Montag, 22.12.2014

Arsenal – Sunderland 0:0

Die neue Spielzeit in der Premier League begann mit einigen spektakulären Siegen von Fulham oder Swansea – die Gunners mit Mertesacker und Podolski taten sich hingegen schwer.

Unzusammenhängende Fluidität bei den Gunners

Die Grundformationen im ersten Durchgang

Arsenal trat mit einem fluiden 4-3-3 an, in welchem Lukas Podolski als nominell einzige Spitze aufgeboten war. Seine Fluidität bezog das System aus den Rochaden, die besonders Gervinho mit dem deutschen Nationalspieler zeigte, sowie den Bewegungen der beiden offensiveren Mittelfeldspieler, Diaby und Santi, die vor dem ballverteilenden und meistens absichernden Arteta spielten. Während Diaby sehr vertikal agierte und für Dampf nach vorne sorgte, rochierte Santi Cazorla zudem immer wieder auf die Flügel und versuchte dort die Mitspieler zu unterstützen oder Überzahlen herzustellen, wobei ihm Diaby mit dem Freiblocken und Besetzen von Räume half.

Allerdings waren diese verschiedenen Rochaden bei Arsenal noch nicht in einem Gesamtkontext – das hieß, dass die einzelnen Bewegungen noch nicht miteinander synchronisiert waren und gerade zu Spielbeginn „einzeln“, aber zu selten zu einer Beziehung verbunden und zusammenhängend ausgeführt wurden. Weil ohnehin zu erwarten war, dass sich die Mannschaft von Arsene Wenger noch einspielen musste, fanden sich zudem generelle Abstimmungsprobleme und Missverständnisse, die das Spiel zusammen mit den hohen Temperaturen und einigen Konzentrationsmängeln (Passspiel) behinderten.

Zurückhaltende Außenverteidiger bewirken Außen-Mitte-Isolation

So kamen die Hausherren trotz einer sehr dominanten Spielanlage mit viel Kontrolle und Werten über 70 % Ballbesitz selten zu wirklicher Durchschlagskraft – von ihren 23 Schussversuchen brachten sie nur drei auf das Tor. Ein weiteres Problem beim Unterfangen, die Dominanz in zählbare Chancen umzuwandeln, lag in der Rolle der beiden Außenverteidiger, die recht eng und vor allem abwartend agierten. Dadurch fehlte Arsenal allerdings im letzten Drittel die notwendige numerische Stärke sowie Breite im Spielfeld.

Hierbei war besonders problematisch, dass durch die kaum aufrückenden Außenverteidiger stattdessen die kreativen Offensivspieler immer wieder weit und oft zu weit auf die Außenbahnen gedrängt wurden – gerade der starke Santi, dessen horizontale Rochaden bis zu einem gewissen Grad sehr effektiv sind, musste in diesen Bereichen immer wieder aushelfen, wurde dadurch aber in seiner Spielanlage eingeschränkt. Von diesen äußeren Positionen fehlte es bei Arsenal dann an den nötigen Diagonalverbindungen, um vom Flügel durch die Halbräume zur Mitte zu spielen. Gerade im Verlauf der zweiten Halbzeit trat diese Schwierigkeit immer häufiger auf, so dass die Spieler auf den Außenbahnen von den zentralen Akteuren isoliert waren, weil niemand sie durch die Halbräume verband. Nach der Einwechslung von Arshavin kam noch einmal etwas Schwung zurück, den man zuvor immer mehr verloren hatte, doch in der Schlussphase gelang Arsenal kein Treffer mehr.

Sunderland mit mannorientierter und passiver Defensivstrategie

Natürlich hatten auch die Gäste aus Sunderland einen großen Anteil daran, dass den Nordlondonern kein Treffer gelang, schließlich waren sie genau auf die Verteidigung dieser weißen Weste eingestellt worden. Während der ballnächste Mittelfeldspieler von Sunderland Druck auf den ballführenden Gegner machte, stellten sich die Kollegen tief und wichen langsam zurück. Wichtig beim Defensivspiel der Gäste war, dass sie recht mannorientiert verteidigten und den Läufen der beweglichen Arsenal-Spieler in vielen Fällen auch folgten, um zu verhindern, dass man in bestimmten Feldbereichen numerisch überladen werden konnte.

