Donnerstag, 08.12.2016

Bayer Leverkusen – Borussia Dortmund 2:3

Das Topspiel der Liga hieß Bayer 04 Leverkusen gegen Borussia Dortmund. Welche Mannschaft würde zum Bayernjäger Nummer Eins werden?

Die Pillendreher und das Pressingproblem

Ein wichtiger Aspekt in diesem Spiel war das Spielen der Angriffsbälle aus Leverkusener Sicht. Ihrem Spitznamen machten sie dabei alle Ehre. Immer wieder wurde die Seite gewechselt, das Spiel verlagert (bzw. die Pille gedreht) oder diagonal in offene Räume gespielt.

Grundformationen zu Beginn

Grundformationen zu Beginn

Der erste erfolgreiche Angriff der Partie war ein Konter, wo extrem schnell nachgerückt und in den Raum gespielt wurde – postwendend gab es dann das 0:1 und flugs das 0:2. Der neutrale Zuschauer war womöglich ähnlich empört wie die Leverkusener Fans: wie sollte Kontermannschaft Bayer ausgerechnet gegen die Dortmunder einen Rückstand drehen können?

Die Antwort war dann relativ einfach. Man besann sich nämlich weiterhin auf die Stärken des Kontersystems. Das funktionierte aber primär in der Phase nach der Halbzeitpause, denn zuvor waren die Dortmunder nach wie vor tonangebend. Sie entwanden sich dem passiven gegnerischen Pressing und spielten ihre Angriffe zumeist geduldig oder weit in die gegnerische Hälfte, wodurch Leverkusen wenig effektive Konter fahren konnte. Man hatte schlicht zu viel Raum zu überbrücken.

Allerdings hatten die Dortmunder selbst Probleme, sich Angriffe herauszuspielen und es entstand ein, wenn auch intensives und hochklassiges, Mittelfeldgeplänkel. Die Überlegenheit in diesem Geplänkel kam dann dadurch zustande, weil Ilkay Gündogan und Mario Götze im Raum vor der Abwehr ein Pärchen bildeten, abkippten und sich die Bälle zuschoben. Bisweilen wurden sie dabei sogar von Marco Reus unterstützt, der beispielsweise in der 12. Minuten plötzlich zwischen Innen- und Außenverteidiger herauskippte.

Wie spielt man so etwas?

In der Theorie klingt diese Spielweise ganz einfach: der nominelle Zehner geht in die Tiefe und hilft dem spielmachenden Sechser. Doch in der Praxis sieht das anders aus. Was hindert zum Beispiel die gegnerische Mannschaft am Aufrücken und Pressen?

Gefangen im Aufrücken - Lewandowski, Reus und Kuba verengen die gegnerische Kette, dadurch müssen die gegn. Flügelstürmer auf mögliche Vorstöße verstärkt achten. Bender geht nach vorne, Götze nutzt das, um nach hinten zu fallen. Gündogan wird vom Raum geschützt.

Gefangen im Aufrücken – Lewandowski, Reus und Kuba verengen die gegnerische Kette, dadurch müssen die gegn. Flügelstürmer auf mögliche Vorstöße verstärkt achten. Bender geht nach vorne, Götze nutzt das, um nach hinten zu fallen. Gündogan wird vom Raum geschützt.

Diese Aufgabe übernahmen Sven Bender, Marco Reus, Robert Lewandowski und Jakub Blaszczykowski im Verbund. Die letzteren Drei bewegten sich fluid im Zwischenlinienraum, tauschten immer wieder die Positionen und wollten die Leverkusener vor Kommunikationsprobleme stellen. Bender rückte im Aufbauspiel nach vorne und versuchte dabei Raum für den zurückfallenden Götze zu schaffen. Mehrmals wirkte es dann im Standbild so, als ob Bender der nominelle Zehner wäre und Götze der zweite Sechser.

Somit wurde musste einer der Sechser immer darauf achten, dass Bender nicht in gefährlichen Zonen frei wurde. Götze konnte nicht vom tiefsten Sechser verfolgt werden und fand vor eben jenem Spieler, den Bender wegzog, freien Raum. Reus und Kuba bewegten sich entlang der Horizontale und tauschten Positionen; so waren sie zwischen 18. und 26. Minute auf den gegenüberliegenden Seiten zu finden.

Auch Lewandowski war extrem oft auf dem Flügel, wo er sich für Diagonalbälle als Referenzpunkt anbot. Mit dieser Spielweise wurde die Defensivanordnung der Leverkusener teilweise neutralisiert.

Dies geschah dadurch, dass sie passiver gemacht und ihr der Zugriff entzogen wurde. Allerdings hatte man selbst nur wenig Zugriff – der Treffer zum 0:1 fiel beispielsweise, als Gündogan die Passivität nutzte, indem er einfach in den gegnerischen Abwehrblock lief. Die Phase zwischen Lewandowskis Ballannahme und dem Traumpass sowie Gündogans Ballverlust war eher vom Glück, als von einem gezielten taktischen Plan bestimmt.

Im Kontext des zwei-Tore-Rückstandes war es dann jedoch die ideale Spielweise für den BVB – zumindest bis zur Halbzeit, die alles veränderte.

Die flache Fünf, das Pressing und das Gegenpressing

Bis dahin hatte Dortmund dominiert, ohne zu glänzen. Man wollte geduldig und stabil gegen den gegnerischen Abwehrblock vorgehen: eine hohe Passgeschwindigkeit gegen gegnerische Pressingfallen, situatives Anziehen des Tempos und das Raumöffnen durch die fluiden Außenstürmer für die sporadisch ins letzte Drittel schießenden Außenverteidiger sollten früher oder später den dritten Treffer bringen – und wenn nicht, wäre es auch kein Problem.

Leverkusen in der 4-3-3-Rollenverteilung mit besserem Gegenpressing durch ein dichteres Netz

Leverkusen in der 4-3-3-Rollenverteilung mit besserem Gegenpressing durch ein dichteres Netz

Aber nach dem Seitenwechsel spielten die Leverkusener anders. Ihr flaches 4-5-1 im Pressing war immer mehr zu einem 4-3-3 geworden, mit Sidney Sam für Simon Rolfes wurde dieser Effekt noch verstärkt. Dadurch erhielten sie mehr Zugriff im Pressing und zerschnitten die einfachen Passoptionen der Dortmunder entlang der Viererkette.

Ein weiterer und wohl entscheidender Vorteil war die Veränderung im Gegenpressing. Dies hatte einerseits mit der Formation zu tun und andererseits mit den psychologischen Veränderungen in der Spielweise. Leverkusen spielte nun aggressiver und kompakter nach vorne und war nach Ballverlusten enorm risikofreudig. Sie öffneten teilweise sehr weite Räume in der Abwehr, die aber kaum bespielt werden konnten – Dortmund fand kein Mittel gegen den sofortigen Druck.

Untypisch wurden viele Balleroberungen zu schnell verschenkt, indem aussichtlose und übereilte Bälle in die Spitze geschlagen wurden. Diese eroberte sich Leverkusen mit den zweikampfstarken Ömer Toprak und Philipp Wollscheid, welche dann das Spiel wieder nach vorne lenkten. Dortmund kam in der zweiten Halbzeit auf ganze 66% Passgenauigkeit und versuchte gar nur halb so viele Pässe wie Leverkusen.

