar ist

ich darf diesbezüglich auch an eure Retro-Analyse zur WM 2006 erinnern, in der ihr euch über das Niveau des damaligen Fußballs auslasst, die mit heutigen Standards nicht zu vergleichen wäre; dann auch bitte nicht auf die 70er verweisen

dass es Gegenpressing schon früher gab, ist natürlich unbestritten („Ball zurückerobern“), aber nicht in dieser kollektiven Weise

dass Barcelona das kollektive Gegenpressing auf höchstem Niveau gespielt hat, ist unbestritten, aber ich denke, dass die Dortmunder dies doch zumindest organisatorisch auf ein noch höheres Niveau geführt haben
man darf auch nicht außer Acht lassen, dass Barcas Gegenpressing stark nachgelassen hat, weil auch die Gegner eine stärkere Antwort darauf hatten

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RM 2. Juni 2013 um 23:44

bitte nicht auf den Fußball der 70er Jahre verweisen, da dieser nicht mit der heutigen Form des Fußball vergleichbar ist

a) Grundidee war aber die Gleiche, ergo war es keine Klopp’sche Erfindung und Heynckes selbst kannte ja die Grundidee auch.
a2) Doch, bei den niederländischen Teams war es sogar noch kollektiver.
b) Finde das Gegenpressing der Katalanen circa 2011 noch stärker eigentlich, kam nur seltener zuvor.
c) Feyenoord und Ajax in den frühen 70ern müssen sich vor Teams der 80er, 90er und so kaum verstecken.
d) Bayern spielt ein anderes Gegenpressing als der BVB, auch von der genauen Umsetzung (mannorientiert und zweikampfprovozierend vs. passwegsbelauernd und raumklauend).

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Magic_Mo 3. Juni 2013 um 14:32

Ob die Teams früherer Zeiten mit den heutigen im direkten Vergleich mithalten könnten spielt doch für die Betrachtung einer spieltheoretischen Idee wie „Wer hat das kollektive Gegenpressing erfunden?“ überhaupt keine Rolle…
Fakt ist, dass die holländischen Mannschaften der 70er schon kollektiv gegengepresst haben und damit diese Idee hatten, völlig unabhängig davon, ob sie jetzt gegen heutiges Dortmund oder Bayern oder sonstwen in Sachen Trainingsqualität, Physis oder auch der Umsetzung dieses Gegenpressings usw usf bestehen könnten.

Fakt ist auch:
Der FC Barcelona unter Guardiola hat als erste zeitgenössische Mannschaft ein kollektives Gegenpressing installiert und damit alles, was es bis dahin gab, weggeputzt.
Bei Barca war/ist aber, genau wie bei Bayern heute, der grundsätzliche Fokus eher auf Defensive/Ballrückgewinnung zur Ballbesitzsicherung gerichtet. Und Jürgen Klopp hat gesehen, wie Barca aus Balleroberungen in gefährlichen Zonen systematisch! Torgefahr verursacht hat und den Gegner einschnüren konnte, und hat sich gedacht dass man das doch noch stärker in den Fokus rücken könnte und sein Angriffsspiel gewichtungsmäßig stärker über Pressing/Gegenpressing und die daraus resultierenden Balleroberungen aufzieht, als über klassisches Aufbauspiel.

Insofern hat Kloppo nicht das kollektive Gegenpressing erfunden und die Bayern haben sichs schon garnicht von ihm abgeguckt.
Wobei das „Abgucken“ und „Kopieren“ im Spitzensport sowieso eine lächerliche Kategorisierung ist. Man sieht halt, was Erfolg hat, und versucht es in die eigenen Abläufe zu integrieren. Das ist das natürlichste der Welt und moralisch völlig wertfrei 😉

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Handkante 2. Juni 2013 um 16:13

Das Gegenpressing ist aber auch wirklich das Einzige, was sich lohnt von Dortmund abzuschauen. Ansonsten beherbergt deren Spiel Nichts, das über Mittelmaß hinausgeht, zumindest auf CL-Niveau.

Darum kann ich nicht verstehen, dass Klopp so zum Übertrainer hochstilisiert wird. Im Gegensatz zu van Gaal oder Guardiola hat Klopp dem Fussball im Allgemeinen nichts gegeben. Und mit seiner rein reaktiven Spielphilosophie will ich ihn nie beim FCB sehen, wie es einige sich schon erträumt haben.

