Donnerstag, 21.09.2017

Bayern München – FC Augsburg 2:1

Augsburgs defensive Fluidität und fein vorgetragene Gegenangriffe beeindrucken eine Halbzeit lang, ehe Kroos´ Einwechslung und 15 starke Minuten das Augsburger Konzept aufbrechen und den Bayern zum Sieg reichen.

Bayerns Formation

Schon nach 24 Sekunden landete der Ball das erste Mal im Netz. Sofort spielten die Bayern auf Geburtstagskind Ribéry, der direkt mit der Party begann, einmal die komplette linke Seite der Augsburger ausspielte und für Gomez servierte, der mit etwas Glück die Führung unter Dach und Fach brachte – ein Traumstart, für die Bayern, der ihnen in die Karten spielte.

Grundformationen 1. Halbzeit

Die Münchener hatten nach dem lockeren CL-Weiterkommen gegen Marseille einige Änderungen vorgenommen und spielten diesmal mit Tymoshchuk und Schweinsteiger in der Mittelfeldzentrale, wobei Letzerer einen ziemlich offensiven Part bekleidete und immer wieder mit nach vorne stieß. In der offensiven Dreierreihe der Münchener gab es eher weniger Rochaden, wenn  man auch zwischendurch immer wieder die Positionen tauschte oder zu zweit die üblichen Pärchen auf dem Flügel bildete. Dabei agierte Müller in der Anfangsphase tiefer als gewöhnlich, während Ribéry sich stark auf die linke Seite beschränkte, dort aber sehr vertikal agierte. Robben hingegen blieb etwas tiefer und zog schon früher horizontal ins Zentrum, während Tymoshchuk zur Absicherung leicht auf den rechten Flügel nachschob. Auf diese Weise sollte zum einen Ribéry den Aufbau unterstützen und gleichzeitig der offensive Schweinsteiger die Räume hinter ihm attackieren. Um somit in der Mittelfeldzentrale für die nötige Präsenz zu sorgen, wurden die Rollen von Müller und Robben dahingehend ein wenig angepasst.

Augsburgs Defensivkonzept

Die Gäste aus Augsburg – nach dem frühen Gegentor keinesfalls demoralisiert, sondern auf lobenswerte Art und Weise weiter ihrem Plan nachgehend – wollten mit einer 4-1-4-1-Grundformation dagegenhalten. Entgegen der Befürchtungen, man würde sich nach dem frühen Rückstand abschießen lassen, und entgegen der Tatsache, dass ein 4-1-4-1 oftmals Probleme gegen die Münchener hat, da man zwischen den Linien überladen werden und hier besonders für die Vertikalpässe Badstubers enorm anfällig wird, funktionierte die Taktik der Augsburger ziemlich gut.

Dabei war der Schlüssel zum Erfolg, dass die Augsburger sehr gut verschoben und vor allem die Passwege ins Mittelfeld exzellent versperrten. Sowohl die Art und Weise, wie beispielsweise Bellinghausen immer wieder Lahm anlief und so zum Rückspiel zwang, als auch die Art und Weise, wie sich die zentralen Mittelfeldspieler beim Spiel gegen den Ball miteinander verständigten und selbst bei kleinsten Bewegungen der Münchener ihre Position mit der nötigen Intelligenz und Übersicht fein justierten, war herausragend. Dass man mit Hosogai, Koo und Baier dabei drei wendige, technisch starke, durchaus offensive denkende, flexible sowie spielintelligente Akteure im zentralen Mittelfeld aufstellte, die sich den Bayern mit viel mehr Geschick anpassen konnten als so mancher Zerstörer, war eine ebenfalls gut gewählte Maßnahme von Trainer Luhukay.