Vorne hatten sie dann Kießling als ausweichenden Mittelstürmer und Referenzpunkt, Schürrle und Sam bewegten sich frei und wurden von der jetzt hoch agierenden Dreifachsechs unterstützt – diese Kompaktheit sorgte für das Funktionieren des Gegenpressings.

Sidney Sam für Simon Rolfes bedeutete letztlich mehr Dynamik, mehr Kreativität, ein stärkeres Überladen der durch Gonzalo Castro gegenüberliegenden Schmelzer-Seite sowie mehr Stärke im Gegenpressing. Zahlreiche Chancen fanden ihr Ziel nicht und das Spiel wurde von Jürgen Klopp letztlich wieder zugunsten der Dortmunder stabilisiert, als es noch 0:2 stand.

Die Veränderung des Dortmunder 4-2-3-1/4-4-2

Wie üblich praktizierten die Schwarz-Gelben ein 4-4-2-Pressing, in welchem sich Götze als zweiter Stürmer neben Lewandowski orientierte. Phasenweise spielten sie in der zweiten Halbzeit gar in einem 4-2-3-1-Pressing und kurz vor dem 1:2 stellten sie auf das 4-5-1 um, in welchem die beiden Achter herausrückten und die gegnerischen defensiven Halbräume attackierten.

Die Grundformationen nach den Systemumstellungen

Die Grundformationen nach den Systemumstellungen

Mit dieser Spielweise bekamen sie die Leverkusener besser in den Griff. Dabei sollte man sich nicht von den zwei sofort gefallenen Gegentoren blenden lassen: beim 2:2 war es ein riskanter Pass Castros auf den bedrängten Kießling, wodurch ein Standard resultierte und zum Tor führte. Beim 1:2 war es zwar eine Boenisch-Flanke, aber mit rechts aus dem Halbfeld, die zur Ecke führte. Es war auch die letzte, denn insbesondere die Angriffe über die Flügel (Boenisch spielte bis auf diese eine alle seine neun Flanken vor der Umstellung) konnten verhindert werden. Zuvor hatte Leverkusen das sehr extreme horizontale Einrücken des Gegners genutzt und mit Flügelangriffen nach Spielverlagerungen oder Überladungen der Außenbahnen für Gefahr gesorgt.

Durch die veränderte Breitenstaffelung konnte dies gegen das 4-5-1 der Dortmunder nicht mehr so praktiziert werden. Auch die Gegenkonter nach Dortmunder Konterversuchen hatten weniger Raum und wurden dadurch im Keim erstickt, was eine höherer Grundposition für die Gäste bedeuten sollte.

Fazit

Es war ein intensives, ansehnliches und spannendes Spiel. Dabei fiel besonders ins Auge, dass für den BVB ohne Lewandowski als durchgehenden Ballsicherer gewisse Probleme beim Kontern gegen das Gegenpressing entstehen. Dieser wurde nämlich von Wollscheid und Toprak gut bedrängt und konnte selten seine Stärke ausspielen. Außerdem fehlte Dortmund die Effektivität im offensiven Umschaltspiel. Zu überhastet, ohne Struktur im Aufrücken und mit durchgehenden Fehlpässen konnten sie das starke Gegenpressing der Leverkusener nicht bekämpfen.

Später erzeugten sie mit den herausrückenden Achtern und der erhöhten Breite im Mittelfeld eine Pattstellung. Sie konnten die mangelnde Ruhe in der Sichtfelddrehung im Konterspiel durch eine interessante Wechselwirkung kompensieren.

Dennoch sollte nicht vergessen werden, dass Leverkusen sich durchaus einen Sieg hätte erspielen können und vielleicht sogar müssen. Außerdem fiel auf, dass einige Halbfeldbälle gefährlich wurden – in Zeiten der maximalen Kompaktheit im Verbund mit herausragender Passstärke einzelner Spieler können diese extrem gefährlich werden.

André 7. Februar 2013 um 12:44

Ich denke man sollte das Spiel aus zwei Perspektiven beurteilen. Einerseits war die individuelle Qualität auf dem Platz sehr groß. Beidseitig waren die Ballmitnahmen, die Handlungsschnelligkeit und die Paßtechnik überdurchschnittlich gut. Jedoch habe ich bei beiden Mannschaften, speziell aber bei Dortmund eklatante taktische Mängel festgestellt – das sie so zeitig in Führung gingen war an diesem Spieltag ihr Frises Glück. Ich kann überhaupt nicht verstehen, dass man bei einer 2:0 Führung solch riesige Lücken zwischen Viererkette und Mittelfeld zulassen kann. MMn spielte die Kette viel zu tief und speziell durch das Platz schaffen für Götze entstand überhaupt erst die Möglichkeit für Lev schnell zu kontern. Da oft Spieler in Zentraler Position, mit Blick in Richtung Dort Tor an den Ball kamen, konnte Lev sich die Schnittstellen ja regelrecht aussuchen. Auch die erste Hälfte habe ich diesmal ganz anders wahrgenommen, denn schon in den ersten 30 Min lies Dortmund viele aussichtsreiche Situationen zu. Und Hummels, dessen Fähigkeiten in der Spieleröffnung ich schon beinah bewundere, agiert immer noch in vielen def Situationen zu überhastet. Oft tritt er in schwer zu überschauenden Situationen zu zeitig aus der Kette heraus. Genial zu sehen in der 7. Minute. Kann mich erinnern, dass Klopp früher mal gepredigt hat, sich in solchen Situationen zunächst zurück zu ziehen, um dem Gegner Zeit und Raum zu nehmen und dann irgendwo zwischen 16 und 20 Meter vor dem Tor den Gegner zu stellen. So können auch genügend Spieler nach hinten eilen und der Gegner wird quasi gezwungen seinen Angriff zügig zu Ende zu spielen. Solche Fehler gegen Barca, Arsenal, Bayern oder andere dann schnell und präzise agierenden Mannschaften und die Champions-Leauge ist auch dieses Jahr beizeiten wieder vorbei. Wie gesagt vom individuellen Potential war’s trotzdem ein gigantisches Spiel – nur hatten beide Mannschaften nie Kontrolle bzw Sicherheit in ihrem Tun.

Antworten

Felix Quälix 6. Februar 2013 um 01:59

Ich lese seit langem die Seite passiv. Nun mein erster Kommentar zum Beitrag.
Das Hauptproblem von Dortmund in der zweiten Halbzeit war das Verhalten von Pisczek und Bender bei Ballbesitz unter starkem Druck der Leverkusener. Vor allem die beiden produzierten unglaublich viele Ballverluste. Auch bei den meisten Kopfballduellen waren die beiden zweiter Sieger. Dazu kam, dass gewonnen Defensivkopfbälle auch von Santana postwendend beim Gegner landeten. Ein weiterer Punkt war, die wie so oft vorhandene Unkonzentriertheit von Marko Reus. Klar ist er ein genialer Einzelkönner mit einer fast einzigartigen Schusstechnik, seine unnötigen Ballverluste sind aber für die Spielweise des BVB einfach tödlich.
Wäre interessant gewesen, wie sich das Spiel mit Sahin in einem 4-3-3 ohne Kuba entwickelt hätte. Denke, dass der BVB dadurch mehr Passsicherheit und damit Spielanteile zurückerobert hätte.

