Montag, 22.12.2014

SV BuLi Kompakt: 10. Spieltag

Der 10. Bundesliga-Spieltag erlebte viele verschiedene Interpretationen des 4-4-2-Pressings und einen taktisch herausragenden Sonntag. Die taktische Spieltagszusammenfassung.

Eintracht Frankfurt – Greuther Fürth 1:1

Das Aufsteiger-Duell war blieb trotz der Blitzführung für die Hausherren ein Spiel des Stückwerks, in dem die beiden recht frühen 4-4-2-Pressings der beiden Teams, auch wenn sie einmal etwas lenkender (Frankfurt) und einmal etwas aggressiver (Fürth) gespielt wurden, viele lange Bälle provozierten. Durch die vielen direkten Zuordnungen auf dem Feld konnte keine Mannschaft im Gegenpressing auf die zweiten Bälle das andere dauerhaft ausstechen.

Die besten Offensivaktionen gingen beiderseits von der linken Seite aus, welche durch Inui, Oczipika, Rode und Meier bzw. Sararer, Schmidtgal, Prib und Stieber überladen werden sollten. Allerdings wurden die vorhandenen Strukturen kaum gut ausgespielt. Während die Eintracht oft zu hektisch und plump agierte und ihre sonst so gefährlichen Außenverteidiger kaum einen Stich gegegn die disziplinierte Fürther Verteidigung auf dem Flügel machten, litten diese unter den bekannten Problemen, Aktionen zu individuell entscheiden zu wollen oder im letzten Drittel sich die aufgebaute Staffelung durch vorschnelle Läufe wieder zu zerstören. Alles in allem entstand so zwar eine offene und temporeiche, aber sehr zerfahrene Partie mit wenigen gelungenen Szenen.

Nach dem Pausenpfiff übernahmen dann die Fürther stärker das Kommando, erzielten schnell den verdienten Ausgleich und hatten am Ende sogar die leicht besseren Chancen auf den Sieg eines knappen Spiels. Wichtigster Mann war Stephan Fürstner, der nun nicht nur den Spielaufbau unterstützte, sondern auch sich mehr ins letzte Drittel traute und damit sowohl das halblinke Überladen als auch das Spiel als Ganzes entscheidend verbesserte. Weil kurz vor Schluss die beste und von ihm vorbereitete Fürther Kombination allerdings vergeben wurde, blieb es beim Remis.

1899 Hoffenheim – Schalke 04 3:2

Im Spiel zwischen Hoffenheim und Schalke steht symbolisch für das Sprichwort “wer seine Chancen vorne nicht nutzt, kriegt sie hinten selbst”. Die Schalker hatten ungemein viel Ballbesitz und waren die gesamte Spielzeit über die dominantere Mannschaft. Sie spielten mit ihrem 4-2-3-1-System, in welchem auch Jones und sogar Neustädter mit nach vorne schoben, während sich die Hoffenheimer tief und passiv zeigten. Doch mit diesem passiven Abwehrpressing konnten sie gut Wege zum Tor absperren und die Schalker bei ihren Torchancen behindern.

Die Chancen der 1899er hingegen waren aufgrund des vielen freien Raumes und der dadurch resultierenden mangelnden oder späten Bedrängnis deutlich qualitativer und resultierten – etwas glücklich – im 3:2 in der letzten Minute. Das Hoffenheimer 4-4-2 mit dem Fokus auf einem schnellen Vertikalfußball aus der Defensive heraus erfüllte somit seinen Zweck, obwohl Schalke über weite Phasen den besseren Fußball spielte und eigentlich dominierte.

1. FC Nürnberg – VfL Wolfsburg 1:0

Anders als Düsseldorf in der Vorwoche gelang es Nürnberg viel besser, die Wolfsburger Ordnung aufzubrechen – z.B. durch Kloses Vertikalpässe, Simons Abkippen nach links sowie das Zurückfallen von Gebhart und Kiyotake – und aus der Abwehr ins Mittelfeld hinein zu kommen. Dort kam eine sehr flexible Formation zum Tragen: ährend Esswein auf der linken Flanke eine recht klare, invers dribbelnde Rolle ausfüllte, agierte Gebhart im Zentrum sehr beweglich, rackerte in der Defensive mit und verschob offensiv auf den Flügel. Der zuletzt immer häufiger untergehende Kiyotake wurde auf rechts geschoben, spielte dabei aber eine recht eingerückte Rolle und driftete immer wieder auch durch verschiedene zentrale Bereiche.

