Freitag, 24.10.2014

FC Bayern München – FSV Mainz 05 3:1

Dieses Wochenende kam Thomas Tuchel in die Allianz-Arena: einer der wenigen Trainer, der eine positive Bilanz gegen die Münchner aufweisen kann. Dieses Mal griff seine Taktik jedoch nicht in all ihren Facetten, weswegen der Rekordmeister zu einem souveränen Sieg kam.

Wechselwirkung der jeweiligen Formationen

Trotz vieler Ausfälle traten die Bayern in ihrer gewohnten Formation an, nämlich einem 4-2-3-1. Im Vergleich zum Stuttgart-Spiel rückte lediglich Xherdan Shaqiri neu in die Mannschaft, nämlich für Franck Ribéry. Somit bildete einmal mehr Holger Badstuber mit Philipp Lahm das Außenverteidigerpärchen, dazwischen liefen Dante und Boateng auf. Diese mussten den Hinterraum ihrer jeweiligen Partner konsequent abdecken, da beide offensiv agierten.

Grundformationen zu Beginn

Nichtsdestotrotz war Dante der offensivere der beiden Innenverteidiger – die Bayern versuchten nämlich nicht nur seine Fähigkeiten im Spielaufbau stärker einzubinden, sondern die im Aufbauspiel höhere Lahms durch eine situative Dreierkette zu kompensieren, wodurch Boateng einen größeren Raum abdecken und tiefer agieren musste.

Davor spielten Schweinsteiger und Gustavo im zentralen Mittelfeld, welche die anfallenden Aufgaben strikt unter sich aufgeteilt hatten. Schweinsteiger nutzte seine vertikale Spielweise, um bei Bedarf Räume überladen zu können, während Gustavo eher horizontal spielte. Der Brasilianer beschränkte sich in der Offensive auf sichere Kurzpässe und zeichnete sich im Absichern des und Beteiligen beim Pressing aus.

Doch nicht nur Gustavo glich die Laufwege Schweinsteigers aus, sondern auch Kroos. Dessen Wege auf dem Feld passten sich seines Partners an, damit die beiden Spielgestalter sich nicht gegenseitig auf den Füßen standen. Darum ließ sich Kroos immer wieder in das Vakuum im linken oder rechten Halbfeld fallen, welches Schweinsteiger durch seine Spielweise geöffnet hatte. Oftmals war es so, dass einer von ihnen auf dem einen Flügel half und der andere sich zentral oder auf der gegenüberliegenden Seite positionierte, um bei direkten Spielverlagerungen oder seitenwechselnden Kurzpassstafetten helfen zu können.

Die drei offensivsten Bayern-Spieler fielen durch ihren starken Fokus auf das Flügelspiel auf, was einerseits eine Antwort auf die Mainzer-Taktik war, anderseits aber auch den Ausfall der beiden Superstars auffangen sollte. Es gab verhältnismäßig wenige Rochaden, da dieses Trio auch nicht in dieser Ausführung gemeinsam agierte und es somit an Eingespieltheit mangelte.

Der vermeintliche Bayern-Spezialist Thomas Tuchel schickte seine Elf in einem 4-3-2-1 auf den Platz, mit dem er insbesondere das Zentrum dominieren wollte. In der Defensive zog er den gelernten Innenverteidiger Kirchhoff in das zentrale Mittelfeld. Dessen Platz in der Viererkette übernahm Bungert, der mit Noveski die Innenverteidigung bildete. Komplettiert wurde die Viererkette von den beiden Außenverteidigern Zabavnik und Pospech, die sich in ihren Defensivbewegungen stark an den gegnerischen Außenspieler Müller und Shaqiri orientierten.

Besonders im Verlauf der ersten Halbzeit hatte dies zur Folge, dass die Linie verwaist war und die bayrischen Außenverteidiger zu viel Zeit in ihren Aktionen hatten. Vor der Abwehrkette bildeten Baumgartlinger und Caligiuri neben Kirchhoff eine sehr dichte Kette, was das Zentrum sehr eng machen und Pässe in die Schnittstellen unterbinden sollte. Da sie aber die komplette Breite des Feldes im zweiten Spielfelddrittel abdecken mussten, waren Sie gezwungene viele Horizontalläufe zu vollziehen, so dass Sie ihnen die Kraft bei Vorstößen fehlte, wenn Mainz ins Konterspiel überging.