Antworten

Martin01 5. Februar 2013 um 16:39

Abgesehen von den frühen Dortmunder Toren, fand ich, dass die Dortmunder sich in der 1HZ durch ihre taktische Aufstellung gut dem Leverkusener Pressing entzogen: Es war oftmals im Spielaufbau zu sehen das Schmelzer und Pische weit nach vorne aufrückten und Dortmund gut im Spielaufbau mit den IV`s plus 6er ihr Spiel aufbauen konnten und Kieß, Schürle u Castro keinen Zugriff hatten. Gündo spielte auch ein paar mal den Ball über Schürle auf Pische der dann etwas Platz hatte. Danach mußte einer der Lev. 6er weit nach außen schieben und somit wurde im Zentrum wieder mehr Platz. Sehr stark fand ich auch die läuferische Leistung ( deswegen wurde er denke ich auf aufgestellt) von Bender der immer wieder die Räume vor der Dortmunder Abwehr stopfte und überall zu finden war. In Hz2 stellte Lev. um und Sam sorgte für mehr offensiven Druck. Klopp selber sagte es war schwer Zugriff zu bekommen, aber er selbst wollte früher taktisch darauf reagieren, jedoch kam in diese Phase die Verletzungspause von Ilkay und somit verzögerte sich die takt. Umstellung. Was der BVB dann schlecht machte war das Umschaltspiel. Zu viele Fehlpässe und zu viele schnell verschenkte Bälle. Über die Szene mit dem Klopp-Aufreger und den Gummibärchenwurf ging eine Szene voraus, die meiner Ansicht nach total vernachlässigt wurde, auch auf sky: Götze wurde vor den Trainerbänken an der Auslinie mit beiden Beinen voraus attackiert als er den Ball schon gespielt hatte. Das war ein klares Foul und Götze bekam selbst gerade noch so die Füsse hoch, sonst hätte es richtig gekracht. Der Schiri hat diese Szene komplett falsch bewertet und weiter spielen lassen vorauf hin Dortmund den Ball verlor. Auch die Szene zum 2:3 fand wenig Beachtung in den Spielzusammenfassungen. Auch hier beurteilte der Schiri die Szene falsch, da hier ebenfalls ein Foulspiel an Götze verübt wird (11M) und der Ball dann nur mit Glück bei Lewandowski landet.

Antworten

Garrona 6. Februar 2013 um 08:47

Zum Thema Foul an Götze beim 2:3 – Man sieht dass Aytekin hier auf Vorteil entschieden hat. Genau richtig, denn wäre Lewandowski nicht an den Ball gekommen, hätte es Elfer gegeben. Fand ich eindeutig richtig gut vom Schiedsrichter – die Vorteilregel optimal eingesetzt

Antworten

Fabi 6. Februar 2013 um 10:21

Auch bei dem (versuchten) brutalen Foul an Götze an der Seitenlinie lag der Schiri richtig. Schließlich hat Boenisch(?) noch einige Minuten später bei der ersten Spielunterbrechung nachträglich Gelb bekommen. Finde also auch, dass Aytekin das vorbildlich gelöst hat. Obwohl er auch hier in den Kommentaren viel kritisiert wurde, habe ich selten eine so abgeklärte und souveräne Schiedsrichterleistung gesehen.

Antworten

Martin01 6. Februar 2013 um 16:50

@Garrona: Falsch! Schau dir das Spiel noch einmal an. Nachdem Götze regelwidrig gestoppt wird, zeigt der Schiri nichts an, keine Handbewegung, gar nichts. Er konnte nichtmal sehen ob der Ball noch bei Lewy landet, deswegen konnte sich Götze auch nicht mehr einkriegen und diskutierte auch nach dem Tor noch mit dem Schiri. Hätte der Schiri hier gesagt oder gezeigt Vorteil hätte Götze sich auch nicht mehr aufgeregt.
@Fabi: Falsch! Die Gelbe gab es nicht für dieses Foul. Götze spielte den Ball nach vorne, wurde dann fast umgehackt, Kuba bekam den Ball nicht und Lev. kam in Ballbesitz. Hätte der Schiri hier Vorteil gegeben, hätte er danach, da es keinen Vorteil gab, auf Freistoß entschieden. Tat er aber nicht.

Antworten

ZeugeYeboahs 5. Februar 2013 um 12:41

Vielen Dank für diesen (und all die anderen) anspruchsvollen BL-Nachberichtsartikel! Ich hab hier mal eine offtopic Anmerkung:
Da ich kein Sky habe (bin ich da allein?) kann ich nur die allerwenigstens Spiele live vernünftig sehen.
Wenn man mal ein Spiel auf ARD/ZDF sieht (Saisonauftakt, DFB Pokal), ärgere ich mich aber meistens über Schnitt bzw. Bildregie: Es scheint Mode geworden zu sein, immer weniger das Spiel an sich, also aus der Vogelperspektive, zu zeigen, sondern immer häufiger sich auf scheinbar actionreichere (was auch immer) Einzelaufnahmen, Dribblings, Läufe einzuzoomen und ‚herabzulassen‘. Gerne auch sprichwörtlich aus Froschperspektive, bzw. mit mMn sinnlosen Aufnahmen von Trainer, Bank, Publikum, oder sich anschreienden Spielern. (Ganz besonders schlimm wars bei der letzten Euro, aber da hatte ja die UEFA Bildregie).
Mich persönlich zB. interessiert all das meistens nicht besonders, sondern ich hätte gern viel häufiger einfach den Blick auf das gesamte Spielfeld, um einigermaßen sehen zu können, in was für Formationen die Teams gegeneinander arbeiten, bzw. wie Spielzüge in ihrer Gesamtheit entstehen und ausgeführt werden. Z.B. ein Mario Götze in Totale im Lauf/Dribbling mit ‚vorbeihuschenden‘ Mit- und Gegenspielern find ich in ner Wiederholung/Zeitlupe interessant, aber bitte nicht während der BVB gerade einen Konter fährt…
Haben andere hier auch dieses Problem? Hat man zB. bei Sky die Möglichkeit, sich eine bestimmte Kameraperspektive auszusuchen?

Antworten

Hans 5. Februar 2013 um 14:20

Nein, du bist damit nicht alleine. Ganz besonders schlimm sind diese Großaufnahmen z.B. bei Abschlägen oder Abwürfen vom Torwart. Da wird groß auf den Torwart gezoomt, wie er den Ball schießt oder wirft und unter Umständen verpasst man dadurch ein entscheidendes Kopballduell im Mittelfeld. Das nervt echt.

Genau so, wie mich in der Zusammenfassung eines Spiels nicht die Bohne interessiert, wie die Trainerbänke reagieren.
Ein Beispiel:
– Das 1:0 fällt. Man sieht die Spieler jubeln.
– Es gibt eine Wiederholung.
– Es gibt eine zweite Wiederholung.
– Das Tor aus der Sicht des Heimtrainers
– Das Tor aus der Sicht des Auswärtstrainers
– Das Tor aus der Sicht eines „Promis“ im Stadion
– Das Tor aus der Sicht eines besonderen Spielers auf dem Feld

*gähn*

Antworten

knorke 5. Februar 2013 um 14:33

Um bei dem Thema zu bleiben: Ich fände es generell gut, wenn auch während eines Live Spiels seitens der Moderatoren bzw. besser noch mittels eines eingeblendeten Taktiktischchens bestimmte taktische Verhaltensweisen oder Umstellungen visualisiert würden. Das teils oberflächliche Gefasel der Moderatoren könnte somit in brauchbarere Richtungen gedreht werden und man hätte die Option, ein Spiel mehr aus der Sicht eines Trainers zu verfolgen, statt aus der Sicht eines Soap-Opera-Guckers. Meinetwegen soll das als Nische mit Aufpreis angeboten werden (Expertise kostet ja), aber DAS wäre mal echt ein Schritt nach vorn, was mein persönliches Spielerlebnis angeht.