Teilweise wechselte man im Mittelfeld gar auf eine Manndeckung, die Koo auf Schweinsteiger unternahm bzw. die von Koo und seinem japanischen Kollegen Hosogai gegen den deutschen Nationalspieler und Ribéry gespielt wurde, wenn die beiden im linken Halbraum ein Pärchen bilden wollten. Dabei fanden die Augsburger in vielen Situationen die richtige Antwort darauf, auf welche Weise man auf die Bewegungen der Bayern reagieren und zu welchem Ausmaß man sich selbst anpassen sollte.

Folglich bekamen die Münchener den Ball kaum an der ersten Augsburger Viererkette vorbei gespielt, da dem defensiven Mittelfeld – meistens in Person von Tymoshchuk – sowie dem aufrückenden Innenverteidiger die Optionen fehlten, was zu Teilen auch durch die sehr hohe schematische Stellung Schweinsteigers bedingt war, in die dieser immer wieder aufrückte. Wenn es den Münchenern allerdings einmal gelang, die erste Augsburger Abwehrmauer zu überwinden und den Ball zwischen den Ball zwischen die Linien zu spielen, konnte man dort überladen. Und so mussten die Gäste in diesen Situation ziemlich hart kämpfen und brauchten auch ein wenig Glück, damit aus diesen wenigen, aber durchaus gefährlichen Ansätzen keine brandgefährlichen Großchancen wurden.

Augsburgs defensive Rochaden und die konsequente Deckung Badstubers

Der Plan des FCA sah zudem zwei weitere interessante taktische Maßnahmen vor: Zum einen fand man einen durchaus effektiven Weg, wie man die Flügel der Bayern – trotz des frühen Gegentores nach einem Flankenlauf – eindämmen konnte. Dies sollte durch eine flexible Deckung der beiden Außenspieler erreicht werden. Dabei rückte oftmals der ballnahe zentrale Mittelfeldspieler gegen den Außenverteidiger der Münchener, während der Außenstürmer in die Mitte rochierte und das Zentrum übernahm und stärkte. Dies sollte ebenfalls dazu beitragen, immer situativ auf die Angriffe der Hausherren reagieren zu können.

Die andere Maßnahme schien an das Konzept der Nürnberger unter Dieter Hecking vom vergangenen Wochenende angelehnt zu sein und sah vor, dass die einzige Spitze des Aufsteigers, Nando Rafael, sich im Münchener Spielaufbau deutlich zu Badstuber hin orientierte und diesen abdecken sollte. Erneut kam dieser nur auf eine sehr niedrige Zahl von Ballkontakten (62), während sein Partner insgesamt 87 für sich verbuchte und damit das Aufbauspiel der Bayern gestalten und ankurbeln musste. Mit der Zeit fand Boateng dann immer mehr Mut, um den enormen Raum vor sich auszunutzen und bis in die gegnerische Hälfte nach vorne zu marschieren…

Heynckes reagiert, Luhukay reagiert

…was in der Theorie eine sehr sinnvolle Lösung darstellte, mit der man allerdings in der Praxis vor einem Problem stand, auf das Heynckes dann – nach etwa 15 Minuten – mit einer Umstellung reagierte. Im zentralen Mittelfeld tauschten nun Tymoshchuk und Schweinsteiger die Seiten, allerdings nicht ihre Rollen, so dass Boateng bei seinen Vorstößen mehr Raum erhielt und nicht von Tymoshchuk geblockt wurde, der stattdessen nun neben ihm agierte.

Grobe Grundformationen nach/während den Umstellungen

Da Boateng mehr Druck auf die Augsburger machte und bei zwei von ihm eingeleiteten Szenen die potentiell durch seine Vorstöße ausgehende Gefahr mehr als angedeutet wurde, reagierte auch Luhukay relativ schnell mit einer Umstellung und zog Daniel Baier weiter nach vorne. Daraus entstand eine Art situatives 4-4-2, das mit seinem früheren Pressing die Bayern stärker unter Druck setzte und ihr Angriffsspiel für eine Weile wieder zum Erliegen brachte.

