Donnerstag, 08.12.2016

Paris St. Germain – FC Barcelona 2:2

Mit einem überzeugenden Defensivkonzept verdammt Paris St. Germain den FC Barcelona über weite Strecken zur Wirkungslosigkeit.

Es war ein Pflichttermin für die Herrscherfamilie von Katar: In Paris spielten Paris St. Germain und Barcelona um den Halbfinaleinzug in der Champions League. Der FC Barcelona trat mit einem relativ klassischen 4-3-3-System an. Sanchez spielte Linksaußen, während auf rechts Messi und Villa flexibel rochierten.

psg barca grundformation

Grundformationen. Die Farbe der Barca-Kreise tut mir Leid, nur leider sah ihr Trikot nun einmal so aus.

Ancelottis Defensivkonzept

Paris St. Germain stellte dem FC Barcelona ihr Standardsystem, ein 4-4-2, entgegen. Im Zentrum teilten sich Beckham und Matuidi die Aufgaben: Während Beckham etwas tiefer blieb und absicherte, setzte Matuidi seinen Gegenspieler auf halbrechts unter Druck. Er sah sich dabei zumeist Iniesta gegenüber, den er nach der Ballannahme zügig aufnahm. Der Hintergrund war klar: Während mit Xavi der etwas horizontalere Passspieler mehr Freiheiten bekam, sollte Iniesta in seinen gefährlichen Vertikal- und Schnittstellenpässen eingeschränkt werden.

Gleichzeitig verschob das PSG-Mittelfeld asymmetrisch nach rechts. So ließen sie meist die Passoption nach Rechtsaußen zu Dani Alves offen. Dieser war auf rechts jedoch alleine auf weiter Flur, da Villa als nomineller Rechtsaußen in die Mitte zog. Wenn Messi sich auf diese Seite fallen ließ, verzichtete PSG auf die Asymmetrie und deckte Messi. Ansonsten war Alves der einzige Akteur auf der rechten Seite. Maxwell konnte meist weit vorschieben und ihn aufnehmen, ohne einen anderen Barca-Akteur freiwerden zu lassen.

Die hintere Viererkette der Pariser schob stets weit vor, sodass kaum Räume zwischen den Linien entstanden. Zusammen mit den oben genannten Prinzipien schaffte PSG es, dass Barca seinen Ballbesitz in der ersten halben Stunde fast ausschließlich hinter den Pariser Viererketten ausleben konnten. Meist passten sich Xavi und Alves die Pässe zu. Iniesta wurde ins Spiel eingebunden, konnte aber unter dem Druck durch Matuidi seine Vorderleute nicht einsetzen. Auch Messi stand in der Enge der Ketten oft im Deckungsschatten. Dasselbe galt für Villa und Sanchez, die an vorderster Linie als Nadelspieler keine Zuspiele bekamen.

PSG hat die besseren Möglichkeiten

Wenn Barca sich hinter die Linien kombinieren konnte, dann kam dies meist nach einem schnellen Seitenverlagerung in den freien Halbraum. Paris rückte weit ein, wenn der Ball auf den linken Flügel kam; Alves oder Messi konnten in diesen Situationen frei im halbrechten Raum angespielt werden und hatten dann den Raum, eine Aktion vorzubereiten. Nur verhinderte Paris das Spiel auf der linken Flanke mit ihrem System bereits im Ansatz. Andersherum waren diese Spielverlagerungen kaum möglich, da der halblinke Raum leer blieb. Zugleich gewann die Pariser Viererkette dank ihrer hohen individuellen Klasse die entscheidenden Duelle am eigenen Sechzehner, wenn Barca doch einmal durchkam.