Darüber hinaus war die passive Defensivhaltung Sunderlands sogar noch bedeutender für ihren Punktgewinn: Wenn Arsenal den Ball etwas zirkulieren ließ, kamen sie nach einiger Zeit meistens recht einfach in den Bereich zwischen den Linien Sunderlands, doch diese ließen Arsenal bewusst gewähren und warteten passiv auf deren Aktionen – eine Reihe von abgeblockten Schüsse (insgesamt 10) der verdutzten Arsenal-Spieler, die erstaunt über das Zurückweichen und das überlegte Spiel der gegnerischen Defensive schienen, war die Folge. Diese passive Verteidigungsweise, welche von Chelsea im Champions-League-Finale erfolgreich angewendet wurde und auch bei der EM durchaus häufig zu sehen war, funktionierte besonders deshalb so gut, weil das noch nicht richtig abgestimmte Arsenal in Frei- und Zwischenräumen zum einen selten die richtige Balance bei der Geschwindigkeit fand und zweitens zu einfach den eigenen Rhythmus durch Unstimmigkeiten zwischen Pässen und Bewegungen verlor.

Ein kurzer Blick auf Sunderland

In der ersten Halbzeit hatten die Gäste zumindest zwei ordentliche Szenen, nach dem Seitenwechsel standen sie dann so tief hinten, dass Entlastung und Gegenangriffe aufgrund der enorm weiten Wege für Konter sehr schwer waren, was zu enormer Harmlosigkeit führte.

So schmerzlich die vorsichtige Haltung der Außenverteidiger für Arsenal offensiv war, so sehr erfüllten sie defensiv ihren Zweck: In den tiefen Halbräumen eroberten sie viele Befreiungsschläge und lose Bälle, was Sunderlands Konterspiel unterband. Ohnehin waren sie fast ständig in Position, so dass die von den „Black Cats“ geplanten Gegenangriffe in die freien Räume hinter Jenkinson und Gibbs kaum möglich waren.

Interessant bei Sunderland war ihr Angriffsprofil über die rechte Seite, welches auch zu einer der beiden Chancen (die andere entstand über links, nachdem Mertesacker zu spät herausrückte) führte: Der nominelle Mittelstürmer Sességnon, ein eigentlicher Flügel, ließ sich leicht diagonal nach hinten fallen und öffnete damit den Raum in der vorderen Reihe für den oft hoch vorschiebenden Campbell. In dessen Rücken rochierte dann der jeweilige halbrechte Achter auf den Flügel (situativ Coleback oder Larsson), so dass man in diesem Bereich Gibbs einige Male überladen konnte.

Podolski, Mertesacker und Co.

Zum Abschluss noch ein letzter Blick auf die beiden deutschen Nationalspieler bei Arsenal und einige ihrer Kollegen. In seinem ersten Pflichtspiel für die Gunners zeigte Lukas Podolski als primärer Stürmer eine ordentliche Leistung – er versuchte sich engagiert einzubringen und ließ sich immer wieder fallen, wenngleich er bei diesen Bewegungen und Laufwegen noch nicht ganz routiniert wirkte, daher noch nicht immer die richtige Entscheidung traf und seinen Kollegen gelegentlich im Weg stand. Per Mertesacker machte als Innenverteidiger ein umsichtiges und abgeklärtes Spiel, nachdem er zu Spielbeginn in ein oder zwei Szenen falsch gestanden hatte.

Neben Podolski stand mit 19-Millionen-Mann Santi Cazorla noch ein weiterer Neuer bei Arsenal in der Startelf – und der spanische Nationalspieler zeigte sofort mit einer sehr spielstarken Leistung, dass er eine enorm wichtige Rolle im Offensivplan Wengers einnehmen kann und mit seinen kombinativen und technischen Fähigkeiten eine große Verstärkung für die Mannschaft sein wird. Seine Mittelfeld-Partner Diaby und Arteta konnten weitgehend ebenfalls überzeugen, wenn sie auch nicht so stark waren wie Santi. Sinnbildlich im Negativen war leider Gervinho:  Der Flügelspieler agierte einmal mehr sehr engagiert und dribbelstark, sorgte für Wirbel, scheiterte aber an seiner schieren Ineffektivität, seinen Timingproblemen und zu vielen falschen Entscheidungen – wie letztlich seine Mannschaft als Ganzes.