In der Folge kehrten die Münchener im zentralen Mittelfeld vermehrt zu ihrer Ausgangs-Aufteilung zurück, doch die Positionsverschiebungen in der offensiven Dreierreihe wurden immer weniger und man spielte hier oftmals sehr breit und konservativ statt eng und überladend. Meistens versuchte Müller durch seine Läufe auf die Außenbahnen mit den Flügelspielern Pärchen zu bilden, was auch Schweinsteiger und Ribéry teilweise probierten, doch insgesamt fehlte es den Bayern am letzten Druck und genügend Interaktion in der Spielfeldmitte. Es bestanden zu geringe Verbindungen zwischen dem absichernden ersten Aufbauspieler Tymoshchuk im defensiven Mittelfeld sowie der Offensive, da Müller mittlerweile wieder höher agierte und auch Schweinsteiger recht hoch stand. Hierbei muss man allerdings auch anmerken, dass Schweinsteiger oftmals Tymoschchuk unterstützte, dieser dann aber nicht bzw. nicht effektiv als Ausgleich dafür aufrückte.

Augsburgs Angriffe und Konter

Nicht nur defensiv, sondern auch offensiv zeigten die Augsburger einige beeindruckende Momente in der ersten Spielhälfte in der Allianz-Arena und trafen schon in der 23. Minute zu dem bereits zu diesem Zeitpunkt durchaus verdienten Ausgleich.

Dabei stand dieser Treffer durchaus exemplarisch für das Angriffspiel des Bundesliganovizen, der allerdings nicht nur, wenn auch vornehmlich, über reine Konter, sondern auch über selbst aufgebaute Angriffe gefährlich wurde – besonders auffällig war aber, wie ruhig und konstruktiv die Konter vorgetragen wurden.

Es war zumeist Nando Rafael, der die vertikalen Zuspiele der sehr ballsicheren und technisch versierten Balleroberer im Mittelfeld mit dem Rücken zum Tor erhielt, dabei weit entgegenkam und somit den ihm folgenden Boateng aus der Münchener Abwehrkette herauszog. Nach einer erfolgreichen Ablage ergaben sich somit Lücken in der letzten bayerischen Defensivlinie, durch die die beiden Augsburger Außenstürmer mit Pässen der Mittelfeldspieler gefüttert werden wollten. Zwar stellte sich die Situation beim Tor etwas anders da, denn hier wurde Lahm ausgekontert und Boateng hätte die Situation eigentlich noch bereinigen können, doch das Prinzip, wie die Augsburger angriffen, war klar zu erkennen, wenngleich man bemerken muss, dass die Schwaben ihre Angriffe oftmals weit verschnörkelter und ansehnlicher fuhren, als es aus obiger Grundsatz-Beschreibung klingen mag. Gerade unmittelbar nach dem Ausgleich gab es einige technisch hochwertige und sehr kollektiv gespielte Konter zu sehen, bei denen man die Münchener mit anspruchsvollen One-Touch-Spielzügen über mehrere Stationen recht alt aussehen ließ.

Zweite Halbzeit

Entscheidend für die Verbesserung der Bayern, die sich in 15 enorm starken Minuten manifestierte und letztlich mit der erneuten und abermals von Gomez erzielten Führung abgeschlossen wurde, war die verstärkte Einbeziehung der Außenverteidiger und damit die Wiederbelebung der Flanken.

Gerade auf der linken Seite war dies bei Alaba zu beobachten, der nun deutlich energischer und mutiger auftrat, während Lahm sich aufgrund des starken Bellinghausen etwas reservierter und vorsichtiger zeigte. Allerdings hatte dies auch taktische Gründe, denn Heynckes schien einen entscheidenden Fehler seiner ursprünglichen Aufstellung korrigiert zu haben – Schweinsteigers Position wurde etwas tiefer, womit auch jene Laufwege wegfielen, die in der ersten Halbzeit lange Alabas Wege nach vorne geblockt hatten, dem nun viel mehr Freiheiten gewährt waren.