In der ersten halben Stunde waren die Hausherren das torgefährlichere Team. Nach Ballgewinnen versuchten sie über zwei Arten, das Mittelfeld von Barcelona zu umspielen: Die erste, am häufigsten gewählte Option waren lange Bälle. Besonders Beckham tat sich zu Beginn des Spiels hervor. Er blieb im Spielaufbau tief. Da Barca meist nur mit zwei Akteuren in der vordersten Linie presste, konnten er, Thiago Silva und Alex ihre Überzahl ausspielen und das Spiel einleiten. Mit hohen Bällen versuchten sie, Ibrahimovic zu finden. Der Schwede wurde bei den hohen Bällen zwar vom tief fallenden Busquets aufgenommen, in zwei oder drei Situationen gewann er jedoch das Kopfballduell und setzte den zwischen beiden Innenverteidigern lauernden Lavezzi ein.

Die zweite Option waren schnelle Angriffe über den rechten Flügel. Hier lauerte Lucas auf schnelle Kontermöglichkeiten. Er setzte dabei oft auf Dribblings und Finten. Überhaupt war das Angriffsspiel von Paris sehr auf die individuellen Stärken ihrer Angreifer eingestellt. Oft versuchten Lucas und auch Ibrahimovic und Lavezzi, mit Einzelaktionen die gesamte gegnerische Abwehr auszutanzen. Mal glückte dies wie bei Lavezzis Pfostentreffer in der 5. Minute, oft scheiterte es jedoch. Allerdings blieb den drei Angreifern auch selten eine andere Möglichkeit, da ihre Mitspieler nur zögerlich nachrückten. Paris wollte die eigene Kompaktheit nicht aufgeben.

Barca findet besser ins Spiel

Nach rund einer halben Stunde hatte Paris drei gute Chancen auf dem Konto, während PSG-Keeper Sirigu noch nichts zu tun hatte. Erst danach verbesserte sich das Spiel von Barcelona. Iniesta und Xavi tauschten nun öfter die Positionen, um Iniesta von seinem Wachhund Matuidi zu befreien. Dies klappte nicht immer, da Beckham und Matuidi diese Positionswechsel antizipierten und Matuidi weiter gegen Iniesta spielte. Manchmal konnte sich Iniesta jedoch freispielen und seine Vertikalität in das Spiel seines Teams einbringen.

Gleichzeitig zeigte sich Messi involvierter im Angriffsspiel. Während er zuvor oft in periphere Räume auf dem Flügel oder vor den beiden Pariser Viererketten abkippte, suchte er nun vermehrt den halbrechten Raum. Diesen ließ Paris durch ihre Asymmetrie oft offen. Messi schaffte damit eine Bindung zwischen Dani Alves und dem Rest der Mannschaft. Zwar wurde dadurch keine direkte Torgefahr erzeugt. Allerdings zwang man die Pariser, nach Spielverlagerungen zu Alves tiefer einzurücken. Barcas Dominanz verschob sich damit näher an den gegnerischen Sechzehner.

Gefährlich wurden die Katalanen vor allem nach schnellen Spielverlagerungen in den gegenüberliegenden Halbraum. Mit dem öfter aufrückenden Iniesta und Messi hatte man nun zwei Spieler in den Halbräumen, die untereinander verlagern konnten. Zugleich machte sich Sanchez‘ breite Position auf dem linken Flügel endlich bezahlt, nachdem Alves und Messi den rechten Raum besser bespielten. Sie zwangen Paris, weit zur rechten Seite einzuschieben, wodurch Sanchez auf der gegenüberliegenden Flanke ungedeckt blieb. Gleich zweimal kam er nach Flanken von rechts in den linken Teil des Strafraums frei an den Ball, bei beiden Gelegenheiten traf er die Kugel jedoch nicht sauber. Das Führungstor indes war ein Produkt der Genialität von Dani Alves und Lionel Messi (38.). Es war aber ob der Dominanz von Barcelona in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit folgerichtig.

Anpassungen nach der Pause

Nach der Pause versuchte Paris, mit kleinen Anpassungen mehr Druck auf Barcelona auszuüben. Matuidi spielte nicht mehr gegen Iniesta, sondern gegen Xavi. Er stieß oft vor, um dem katalanischen Mittelfeldmotor den Ball streitig zu machen. Dadurch sollte offensichtlich Barcelonas Ballbesitz-Dominanz im Mittelfeld gebrochen werden. Allerdings zeigte sich Xavi pressingresistent wie und je und verlor kaum Bälle. Gleichzeitig konnte Iniesta vermehrt ins Angriffsspiel eingebunden werden.