Aus diesen Strukturen versuchten die Nürnberger dann meistens, die Seiten zu überladen und dort Überzahlen zu schaffen, wobei der linke Flügel aufgrund der Formation etwas dominanter war. Dabei zeigten sie einige gute spielerische Ansätze, versuchten diese aber noch zu oft über Einzelaktionen oder Flankenbälle zu lösen. Gegen die sehr defensiv stehenden Wolfsburger litt der Club phasenweise an zu geringem Aufrücken: Weil bei ihren Überladungsversuchen nicht immer alle Spieler konsequent mitmachten, schafften sie es über weite Strecken doch trotz spielerisch starker Ansätze nicht, kombinativ durchzubrechen oder generell die Tor-Durststrecke zu stoppen. Am Ende gelang dies doch noch, weil die Außenverteidiger immer mehr mit aufrückten.

Wolfsburg war offensiv enttäuschend und harmlos: Die sechs defensiven Spieler waren rigide formiert und sammelten Ballkontakte, kamen aber ohne Aufrücken oder Verschiebungen gegen die gewohnt solide Defensive des Hecking-Teams kaum an. Alles auf Diego abzuladen, funktionierte ebenfalls nicht, weil der Brasilianer vom FCN genau bewacht und zweiseitig gepresst wurde.

Hannover 96 – FC Augsburg 2:0

Ein Spiel zweier unterschiedlicher 4-4-2-Systeme, welches enorm von den direkten Zuordnungen geprägt war. Dabei agierte Augsburg wie üblich in der klassischen Mittelfeldpressing-Variante mit kompakt agierenden Flügelspielern und abschirmenden Stürmern, während Hannover viel stärker 4-2-4-artig spielte und oft ins Angriffspressing aufrückte.

Die Hannoveraner Variante war dabei die längste Zeit überlegen, da sie den Augsburgern die direkten Duelle aufzwang, was die individuell und athletisch überlegene Slomka-Elf  gut nutzen konnte. Offensiv bekam man so zwar kaum Kontrolle ins Mittelfeld, aber schaffte es hin und wieder dieses zu überspielen, um dann mit den Stürmern und Flügelspielern die Viererkette attackieren zu können – so wurde die kompaktere Stellung der Augsburger Flügelspieler ausgehebelt. Ein Musterbeispiel dieser Wirkungsweise war der Führungstreffer, bei dem Stindl, Diouf und Ya Konan alle direkt am Gegenspieler waren, aber Stindl einen langen Schnittstellenpass aus dem defensiven Mittelfeld als erster erlaufen konnte und auch Ya Konan dann vor Langkamp als erster den Ball erreichte. Dass Schmiedebach oft nach außen wich um den Ball zu fordern, brachte Hannover zumindest etwas Raum und Präsenz im Zentrum, auch wenn Baier diese Läufe meist aufmerksam verfolgte.

Augsburg behielt auch in der Offensive die Flügelspieler in etwas tieferer Stellung, was die Hannoveraner wiederum gut nutzten. Huszti und Stindl liefen Augsburgs Außenverteidiger im Pressing aus sehr hoher Stellung an, wodurch Augsburgs Flügelspieler Raum hatten, den sie aber nicht nutzen konnten. Unter dem Druck des hohen Hannoveraner Pressings musste Augsburg das Spiel oft über lange Bälle eröffnen, die auf Oehrl ins Zentrum geschlagen wurden. Schmiedebach, Schulz und die Außenverteidiger konnten sich dann um ihn herum viele zweite Bälle sichern. Falls nicht, musste Augsburg auf die freien Flügelspieler verlagern, die aus ihrer tiefen das Spiel aber nicht zu beschleunigen wussten. Sie fanden keine Anbindung nach vorne und wurden durch die rückwärtspressenden gegnerischen Flügel, die verschiebenden Sechser und die herausrückenden Außenverteidiger Hannovers in die Mangel genommen. Der nominelle Zehner Moravek schaffte es dabei ein weiteres Mal überhaupt nicht, das restliche Mittelfeld zu unterstützen.

