Retroanalyse: Argentinien – Deutschland WM’86 | in-depth

Es ist wohl eines der taktisch am meisten unterschätzten und interessantesten Spiele in der Fußballhistorie.

Am 29. Juni 1986 fand in Mexiko das Finale der FIFA-Fußballweltmeisterschaft statt, in welchem die Argentinier mit ihrem Jahrhundertfußballer Diego Maradona auf die deutsche Elf unter Franz Beckenbauer trafen. Die berauschende Form ihres Kapitäns machte sie zu den Favoriten in diesem Spiel, doch die DFB-Elf hatte keine Scheu vor den Argentiniern. Franz Beckenbauer sollte noch deutlich offensiver auftreten, als in der Neuauflage vier Jahre später. Allerdings wurde dieser Mut nicht belohnt, dies war jedoch nicht das einzige. Es gab so einige taktisch hoch interessante Aspekte und fast schon bizarr anmutende Kniffe von Teamchef Beckenbauer, die letztlich nur wenig fruchteten. Der heute als Phrasendrescher bekannte Ehrenpräsident des FC Bayern zeigte in diesem Siel sein oft unterschätztes taktisches Repertoire.

Was sofort ins Auge sticht, sind die beiden Dreierketten, welche damals noch vorherrschend waren. Nur wenige Mannschaften waren damals mit einer Viererkette aufgetreten und dazu gehörten die beiden Finalteilnehmer nicht. Dennoch spielten sie einen ungeheuer modernen Spielstil, da die Abwehrreihen – insbesondere bei der DFB-Elf – sehr flexibel spielten.

So spielten die Argentinier

diese Aufstellung wählten die Argentinier

Doch auch bei den Argentiniern gab es einige erwähnenswerte Sachen. Brown und seine zwei Vorstopper wirkten auf dem Papier relativ starr auf ihre Positionen festgelegt, in der Praxis sah das anders aus. Insbesondere Cuciuffo ging in der Anfangsphase sehr oft mit nach vorne und stellte seinen Offensivdrang zur Schau. Ein ähnliches Prinzip kann man heutzutage übrigens beim FC Barcelona und deren Dreierkette beobachten, wo Mascherano und Puyol  sich ebenfalls mit ins Angriffsspiel einklinken, allerdings sind hier gewisse Unterschiede zu nennen. Sowohl Mascherano als auch Puyol rücken sehr oft mit nach vorne, aber nur zu einer bestimmten Höhe, um die defensive Stabilität nicht zu gefährden. Cuciuffo hingegen schaltete sich seltener in die Offensive mit ein, schob aber ungleich weiter nach vorne und wirkte teilweise wie ein moderner Außenverteidiger. Neben seiner höheren Dynamik gab es einen weiteren Grund, wieso er sich öfter als sein Pendant auf halblinks, Ruggeri, in die Offensivspiel miteinband.

Mit Giusti auf der Position des rechten Flügelverteidigers besaß er einen sehr versatilen Vordermann – in diesem Fall sind sowohl dessen Vielseitigkeit als auch sein Bewegungsdrang gemeint. Dieser spielte im Verein nämlich ebenfalls auf einer zentralen Position sowie als Flügelstürmer. Sein Counterpart auf der linken Seite war ein deutlich defensivorientierterer Spieler. Julio Olarticoechea war ein kleingewachsener klassischer Flügelverteidiger, der auch als Außenspieler in einer Viererkette oder gar im defensiven Zentrum agieren konnte.

Dies hatte zur Folge, dass nicht nur das Gros der Angriffe übers Zentrum oder über die rechte Seite ging, sondern Olarticoechea  wichtig für die Defensive war. Wenn Giusti sich etwas Richtung einer Halbposition orientierte und Cuciuffo ihn hinterlief, musste defensiv abgesichert werden. Olarticoechea würde logischerweise etwas hineinschieben, Brown oder Ruggeri sich mit Batista in die geöffnete Lücke orientieren. Oftmals sah es dann wie eine Zweierkette mit verschobener Doppelsechs davor aus, da Brown etwas aufrückte und Olarticoechea auf seiner Position verharrte und mit dem verschiebenden Batista ein sehr breites Pärchen bildete.