Ebenfalls belebend zeigte sich die Einwechslung Kroos´ für Tymoshchuk, der erwartungsgemäß nichts Kreatives im Spielaufbau leistete und somit das Angriffsspiel der Bayern nicht wesentlich voranbringen konnte. Mit Kroos hingegen waren die Münchener in der Mittelfeldzentrale nicht nur deutlich spielstärker, sondern auch kompakter, was nicht nur für mehr offensiven Druck, sondern auch defensive Stabilität sorgte und die Augsburger im zweiten Durchgang zur Harmlosigkeit verdammte.

Nicht zu vergessen ist hierbei, dass Kroos auch die Anwendung der defensiven Rochaden der Augsburger einschränkte. Anders als Schweinsteiger verschob er sich schon in der Tiefe weiter auf links, was allerdings auch dadurch ermöglicht wurde, dass Ribéry nicht mehr diesen Raum besetzte, sondern wie Robben deutlich breiter stand. Da man mit Kroos nun eine zusätzliche Hilfe auf der Seite hatte und Alaba deutlich früher und deutlich konsequenter den Weg nach vorne suchte, konnte Augsburg die Rochade nicht schnell genug ausführen, so dass Kroos frei wurde und den Kreisel zwischen Ribéry und Alaba in Gang bringen konnte, der letztlich dafür sorgte, dass der Österreicher in mehreren Situationen in typischer Manier auf der Außenbahn durchbrach.

Es mag nun etwas überraschend klingen, dass das zweite Tor für die Bayern dann ausgerechnet über die rechte Seite entstand, doch zeigte sich daran sehr gut, wie die Bayern in der zweiten Halbzeit spielten: zwar mit relativ beschränkten Rochaden – die Ausnahme bildete der immer wieder auf die rechte Seite mit hinüberschiebende Ribéry – sowie einer recht breiten und klar aufgeteilten Formation, doch mit genügend Druck und Spielstärke nach vorne.

Fazit

Bayern zeigte keine wirklich überzeugende Leistung, so dass man sich nach der ersten Halbzeit im Hinblick auf die Spiele gegen Dortmund und Real Madrid einige Sorgen machen musste, doch gerade die zweite Halbzeit dürfte den Fans viel Hoffnung gemacht haben, da man eine gute taktische Reaktion Heynckes´ und ein ebenso gutes Powerplay zu sehen bekam. Augsburg hätte für ihre gute Defensivleistung aus Durchgang eins sicherlich mindestens einen Punkt verdient gehabt, konnte dies im zweiten Durchgang allerdings nicht mehr konservieren. Luhukay versuchte mit der Einwechslung Callsen-Brackers den Druck von seiner Defensive zu nehmen, nachdem Kroos gekommen war, und später mit dem enorm tief stehenden Baier für einen Spielmacher aus der Tiefe zu sorgen, doch half dies ebenso wenig wie Jentzsch´ Aufrücken in der Nachspielzeit.

Dennoch können die Augsburger mit einem beruhigten und die Bayern nach Halbzeit zwei mit einem beruhigteren Gefühl in die kommenden Aufgaben gehen.

Rudelbildung 10. April 2012 um 14:47

Ich habe mich jetzt auch länger mit eben diesen Positionen befasst und was mir aufgefallen ist, ist das Gustavo nicht zweikampfstärker ist als Kroos, was mich überraschte. Beide gewinnen 53% ihrer Zweikämpfe, Gustavo ist jedoch wesentlich besser in der Luft, was aufgrund Dortmunder Lufthoheit sicher nicht unwichtig ist.

Meine Überlegung ist folgende: Wenn man davon ausgeht, dass Bayern wieder 60-65% Ballbesitz hat und das Spiel machen muss, wie wäre es dann mit Gustavo in der IV neben Badstuber und Schweinsteiger und Kroos auf der 6?