Da das Problem in der Anbindung zwischen den Mannschaftsteilen lag, verpuffte auch die Einwechslung des Stoßstürmers Bance für Moravek und Hannover konnte das Spiel lange mit dem Führungstor im Rücken kontrollieren. Erst mit der Einwechslung des wiedergenesenen Koo kam Augsburg wirklich in die Partie und gestaltete die letzten 20 Minuten offen. Der Südkoreaner spielte dabei nicht auf seiner Stammposition hinter der Spitze, um dort endlich für Präsenz zu sorgen, aber schaffte es auch in der schwierigen Flügelposition auf rechts, seine Kollegen besser in die Offensive einzubinden. Das tat er einfach dadurch, dass er in der schwierigen Situation seine tolle Technik nutzte, um den Ball zu halten. So bekam Augsburg die vermisste Ruhe in die Offensive und dadurch Zeit, stärker nachzurücken.

Hannover gelang es aber in der 85. Minute über einen hervorragend gespielten Konter die entstehenden Räume hinter der Augsburger Schlussoffensive zum 2:0 zu nutzen, welches über die 90 Minuten ein verdientes Ergebnis ist. Allerdings deutete Augsburg zum Schluss an, dass sie durch ihren wohl mit Abstand besten Spieler Koo  aus einem stabilen aber zu schwachbrüstigem Fundament (so wie in der letzten Saison) noch zu einer konkurrenzfähige Mannschaft werden könnten.

Borussia Mönchengladbach – SC Freiburg 1:1

Dieses Spiel zwischen den sehr defensiv- und konterstarken Mannschaften aus Freiburg und Gladbach war eine Art “Anti-Ballbesitz-Spiel”, in dem der offene Spielaufbau auf beiden Seiten eher eine Waffe für den Gegner als für die eigentlich angreifende Mannschaft war.

Besonders für Gladbach galt dies, da sie aus dem eigenen Spielaufbau kaum aus der eigenen Hälfte herauskamen, woraus vor allem eine völlig unterlegene Anfangsphase resultierte. Das berüchtigte Angriffspressing von Freiburg wurde in diesem Spiel gegen die zurückweichende und ballsichere Defensive der Favres Elf ein wenig zurückhaltender gespielt – gerade so viel, dass Gladbach lange nicht zu langen Bällen griff, sondern versuchte, sich spielerisch zu befreien. Durch die Freiburger Mannorientierung im Mittelfeld kamen sie aber nie richtig durch die erste Reihe und die angestrebte Überladung des offensivstark besetzten linken Flügels konnte daher nicht greifen. Das Aufbauspiel der Hausherren bestand hauptsächlich aus gestresstem Umherschieben in der Defensive, was sogar darin resultierte, dass ter Stegen am Ende der Gladbacher mit den meisten Ballkontakten war!

Von daher konnte Freiburg durch Ballgewinne mehr vom Aufbauspiel der Fohlen profitieren als diese selber, auch wenn wirklich gefährliche Ballverluste der wie immer zurückhaltend positionierten Gladbacher eher selten waren. In diesen Szenen strahlten die Gäste die größte Gefahr aus, da sie bei eigenem Aufbauspiel wenig Durchschlagskraft gegen den kompakten 4-4-2-Defensivblock der Gladbacher entwickeln konnten. Diese standen wie üblich extrem eng, verschoben äußerst diszipliniert und wichen bei Bedarf weit zurück. Über die sichere Ballzirkulation in der Viererkette konnte Freiburg den passiven Block auch oft an den Strafraum zurückdrängen, aber konnte in der aufgerückten Grundposition dann wenig Gefahr erzeugen. Sie versuchten immer wieder diagonal von außen zwischen die Linien zu spielen, aber in den engen Räumen gelang dann wenig. Somit konnte auch Gladbach bei den ebenfalls seltenen Ballgewinnen im Mittelfeld das Aufbauspiel der Freiburger für sich nutzen, wodurch auch das sehr gut ausgespielte Kontertor zum 1:0 resultierte.

Über die generell deutlich höhere Offensivpräsenz erzwangen die Freiburger über einen Elfmeter den Ausgleich, mehr gelang aber nicht. Wegen der fehlenden Durchschlagskraft und den punktuellen Chancen der Gladbacher war das Unentschieden am Ende wohl leistungsgerecht. Beide Mannschaften krankten an den mittlerweile üblichen Problemen: Bei Gladbach fehlte es an Kreativität und Schnelligkeit im Aufbauspiel, die Freiburger konnten im Angriffsdrittel zu wenig Offensivkraft entwickeln.

Borussia Dortmund – VfB Stuttgart 0:0

Die Analyse zu diesem Spiel hat es aus technischen Gründen leider nicht ans Licht der Welt geschafft. We are sorry.