Vor dieser Verteidigung spielte der bereits erwähnte Batista auf der nominellen Sechserposition. Der defensive Mittelfeldspieler hatte sehr vielschichtige und zahlreiche Aufgaben, die in dieser Mannschaft wohl nur er erfüllen konnte. Mit seiner körperlichen und läuferischen Stärke füllte er Löcher, sicherte ab und kümmerte sich um die defensive Organisation. In der Offensive hatte er dennoch sehr genaue und wichtige Aufgaben, da er als erster Spielmacher aus der Tiefe heraus operierte. Die Bälle kamen von der Innenverteidigung zu ihm und seine Aufgabe war es zu entscheiden, ob das Spiel nun breit gemacht werden müsste oder ob ein Angriff über seine Mitspieler auf der Halbposition und Maradona effektiver wäre. Ansonsten schaltete er sich kaum die Offensive mit ein, die läuferische Arbeit in der gegnerischen Hälfte überließ er den beiden Achtern, welche teilweise wie box-to-box-Spieler agierten.

Diese beiden Achter waren Enrique und Burruchaga, wohl die beiden technisch besten Spieler hinter Diego Maradona. Hierbei war Burruchaga der weniger dynamische, aber doch aktivere der beiden. Zwar war zu Spielbeginn Enrique sehr auffällig und bewies sich mit guten Aktionen, im Laufe des Spiels wurde dies immer weniger. Eder kümmerte sich mehr um ihn und Enrique schien etwas die Puste auszugehen. Ganz anders Burruchaga, der sich viel bewegte und Batista beim Spielaufbau unterstützte. Letztlich sollte es kein Zufall sein, dass er es war, welcher den Siegtreffer erzielen sollte. Die beiden Spieler auf den Halbpositionen in dieser Raute mussten viele Aufgaben vereinen: in die Schnittstellen stoßen, für Torgefahr sorgen, hinten absichern und auf den Seiten als Anspielstation aushelfen.

hier sieht man die argentinische Formation im Vergleich mit der deutschen

Etwas komfortabler hatte es Diego Maradona – sollte man meinen. Inwiefern das der Wirklichkeit entsprach, muss jeder für sich entscheiden. Einerseits natürlich die berühmt gewordene Manndeckung Lothar Matthäus‘ auf ihn, welche ihm nur sehr wenig Raum gewährte. Den Großteil des Spiels verbrachte er verfolgt vom nominell wohl besten Spieler der deutschen Mannschaft. Unaufhörlich stand dieser bei ihm und klebte wie eine Klette am Kapitän der Argentinier. Maradona reagierte allerdings überraschend gut darauf. Zwar konnte er sich nie wie üblich ins Spiel einbinden oder einen seiner berüchtigten Alleingänge zur Schau stellen, seine Bewegung war allerdings außerordentlich. Vor dem Führungstreffer ließ er sich weit nach hinten fallen, half defensiv aus und nutzte seine hervorragende Technik, um als sichere Anspielstation und risikoloser Durchlaufposten für Kurzpässe seiner Mannschaft zu helfen. Dazu kam, dass er sich weit aus dem Zentrum bewegte und – etwas unerwartet für viele – seinen Mannschaftskollegen die Mitte öffnete. Er lud sie ganz bewusst dazu ein, die entstandenen Lücken ohne ihn zu nutzen und dem Spiel ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Dies gelang Enrique und Burruchaga zwar nicht wirklich, dennoch hatte es insbesondere letzterer deutlich einfacher. Der Grund war neben seiner besseren Tagesverfassung (oder eventuell generellen Ausdauer) eben auch die Nummer Zehn der Albiceleste. Da er somit den halblinken Mittelfeldspieler der Deutschen für sich einnahm, hatte Burruchaga als halbrechter Achter bei den Hellblauen mehr Raum im Vorwärtsgang und wurde defensiv kaum von Gegnern verfolgt.

Eine weitere sehr interessante Spielweise legte Jorge Valdano als einziger Stürmer an den Tag. Trotz des sehr defensiv klingenden 3-5-1-1-Systems der Argentinier spielte er eine unglaublich laufintensive und moderne Variante des Mittelstürmers. Sehr oft fand man ihn weit in der eigenen Hälfte oder auf dem Flügel, wo er sich mit kurzen Pässen ins Spiel einband und danach explosionsartig nach vorne stieß. Dadurch ließ er die gegnerischen Innenverteidiger ohne direkten Mann in der eigenen Hälfte stehen und machte das Spiel im Ballbesitz schließlich sehr tief. Dies geschah, indem er mit seinen Läufen nach vorne trotz seiner Rückzüge ins eigene Defensivspiel Gefahr entfachte. Ohne Ballbesitz unterstützte er die Defensive, nach dem Ballgewinn bot er sich als zusätzliche Anspielstation im Mittelfeld an.