Man kann von Heynckes halten was man will (bin auch kein Fan von ihm), aber sein Team beherrscht absolut jeden Aspekt des Fussballs auf top-drei-Niveau in der Welt.
Davon ist die Klopp-Elf sehr weit entfernt, bzw. will dies auch gar nicht sein.

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tactic_addicted 2. Juni 2013 um 18:51

Dortmunds Spiel bietet nichts, was über das Mittelmaß hinausgeht. Genau, die sind ja auch nur durch Glück in das Championsfinale vorgestoßen. Gerade die leichte Vorrundengruppe war ja ein Geschenk, wohingegen die armen Bayern gegen die Übermannschaft Baryssau abmühen musste.

„aber sein Team beherrscht absolut jeden Aspekt des Fussballs auf top-drei-Niveau in der Welt.
Davon ist die Klopp-Elf sehr weit entfernt, bzw. will dies auch gar nicht sein.“
Genau! Wollen die Dortmunder doch gar nicht, gut spielen. Ist ja auch viel zu anstrengend. Gut, dass sie das diese Saison unterlassen haben.

„Darum kann ich nicht verstehen, dass Klopp so zum Übertrainer hochstilisiert wird.“

Genau! Eine Mannschaft aus dem Mittelfeld der Liga zu übernehmen, und innerhalb von drei Jahren 2 mal zum Meister, zum Pokalsieger und in das Championsleague-Finale zu führen, mit im Verhältnis zu den anderen Teilnehmern begrenzten wirtschaftlichen Mitteln, ist taktisch nun wirklich nicht herausragend. Solange dieser Klopp nicht auf einem Einhorn ins Stadion geflogen kommt, hat er dem Fußball wirklich nichts gegeben…

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Handkante 2. Juni 2013 um 20:35

@tactic_addicted

Dann nenn doch einfach die Punkte, die, abgesehen vom Gegenpressing, noch überragend sind im dortmunder Spiel.
Das generelle Defensivverhalten war dieses Jahr nicht besonders stark.
Und mit Ball kann der BVB auf CL-Niveau sowieso nicht so viel anfangen, sonst hätten sie nicht in jeder Party freiwillig auf Ballbesitz verzichtet.
Da Klopp selbst gesagt hat, dass man nächste Saison noch weniger auf Ballbesitz aus ist, ist meine Behauptung:

„Davon ist die Klopp-Elf sehr weit entfernt, bzw. will dies auch gar nicht sein.“

…korrekt.

Natürlich hat Klopp sehr gute Arbeit bei Dortmund geleistet.
Deren Aufstieg hängt maßgeblich mit seinem Namen zusammen.
Aber darum geht es nicht.
Es geht darum, dass es Trainer gibt, wie Michels, van Gaal, Guardiola, die den Fussball auf ein neues Level gebracht haben.
Klopp hat dies ganz sicher nicht. Das muss er auch nicht. Das interessiert ihn sicher auch nicht.
Aber trotzdem wird er als oft als Messias dargestellt, und das passt mir nicht PUNKT.

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tactic_addicted 2. Juni 2013 um 21:04

@handkante

und ich habe mich daran gestört, dass Heynckes als Messias dargestellt wird, ohne seine Leistung damit schmälern zu wollen

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tactic_addicted 2. Juni 2013 um 21:20

@ handkante, die zweite

neben Gegenpressing noch zu erwähnen:

Umschaltspiel, Anteil Ballbesitz in gegnerischer Hälfte, kollektives Defensivverhalten

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Nietzscheaner 2. Juni 2013 um 20:31

Du scheinst dich in deinen Ausführungen auf MRs Einschätzung der Münchner Defensiv-Strategie zu beziehen, die er als „plump“ bezeichnete, da sie vornehmlich mit Mannorientierungen arbeite. Mag ja sein, dass das Defensivkonzept ausgefeilter und im taktischen Sinne raffinierter ist, aber die für dich offenbar daraus folgende taktische Unterlegenheit des FC Bayern ist schon etwas (gewollt?) provokant formuliert. Denn genauso könnte man aus taktischer Sicht ohne Probleme sagen, dass das Ballbesitzspiel des FC Bayern sich absolut in der Weltspitze befindet. Generell kann man die im Podcast geäußerte These der Autoren, nämlich, dass die Dortmunder Taktik die bessere, weil universellere, sei – zumindest diskutieren. Soll Taktik also so angelegt sein, dass sie die individuellen Unterschiede nivelliert oder dass sie die individuellen Möglichkeiten der Spieler optimal zum Einsatz bringt? Es geht allein um die Frage: what works? Und wenn man trotzdem den Anspruch an den FC Bayern heranträgt, auch taktisch die Advangarde sein zu müssen, darf ich mit gewisser Vorfreude auf die nächste Saison verweisen. Denn da wird ein Trainer kommen, der mit seinen Fähigkeiten dazu beitragen wird, dass sich der (hier unterstellte) taktische Rückstand des FC Bayern vermutlich in einen Vorsprung verwandeln wird…