Mein Argument wäre, dass Gustavo ballsicherer ist als Boateng, und da man Badstuber ja sicherlich versuchen wird wieder zu zustellen, wäre das eine Überlegung wert.

Im Mittelfeld würde ich dann die offensivere Variante wählen und da Schweinsteiger (am Wochenende 79% seiner Zweikämpfe gewonnen hat) und Kroos auch keine schlechten Zweikämpfer sind hätte man hier dann mehr Möglichkeiten für vertikale Pässe, etc.

Was hält man hier von der Schweinsteiger und Kroos Variante auf der 6?

Ich bin ansonsten bei LW und Michi, und würde sagen, dass Bayern sich sein eigenes Grab schaufelt, wenn man mit Kroos auf der 10 spielt. Bayern braucht einen Spieler wie Müller oder Olic, der durch seine Beweglichkeit zum einen als 2. Stürmer agieren kann, aber auch die Läufe tätigen kann um Raum für Ribery und Robben zu schaffen.

Auch für das Gegenpressing wäre eine Olic oder Müller besser geeignet als Kroos auf dieser Position in meinen Augen.

Viel kommt aber natürlich auch darauf an, was die Borussen machen auf der Doppel-6. Ich würde allerdings tippen, dass Klopp die defensivere, eingespieltere Variante mit Bender und Kehl wählt.

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Till 10. April 2012 um 15:43

Mit Kroos auf der 10 koennen die Gegner die Mitte weniger vernachlaessigen. Kroos bringt dort zwar weniger Laeufe, dafuer mehr Gefahr durch Paesse, Anspielstation fuer Ribery und Robben, sowie den einen oder anderen gefaehrlichen Fernschuss in der offensiveren Rolle. Sollte es Kroos mal schaffen, seine Schuesse auf das Tor zu bringen, koennten hier Abpraller fuer Gomez auch gute Chancen oeffnen.

Schweinsteiger/Kroos/Mueller ist sicher offensiver. Dass Heynckes jedoch fuer das Spitzenspiel seine Verteidigung nochmals umbaut, halte ich fuer extrem unwahrscheinlich. Ich denke also, dass zunaechst Gustavo+1 auf der 6 beginnen werden, vielleicht bleibt Schweinsteiger zuerst auf der Bank, eher aber Mueller.

Heynckes ist hier alte Schule, und solange Schweinsteiger fit ist (Er hat ja nicht umsonst gesagt: „Ich haette auch noch eine Verlaengerung gegen Augsburg spielen koennen“) spielt der Vize-Kapitaen und „Chef“ bzw. „Xavi“. Kroos wird sehr wahrscheinlich auch spielen, auf der 10. Mueller koennte dann spaeter (60 Min.) fuer Gustavo (oder gar Boateng) kommen, wenn noetig (sprich Rueckstand).

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Rudelbildung 10. April 2012 um 15:59

Was das Umbauen angeht gebe ich dir vollkommen recht, das halte ich auch für unwahrscheinlich. Wie du richtig sagst kommt es sicherlich darauf an, was für ein Spiel Heynckes erwartet. Ich finde Schweinsteiger, Gustavo und Kroos zusammen zu statisch, denke auch, dass Gomez davon nicht profitieren würde.

Auf der anderen Seite verstehe natürlich die Bedenken, dass man nicht zu offensiv sein will. Ich bin allerdings dass Meinung, dass ein Müller oder Olic bei so einem Spiel nicht auf der Bank sitzen darf, da dieser Spielertyp die Räume öffnen muss für Robben und Ribery, plus Gomez entlasten muss. Und wenn man dann auch ein wenig ans Konterspiel denkt bin ich auch dort der Meinung, dass man einen Müller oder Olic bevorzugen sollte.

Müller könnte man sonst ab der 60. auch mit Olic ersetzen, selbiges kann auf der 6. der Fall sein. Sind natürlich Fragen über Fragen, ich hoffe, dass Heynckes die offensive Variante wählt.