Dass Barcelona in dieser Phase den Ballbesitz nicht in Torgefahr ummünzen konnte (wie schon in der ersten halben Stunde), lag auch an der Auswechslung Messis. Er musste nach der Halbzeit wegen einer Verletzung draußen bleiben. Sein Ersatzmann Fabregas konnte Messi nicht Eins zu Eins ersetzen. Er interpretierte seine Rolle als zurückfallender Stürmer recht vertikal und ging seltener auf die Flügel. Zum einen zwang dies Villa, sich weiter rechts zu positionieren als in Halbzeit Eins, wodurch die Option Flanken in den Strafraum verloren ging. Zugleich war er durch sein vertikales Zurückfallen gefangen zwischen den Pariser Viererketten. Iniesta fehlten damit die vertikalen Anspielstationen.

Dementsprechend funktionierte das Abkippen von Fabregas am besten, wenn Barcelona ihren Gegner unsortiert erwischte. Mit zunehmender Spieldauer passierte dies häufiger, da Lucas immer weiter aufrückte. Manches Mal versuchten sich die Pariser in einem 4-3-3-Pressing, eroberten aber nicht den Ball. Danach konnte Fabregas im Zehnerraum an den Ball kommen, kam aber nur selten an den herausrückenden Pariser Innenverteidigern vorbei.

Ancelottis Wechsel

Das Spiel verflachte dadurch bis zur 70. Minute; Paris war nicht gewillt, das letzte Risiko zu gehen, während Barca den eigenen Ballbesitz ausspielte. Die Wechsel von Ancelotti rückten das Momentum wieder mehr in Richtung der Pariser. Menez (66. für Lavezzi) kam zunächst als zweiter Stürmer, interpretierte die Rolle aber recht frei. Er kippte oft ins Mittelfeld oder auf den linken Flügel ab. Verratti ersetzte den müde wirkenden Beckham (70.) und zeigte sich ballsicher gegen das gegnerische Pressing. Er verteilte nun die Bälle direkt vor der eigenen Viererkette.

Mit Menez und Verratti gelang es Paris besser, sich gegen das (zugegebenermaßen eher zögerliche) Pressing von Barca zu befreien. Verratti und Menez verbanden die Mannschaftsteile stärker, was bis dahin in Halbzeit Zwei ein großes Manko war. Zwar setzte man im Angriff weiterhin auf Einzelaktionen, dafür konnten Ibrahimovic und Co. vermehrt Standards gewinnen. Zwischen der 75. und 79. Minute eroberte Paris zwei Ecken und zwei Freistöße. Den letzten Freistoß verwertete Ibrahimovic zum Ausgleichstreffer (79.). Schiedsrichter Stark übersah dabei jedoch eine Abseitsstellung.

Formationen in den Schlussminuten

Formationen in den Schlussminuten

Paris hatte den erwünschten Ausgleich, jedoch erzielten sie ihn einige Minuten zu früh. Dies mag komisch klingen, fasst aber das Problem treffend zusammen: Durch die zuvorige Einwechslung von Gameiro (76. für Pastore) hatte Ancelotti auf ein 4-4-2 mit extrem offensiven Flügeln umgestellt. Sowohl Menez, der nach Linksaußen ging, als auch Lucas standen relativ hoch. Die eigene Kompaktheit war damit nicht mehr so sehr gegeben wie in den ersten 60 Minuten des Spiels.

Barca gelang öfters hinter die erste gegnerische Viererkette und konnte die Dominanz wieder weiter nach vorne verschieben. Gleichzeitig spielten sie die Situation gegen nur sechs oder sieben Verteidiger am gegnerischen Sechszehner clever mit Spielverlagerungen aus – so auch vor dem 1:2, als sie Sanchez und Fabregas mithilfe mehrerer cleverer Seiten- und Tempowechsel freispielen konnten. Den Elfmeter nach Foul an Sanches verwandelte Xavi (89.).