Hamburger SV – Bayern München 0:3

Auswärts in Hamburg reihte sich ein weiterer Sieg in den Erfolgslauf des FC Bayern ein. Thorsten Fink versuchte mit Rafael van der Vaart als falschem Neuner den deutschen Rekordmeister zu schocken und vor unerwartete Verhältnisse zu stellen. Der Niederländer sollte vorne seine Abschlussstärke und Technik vor dem Tor zur Geltung zu bringen, sowie im Umschalt- und Aufbauspiel zurückfallen. Dabei entstand aber ein Vakuum an vorderster Front, was die Flügelstürmer der Hamburger nie auffangen konnten, wodurch eine enorme defensive Stabilität der Bayern kein Problem war. Sämtlichen langen Bälle wurden abgefangen, Kombinationen konnten die Hamburger aufgrund der Lücke zum vorderen Mannschaftsteil sowie auf die Seiten nicht spielen, Konter versandeten im bayrischen Gegenpressing.

Die Münchner machten aber nicht nur defensiv auch alles richtig, sondern überzeugten ebenfalls in der Offensive. Angetrieben durch den überragenden Ribéry erspielten sie sich viele Angriffe über die linke Seite und kamen über Müller und Mandzukic als Raumöffner und -füller zu Toren. Finks Umstellung zum 4-2-3-1 mit Rudnevs nach der Halbzeit zerstörte übrigens die Stabilität und in der Findungsphase erzielten die Bayern prompt das zweite und dritte Tor. Die Ausgangstaktik Finks war somit defensiv stabiler und offensiv wenig überzeugend, nach der Halbzeit dann umgekehrte Verhältnisse – doch die Stärkung der Offensive konnte aufgrund des Rückstandes nicht mehr wirklich genutzt werden.

Bayer Leverkusen – Fortuna Düsseldorf 3:2

Es ist taktisch wohl eines der interessantesten Spiele dieser Saison gewesen, da Norbert Meier mit ganz unkonventionellen Mitteln auf die Leverkusener Hybridformation reagierte. Er wechselte das erste Mal in dieser Saison von seinem 4-4-1-1/4-4-2-System auf einen dritten zentralen Mittelfeldspieler. Im Offensivspiel ergab sich dadurch ein 4-3-3-artiges System, aber die Grundformation in der Defensive war besonders spannend: Die extrem laufstarken Flügelspieler Bellinghausen und Lambertz rückten von den Achterpositionen oft in eine leicht tiefere Grundposition als der nominelle Sechser Bodzek. Es ergab sich situativ eine Art 4-2-1-3-System mit einer breiten “Halbraum-Doppelsechs” und Bodzek als “flacher Acht”, die das Zentrum abschirmte, in dem Leverkusen ohnehin keinen Spieler fest positioniert hat.

In dieser Grundordnung war Düsseldorf sehr präsent in den defensiven Halbräumen, die Leverkusen über die Halbstürmer und Achter so flexibel für sich nutzt. Zudem konnten die beiden breiten Sechser sehr schnell auf dem Flügel helfen, wodurch die Fortuna außen oft mit drei Mann attackieren konnte, während Bodzek absichernd nachrückte – ein sehr stabiles Grundgerüst gegen Bayers Halbraumsystem, welches oft über die Überladung der Flügel funktioniert. In der Praxis funktionierte dies zwar grundlegend gut, aber nicht konstant, da man den Fortunen anmerkte, in diesem System neu zu sein. Bei den Versuchen, sich sehr anpassend auf Bayers fluides Offensivspiel einzustellen, trafen sie nicht immer die richtigen Entscheidungen und waren nicht durchgängig kollektiv (Eingespieltheit), wodurch es einige recht chaotische Situationen gab.

Überhaupt hatte das Spiel insgesamt eine extrem spontane Dynamik und nur wenig wiederkehrende Muster. Es öffneten sich durch die überladenden Hybridsysteme auf beiden Seiten immer wieder unterschiedliche Bereiche und wurden auf unterschiedliche Weisen wieder zugeschoben. Sehr viel Improvisation und Kreativität war notwendig, was besonders beim mitentscheidenden 2:1-Treffer der Leverkusener deutlich wurde, welcher aus einem hervorragend kreierten Spielzug entstand.