Antworten

LeFlo777 5. Februar 2013 um 14:44

Absolut. Ich wäre auch bereit, für solche Features zu zahlen. Schade, das Sky sowas nicht besser vermarktet sondern nur auf das „Event“, also Großausnahmen etc abziehlt. Die Taktik-Freunde werden vernachlässigt.

Toll war natürlich auch, wenn unser System Anwendung finden würde: http://www.iis.fraunhofer.de/de/bf/ln/referenzprojekte/redfir.html

Antworten

blub 5. Februar 2013 um 15:20

Das Problem ist doch das die meisten kommentatoren ein Gegenpressing nicht mal erkennen können wenn sies sehen.

Die Leute sind so schlecht das ist unglaublich.
Also ich würde an sky zahlen wenn die einen slot für SV-autoren als kommentatoren freimachen.

Antworten

Schlicke 5. Februar 2013 um 16:19

http://www.marcel-ist-reif.de/

Fände es höchstinteressant eine Partie von einem der Taktikgurus hier mal kommentiert zu hören. Habe es selber aber noch nicht ausprobiert und kann daher nichts zur Tonqualität sagen.

Antworten

TW 5. Februar 2013 um 16:25

Das ist meines Wissen sogar schon einmal gemacht worden. War bei einem CL Spiel von BVB oder FCB.

Antworten

LeFlo777 5. Februar 2013 um 17:27

war glaub ich BVB und ich hab’s mir angehört. hat mir gut gefallen. war zwar etwas ungewohnt, ging aber auf jeden Fall in die richtige Richtung 🙂

Antworten

MR 6. Februar 2013 um 14:26

Deutschland – Niederlande hatte ich dort kommentiert. Ich denke, da kommt noch irgendwas. Mal schauen.

Antworten

druffundewerre 5. Februar 2013 um 22:01

Eine gute Anmerkung. Mich treibt sowieso schon seit ich diese Seite verfolge, die Frage um, ob die analysierten Spiele alle live im Stadion verfolgt werden, denn ich kann mir nicht vorstellen, wie die von Dir beschriebene Bildführung einen ausreichenden Überblick über das Spielgeschehen bietet.
Nur eine Anmerkung: Bei einem der zahlreichen Spiele des BVB gegen Juve in den frühen und Mittneunzigern hat der damals übertragende Sender (RTL? Sat1? Kommentator war der damals unvermeidliche Juve-Verehrer Marcel Reif, mehr weiß ich nicht..) bei einem Heimspiel der Dortmunder als Standardbild eine Einstellung gewählt, bei der tatsächlich das Feld in seiner ganzen Breite zu sehen war, was natürlich auch den sichtbaren Ausschnitt in der Länge vergrößerte. Es blieb, glaube ich, bei diesem einmaligen Versuch. Auch ich war damals nicht begeistert, denn natürlich war das nicht nur ungewohnt, sondern hat auch dazu geführt, dass man sich im Vergleich zur sonstigen Einstellung fühlte, als säße man kilometerweit vom Feld entfernt; die Spieler schienen natürlich viel kleiner als sonst. Heute wäre ich für eine solche Einstellung dankbar.

Antworten

Felix Quälix 6. Februar 2013 um 02:08

Die Kameraführung bei Bundesligaspielen ist im Vergleich zur Premier League sowieso stümperhaft. Durch die vielen Zoomphasen verliert das Spiel an Tempo und Dynamik, das zu starke Schwenken in Ballrichtung verstärkt den Effekt. War echt krass zu sehen im direkten Vergleich mit dem gleichzeitig stattfindenden Spiel zwischen Liverpool und ManCity. Dort wirkte das Spiel deutlich schneller und dynamischer – nur wegen der Kameraführung.
Ein weiterer Punkt ist die Wiederholung von „Schmankerl“. In der spanischen Liga werden Wiederholungen von „Tunnel“ und „Hackentricks“ richtig zelebriert – das ist nicht unbedingt notwendig – doch sollte Götze mal wieder nen feinen Trick machen oder Kroos ne geniale Ballannahme zeigen wünsche ich mit das in SlowMo!!! JOGA BINOTO liebe Buli Regie!!!

Antworten

Malle Dalle 5. Februar 2013 um 11:45

Die erste Chance von Leverkusen durch Castro hätte schon zum 1:0 führen können ja müssen. Bereits hier wurde sichtbar das Leverkusen nicht erst zur zweiten Halbzeit mehr Risiko gehen wollte.
Nach dem 0:2 hatte der BVB natürlich mehr Cleverniss und eine sehr solide Verteidigungsstellung. Aber mehr Zugriff und Dominanz aufs Spiel? Leverkusen hätte hier schon das 1:2 machen müssen (Kießling). Dem BVB gelang es selbst in der I.Hz kaum eine wirkliche Torchance heraus zu spielen (außer bei den beiden Toren). Das lag daran das Leverkusen eher sichern und nicht das 0:3 hinnehmen wollte und der BVB mit dem 2:0 zufirden war. Aber auch hier war schon die Schwäche des BVBs unter Druck von außen sichtbar.
Selbst nach der Umstellung des BVBs in II.Hz lag es nur an der Leverkusener hastigkeit und wilden Spiel das es zu keinem 3:3 mehr kam. Dem BVB gelang es nicht einmal bis zur Mittellinie sein Spiel aufzuziehen.
Der BVB siehte sehr glücklich dank seiner Einzelkönner und derren Cleverness. Die Limitierung wurde so offensichtlich das es auch 1:3 oder 1:4 hätte Ausgehen können wenn Leverkusen nicht so grün hinter den Ohren wäre. deren System war deutlich besser als das vom BVB. Klopp war nicht umsonst so angepisst.

Antworten

MyNameIsMud 5. Februar 2013 um 13:00

Wo war Klopp angepisst? Du meinst die 30 Min. während des Spiels, weil man 2 Tore kassiert hat? Ja, da bleiben alle anderen Trainer sonst immer ganz ruhig. Ganz klares Indiz dafür, dass das System von Leverkusen besser war…..

Ich habe mal einen Satz von dir geändert:

Selbst nach der Umstellung von Leverkusen in II.Hz lag es nur an der Dortmunder hastigkeit und wilden Spiel das es zu keinem 0:3 mehr kam.

Was in HZ 1 beim BVB zu Beginn 2 mal richtig gut gelang, war danach nicht mehr so konsequent zu sehen. Der BVB hat die Konter durch schlechte Pässe und Laufverhalten nicht mehr im Ansatz ausgespielt. Ungewohnt und untypisch, dass dies möglich ist, sah man z. B. beim 2:3 oder dem 2ten Elfer.

btw: Wird ja auch ganz gerne vergessen, dass der BVB normalerweise das Spiel auch mit 2:4 hätte gewinnen müssen. So eine 100%-Chance hatte Leverkusen nach dem 2:3 nicht mehr gehabt.