Komplettiert wurde die Aufstellung von den drei Offensiven: Müller, Risse und Choupo-Moting, die ihre Schnelligkeit im Kontern ausnutzen sollten. Interessanterweise agierten Müller und Risse sehr zentral und bildeten positionstechnisch fast eine Doppel-10, welche die gegnerischen Aufbauspieler im zentralen Mittelfeld pressen sollte. Geklappt hat diese Formation jedoch kaum, was primär, aber nicht ausschließlich, an einem kollektiv gewordenen individual- statt generell kollektivtaktischen Aspekt lag, nämlich einem schwachen Zweikampfverhalten.

Im gesamten Spiel hatten die Mainzer Probleme in ihrer eigentlichen Stärke – dem Pressing. Selbst wenn sie sich im Verbund richtig zu Ball und Gegenspieler orientierten, agierten sie auffällig körperlos und passiv in den Zweikämpfen, so dass Bayern sich dank ihrer technischen Überlegenheit ohne Probleme aus dem Pressing befreien konnten. Sie hielten den sogenannten Basketballabstand nicht ein und bedrängten den Gegner nicht ausreichend. Andererseits war es auch der Formation geschuldet; durch die Zentrumlastigkeit waren sie immer ballnah, durch die weiten Wege auf die Seite waren sie selten rechtzeitig auf dem Flügel. Diese Probleme der Mainzer nutzten die Bayern dann auf eine denkbar simple und effektive Art und Weise.

Seitenwechsel und Spielverlagerungen im Bayernspiel

Schon in den letzten Bayern-Spielen haben wir die Vorteile der zentralen Positionierung der bayrischen Außenverteidiger bezüglich des Spielaufbaus angesprochen, aber gerade gegen die 3-2-Stellung der Mainzer im Mittelfeld kamen sie zu tragen.

der Halbfeldfreiraum ist der rote Bereich vor Lahm, welcher mit einer Spielverlagerung durch Badstuber in diesem Szenario genutzt werden kann

Mainz versuchte mit dieser Formation das effektiv bespielbare Spielfeld der Bayern stark zu beschneiden, so dass die Tuchel-Elf im Teamverbund weit verschob, um die Münchner in Zweikämpfe zu zwingen. Bei diesen Verschiebungen nahmen sie jedoch in Kauf, dass der bayrische Außenspieler und Außenverteidiger auf der ballfernen Seite große Freiräume auffanden. Da den Mainzern wie in vorherigem Absatz beschrieben die Aggressivität in den Zweikämpfen fehlte, konnten sich die Bayern aus dieser Einengung durch gezielte Seitenwechsel befreien. Da die Außenverteidiger ballfern relativ zentral agierten, waren diese Pässe selbst in der gegnerische Hälfte ohne große Gefahren zu praktizieren und man musste nicht den Umweg über die Innenverteidiger gehen – dies hätte Zeit gekostet und man wäre auf das Pressing anfälliger gewesen.

Außerdem konnten Boateng und Dante somit tiefer agieren, womit sie mit Mandzukic dem Spiel eine Tiefe gaben, welche die Mainzer mit ihren Pressing nur schwer bespielen konnten. Der Raum wurde vom Tabellenführer nicht nur breit, sondern auch tief gemacht, um dem 4-3-2-1 so gut wie möglich zentral zu entgehen und die Formation zu neutralisieren.

Doch nicht nur im ersten Drittel waren die Seiten offen. Aufgrund der Mainzer Fokussierung auf das Zentrum in ihrer Grundaufstellung und dem starken Verschieben, entstanden große Freiräume auf den Flügeln, welche nach den Seitenwechseln die Außenverteidiger gezielt bespielten. Die Folge war, dass Baumgartlinger und Caligiuri komplizierte Läufe beim anschließenden Verschieben vollziehen mussten. Zuerst mussten sie in Richtung des Außenverteidigers gehen, danach gingen sie entweder vertikal oder diagonal nach hinten und mussten sich an einen neuen Gegenspieler anpassen. In weiterer Folge rückte der Außenverteidiger mit nach vorne und es entstand oft eine numerische Pattsituation, da Lahm und Badstuber zu selten von den Halbstürmern verfolgt wurden.

Lahm konnte beispielsweise nach einem erfolgreichen Seitenwechsel mit seiner Ballsicherheit einfach in das verwaiste Halbfeld eindringen, von wo aus sich ihm viele Möglichkeiten boten: wenn er das Spiel schnell machen wollte, konnte er den sicheren Pass auf den stark aufspielenden Müller spielen, der sich dann in einer 1gg1-Situation mit dem gegnerischen Außenverteidiger befand.