Das Spiel schien beendet. Paris bolzte den Ball nur noch nach vorne und spielte den stets im Abseits stehenden Ibrahimovic an. Doch sie hatten noch einen Pfeil im Köcher: Dadurch dass Barca sich nun im 4-1-4-1 zurückzog, konnten sie ungefährdet lange Bälle spielen. Xavi und Iniesta mussten weite Wege machen, um Verratti unter Druck zu setzen. Dieses mangelhafte, oft auf individuelles Anlaufen beruhende Pressing schadete Barca. Vor dem finalen Ausgleichstreffer verpasstem sie es gleich dreimal, den jeweiligen Gegenspieler sofort unter Druck zu setzen. Mit freundlicher Unterstützung von Valdes traf Matuidi zum Ausgleich (94.).

Fazit

Barca muss sich grämen, dieses Spiel nicht gewonnen zu haben. Sicher, Ibrahimovic‘ Ausgleichstreffer hätte nicht anerkannt werden dürfen. Aber auch Barca selbst hat einiges zum Unentschieden beigetragen. Es war gewiss kein schlechtes Spiel von Barca; vor allem Iniesta und Xavi überzeugten mit ihrer unglaublichen Pressingresistenz. Doch Sanchez und Villa konnten sich nie als Nadelspieler postieren, stattdessen standen sie meist unnütz in periphen Räumen. Gerade in der ersten halben Stunde fiel man zu oft auf den von Paris‘ gewollten Pass zu Alves rein. Nur in den Schlussviertelstunden beider Halbzeiten konnte man die eigene Dominanz tief in der gegnerischen Hälfte ausspielen. Ansonsten goss dieses Spiel mit den langen, ungefährlichen Ballbesitzphasen Wasser auf die Mühlen der Kritiker der Tiki Taka.

Paris zeigt über lange Strecken eine überzeugende Vorstellung. Ihr Defensivkonzept mit den engen Viererketten setzten sie konzentriert um. Im Angriff verließen sie sich weitestgehend auf ihre individuelle Klasse, was bei ihrem Kader nicht verwerflich ist. Ancelottis Wechsel sorgten für einen leichten Kipp im Spiel. Trotzdem ist Barca klarer Favorit für das Rückspiel, auch weil mit Matuidi der wohl beste Pariser wegen einer Gelbsperre fehlen wird. Seine Bissigkeit dürften die Pariser im Camp Nou vermissen.

Nedvedder 4. April 2013 um 01:13

„Das PSG“ wäre in der Tat netter.

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Bernhard 3. April 2013 um 21:43

Wieso „die PSG“?

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TE 4. April 2013 um 12:37

Danke für den Hinweis, ich habe es geändert.

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Nowa3000 3. April 2013 um 18:18

Wie immer ein schöner Artikel!

Ich habe leider nicht das ganze Spiel verfolgt, sondern erst die (laut Artikel) zweite spannende Phase ab der 70. Minute. In dieser Zeit eine recht intensive Partie die zu gefallen wusste.
Bin im übrigen sehr dankbar, dass hier die Abseitsstellung Ibrahimovics genannt wird, in anderen Medien wurde das Mal außer Acht gelassen. Wäre so etwas bei Bayern passiert…naja, ein anderes (leidiges) Thema.
Bezüglich des 2:2 möchte ich ebenfalls widersprechen. Valdes macht dort keine gute Figur, ok. Dennoch war der abgefälschte Schuss schwer zu halten, stand er doch im rückwärt gehen auf dem falschen Bein. Das führte zu der recht unglücklich anmutenden Bewegung. Von daher würde ich nicht von Unterstützung von Valdes sprechen.
Ansonsten top!

MfG

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Thore 3. April 2013 um 16:45

Klar fehlt mit Matuidi bei Paris ein wichtiger Spieler, jedoch muss Barca wohl auch auf Mascherano und Messi (!) verzichten.

Sicher, dass diese Ausfälle eher Barca entgegen kommen als Paris?