Antworten

TW 5. Februar 2013 um 09:11

Ich habe das Spiel leider nur in Ausschnitten gesehen. Was mich nach dem Artikel von MR über die Optionen mit Sahin brennend interessiert, ist ob das Mittelfeld des BVB durch den Einsatz von zwei „Jägern“ eine andere Struktur bekommen hat und ob die von MR befürchteten Effekte aufgetreten sind? War es eventuell sogar eine gezielte Aktion von Klopp, um die tiefen Leverkusener 6er besser unter Druck setzen zu können?

Antworten

Black Sabbath 5. Februar 2013 um 09:33

Ich persönlich würde in der Doppelsechs mit S. Bender und Gündogan sogar die Zukunft des BVB sehen, natürlich stark abhängig zu welcher Stärke Sahin zurückfinden wird. Gündogan sehe ich aber auch mehr als Hybrid aus vertikalen und horizontalen Spieler. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Klopp diese Kombination genau deswegen mit Absicht gewählt hat, wissen tue ich es natürlich nicht.
Auch als Klopp auf 4-3-3 ungestellt hat fand ich S. Bender sehr wichtig für die Defensive. Für die Zukunft könnte ich mir auch ein 4-3-3 mit Bender auf der 6 und Gündogan und Sahin auf der Doppelacht vorstellen.

Zum Thema „niveaulose“ Kommentare:
Sicherlich tauchen auch hier solche Kommentare mal auf, aber so schlimm würde ich es hier nicht einschätzen. Ok, ich bin auch andere Seiten wie spox oder sportal gewöhnt 😉

Antworten

Daniel 5. Februar 2013 um 12:07

Niemals die Kommentarfunktion abschalten. Um SV wächst gerade eine Community und die würde dadurch komplett absterben.

Schön wäre eine Funktion, dass ein Beitrag „abgewertet“ werden kann. Wenn zum Beispiel 5 Personen ihn abwerten, wird er als „Spam“ gekennzeichnet und muss durch einen Extraklick erst geöffnet werden. Ich meine Youtube verfährt relativ gut damit. Nichts wird dadurch gelöscht, aber nievaulose Beiträge weniger beachtet.

zum Forum

Die SV Autoren sollten versuchen aus dieser Community Mitglieder für ein Forum zu rekrutieren. Es gibt sicherlich genug Taktikinteressierte mit HTML Kenntnissen und einem hohen Arbeitsethos.

Auch wenn der Vergleich durch den anderen Anspruch hinkt gibt es das bei Spox ja auch. Journalisten für die Beiträge und davon unabhängige Moderatoren für die Community.

So fern SV weiterhin die übergeordneten Administratorrechte besitzt und bei Missbrauch das Forum auch schließen kann, sehe ich da keine Probleme. Es wäre eben auch keine Mehrarbeit, weil man die Rekrutierten einfach machen lässt und lediglich in Sonderfällen von seinen Rechten Gebrauch macht.

Das ein Forum auch beitragsmäßig auf hohem Niveau funktionieren kann, beweist das fussball-forum und die Community von wahre-tabelle. Auch wenn es dort nicht um Taktik geht, sondern um Vereinsfußball allgemein und Schiedsrichterleistungen.

Für die Taktikfans in Deutschland wäre es ein Mekka.

Antworten

RM 5. Februar 2013 um 13:13

Glaube es oder nicht, aber ich versuche so etwas ähnliches durchzusetzen.

Antworten

Daniel 5. Februar 2013 um 12:12

sorry, der obere Beitrag sollte woanders hin.

Ich sehe Bender und Gündogan, sowie Sahin und Gündogan als je nach Gegner zu wählende gleichberechtigte Alternativen.

Meiner Meinung möchte da auch Mou bei Madrid hin. Alonso und Khedira sowie Alonso und Modric

Antworten

Daniel 5. Februar 2013 um 13:32

RM meintest du das Forum oder die Kommentarfunktion?

Antworten

RM 5. Februar 2013 um 14:25

Das Forum.

Antworten

Kamuka 5. Februar 2013 um 01:25

Ich lese diese Seite seit ein paar Jahren und war eigentlich auch von den Kommentaren immer angetan, aber in letzter Zeit ist das Niveau in den Kommentaren dermaßen abgefallen, dass ich gerne eine stärkere Moderierung – oder gar ein Abschalten der Kommentare – sehen würde.

Durch die Aufmerksamkeit, die dieser Seite – absolut zurecht – zugekommen ist, wurden Leute angelockt, auf deren geistige Ergüsse die Welt getrost verzichten kann.

Wo vor nicht allzu langer Zeit noch Gespräche über Fussballtaktik stattfanden, finden man zurzeit zu oft nur noch von der Anhängerschaft zu einem Verein verklärten Müll. Besonders bei Spielen mit Beteiligung des BVB oder FCB sind viele der Kommentare hier kaum noch von den alkoholschwangeren Pöbeleien des unterdurchschnittlichen Kiezbesuchers nachts um halb fünf zu unterscheiden.

Ich würde die Kommentare ja einfach ignorieren, doch es finden sich immer noch hervorragende Beiträge. Nur muss man dafür im Moment zu häufig durch die Gosse waten.

Antworten

blub 5. Februar 2013 um 01:54

Mach dir nicht in die Hose. Lies erstmal die Analyse zum EM-Halbfinale 😉

Das eine eskalierte Kommentarspalte hier herübergeschwappt ist, weil jemand auf einen grenzdebilen Kommentar nochmal einen draufzusetzen versuchte passiert ja nicht so oft. Schade ist das trotzdem.

Manchmal wäre ein Forum echt angenehm, dann kan man allgemeine BVB/Bayern/Barca-Diskussionen im unterforum führen und man hätte in den kommentare Platz das Thema zu diskutieren.

Antworten

Sunny 5. Februar 2013 um 02:37

Kamuka,
da muss ich dir ganz einfach recht geben, weil mir das letztlich auch aufgefallen ist. Den Kiezbesucher finde ich zwar etwas hart, aber einige Kommentare unterscheiden sich für mich nicht von dem, was man in stammtischartigen Fernsehsendungen hört – und damit meine ich nicht einmal die heutigen Kommentare.

blubs Idee mit dem Forum fände ich nicht schlecht, bezweifle aber, dass sich eine strikte Trennung auch umsetzen ließe. Es geht immerhin um Fußball und den Herzensverein.

Antworten

Hannes 5. Februar 2013 um 07:05

Ich wäre ja sowieso für ein allgemeines Forum, welches parallel zu dieser Seite betrieben wird. Denn mal ehrlich: richtig diskutieren kann man in den Kommentaren nicht, bzw. es wird sehr schnell unübersichtlich.

Ein Forum bedeutet aber natürlich ein Vielfaches an Arbeitsaufwand, so dass da in absehbarer Zeit wohl leider nichts passieren wird. Denn eigentlich stehen hier ja die Spielanalysen im Vordergrund und nicht so sehr die Kommentare.

Antworten

Aalbaer 5. Februar 2013 um 08:38

Auch ich lese hier seit 1-2 Jahren mit.
Die Kommentare waren fuer mich oft sehr spannend und interessant. Es wurde ueber Taktik diskutiert und Meinungen ausgetauscht.