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tactic_addicted 2. Juni 2013 um 21:18

Wenn das Ballbesitzspiel des FC Bayern das Maß aller Dinge sein soll, dann hätte man auch gegen Barcelona mal mehr Ballbesitz haben sollen.
Mir geht es doch hier auch gar nicht um die Universalität der Taktik, die angewandt werden soll. Bayern war nun mal letzte Saison noch so stark taktisch unterlegen, dass man sich schon über die diesbezüglich Eignung Heynckes Gedanken machen muss. Dass die massive individuelle Überlegenheit nun mal nicht aufzuhalten ist, das zeigt doch gerade diese Saison und ernüchtert leider auch ein wenig, da mich dies doch sehr an die 90er und 00er Jahre der Bayern-Dominanz erinnert.
Generell sollten Eingriffe in das bisherige System überdacht werden (siehe Drafting-System), die taktische Aspekte wieder in den Mittelpunkt treten lassen.
Dass die Bayern generell eher nicht in taktischen Kategorien denken, hat mir spätestens eine Äußerung Uli Hoeneß in einem Zeitungsinterview vor Augen geführt. Alleine die Erwähnung des 4-2-3-1 hat in schon sauer gemacht, und zur Aussage geführt, dass es doch nur um die Zweikampfsstärke der Spieler ginge.

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Nietzscheaner 2. Juni 2013 um 21:56

Uli Hoeneß ist der Vereinspräsident und ich denke nicht, dass man erwarten kann, dass er detaillierte Taktikdiskurse in der Presse führt…
Und dass sich am Ende individuelle Klasse durchsetzt, mag zwar wie eine Binsenweisheit klingen, aber dennoch bedarf es gewisser taktischer Maßnahmen, um erfolgreich zu sein. Ich sehe da ehrlich gesagt auch keinen Missstand, der der Korrektur bedarf: Ist doch klar, dass die individuelle Klasse des FC Bayern besser ist – wäre auch schlecht, wenn es anders wäre, nach den ganzen Investitionen. Zu dem angedachten Draft-System: Wer hat daran Interesse? Der FC Bayern ist sicherlich nicht daran interessiert, nur einen den anderen Mannschaften der Bundesliga vergleichbaren Kader zu haben, sondern allein daran, ob es geschafft wird, die bereits vorher (!) feststehende Überlegenheit, was das Spielermaterial betrifft, taktisch so auszurichten, dass Spiele gewonnen werden. Und, wie gesagt: Wenn defensiv-taktische Plumpheit die einzige Kritik am FC Bayern ist, wird sich das in der nächsten Saison vermutlich erledigt haben…

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maverick.91 4. Juni 2013 um 00:46

wenn sich personelle überlegenheit am ende durchsetzt, warum verliert real madrid dann gegen dortmund ? sind die individuell schlechter ?

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fha 2. Juni 2013 um 12:43

Erst ein mal ein großes Danke schön an TR für diesen Artikel sowie an alle anderen SV-Autoren für eure herausragende Arbeit in dieser Saison. Ich bin irgendwann im Oktober oder November 2012 auf euch aufmerksam geworden und lese seitdem regelmäßig Artikel und Kommentare. Die taktischen Themen kommen in anderen Medien – insbesondere beim TV – leider viel zu kurz.

Aber jetzt ein paar Anmerkungen zum Spiel:

Wenn die Bayern-Großchance in der 2. Minute reingeht (war das Alaba?), sehen wir alle ein anderes Spiel.

Danach haben die Stuttgarter wirklich sehr gut gespielt, aber die Bayern es sich (bis zur 25./30. Minute) auch unnötig schwer gemacht. Taktisch und spielerisch waren sie stärker, aber die Konzentration schien nicht bei 100% zu sein. Das sah man zum Beispiel bei mehreren(!) Fehlpässen von Martínez, aber vor allem auch bei einem völlig verkorksten Abwurf von Neuer ins linke Seitenaus statt zu Ribéry.

Den Lauf von Lahm, der zum Elfmeter führte, sah man auch bereits ein paar Minuten vorher. Die Ausgangslage war ungefähr die gleiche, er wurde jedoch schon 10 Meter früher auf ähnliche Art und Weise von Traoré gestoppt (ohne Pfiff vom Schiedrichter – m.M.n. waren beides Fouls, der Elfmeter somit vollkommen berechtigt).