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TE 4. April 2013 um 12:36

Als ich den Artikel geschrieben habe, hieß es noch, dass Messi nächste Woche wieder fit sein soll. Mittlerweile hört man ja unterschiedliche Meinungen zu dem Thema; der kicker schreibt heute, er soll wieder rechtzeitig fit sein. Eine Verletzung Messis wäre auf jeden Fall eine große Schwächung. Barca ist momentan enorm abhängig von seinen individuellen Geistesblitzen und seiner Torgefahr; ohne sein 1:0 hätte auch dieses Spiel ganz anders ausgesehen. Es wird auf jeden Fall eine entscheidende Frage vor dem Rückspiel sein, ob er fit wird.

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air force 1 4. April 2013 um 12:49

Alan Shearer hat bei Sky UK gestern folgendes zum Thema Messi gesagt:

„Eine Woche für das Auskurieren einer Zerrung ist sehr kurz. Mit einem Einsatz gegen PSG im Camp Nou riskiert Barca möglicherweise einen Muskelfaserriss der dann sogar den Einsatz Messis in einem möglichen CL Finale gefährden würde. In einem eventuellen HF in der CL wäre er dann ( im Falle eines Muskelfaserrisses ) sowieso nicht dabei“.

Wie sah es vor dem Spiel gegen Juve aus medizinischer Sicht für Toni Kroos aus?

Denke Shearer weiss wovon er spricht.

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datschge 4. April 2013 um 18:22

Re Kroos kann gut sein, dass sie seine Gesundheitsentwicklung etwas optimistisch bewertet haben. Zumindest ist er erst am 27. nach der Schleimbeutel- und Kapselentsündung im linken Knie ins Mannschaftstraining eingestiegen und hat das Spiel gegen HSV gleich über die volle Länge gespielt. Der jetzige doppelte Muskelbündelriss ist aber im rechten Oberschenkel, was auf eine ungleichmäßige Belastung hinweist.

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air force 1 4. April 2013 um 18:54

@datschge

Danke für Deine Info.

Hatte das Gefühl dass Kroos gegen den HSV nicht 100 % war.
Klar, bei so wichtigen Spielen wie gegen Juve will man natürlich möglichst in Bestbesetzung antreten und dann geht man schon mal eher ein Risiko ein.

Was mir an Robben sehr gefällt ist dass er gleich voll da ist wenn er von der Bank kommt.

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datschge 4. April 2013 um 19:46

Interessanterweise hat sich Kroos gegen HSV zumindest Läuferisch nicht zurückgenommen. Über 11km, 11 Sprints und 55 schnelle Läufe.

Schon extreme Werte nach lediglich drei Tagen normalen Mannschaftstrainings (und zuvor zwei Wochen krankheits- bzw. rehabedingten Aussetzens). Aber was anderes wird in Zeiten des Gesundspritzens wohl nicht mehr erwartet.

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air force 1 4. April 2013 um 19:58

@datschge

Danke für Deine Datenrecherche.

Gute Werte, aber kann mich nicht an Schüsse von ihm gegen den HSV erinnern- vielleicht ein Fingerzeig.

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air force 1 5. April 2013 um 10:56

Hier noch ein Link zum Thema:
„Messi- proper health + livestyle“. Und da fällt auch der Name Guradiola.
http://www.marca.com/2013/04/04/en/football/barcelona/1365111928.html

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Wolle 3. April 2013 um 16:05

Das Barca im Rückspiel zuhause Favorit ist, mag stimmen, allerdings bleibt abzuwarten, wie sich die Verletzung von Messi auf das Spiel auswirken wird.

Ansonsten:
„Die Farbe der Barca-Kreise tut mir Leid, nur leider sah ihr Trikot nun einmal so aus.“
sehr schön 🙂

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H3rby 3. April 2013 um 16:00

“ Mit freundlicher Unterstützung von Valdes traf Matuidi zum Ausgleich (94.).“

Sicher, dass du das Tor gesehen hast TE? Sicherlich ist Valdes nicht die Spitze im Weltfußball, aber überhaupt noch an den abgefälschten (!!) Schuß zu kommen war überragend! Auch wenn die Parade nicht von Erfolg gekrönt wurde, war das mit Sicherheit die beste Szene des Abends von beiden Spielen.