Der halblinke Sechser Caligiuri musste dann versuchen, diese komplexe Situation zu retten. Er konnte entweder den direkten diagonalen Weg nach vorne wählen, um Lahm zu pressen. Lahm hatte aber durch Antizipation, aufgenommenes Tempo und seinen Laufweg den Vorteil, dass er ihn durch eine weitere Beschleunigung oder einen Richtungswechsel einfach aus dem Spiel nehmen könnte. Die zweite Alternative war, dass Caligiuri horizontal oder diagonal nach verschiebt, aber Lahm nicht unter Druck setzt. Aus diesem Grund fand Lahm immer wieder große Freiräume in den Halbfeldern des zweiten Spieldrittel vor, die er dank seiner zentralen Position bei Seitenwechsel geschickt ausnutzen konnte.

ein Doppelwechsel Tuchels hatte die Mainzer Raute zu Folge, welche zwar Raum in der Mitte innerhalb der Raute offen ließ, aber damit zu dem Bayernspiel der 35 Minuten bis dahin passte. Auf den Außen war man näher dran, mit zwei Stürmern presste man besser und generell befand sich Mainz im Aufwind, bis die Bayern das Tempo nach dem Anschlusstreffer wieder erhöhten

Eine weitere Auswirkung der Fokussierung des Zentrums war, dass die Mainzer den Münchener viele Möglichkeiten zum Flanken offenbarten. Baumgartlinger und Caligiuri orientierten sich primär am Ball und dem Raum, anstatt ihrer Position oder den Gegenspieler. Schoben die Flügelstürmer nach innen, wurde die Viererkette hinter dem Mittelfeld enger und die Außenbahn war verwaist. Somit hatten die bayrischen Außenverteidiger dann Raum, um entlang der Linie bis zur Grundlinie gehen können, welche dann bei erfolgreichen Zuspielen einfach für eine Hereingabe genutzt werden konnte. Das 2:0 stand exemplarisch dafür.

Mainzer Umstellungen

Schon nach 36 Min. verabschiedete sich Thomas Tuchel von seinem 4-3-2-1 und brachte für Risse und Caligiuri die offensiveren Szalai und Soto. Diese Wechsel bewirkten, dass die Mainzer auf ein 4-4-2 mit einer Raute im Mittelfeld umstellten. Müller rückte auf die linke Halbposition der Raute für Caligiuri, Szalai spielte im Sturm und Soto auf der Zehn. Kirchhoff blieb auf der zentralen Position und Baumgartlinger komplettierte halbrechts die Raute.

Dank dieser Umstellung und dem weniger extremen Verschieben, schaffte es Mainz im Verlauf der zweiten Halbzeit, dass sich kaum noch große Freiräume in den Halbfeldern öffneten. Dazu agierten die Mainzer in sämtlichen Facetten mutiger, was sich in den offensiven Positionierungen der eigenen Außenverteidiger bei eigenen Ballbesitz zeigte, die nun verstärkt ein 2-1-4-1-2 bildeten, bei dem Kirchhoff mit den Innenverteidigern fast eine Dreierkette bildeten.

Fazit

Neben der fehlenden Aggressivität scheiterte Mainz daran, dass die Münchener ihnen taktisch nicht in die Karten spielten und erfrischend anders als in den ersten zwei Spielen agierten: ein offensiver Badstuber, dynamisches Passspiel, Veränderungen in der Aufstellung und Nutzen von Spielverlagerungen statt langen Bällen auf Mandzukic wie bspw. gegen Fürth. Außerdem überließen die Münchner den Mainzern das Zentrum und flüchteten vor der Überzahl in die offenen Räume auf die Flügel, welche sie intelligent nutzten und dadurch schon früh für die Entscheidung sorgten.

sharpe 17. September 2012 um 12:00

was mir am Bayern-Spiel aufgefallen ist, und dabei beurteile ich jetzt nur mal die ersten gut 20 Minuten und die Spielzeit nach dem 2:1, denn dazwischen haben sie ein paar Gänge runtergeschaltet.

- das Passspiel ist schneller geworden und entsprechend
- sind die Ballbesitzzeiten der einzelnen Spieler kürzer
- die Bayernmannschaft wirkt bei Ballbesitz des Gegners sehr aggressiv und zweikampfstark. Der Wille zur schnellen Balleroberung ist deutlich zu erkennen.
- Mandzukic hilft der Mannschaft beim Kombinieren und in der Balleroberung mehr als Gomez
- Boateng wirkte dynamischen, zweikampfstärker und auch passsicherer als letzte Saison.