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Michi 10. April 2012 um 16:12

Ob 53% gewonnene Zweikämpfe für einen IV ausreichen? Eher nicht. Außerdem hat sich Gustavo als Abräumer vor der Abwehr zumindest in den Spielen, die ich gesehen habe – CL – gut bewehrt. JH wird nicht diese Defensivformation opfern. Könnte eine interessante Achse aus Gustavo – Schweinsteiger – Müller werden.

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JimmyDream 10. April 2012 um 16:48

Dass Gustavo in die Viererkette rückt, halte ich für ausgeschlossen.
Kann mir aber vorstellen, dass Gustavo direkt gegen Kagawa spielen wird, ähnlich wie es der FC Augsburg mit Hosogai gegen Kagawa gemacht hat.
Dass Gustavo sowas kann, hat er in der CL gegen Sneijder geziegt, dass Heynckes sowas als taktische Variante in Erwägung zieht, hat man im Audi-Cup gegen Barcelona gesehen, als er Gustavo auf Iniesta ansetzte.
Sollte das wirklich der Fall sein, würde das mMn für Schweinsteiger und Kroos auf den beiden anderen zentralen Mittelfeldpositionen sprechen.
Schweinsteiger hat die Spielintelligenz, die daraus resultierenden Löcher zu schliessen und ist für Bayern einfach wichtig mit seiner körperlichen Präsenz.
Denke auch, dass Kroos auf der 10 spielen wird, da man nach Ballgewinn einfach auch kürzere Abstände im Zentrum braucht, um sich durch geschickte Ballzirkulation dem Dortmunder Gegenpressing entzihene zu können, dafür ist Toni dank seiner Technik, Handlungsschnelligkeit und auch der tieferen Position im Vergleich zu Müller mMn besser geeignet

Just my 2 cents;-)

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sharpe 10. April 2012 um 10:11

Kroos war eindeutig der Schlüssel. In der ersten Hälfte haben Schweini und Tymo das Spiel durch zu langen Ballbesitz einfach nicht schnell genug gemacht, so dass Augsburg immer genug Zeit hatte, sich richtig zu positionieren. Mit Kroos, der viel direkt spielte, änderte sich das.
Trotzdem Respekt an Augsburg, die immer besser werden.

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Rudelbildung 10. April 2012 um 11:59

sharpe: welche Variante auf der Doppel-6 hälst du für die beste gegen die Dortmunder?

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sharpe 10. April 2012 um 13:13

ich würde Schweini und Gustavo spielen lassen. Beide sind sehr zweikampfstark, was gerade gg Dortmund wichtig ist. Zudem würde ich davor Kroos aufstellen, da dieser seine Position etwas defensiver spielt als Müller. Und gg Dortmund braucht man viele Spieler im Zentrum, da es hier viele wichtige zweite Bälle zu gewinnen gibt. Kroos hatte zudem in den letzten Wochen viele Ballgewinne für Bayern zu verzeichnen. Zwar weniger durch Zweikämpfe, eher durch das Erahnen von Pässen, aber das zählt ja genauso.
Zudem sollte sich Gomez an Hummels orientieren, so dass die Last des Spielaufbaus beim BVB bei Subotic liegt.
Aber genug, es kommt ja evtl noch eine Vorschau auf das Spiel. Zumindest glaube ich, das irgendwo gelesen zu haben.

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LW 10. April 2012 um 13:58

Aber wenn Kroos im Zentrum im offensiven Mittelfeld spielt, wer schafft dann die Räume für Robbens Läufe in die Mitte? Kroos weicht sicherlich nicht nach rechts aus, ich glaube eher, dass mit Kroos die Aufstellung sehr asymmetrisch nach links wird.
Meiner Meinung nach sollte Kroos und Gustavo auf der Sechs spielen, vorne Ribery, Müller und Robben und Schweinsteiger sollte eingewechselt werden, wenn man einen zusätzlichen Spielmacher benötigen sollte.