Ansonsten hat Barca einfach nicht mehr den Biss bei 30+ internationalen Titeln, die da gestern wieder auf dem Platz rumgelaufen sind. Aber der Fußball ist trotzdem richtig fein.

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TE 3. April 2013 um 16:07

Ich habe es mir gerade nochmal angesehen. Auch wenn ich die Parade nicht ganz so hoch bewerte wie du, hast du wohl Recht, der war nicht leicht zu halten. Mir ist beim ersten Schauen scheinbar entgangen, wie stark der Ball abgefälscht wurde.

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Kaiser-Hummels 3. April 2013 um 13:48

Interessanter Artikel!

Was mich allerdings am meisten interessiert, ist die Frage, ob Paris tatsächlich eine Taktik á la Morinho gewählt hat. Vor dem Spiel hat ja das Gerücht die Runde gemacht, dass Mo. seinem Kollegen Ancelotti eine DVD geschickt hat, in der er eine Anleitung über die Möglichkeit, wie man Barca schlägt, geschickt hat. Dazu soll er via Videosequenzen die Schwächen in Barcas Spiel aufgezeigt haben und seine eigene Strategie erläutert haben. Die letzten Duelle gingen ja an Real, unter anderem der Sieg im Camp Nou.

Habt ihr da Parallen zwischen der Taktik Paris´und der Reals gesehen?

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TE 3. April 2013 um 14:31

Puh, das ist eine ganz schwierige Frage. Es waren durchaus Elemente aus dem Pokalerfolg der Madrilenen vorhanden, beispielsweise die zwei extrem engen Viererketten gepaart mit den situativen Mannorientierungen auf dem Flügel (Maxwell gegen Alves). Ich kann aber wirklich nicht beurteilen, wie stark das Konzept von PSG von Mourinho beeinflusst war. Das 4-4-2 ist ihr Standartsystem, und auch von ihren taktischen Mitteln waren sie nicht weit weg von dem, was sie sonst so spielen (bspw. inverse Außen, Ibrahimovic als Zielspieler). Wenn ich mich festlegen müsste, würde ich sagen: Einzelne Elemente sind gleich, aber das lag wohl eher daran, dass es bestimmte Elemente gibt, die jedes Team gegen Barca versucht.

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figo88 3. April 2013 um 16:07

Mir ist aufgefallen dass die av von paris die aussen (vor allem alba) konsequent mitgelaufen sind und nicht auf abseits spielen lassen.. so wurden kaum bälle hinter die vierer abwehrkette gespielt.. ich meine mich dass dies beim real spiel auch erwaeht wurde. Ob es jetzt direkt von mou kommt wage ich zu bezweifen.. wichtiger wird sein, wie im camp nou agiert wird um irgendwas zu holen

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air force 1 3. April 2013 um 16:35

Gute Frage von Dir- gefällt mir.

1. Könnte es sein dass Mou herausfinden wollte wie Barca darauf reagiert? Barca sendet Videomaterial über Real und wie man sie knacken kann nach Gala zu Terim.
Nicht vergessen Mou hat 2 Spies bei Gala: Drogba + Sneijder sind gerade in der Winter Transferperiode gewechselt.
beides sind bekennende „Mou Boys“.

2. PSG hat Ancelottis 4-4-2 System gespielt. Es war nicht „another night in the cage for Messi“.
Nein, Mou hat keine Materialien zu PSG gesendet. Vielmehr geht Mou davon aus dass PSG kein Mittel hat um Barca zu knacken und nächste Woche ausscheidet. Mou will nur den PSG Scheichs klarmachen: wenn Ihr die CL gewinnen wollt und Barca einmal ablösen wollt dann geht der Weg nur über mich.
„Ihr habt die Kohle und ich ( Mou ) hab das Know-how! Kommen wir also zusammen?“
Mou ist neben Chelsea auch bei PSG als eventueller Nachfolger von Ancelotti im Gespräch.