Generell hatte Düsseldorf aber die ernsthaftesten Probleme im Umschaltmoment, da sie sehr riskant und unabgesichert attackierten. Die Außenverteidiger und besonders van den Bergh schoben sehr hoch, um die zentrale Stellung der Leverkusener Halbstürmer auszunutzen und auch Bellinghausen orientierte sich stark in die Offensive, weshalb die linke Abwehrseite bei Ballverlusten oft verwaist stand – mit Bodzek und Lambertz standen die absichernden Spieler nach rechts verschoben. Dieses Probleme zeigte sich auch bei Sams 1:0, welches nach einem Leverkusener Ballgewinn durch die halblinke Schnittstelle von Düsseldorf vorbereitet wurde. Auf der anderen Seite kam die Fortuna über die riskant spielenden Außenverteidiger einige Male durch, aber zu selten konnten sie daraus gefährlich werden – der Ausgleichstreffer war einer von nur drei Schussversuchen in Hälfte eins.

Daher brachte Meier in Hälfte zwei Du-Ri Cha für Nando Rafael und stellte auf das gewohnte 4-4-1-1 um, mit den flügelorientierten Bellinghausen und Cha als Flankengeber außen und Schahin vor Robbie Kruse in der Mitte. Dieses System interpretierte Düsseldorf wie gewohnt recht zurückhaltend und da Leverkusen mit der Führung im Rücken wenig riskierte, stellte sich ein umkämpftes aber taktisch ruhigeres Spiel ein. Rolfes´ rote Karte hätte Düsseldorf dann noch mal massiv nach vorne bringen können, aber direkt beim Freistoß nach dem Foul ließen sie sich in unfassbar naiver Weise auskontern und Castro konnte auf 3:1 erhöhen. Düsseldorf versuchte dann gegen Bayers 4-4-1 in der Endphase noch über Außen zum Erfolg zu kommen, aber es reichte nur für ein Tor.

Werder Bremen – FSV Mainz 05 2:1

Thomas Tuchel wollte die spielstarken Bremer mit der Mainzer Raute kontern. Wie üblich bei der Raute wurde im gegnerischen Aufbau das Spiel auf die freien Außenverteidiger provoziert, zu denen der jeweils ballnahe Halbspieler herausschob, während sein ballfernes Pendant mit dem Sechser eine Art situative Doppelsechs formte. Durch die bewegliche Defensivrolle Ivanschitz´ waren alle Bremer Mittelfeldspieler stets abgesichert. Auch wenn Mainz selten kontrollierten Zugriff erhielt, konnten sie Werder weitgehend aus dem Zentrum fernhalten, so dass diese mit ihren breiten Außenspielern und den frei aufrückenden Außenverteidiger auf Flügeldurchbrüche und Flanken abzielten. Damit konnte Mainz aber leben, ließ die Hereingaben zu und konnte fast immer noch klären – Ausnahme das 1:0.

Offensiv wollten die Mainzer durch die Rautenformation die großen Räume hinter dem offensiven Bremer Mittelfeld attackieren. Insbesondere dem aus der Sturmmitte zurückfallenden Müller sowie Ivanschitz gelang dies gut. Dabei kamen die Mainzer nicht nur nach Kontern in freie Räume und somit zu Chancen, sondern auch nach langen Bällen, die das aggressive Bremer Pressing provozierte, für die Mainzer deshalb aber balancierter und damit besser stand.

Im zweiten Durchgang gab es einige interessante Veränderungen – leicht veränderte Mainzer Defensivstrategien, beweglichere Läufe einiger Bremer und nicht zuletzt Tuchels Umstellung auf 4-1-4-1 in der Schlussphase. Letztlich gewann Bremen eine Partie, in der sie mehr Kontrolle, aber Mainz die besseren Chancen hatte, durch einen Freistoß des herausragenden Hunt.

 

opaoma 16. November 2012 um 11:51

bvb vs. vfb

meint Ihr das kommt noch?

Grüße!

Antworten

TE 16. November 2012 um 11:54

Hallo opaoma, leider hat sich mein Rechner inklusive vieler Daten in den vergangenenen Tagen verabschiedet. Leider auch meine Stichpunkte und Grafiken zur Analyse BVB vs. VfB!

Antworten

Max 13. November 2012 um 19:47

Hallo, ich habe da einen Verbesserungsvorschlag. Ich verfolge euch nun schon länger und fänd es klasse wenn ihr zu euren Analysen Druckvorlagen mitliefern könntet. So könnte ich eure tollen Analysen drucken und auf dem Weg zur Uni lesen.

Soviel ich weiss , stellt sowas ja kein größeres Problem dar. Sollte dem nicht so sein, überlest es einfach.

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