Nun beschleicht mit wie Kamuka das Gefuehl, dass dieser Blog von der breiten Masse der Niveau-losen und Hirn-toten ‚Fussball-‚ Interessenten aufgefressen wird.

Schade, aber bitte liebe Spielverlagerung.de ueberlegt euch ob ihr nicht bald die Kommentarfunktion abschaltet.

Antworten

AP 5. Februar 2013 um 10:51

@Kamuka,

du kannst ja den Modus wählen „RunterscrollCommentscreen“.
Und nach 1-2 Jahren sollte es dir aufgefallen sein, dass die Blub`s, Rasengrüns, Tank`s und die Datschges dieser Welt, um nur ein paar zu nennen, lesenswerte Kommentare schreiben… 🙂

Antworten

der_gebratene 4. Februar 2013 um 22:02

Mal sehen, ob ich das auch so gut hinbekommen, wie das große Vorbild:

letzten Endes verdienter Sieg der Dortmunder.

Allerdings war mal wieder ganz deutlich zu sehen, dass man 3 Minuten im Grunde keinerlei erwähnenswerte Torchancen hatte, dann rutscht einmal ein langer Ball durch, Reus ist dann halt eiskalt (auch ne Qualität, ja).

In der 2. HZ ist der BVB dann etwas auseinandergefallen, glaube kaum dass die Spieler da das umgesetzt haben, was Klopp ihnen in der Kabine gesagt hat. Innerhalb von 4 Minuten war der Ausgleich da, bis wieder ein individueller Fehler des Gegners für die Führung gesorgt hat.

Nichtsdestotrotz glaube ich nicht, dass man mit der Ideenlosigkeit, die bis zum 1:0 herrschte (wie auch schon gegen Nürnberg) gegen stärkere Gegner was reißen kann. Das Spiel ist insbesondere im Mittelfeld zu langsam und auch meistens viel zu unpräzise, um gegen eine stark pressende Mannschaft ins Angriffsdrittel zu kommen. Reus und Götze werden daher immer noch ständig sinnlos kurz angespielt, wenn sie mind. 2 hochaggressive Spieler im Nacken sitzen haben, was meistens entweder zu einem unproduktiven Rückpass oder zum Ballverlust führt. Hier wären eigentlich Bender und Gündogan gefragt, ein paar interessante Dreiecke aufzuziehen bzw. auch durch die Mitte zu kombinieren. Warum man sich drauf einlässt, sich zum Spielaufbau über Santana zwingen zu lassen, wenn man auch Kehl in die IV und Großkreutz ins Mittelfeld stellen könnte (was ja auch in der CL möglich wäre), kann ich nicht nachvollziehen.
Auch warum Schmelzer immer noch nicht flanken kann ist mir ein Rätsel. Ich weiß auch nicht, was seine komischen Pseudo-Dribbel-Ansätze sollen. Dass er mal am Außenverteidiger vorbeigeht und von der Grundlinie zurück spielt wäre ja absolut wünschenswert, aber in 99,5% der Fälle dreht er beim ersten Anzeichen von Gegenwehr ab und spielt einen Sicherheitspass zurück ins defensive Mittelfeld…es wäre vielleicht auch ganz sinnvoll, wenn er mal irgendwann so weit kommen würde, dass er einen genauen, schnellen Pass über wenigstens mal 10m mit seinem schwächeren (linken) Fuß spielen kann, dann müsste er diese seltsamen Manöver vielleicht auch nicht machen sondern könnte mal effektiver auf Blaszczykowski oder Lewandowski durchstecken.

Positiv dagegen Hummels der kommt langsam wieder in Fahrt. Auch Götze und Lewandowski wieder mal gut, was allerdings nicht heißt, dass man bei Stand von 2:3 (seit der 68.min) erst in der 79.min wechseln muss.

Fazit: verdienter Sieg gegen Leverkusener, die nur für 1 HZ Disziplin dabei hatten.

Fazit 2: ich hoffe sehr, dass sich an der Spielweise (zu langsam, zu ungenau, zu vorhersagbar) gewaltig was ändert, wenns gegen ernsthafte Gegner geht.

Antworten

MyNameIsMud 4. Februar 2013 um 22:23

Ich glaube du vertauscht risikoarmes Spiel mit ideenlosem Spiel. Der BVB spielt mit Absicht bei Ballbesitz so passiv und riskiert wenig. Dies erklärt sich relativ simpel. In der Regel rücken die AV weit auf und es stehen bis auf die IV alle Mann in der gegenerischen 1/2. Verliert man nun auf der Höhe des Mittelkreis den Ball, weil man mit mehr Risiko spielen will, dann entstehen gefährlich Kontermöglichkeiten für den Gegner.

Es wird also lieber der Rückpass gesucht und versucht durch neue Bewegungen des OM neue Lücken zu reißen. Irgendwann passiert schon ein Fehler oder man bekommt eine Chance.

Wenn man dann gleich die erste Möglichkeit nutzt, dann geht der Plan doch voll auf. Und ansonsten wird auf die nächste Chance hingearbeitet.

Was natürlich richtig ist, dass man gestern in HZ 2 ungenau und so schwach das Umschaltspiel umgesetzt hat. Da hat man zu schnell den Ball abgegeben. Aber dies hat nichts mit deinen Anmerkungen zu tun.

Ich kann daher die Kritik nicht verstehen und teile sie nicht.

Besonders wenn man bedenkt, dass gerade die „stärkeren“ Gegner gegen uns das Spiel machen und wir durch unser Pressing und Umschalspiel viel mehr raus holen können.

Antworten

seils 4. Februar 2013 um 22:29

Darum gehts:

http://spielverlagerung.de/2013/02/02/fsv-mainz-05-fc-bayern-munchen-03/

„der_bräter
3. February 2013 at 12:36

letzten Endes verdienter Sieg der Bayern.

Allerdings war mal wieder ganz deutlich zu sehen, dass man 40 Minuten im Grunde keinerlei erwähnenswerte Torchancen hatte, dann rutscht einmal ein langer Ball durch, Müller ist dann halt eiskalt (auch ne Qualität, ja).

…“

Antworten

der_gebratene 5. Februar 2013 um 06:36

@seils:

Danke. 🙂

Antworten

barcaberlin 4. Februar 2013 um 22:44

Ich weiß nicht wen du dir da als Vorbild genommen hast aber das scheint auf jeden Fall kräftig in die Hose gegangen zu sein.

Der ganze Beitrag kann nicht dein Ernst sein oder?

Dortmund geht in der 3. Minute in Führung und du kritisierst dass man bis dahin keine Torchance hatte und zu unkreativ war? Wieviele Torchancen gibt es denn in einem normalen Spiel deiner Meinung nach bis zur 3. Minuten?
Dortmund geht in Führung weil ein langer Ball durchgerutscht ist? Soweit ich mich erinnere bereitet Lewy das Tor durch einen genialen flachen Ball in den Lauf von Reus vor.
Kehl in der IV? Soweit ich mich erinnere gehört zum Innenverteidiger mehr als der Spielaufbau und auch wenn Santana gestern ein schlechtes Spiel gemacht hat möchte ich da sicher keinen Kehl sehen der in jedem Sprintduell hoffnungslos untergangen wäre.
Achja und auch wenn die Flanken von Schmelzer durchaus oft ausbaufähig sind ist er trotzdem ein Linksfuß.