3. Das Einzige Element von Mou`s Erfolgstaktik gegen Barca was Ancelotti übernommen hat war die 15 minütige Drangperiode zu Anfang. Und wenn Lavezzi die Großchance zum 1:0 verwandelt ( Busquets schiebt im Zweikampf mit Lavezzi den Ball an den eigenen Pfosten ) geht die Rechnung auf.

4. Ansonsten ist das Spielsystem mit dem Brecher Ibra vorne nicht mit dem von Real 1:1 zu übersetzen.
Ancelotti hat SEIN System spielen lassen und nicht dass von Mou.

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FI 3. April 2013 um 18:14

Das mit dem Video ist eine nette Geschichte, aber letztlich doch Unsinn. Was soll Mourinho Ancelotti denn über Barca verraten haben, was der nicht ohnehin schon mit Videoanalysen rausgefunden hat? Ancelotti hat ja nicht gestern mit dem Trainerberuf angefangen und dass der sich die Real-Barca Spiele nicht angeschaut hat (oder anschauen hat lassen), das ist ja wohl eher unwahrscheinlich.

Und mal angenommen Mourinho hat wirklich was besonderes, warum behält er die Idee dann nicht für sich? Kann er doch verwenden wenns wieder gegen Barca geht. Mal angenommen PSG hätte seine angebliche Idee verwendet, wäre aber trotzdem gescheitert, weil Barca einfach die besseren Spieler hat, die Überraschung wäre weg, Barca könnte sich beim nächstenmal mit Sicherheit noch besser darauf einstellen. Bei seiner eigenen Mannschaft könnte Mourinho die Umsetzung viel besser kontrollieren und er würde selbst profitieren.

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ST 3. April 2013 um 13:42

Da ich das Spiel nicht gesehen hab: Wie gut war das (Gegen)Pressing von Barca?
Haben sie an das Rückspiel gegen Mailand anschließen können oder war es eher ein Rückschritt hin zur bisherigen Saison?

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TE 3. April 2013 um 14:26

Eher ein Rückschritt. Ich habe mir direkt hintereinander das Spiel der Bayern und das von Barca angeschaut, und in der Intensität und Kollektivität war ein klarer Unterschied zu erkennen. Barca lief oft mit nur einem Spieler an, ging dabei teils weite Wege, ließ aber die Kollektivität vermissen. Gerade lange Bälle, in HZ1 von Beckham, in HZ2 von Verratti, verhinderten sie nicht. Das Gegenpressing wiederum war akzeptabel, aber hier war schädlich, dass Sanchez, Villa und teilweise auch Messi in ballfernen Räumen herumstanden. Damit scheint sich mein Eindruck, Barca presst auswärts zurückhaltender als zu Hause, immer weiter zu bestätigen.

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figo88 3. April 2013 um 15:57

Ich finde barcas pressing hat im allgemeinen etwas abgenommen.. es ist nicht mehr so dominant wird nicht so durchgeführt wie zum teil letzte saison. Vor allem in den clasicos und cl spielen ist mir das aufgefallen..

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VS 3. April 2013 um 16:25

Um es zugespitzt zu formulieren kann man auch sagen, dass dieses Pressing dem der letzten Jahre kaum mehr ähnelt. Früher hat man den Gegner extrem aggressiv und extrem weit vorne unter Druck gesetzt. Nun wird lange nicht mehr so früh angegriffen und auch die Intensität hat merklich abgenommen.
Am besten hat mir das Barca Pressing in den ersten Guardiola Jahren gefallen, denn auch letztes Jahr hat es mMn schon abgenommen, da Messi mehr und mehr von den defensiven Pflichten befreit wurde.

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Valderrama 3. April 2013 um 13:09

Ich denke, da kam am Ende noch Einiges zusammen. Alba, Busquets und Pique hatten alle schon gelb und wollten nicht mehr viel riskieren. Mascheranos Verletzung und die Einwechslung von einem unerfahrenen Abwehrspieler…

Dadurch war Barca etwas anfälliger. In meinen Augen war das Unentschieden nicht unverdient.

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