Hiermit wollten die Deutschen dagegenhalten

Anders als im Spiel vier Jahre später gab es keine ultradefensive Spielweise der deutschen Mannschaft. Ganz im Gegenteil, man bestach durch eine fluide und offensive Formation, welche man als 3-4-1-2 bezeichnen kann, dem damals gängigsten System. Allerdings gab es einige große Unterschiede zu der Allerweltsformation damaliger Jahre. Im Normalfall liegt nämlich der Fokus auf relativ strikte Arbeitsteilung: die Dreierkette kümmert sich rein um die Defensive, das defensive Zentrum im Mittelfeld organisiert den Übergang nach vorne und hält sich relativ bedeckt, der Spielmacher verteilt die Bälle. Die Flügelverteidiger („Wingbacks“) beackern auf sich alleine gestellt die Seite und ziehen das Spiel in die Breite, während die Stürmer für Flanken von ihnen sowie Gassenpässe des Zehners bereitstehen sollen.

zur einfacheren Betrachtung ohne die Hellblauen - die deutsche Aufstellung

Beim deutschen Team war dies allerdings eine ganz andere Geschichte. Da Matthäus als Manndecker auf Maradona von der Offensive de facto abgeschnitten war, gab es wenig Aktionen durch die Spielfeldmitte. Sein Partner auf der Doppelsechs war Norbert Eder, welcher die Lücken füllen musste, die Matthäus hinterließ. Aufgrund der beiden gegnerischen Achter, die sich in die Offensive einklinkten, hatte auch Felix Magath extrem viele Defensivaufgaben. Immer wieder fand man ihn in der eigenen Hälfte und mehrmals war er es, der mit Eder das Zentrum besetzte. Dies lag an den schon geschilderten Bewegungen Maradonas, der für seine Mitspieler versuchte Räume zu öffnen und dadurch Magath zu einer extrem tiefen schematischen Stellung zwang.

Die Hauptaufgabe in der Offensive übernahmen also die Flügelverteidiger – und der halblinke Innenverteidiger beziehungsweise Vorstopper. Briegel, die Walze aus der Pfalz, stieß immer wieder nach vorne und in Anbetracht der Formation Argentiniens war dies nur allzu logisch. Ohne direkten Gegenspieler und ohnehin mit einer Absicherung rückte er sehr oft mit nach vorne und war in der ersten Viertelstunde mehrmals in der Nähe des gegnerischen Sechzehners anzutreffen.

Kollege Förster hingegen spielte in dieser Phase des Spiels noch eine konservativere Rolle und bildete teilweise mit Jakobs fast schon abstrus wirkende Absicherungen für die Offensive. Abstrus, weil die unterschiedlichen Positionierungen auf den ersten Blick kaum zu durchschauen waren, bei genauerer Betrachtung wurden sie jedoch klar. Wenn sich Briegel nur etwas höher positionierte oder der eigene Angriff über die rechte Außenbahn und mit einem für seine Verhältnisse hoch positionierten Jorge Valdano im Zentrum kam, so ging Förster etwas nach rechts und man bildete eine breite Dreierkette. Das Aufbauspiel wurde erleichtert, Berthold hatte Absicherung wie Unterstützung und Eder konnte die Schnittstelle ausfüllen. Jakobs schob nach vorne und man konnte sogar ein Linienspiel aufziehen, Valdano wurde von zwei Leuten beengt.

Wenn allerdings Briegel nach vorne ging und der Angriff bereits in der gegnerischen Hälfte war, kam es einige Male vor, dass Förster nach halblinks wechselte. Die Ursache dahinter war der Libero. Jakobs als Absicherung war eklatant wichtig, da man jederzeit mit einem Solo Maradonas rechnen musste – der Erfolg sollte tunlichst vermieden werden. Wenn Briegel aufgerückt war, entstand ein Loch, in welchem Maradona eventuell ein Laufduell gegen Matthäus für sich hätte entscheiden und gleichzeitig Fahrt aufnehmen können. Deshalb ging Förster nach links und sicherte den Raum, hinter ihm verharrte Jakobs in einer Art Lauerstellung. Die gegenüberliegende Seite wurde von Berthold und Eder im Verbund abgesichert, große Gefahr gab es nicht. Da der Ball ja auf der linken Seite nach vorne kam, hätte ein Konter über die linke argentinische Seite statt der rechten mehr Zeit in Anspruch genommen, Berthold hätte wohl schnell genug zurückkommen können.

Generell war Bertholds Rolle eine ungemein interessante. Zu Spielbeginn ging er oft nach vorne, flankte und zeigte sich sehr laufstark, dennoch hatte er defensiv viel Verantwortung. Der jüngste Spieler auf dem Platz kämpfte verbissen und seine Jugend zeigte sich, dass er ein paar Mal schlichtweg auf diese defensive Verantwortung pfiff: mit Erfolg. Mehrmals presste er weit vorne auf dem Platz gegen Olarticoechea und sogar auf Ruggeri, gewann dort einige Bälle oder nahm zumindest etwas Rhythmus aus dem Spiel der Albiceleste.