Antworten

barcaberlin 4. Februar 2013 um 22:48

Ah ich seh gerade dass das offensichtlich lustig gewesen sein soll… naja bei meinem Urteil dass es in die Hose gegangen ist bleibe ich trotzdem.

Antworten

MyNameIsMud 5. Februar 2013 um 01:36

Habe das auch nicht gesehen bzw. verstanden. Wirklich lustig ist es auch mit dem Hintergrund nicht. Wie auch immer..

Antworten

der_gebratene 5. Februar 2013 um 06:40

Ja, ich gebe zu: Die frühe Führung des BVB macht den ganzen Beitrag ein Stückchen sinnloser. Ich wollte nur mal sehen, ob die „Argumente“ von der_bräter auch 1:1 auf ein anderes Spiel zu übertragen sind. Ich muss sagen: Jap. Aber sowas von.

Antworten

Kappe 4. Februar 2013 um 22:49

Ganz großes Kino!

(Tut mir leid für das Off-topic RM, zumal ihr ja garnix dafür könnt. Aber wenn ich mir vorstelle, dass bis zur nächsten Saison jeder Bayernartikel in dieser Form wegkommentiert wird, dann schüttelt es mich einfach.)

Antworten

Fabi 4. Februar 2013 um 23:29

Einfach nur schön 8D

Antworten

DL – macht man hier so oder? 5. Februar 2013 um 04:00

Ideenlosigkeit bis zum 1. Tor? Wenn ich mich richtig entsinne war das die 3. Minute. Barca spielt regelmässig bis zur 20 im eigenen oder mittleren Drittel herum, bis sie in den Rhythmus finden, und der BVB ist nach 3 Minuten, in denen sie nicht mal mehr wie 60 Sekunden den Ball hatten, ideenlos?
Dann war aber Leverkusen zwischen der 3. und der 6. auch super schwach.

Antworten

martin 5. Februar 2013 um 10:13

hahaha, sehr gut. danke dafür 🙂

Antworten

HP.Lehnhoff 5. Februar 2013 um 10:29

Falls das ansatzweise ernstgemeint sein sollte, muss ich an der Verfassung des Autors zweifeln.
Zunächst mal wäre ein Sieg von Leverkusen sicherlich verdient gewesen, wenn man bedenkt, wieviele Großchancen Dortmund zugelassen hat, die ungenutzt blieben. Ich habe selten in letzter Zeit eine Mannschaft gesehen, die Dortmund teils alt hat aussehen lassen.

Man muss nicht ins Detail gehen:
26:12 Torschüsse (davon einige Hochprozenter)
12:4 Ecken

Unentschieden, ok, aber BVB-Sieg verdient?

Antworten

knorke 5. Februar 2013 um 14:27

„Dennoch sollte nicht vergessen werden, dass Leverkusen sich durchaus einen Sieg hätte erspielen können und vielleicht sogar müssen.“

Das ist im letzten Absatz das Fazit. überlesen?

Antworten

peter wopper 4. Februar 2013 um 21:03

Mir ist aufgefallen, dass die meisten Leverkusener 6er ständig in die Lochpässe gekippt sind, die aus dem Halbfeld in die kompakt stehende Abwehr geschupft wurden.

Antworten

Janne 4. Februar 2013 um 19:57

Ich als Newbie der grad anfängt spiele unter Taktischem Aspekt zu schauen, würd ma gern eine Frage an die Experten hier stellen.

Mir ist ein zweimal im Spiel aufgefallen, dass Leverkusen, wenn einer der Dortmunder 6er abgekippt ist, einen Mann von vorn in die Mittelfeld 4er Kette abgekippt ist um so die Passwege des 6er zu blockieren und die Distanz zwischen den Dotmunder Mannschaftsteilen zu vergrößern.

Ist das richtig beobachtet oder interpretier ich da was falsch?

Gruß

Antworten

RM 4. Februar 2013 um 20:57

Bitte um genaue Erklärung. =)

Antworten

mischl 4. Februar 2013 um 19:49

vom 442 pressing mit götzeals zweitern stürmer auf 4231?

Antworten

RM 4. Februar 2013 um 20:55

Zuerst auf 4-2-3-1 situativ, dann komplett auf das 4-5-1 (ab Minute 56, glaube ich).

Antworten

fluxkompensator 4. Februar 2013 um 19:32

kleine anmerkung: klopp meinte nach dem spiel, die umstellung (mit der einwechslung sams) hätte den dortmundern vor allem in den halbräumen enorme probleme bereitet – als reaktion darauf stellte er dann auf 4-3-3 um.

Antworten

barcaberlin 4. Februar 2013 um 19:00

Wieder mal ein sehr interessanter Artikel. Ich persönlich habe zwar bis zur Einwechslung von Großkreutz keine wirklich Stabilisierung feststellen können aber gut dass ist sicher auch Ansichtssache.

Gibt noch eine Sache wo mich mal die Meinung der anderen hier interessieren würde. Ging es nur mir als Fan so oder hat Leverkusen in der zweiten Halbzeit als sie das Risiko stark erhöht haben auch enorm von der Laissez-Faire-Linie von Aytekin profitiert?

Ich persönlich hatte das Gefühl das Bayer das Risiko extrem gesucht hat und hinten aufgemacht hat und im Zweifel darauf gehofft hat dass man einen möglichen Konter sofort durch Foul unterbindet und aber auf Grund der sehr großzügigen Linie von Aytekin dafür kaum bestraft wird. Da letztendlich am Ende fast alle Defensivspieler trotzdem mit Gelb verwarnt war hätte das ja durchaus entscheidend sein können. Ich persönlich hatte nämlich bei etlichen unbestraften Situationen das Gefühl das das einzige Ziel der Leverkusen da die Unterbindung des Konters war. Meint ihr sowas kommt bei der Taktikbesprechung in der Kabine zur Sprache?

Was mich auch noch interessieren würde wäre ob jemand eine Vermutung dazu hat warum Götze im Vergleich zur Normalform relativ wenige Dribblings gelungen sind und er oft die Bälle nicht halten konnte? „Schlechter“ Tag oder gabs dafür auch taktische Gründe?

Antworten

blub 4. Februar 2013 um 19:19

Aytekin hat relativ viel laufen lassen.
Bei einer schärferen linie kann Leverkusen das spiel nicht so durchziehen wie sies getan haben. Imo hätte man einige verwarnungen auch schon viel früher zücken können. Reinartz und Cavahal hätten meine Erinnerung nach schon in HZ1 dran sein können.
Aytekins linie war aber für die erste HZ recht angemessen, da war ja auch nix los. es ist aber schwer das so fix umzustellen wenn sich das spiel plötzlich viel aggressiver wird.

Götze reist ja nicht zum Länderspiel, vielleicht erste ausläufer von dem infekt?