Fazit

Ein 0:0 vor heimischer Kulisse ist wohl eine Enttäuschung – Arsenal ging hierbei fast komplett die Durchschlagskraft ab. Allerdings zeigte das Team bereits eine dominante und bestimmende Leistung ebenso wie viele ordentliche Ansätze. Es sind besonders Aspekte hinsichtlich der Abstimmung und Verbindung der einzelnen Team-Teile, bei denen man sich noch besonders steigern muss. Dafür bedarf es allerdings Zeit, die man dieser erneut neuen Arsenal-Mannschaft zugestehen muss – auch wenn jetzt möglicherweise erste Unkenrufe kommen. Man sollte dem Team eine gewisse Zeit zugestehen – danach kann man dann urteilen.

kompottclown 21. August 2012 um 09:28

zu verletzten und transfers: wilshere und sagna fehlen der mannschaft augenscheinlich, sie besetzen 2 außerordentlich wichtige positionen – letzte saison ist wilshere der kopf der mannschaft gewesen, falls das zusammenspiel mit santi funktionieren wird, ist das ein großartiges zentrales mittelfeld-pärchen. und arteta wird da ebenfalls reinwachsen. wirklich schade, dass arsenal auch song verloren hat – die drei im verbund würden in meinem kopf wohl klasse agieren – wie du schon sagtest: man muss abwarten, wie eingespielt das team wird

zum linksaußen: wenn gervinho so zerfahren gespielt hat, warum wurde nicht oxlade-chamberlain gebracht – publikumsliebling und und von anfang an einer der musterschüler von AW?!

zu podolski: scheinbar schwingt da ja der gedanke einer falschen 9 mit – kann er das? bei köln hat er seine rolle anders interpretiert, auch wenn er sich mal fallen ließ kam er doch häufig auch über links oder das hängende zentrum und suchte dann eher über seine schussstärke den abschluss. ich verstehe gerade nicht, warum AW ihn so einsetzt – wenn ich mit 2 dribbelstarken und wendigen Außen spielen würde, würde ich giroud als zielspieler stärker einschätzen als poldi, der in meinen Augen die komplexität der falschen 9 (noch) nicht beherrscht – soll er das lernen?!

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blub 21. August 2012 um 13:37

giroud ist offensichtlich der bessere zielspieler, aber ich denke das poldi die falsche 9 durchaus beherrschen kann, wenn man zusammenspiel und timing trainiert.
er musss sich ja sowieso bewegen (aus der tiefe in die tiefe) weil er statisch nunmal nicht so richtig stark ist.
einen bewegungsabauf wie z.B.
fallen lassen–> ball prallen lassen–> starten–> doppelpass–>schuss ins dreieck
kann man poldi durchaus zutrauen. er spielt ja nichtmehr in köln wo die mitspieler schon mal über den ball stolpern, und außedem war in köln das spiels owieso auf konter ausgelegt, da ist ne falsche 9 eher überflüssig.

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James 19. August 2012 um 14:21

Guter Artikel!
Es wurde gut augeführt ,warum es bei Arsenal haperte. Mich enttäuschte jedoch, dass man am Ende noch extra auf Podolski und Mertesacker eingegangen ist, denn ich finde nicht, dass man auf Spieler besonders achten muss, weil sie deutsch sind.

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Gunner89 19. August 2012 um 14:26

Deinem letzten Satz stimme ich zu. Nervt schon genug, dass bspw. bei Spox jetzt andauernd “Podolskis Arsenal” o.ä. steht.

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TR 19. August 2012 um 20:39

Nun, eigentlich war der letzte Teil auch dazu gedacht, Santi zu loben und noch einmal zu betonen, dass Podolski gute Ansätze zeigte – ich wusste nicht genau, wie ich es sonst noch einbringen sollte in den Text.

An anderer Stelle gibt es allerdings auch Leser, die genau dies fordern, um die Nationalspieler besser einschätzen zu können. Aber in diesem Fall ist es ja ohnehin eher ein Abschnitt, der sich auf bestimmte Spieler bezieht und nicht nur explizit auf deutsche N11-Spieler.

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kompottclown 21. August 2012 um 09:13

wie meine nachredner bevorzuge ich es ebenfalls, dass du gesondert über n11-leute schreibst, da ich nicht immer zeit finde, den legionären zuzuschauen und deren form schon entscheidenden einfluss auf meine n11-aufstellung hat, die ich immer wieder (mantraartig ;) ) im kopf durchspiele

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Kappe 19. August 2012 um 20:42

Ich frage mich wie man wegen der Existenz eines Absatzes enttäuscht sein kann.
Da Podolski und Mertesacker Spieler der Nationalmannschaft sind, Arsenal gegen Hinterkuckukshausen aber eher wenige deutsche Zuschauer hat, dürfte die paar Sätze bei vielen Leuten, mich eingeschlossen, auf Interesse stoßen.