Insgesamt scheint der Kampf um die Stammplätze der Mannschaft gut zu tun und das Befürchtete Loch nach der letzten Saison mit EM gibt es Gott seih Dank nicht.

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Thomas 17. September 2012 um 15:26

Das ist das eigentlich Überraschende diese Saison, die letzten Jahre war es ja oft der Fehlstart nach einem großen Turnier, der einige Punkte im Kampf um die Meisterschaft gekostet hat. Dieses Jahr fällt der Fehlstart trotz Turnier aus.

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Golo 16. September 2012 um 21:07

Kann es sein, dass die Anfangsaufstellung von Tuchel etwas verpokert war, weil er mit einer spielstarken Schwein-tinez Doppelsechs gerechnet hatte nach dem bekannt gewordenen Ausfall von Robbery?
Dass er sich gedacht hatte, dass Bayern bei einem auf dem Blatt schwächeren Flügelspiel eher durch ein starkes Zentrum zum Tor kombinieren wollte?

Schließlich hat man erst zu spät eingesehen, dass auf den Flügeln zu viel Freiraum war.

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Kappe 17. September 2012 um 00:07

Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen:
1) Die bestätigung das Robbery nicht spielen können kam mWn. gleichzeitig mit der Info dass Martinez nicht spielen wird, nämlich mit der Aufstellung etwa eine Stunde vor Spielbeginn.
2) Tuchel wird sich wohl kaum beim Anblick der Lahm-Müller-Seite ins Fäustchen gelacht haben. Auch Shaqiri wird er wohl kaum als Fallobst abgetan haben. Zumal er wohl in der Vorbereitung das Standardbayernspiel als Referenz genommen haben wird.
3) Die Bayern haben letzte Saison in solchen Situationen trotzdem Flügellastig gespielt, Martinez hat erst zwei Wochen mit der Mannschaft trainiert und letzte Saison hauptsächlich als IV gespielt.

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Till 16. September 2012 um 18:37

Ich empfand die Umstellung nach der Martinez-Einwechslung doch noch fuer erwaehnenswert. Um nicht auf fuenf Linien zurueckgreifen zu muessen, wuerde ich es eher 4-4-2 nennen. Mit Schweinsteiger, Kroos, Martinez, Gustavo sind dann vier recht defensivestarke Spieler im Mittelfeld. Mueller und Mandzukic stiften Unruhe vorne. Wie ich finde, eine gute neue Variante von Heynckes, wenn es gilt einen Sieg ueber die volle Spielzeit zu bringen. Wie einige oben, empfand ich ebenfalls, dass selbst nach dem 2:1 der Sieg nie wirklich in Gefahr geriet. Somit noch eine interessante taktische Neuerung beim FCB in einem allgemein recht einseitigen Spiel.

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Marcel 16. September 2012 um 14:58

Sorry aber immer diese Kantersiege zu analysieren ist ziemlich langweilig.

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Kappe 16. September 2012 um 17:59

Nur wissen zumindest die Spielverlagerung.de Schreiber nicht schon vorher wie ein Spiel ausgeht ;)

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TR 16. September 2012 um 18:26

Ob 3:1 jetzt so ein Kantersieg ist…

Die Bezeichnung “diese” wird dem Spiel alles andere als recht, impliziert sie doch etwas Normales, Gewöhnliches oder oft Gesehenes. Diese Partie war doch genau das Gegenteil davon – eine ungewöhnliche Anti-Bayern-Taktik (die dann eben nicht ganz aufging) sowie eine selten gesehene derart große Anpassung seitens der Bayern darauf. Und genau darum geht es im Artikel.

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OM 16. September 2012 um 14:14

Sehr interessante Analyse der 1. Halbzeit. Aber wo ist die 2.? Kommt die noch oder war sie so uninteressant? Wie hat Bayern auf Mainz’ Umstellung reagiert? Falls das 4-3-1-2 so gut funktionierte, wie konnte Bayern dann nach einer Stunde wieder die Kontrolle erlangen?