Antworten

Tornio 5. Februar 2013 um 00:13

Laisséz-faire von Aytekin? Ja, aber leider nur einseitig für den BVB. Die Karten gegen die Leverksuener waren teilweise noch zu hart, dafür wurden Sachen wie das Handspiel von Hummels im Strafraum (ein „Kann-„, sicher kein „Muss-„Elfmeter!), oder das ebenfalls gelbwürdige Handspiel von Götze (beabsichtigt und zum deutlichen Vorteil eingesetzt) überhaupt nicht bzw. nicht mit einer entsprechenden Karte geahndet. Ebenfalls schwach: Die viel zu späte Reaktion auf das ewige Zeitschinden von Langerak, die viel zu schwach asugefallene Ermahnung gegen Klopp, bzw. die Ausgebliebene Verweisung aus dem Innenraum und das völlig fehlende Fingerspitzengefühl bei der Händelung der Nachspielzeit, die die Dortmunder mit (ebenfalls ungestraften) zeitschindenden Wechseln rumkriegen konnten, ohne dass entsprechend verlängert wurde.
Die spielentscheidenden Szenen (Elfmeter für Dortmund) waren sicher korrekt beurteilt. Auf der anderen Seite wurde Schürrle einmal zu Unrecht wegen angeblichen Abseits zurück gepfiffen und im Notfall jeder Zweikampf gegen Leverkusen ausgelegt. Sprich die von dir angesprochene Linie wurde leider eben nicht konsequent auf beide Teams angewandt, sondern so wie man es von diesem Spielleiter kennt wurde mit zweierlei Maß gemessen. Die Bewertung der Leistung durch den Kicker(Note 1) ist eine Hohn und offenbart die Qualität dieses „Fachblattes“ nur zu genau!

Antworten

MyNameIsMud 5. Februar 2013 um 01:59

Tornio, ist das jetzt dein ernst? Zwei oder drei klare taktische Fouls von Leverkusen wurden von Aytekin ohne Karte geahndet. Dazu hätte Toprak für das Foul (bei dem er auf Vorteil entschied) vor dem 3:2 auch eine gelbe Karte geben müssen. Ich denke dies gleicht sich sicherlich mit dem Handspiel von Götze, was man, wie die Leverkusener Fouls, bei konsequenter Regelauslegung mit gelb verwarnen muss.

Langerak hatte er erst ermahnt und bei der nächsten Verzögerung eine gelbe Karte gegeben. Völlig in Ordnung.

Für was genau sollte Klopp auf die Tribüne? Ich habe nur eine Szene gesehen, die aufgebrachten Klopp gezeigt haben bei der er von einem Zuschauer mit einer Gummibärentüte beworfen wurde. Mehr habe ich nicht sehen können.

Die Wechsel waren normal und nicht übermäßig verzögert. Eine Strafe wäre lächerlich gewesen. Hier sollte man vielleicht die Vereinsbrille mal abnehmen und beim nächsten mal drauf achten, wie „schnell“ die Wechsel ablaufen, wenn man selbst in Führung liegt und die 90te Min. läuft. Nur mal so als Tipp.

Einzig die Nachspielzeit hätte er dann verlängern müssen. Da bin ich bei dir. Aber die 30 Sek. haben das Spiel sicherlich nicht entschieden.

Antworten

AP 5. Februar 2013 um 10:38

Die Spielerwechsel haben doch, soweit ich weiß, keine zeitliche Auswirkung auf die Nachspielzeit. Rein Regeltechnisch…

Also kann ich, wenn ich ein Fuchs bin, in 2 min. Nachspielzeit, 3 mal wechseln und rum ist diese…

Wie sagte mal ein guter Coach, „wer es nicht schafft seine Aufgaben in 90 min zu erfüllen, der soll sich über die letzten 2-3 min. nicht so aufblasen“.

Antworten

Nummer10 4. Februar 2013 um 18:52

Ehrlich gesagt war ich von Klopp etwas enttäuscht. Von der 45 bis zur 72 Minute war Leverkusen extrem am drücken. Es war nur eine Frage der Zeit bis Leverkusen ausgleicht. Ich hätte mir da Nuri gewünscht.Ich hab sehr nach Nuris strategischen Fähigkeiten gesucht damit er mal mehr ruhe ins Spiel bringen kann , weil fast jeder Ball beim Gegner gelandet ist. Dabei ist er einfach Ilkay überlegen.

Antworten

Enbe 4. Februar 2013 um 18:47

Starker Artikel!

Eine frage hätte ich jedoch; in (fast) allen sportportalen wird lewandowski hochgelobt und dass Toprak und Wollscheid ihn zu keiner zeit unter Kontrolle hatten (klar, er wird auch wegen seiner torbeteiligungen gelobt). Ihr behauptet ja quasi das Gegenteil?
Ich persönlich bin auch der Meinung dass er seine stärken ausspielen konnte und dies auch tat.

Enbe

Antworten

blub 4. Februar 2013 um 18:40

Das vor dem 1:0 der Ball zu Lewandowski prallt war glück, aber es war mega gut zu sehen wie sie das Leverkusener System zerspielt habem:
den Ball im 6er Raum kreisen lassen; Mit Ball draufgehen, wenn der spieler angegriffen wird lochpass, gefolgt von einem 2. lochpass in die tiefe.

Leverkusen kam dann wegen der altbekannten Dortmunder Flügelproblematik zu Torchancen, wovon dann 2 Dinger reingingen.
Leverkusen hat relativ riskannt gepresst und damit überraschend viel erfolg gehabt. Imo war das haarscharf an der grenze. Gegen einen besseren BVB hätten die auch 5:0 absaufen können.

insgesamt ein geiles Spiel.

Antworten

barcaberlin 4. Februar 2013 um 23:13

Was genau ist die altbekannte Dortmunder Flügelproblematik? Sind wir tatsächlich dafür bekannte viele Treffer über die Flügel zu bekommen?
Ich hätte eigentlich eher gesagt dass das Problem gestern eher dem spezielle Spielsystem von Leverkusen geschuldet war. Oftmals sind die Flügelstürmer halt deutlich weiter in die Mitte gezogen als das normalerweise Flügelspieler machen und Schmelzer und Piszczek haben sich aber wie sonst auch stark an diesen orientiert und sich dann sehr in die Mitte ziehen lassen wodurch die Flügel dann teilweise sehr verwaist waren.

Zum Thema riskantes Pressing habe ich mich weiter unten auch dazu geäußert dass ich glaube das dies nur auf Grund der Linie von Ayetkin so möglich war sonst wäre Leverkusen extrem schnell in Unterzahl geraten oder hätten halt doch mal einen Konter durchlaufen lassen müssen.

Ein geiles Spiel fand ich es nicht unbedingt. Als Dortmund-Fan hat man doch in der zweiten Halbzeit sehr leiden müssen wenn man gesehen hat wie die Dortmunder da geschwommen sind. Kann mich irgendwie an diesen Spielen wie gegen Stuttgart einfach nicht erfreuen…

Antworten

blub 5. Februar 2013 um 00:25

Wurde schon x mal durchgekaut.
Dortmund hat [im 4231] Probleme wenn man konsequent die Flügel bespielt[kurz: Dortmund macht die Mitte extrem zu und öffnet dafür etwas Platz an den seiten].
klassischer „schlechter“ Fußball. im 451 haste das nicht, dafür aber andere Probleme. Siehe absatz zu boenisch und den flanken.

Leverkusen ist zu beginn der 2. HZ auch sehr gut in die halbräume gekommen, aber richtig saubere chancen hat das nicht ergeben. lag imo an der starken mannpräsenz(siehe riskante spielanlage) und Castro kann von der 6 super überladungen produzieren.

ich hab dir btw auf deinen post geantwortet 😉

gelitten hab ich übrigens auch. actionreich wars aber trotzdem.
hätte kuba mal den 2. elfer verwandelt, wäre das viel entspannter gewesen.

Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*