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HerrHAnnibal 20. August 2012 um 12:36

Den Vorwurf kann ich auch nicht nachvollziehen. Viele Leser interessieren sich doch für das Spiel weil eben Poldolski jetzt bei Arsenal gelandet ist und man gespannt ist, wie er sich dort schlägt.

Zum Inhalt: Für mich war Podolski schwach. Er hatte kaum gute Szenen und dazu einige ganz üble Fehlpässe. Man kann im das Bemühen nicht absprechen aber dafür allein sollte es kein Lob geben.

Dann wäre nämlich Gervinho der Mann des Spiels gewesen.
Natürlich ist das teilweise chaotisch und nicht immer effektiv aber er war der einzige Spieler bei Arsenal der die Defensive von Sunderland wirklich forderte und an vielen gefährlichen Aktionen beteiligt war.

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Solid Snake 21. August 2012 um 15:42

Ich hab das Spiel ehrlich gesagt nur wegen Podolski angeschaut, finds einfach interessant zu sehen wie sich Ex-Bundesligaprofis in der BPL anstellen.

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Solid Snake 19. August 2012 um 14:11

Also ich habs mir gestern angeschaut und es war echt nicht schön anzuschauen.War ehrlich schon bei der Aufstellung irritiert und gleichzeitig in nem Englishen Forum unterwegs.Meiner erster Kommentar war Podolski will be lost upfront nach dem Spiel fühlt ich mich bestätigt.Mich wundert das du TR es in Ordnung fandest aber gleichzeitig Gervinho rügst.Zugegebenermaßen waren seine Entscheidungen meist die falschen, aber aufgrund dessen das er keinen bis wenig Support hatte war es doch zu erwarten.Im gegensatz zu vielen anderen versprühte Gervinho wenigstens so etwas wie Elan.Ohne Sagna ist Arsenal da ziemlich aufgeschmissen und Gibbs kein Kommentar aber super analysiert.
gruss Snake

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klonk 19. August 2012 um 14:08

Warum benennst du Cazorla mit seinem Vornamen? Gibts da nen speziellen Grund?

Ich fand das Mittelfeld-Dreieck von Arsenal deutlich weniger fluide und zusammenhängend als noch in der letzten Saison. Die Aufteilung war sehr klar und sie haben dieses Dreieck nie “gekippt”, was schon oft einige Vorteil brachte. Cazorla war da gar nicht richtig eingebunden, er war doch eher an den vorderen Drei orientiert. Mit Rosicky oder Ramsey auf der “10″ ist das Mittelfeld-Dreick eine viel stärkere Einheit.

Außerdem fand ich Podolski gegen diese tiefe Abwehr doch etwas hilflos auf der vordersten Stürmerposition. Vielleicht hätte er von links kommend etwas mehr Einfluss gehabt, allerdings war Gervinho gestern recht munter.

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Gunner89 19. August 2012 um 13:57

Habe jetzt nur eine Zusammenfassung gesehen, aber was ich da von Cazorla gesehen hab war schon top. Der wird das Spiel auf jeden Fall bereichern. Ich denke, man muss dem Team noch etwas Zeit zugeben sich einzuspielen, dann wird das auch besser.
Man hat aber auch gemerkt, dass ein Spieler wie Walcott gegen tiefstehende Mannschaften eher verschenkt ist. Seine Hauptstärke ist nunmal die Geschwindigkeit, die er aber garnicht einbringen kann, wenn der Gegner hinten so tief steht, dass es keinen Raum zum reinsprinten gibt.
Wäre es gegen tiefstehende Mannschaften vllt besser Walcott erstmal auf der Bank zulassen und dafür dann entweder Giroud (Podolski dann links, Gervinho rechts) oder Cazorla auf dem Flügel und Ramsey (und wenn wieder fit Rosicky/Wilshere) zu bringen?

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TR 20. August 2012 um 23:19

Hmm, Schnittstellenläufe und schnelle Dribblings kann Walcott auch in einem Spiel gegen tiefe Gegner zeigen. Dieser Punkt hängt aber auch an der Eingespieltheit des Ganzen. Zudem wird Arsenal sicherlich auf viele tiefstehende Gegner treffen.