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Michi 10. April 2012 um 14:01

Ohne Müller fehlt eine Anspielstation direkt vor dem Tor, Gomez ist als einziger vorne schnell „zugestellt“. Dagegen sind kurz vor dem Strafraum Ribery, Robben, Schweinsteiger und oft Lahm anspielbar. Ziehe Müller Kroos vor.

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sharpe 10. April 2012 um 15:38

ich gebe euch ja grundsätzlich Recht, mir gefällt im Normalfall Müller auf der 10 aus oben von euch genannten Gründen auch besser. Nur glaube ich nicht, dass Bayern morgen in Dortmund so dominant auftreten wird wie in den meisten anderen Spielen. Es wird ein offeneres Spiel als normale Bayern-Spiele. Und offene, ausgeglichene Spiele werden meist im Mittelfeld entschieden und drum bevorzuge ich den defensiveren Kroos. Dortmund spielt aggressiv und wird Bayern attackieren und da ist Kroos aus meiner Sicht als zusätzliche Anspielstation wichtiger als Müller als Räumeschaffer und offensive Hilfe im Zentrum für Gomez.

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Rudelbildung 9. April 2012 um 11:19

Ich bin noch skeptisch, dies liegt allerdings nicht an der Arbeit in Augsburg, sondern an dem Restprogramm der Augsburger: Stuttgart, Wolfsburg, Schalke und Gladbach sind die nächsten 4 Gegner.

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asti80 8. April 2012 um 15:57

Ich denke Augsburg hat es gestern sehr schlau gemacht und den Bayern mit den bekannten Mitteln (Pressing, hohes Laufpensum, zustellen der Aussen), das Leben schwer gemacht.
Es rächt sich inzwischen irgendwie, das Bayern zum Schluß der Saison ans Limit gerät und im Kader wenig wirkungsvolle Alternativen hat.
Gegen Dortmund am Mittwoch wird es sehr schwer werden, da bin ich mir sicher.

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Rudelbildung 8. April 2012 um 16:07

asti80: Ich gebe dir recht, dass der Kader der Bayern wenig Alternativen bietet, aber ich würde nicht behaupten, dass Bayern ans Limit gerät.

Bayern hat sich nach dem schwachen Rückrunden-Start verbessert und nicht umsonst die letzten 5 Spiele allesamt gewonnen. Ich denke eher, dass man hier dem Gegner einfach Respekt zollen muss, Augsburg hat ein gutes Spiel geliefert und war nicht umsonst 6 Spiele ungeschlagen vor diesem Duell. Wer also dachte, dass Bayern Augsburg aus dem Stadion schießt ist meiner Meinung nach etwas utopisch.

Dazu kommt der Faktor, dass man auch nicht genau sagen kann, inwiefern die Bayern es nach dem Führungstreffer haben ruhiger angehen lassen, weil man eben dieses wichtige Spiel in Dortmund am Mittwoch hat.

Und nur eine letzte Anmerkung: Du sprichst von hohes Laufpensum, das sehe ich etwas anders. Beide Teams legten zum einen gleich viele Kilometer zurück, 111 an der Zahl, und zum anderen sind 111 Kilometer keine überragende Laufleistung. Wolfsburg lief gegen Dortmund 117 Kilometer, Lautern und Hoffenheim gestern 118 beziehungsweise 123.

Ich denke man sollte Augsburg Respekt zollen und festhalten, dass Bayern das nötigste getan hat.

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asti80 9. April 2012 um 08:02

Du hast vollkommen Recht, was Augsburg angeht. Da ziehe ich meine Hut vor Jus Luhukay, er lässt trotz limitierter Mittel einen sehr angenehmen Fussball spielen.
Ich denke, wenn er den Rest der Saison den Weg weitergeht, wird der Abstieg auch zu vermeiden sein.

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