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B 16. September 2012 um 15:05

Kommt mir auch recht kurz vor der Artikel für spielverlagerung.de. Die 2.Halbzeit wird wirklich nicht erwähnt.
Ich denk mal, dass die Bayern das Spiel dann eben im Hinblick auf das wichtige CL-Spiel am Mittwoch “runterspielen” wollten und daher nicht mehr groß was für die Offensive was getan haben. Sie ließen Mainz laufen. Und konnten somit gegen Ende hin noch einige Konter fahren und hatten noch genug Kraft hoch zu pressen, was im Endeffekt zum 3:1 führte.

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CD 16. September 2012 um 15:22

Empfand die zweite HZ auch eher uninteressant. Am Anfang gab es die Umstellung von Mainz und FcB wirkte sehr unkonzentriert. Das 2:1 war auch folglich verdient.

Nach dem 2:1 hatten aber die Bayern das Spiel wieder schnell unter Kontrolle. Gab es noch ein Torschuss von Mainz? Wie B richtig erwaehnt, ließen die Bayern die Mainzer dann laufen und nutzen am Ende des Spiel die großen Raeume.

Vielleicht haette man die Einwechslung von Martinez noch erwaehnen koennen, da Heynckes mit der Auswechslung umgestellt hat. Auf 4-2-2-1-1. Schweinsteiger und Kroos spielten auf den “Außen”, womit er die Staerke im Passspiel seines Teams erhoehte.

War es aber entscheidend? Fand ich eher nicht. Finde es daher schon nachvollziehbar, dass man den Fokus auf das Auscoachen in HZ. 1 legt.

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RM 16. September 2012 um 21:14

Kurz? Mit über 1500 Wörtern fast doppelt so lang wie die meisten von ZM und auch länger als unser Schnitt (1100 circa), die zweite Halbzeit kam aus unterschiedlichen Gründen nicht (-> ich denke bspw., dass die Bayern weiterhin hätten dominieren können, aber nicht wollten, weswegen ich die vermeintlich positiven Auswirkungen der Änderung als übertrieben erachte).

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IV 16. September 2012 um 12:18

Müller ist in fantastischer Form mit lahm dahinter tat mir die linke Mainzer Abwehrspieler fast leid. Das Duo Saqiri Badstuber wird so wahrscheinlich nicht von Dauer sein, wobei Saqiri keinen guten tag hatte

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FCB Fanatiker 16. September 2012 um 12:05

Basketball-Abstand? :) Könntet ihr dieses taktische Mittel oder was auch immer mal genauer ausführen und erklären? Danke

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RM 16. September 2012 um 13:40

Es ist eines der Prinzipien des Pressings. Man läuft den Gegner an und stellt ihn, bleibt also möglichst nah vor ihm stehen – das ist der Basketballabstand, das Pressing stammt ja aus dem Basketball. Würde man nicht stehen, sondern den Sprint durchziehen und sofort zum Ball gehen, riskiert man mit einer einfachen Körpertäuschung stehen gelassen zu werden oder ein dummes Foul zu begehen.

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AlexF 16. September 2012 um 18:37

Da habe ich dann aber noch eine Anschlußfrage, wie gewinne ich dann den Ball, wenn ich einen gewissen Abstand zum Gegner einhalte, um logischerweise, nicht mit einer einfachen Körpertäuschung auszuspeilen zu sein ?

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RM 16. September 2012 um 21:12

Du läufst ihn an (Anlaufen/Stellen), bleibst stehen und bist im Basketballabstand (gestellt haben/Basketballabstand). Nun muss er agieren, auf diese Aktion wird reagiert und der Gegner wird attackiert (Attackieren/Erobern).

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blub 16. September 2012 um 20:46

Man muss erstmal in den Basketballabstand kommen um jemanden effektiv bedrängen zu können.

a) muss man bei dieser distanz abbrenmen. wenn man jemanden attackieren will dann aber wieder beschleunigen, sonst kommt man ja nicht in den zweikampf oder zum ball, soweit so logisch. aber durchziehen bringt halt überhaupt nix(s.o.) und jemanden attackieren solange die mitspieler die anspielstationen nciht zugestellt haben ist ja auch sinnlos. wenn man die 1-2 m nciht zu ende läuft presst man den gegner garnicht, erlaubt das spiel schneller zu machen und muss effektiv sogar noch mehr laufen, bei höherer torgefahr.

b)stehen in ballnähe alle spieler in diesem abstand beim gegner kann man kaum einfache anspiele finden , maximal solche mit rücken zum gegner, d.h. meist auch zum Tor, so entsteht keine offensive dynamik.

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AlexF 18. September 2012 um 11:55

Danke.

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