Sprung zur zweiten Hälfte:

Sowohl nach dem 3:0 als auch kurz nach dem 3:1 haben die Bayern einige gute Offensivaktionen, der letzte Pass oder die nötige Konsequenz auf ein viertes Tor fehlt. Fällt das 4:0 oder 4:1, sehen wir (wie nach möglihem 1:0 nach 2. Min.) eine andere Endphase.

Mich hat dann etwas verwundert, das nach dem 3:1 und den 3 offensiven Wechseln der Stuttgarter Heynckes nicht sofort Tymo bringt, sondern sogar noch das 3:2 abwartet. Bereits ab der 71. Minute haben die Bayern das Mittelfeld fast abgegeben und den Stuttgartern einigen Platz für Konter erlaubt. Spätestens mit der Einwechslung von Cacau hätte die Devensive verstärkt werden müssen. Nur Müller hatte verstanden, dass das Spiel der Bayern ein bisschen Ruhe an der Eckfahne benötigt.

Und, um noch mal zurück zur Konzentration zu kommen: dass das Spiel am Ende so eng wird, lag dann vermutlich ebenfalls an den bereits zu Beginn offenbarten Konzentrationsschwächen, was bei dem zwischenzeitlichen Spielstand von 3:0 sowie insgesamt nach einer solchen Saison und dem CL-Sieg wenig verwundert.

Der Pokalsieg – über die gesamte Länge des Spiels betrachtet – war aber vollkommen verdient 🙂

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JAS 2. Juni 2013 um 12:22

Schoenes Ding,TR. Schoen, die interessanten Bewegungen der Stuttgarter aber auch ihre hochriskante Spielweise rausgearbeitet. Ich hab mich oefters gefragt, was machen die denn da jetzt? Komplett auf? Der einzige Sechser jetzt auch noch auf dem Fluegel??? Aber in der Tat haben Tasci und Niedermeyer ja doch viele brenzlige Situationen noch durch gute „Endverteidigung“ bereinigen koennen. Von daher haette das Spiel auch ganz anders ausgehen koennen.

An einer Stelle musste ich dann aber doch lachen: „Nachlassende Konsequenz in der Defensive“ nach dem 3:0…. Das fand ich schon krass ueberheblich wie Lahm nach dem 3:0 mit Heynckes schon den Pokalsieg gefeiert hat. Haette schon bestraft werden muessen. Ich meine wie die dann den Harnik bei seinem zweiten Tor freigelassen haben. Wie oft durfte der es probieren, bis dann letztlich Schweinsteiger kommen musste? Das war nicht nachlassende Konsequenz, sondern schlicht Arroganz und Abschenken der Viererkette, die haette bestraft werden muessen…. Mit solch einer Einstellung sehe ich eine schwere Zeit auf Guardiola naechste Saison zukommen.

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FI 2. Juni 2013 um 12:45

Wieso muss es bei den Bayern immer gleich Arroganz sein? 😉

Ich glaube man hat gestern bei den Bayern auch schon vor der angeblichen Arroganz-Phase einige kleine Missverständnisse und Fehlpässe gesehen, die man normalerweise nicht sieht, zumindest nicht in diesem Ausmaß. Da liegt die Erklärung doch näher, dass es die Bayern nach dem CL Finale (verständlicherweise wie ich finde) einfach nicht mehr geschafft haben, die gleiche geistige Spannung aufzubauen, die sie über fast die ganze Saison hatten.

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AA 2. Juni 2013 um 13:52

Ich finde es auch unnötig hier von Arroganz zu sprechen.
Man hat in der Anfangsphase schon gesehen, dass die Bayern nicht in jeder Situation die nötige Konzentration aufbringen. Und wenn man nach 60 Minuten 3-0 führt, trotz dieser Schwächephasen, so ist es nur menschlich, dass man sich sicher fühlt.

Was mich persönlich am Stuttgarter Spiel gestört hat, war die Tatsache, dass sie zu wenig selbst agierten. Gerade in der ersten Hälfte der zweiten Halbzeit war das meiner Meinung nach besonders zu sehen, warum es dann auch zu den beiden Toren kam.
Allerdings muss ich nach der Lektüre von dieser Analyse meine Meinung dahingehend korrigieren, dass die Schwaben nicht so schlecht waren, wie ich das gestern empfunden habe 🙂

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