@klonk: Ist eine etwas komische Eingenart von mir, ihn Santi zu nennen :D

@SolidSnake: Naja, dass ich Gervinho gerügt hätte, hört sich so hart und abschmetternd an. War meines Erachtens einmal an der Zeit, dies mal in einem Artikel anzusprechen und da kam mir der Absatz über einzelne Spieler in diesem Text gelegen. Geschwindigkeit, Engagement und Aufruhr der Defensive habe ich ja auf der anderen Seite ebenfalls angesprochen.

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Vin 19. August 2012 um 13:31

Tolle Selbstbeschreibung, TR! Diese ganze “Debatte” über Leitwölfe und das Mitsingen der Hymne ist so unerträglich!

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Max 19. August 2012 um 13:27

Problematisch für das Zusammenspiel vorne ist ja auch vor allem, dass durch diese enorme Trickserei man nie weiß, was der Mitspieler macht, wann er abspielt und wo man sich demzufolge freilaufen muss bzw wann man den Ball erwarten kann. Wird ohne viel Schnörkel schnell gespielt ist das viel einfacher. Man weiß es kommt direkt der Pass und kann sich darauf vorbereiten. Bei Gervinhos Dribblings weißt du ja nie ob er noch den nächsten versucht oder mal so gnädig ist abzuspielen.

Cazorla ist ein toller Kauf, er war der betse heute auf dem Platz und wird arsenal bestimmt noch viel Freude bereiten!

Poldi war bemüht aber unglücklich. Denke dass ihm diese Rolle als vorderste Spitze auch noch nicht so vertraut ist, aber das wird schon.

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Vin 19. August 2012 um 13:34

Ich habe das Spiel leider nicht gesehen, aber was du da eingangs beschreibst erinnert mich an die französische Nationalmannschaft bei der EM: So fluide, dass man sich selbst mehr als den Gegner damit verwirrt.

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Fabian 18. August 2012 um 23:59

Das Spiel war in Ordnung, aber es gab leider immer wieder Passagen in welchen Arsenal es nicht gelang das Tempo hoch zu halten. Sunderland war zu Beginn ein, zwei Mal gefährlich wobei Mertesacker Abstimmungsschwierigkeiten hatte. Sunderland vermittelte das Gefühl mit dem Punkt zufrieden zu sein. Bei Arsenal fehlte in den meisten Aktionen der Torabschluss. Das typische Problem, dass sie bis an den Sechzehner schön kombinieren, aber am Ende die Durchschlagskraft fehlt. Das wird sicherlich die entscheidende Frage der Saison für Arsenal sein: Wie schaffen sie es mit zwei dribbelstarken Flügelstürmer wie Gervinho und Walcott trotzdem torgefährlich zu werden?

Gegen tiefstehende Gegner sollte man meiner Meinung nach einen zentralen Defensiven Mittelfeldspieler für Giroud austauschen (oder einen IV und Arteta nach hinten ziehen), so dass sich Podolski freier bewegen kann und dennoch ein Spieler in der Sturmmitte anspielbar ist.
Podolski sollte sicherlich auch häufiger aus der Distanz den Abschluss suchen.

Heute war Cazorla stark, super im Zusammenspiel mit Arteta. Ich bin persönlich gespannt wie Wilshere zurück kommt. Dann sind sie im Mittelfeld gut aufgestellt.

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Lino 19. August 2012 um 09:06

Selten eine Mannschaft gesehen, bei der die Laufwege so wenig abgestimmt schienen wie bei Arsenal. Übrigens sehr gut analysiert! Die Hauptprobleme bestanden definitiv in der extremen Zurückhaltung der Außenverteidiger sowie in der Weigerung Arsenals, die Halbräume zu bespielen. Unabhängig von den strukturellen Problemen, welche ja im Artikel bereits erwähnt wurden, muss aber auch auf die individuellen Probleme eingegangen werden. Ein 4-3-3 bedarf, mehr als andere Systeme eines Höchstmaßes an Spielintelligenz, und die sehe ich bei Arsenal nur bedingt. Dies betrifft vor allem das letzte Spielfelddrittel. Vor allem Gervinho und Walcott sind hier anzuführen; indirekt auch Podolski, der sich zwar für mich am besten bewegt hat, der aber als eine Art falsche Neun doch irgendwie verschenkt war, da er absolut keinen Zug zum Tor entwickeln konnte. Einzig Cazorla bringt die nötigen Qualitäten mit. Bin sehr gespannt, ob Arsenal diesen Ansatz beibehält oder nicht gezwungenermaßen auf ein “weniger komplexes” System setzt.

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