Brehme, der erfahrenere der beiden Flügel, zeigte sich etwas ruhiger. Er attackierte nicht so hoch, ging jedoch öfter ins Zentrum oder gar auf die andere Spielfeldseite, um die Verteidigungsarbeit in bestimmten Spielfeldbereichen zu stärken. Damit sind Flügelangriffe über die rechte deutsche Seite mit einem eingerückten Giusti im Zentrum gemeint sowie die generellen Löcher aufgrund Maradonas Bewegung. Der deutsche Flügelverteidiger schien es sich selbst zur Aufgabe gemacht zu haben, seine ungemeine Ausdauer und Spielintelligenz möglich oft und überall auf dem Platz ins Spiel einzubringen, wenngleich diese Läufe erst im Laufe der Spielzeit zunahmen und letztlich sogar mitverantwortlich für einen Positionstausch waren. Neben anderen taktischen Gründen war es auch Briegels Offensivdrang, der Brehme stark beeinflusste. Der ehemalige Kaiserslauterner Manndecker besetzte nämlich einige Male den Flügel und ließ Brehme Zeit, sich im Zentrum nach Räumen umzusehen und Magath zu unterstützten. Letzterer versagte allerdings völlig.

Die defensiven Aufgaben schienen Magath vor große Probleme zu stellen. Der heute als Schleifer bekannte Trainer war nämlich ein ungemein sensibler und nur selten kampfstarker Spieler. Der Zehner vom HSV hatte an diesem Tag sein letztes Spiel und es war mit großer Sicherheit nicht sein bestes. Offensiv konnte er keine Impulse setzen, defensiv war er zwar großteils fehlerfrei, konnte aber nie ein Zeichen setzen. Ein paar Befreiungsschläge und Kurzpässe waren alles, was man bis zu seiner Auswechslung sehen konnte. Der einzige, welcher bei der DFB-Elf noch weniger gefiel, war Allofs.

Der Kapitän positionierte sich im Sturmzentrum meist noch vor Rummenigge und orientierte sich mehrmals am gegnerischen Libero, allerdings konnte er nie wirklich Gefahr entfachen. Das Mittelfeld fütterte ihn kaum und es schien, als ob der heutige Manager des SV Werder Bremen überfordert war, sich Bälle von hinten zu holen. Anders war dies bei Sturmpartner Rummenigge, welcher sogar angeschlagen war. Dieser half hinten etwas aus und ließ sich tiefer fallen, wobei sogar er keine unumstritten starke Partie hinlegte. Eventuell war es sogar Beckenbauers Wunsch, dass Allofs die sehr hohe Position übernahm, um die Argentinier an einem kollektiven Aufrücken in die deutsche Hälfte zu hindern. In diesem Fall erfüllte er seine primäre taktische Aufgabe in der Defensive, offensiv blieb er dennoch eine Enttäuschung und musste zu Recht später gehen.

Wechselwirkungen der Formationen nach dem Führungstreffer

Der Grund, dass das Tor überhaupt so fiel, war Schumachers relativ moderne Auslegungsweise des Torwartspiels. In diesem Fall war er allerdings bei einem hohen Ball zu weit draußen und Brown köpft ein. Entgegen vieler Mythen, die insbesondere nach den beiden Treffern Deutschlands in diesem Spiel entstanden, waren die Argentinier keineswegs kopfballschwach. Man hatte mit drei Toren bislang die wenigsten gefangen, eines weniger als die deutsche Elf. Besonders in der Luft galten die Argentinier – insbesondere bei den englischen Kommentatoren – als unüberwindbar.

Argentinien nach dem Führungstreffer mit leichten Anpassungen

Brown war gut in der Luft (obwohl dieses Tor sein einziges im hellblauen Trikot war), Ruggeri sogar extrem stark. Dazu kamen mit Valdano, der oft hinten half, Burruchaga und Batista ebenfalls gute Luftzweikämpfer, mit Maradona in Sechzehnernähe hatte man einen ungemein reaktionsschnellen, dynamischen und ballsicheren Spieler für die zweiten Bälle.

Nach diesem Treffer veränderte sich einiges im System der beiden Mannschaften. Etwas verwunderlich schien Maradonas höhere Position, was letztlich wohl mehr seine eigene Entscheidung war. Da man nun in Führung lag, hatte man ein Polster, die Deutschen mussten etwas unternehmen und im Zentrum höheres Risiko gehen. Die Nummer Zehn des späteren Weltmeisters hoffte nun, entweder der Manndeckung zu entgehen, da Matthäus nach vorne schieben würde oder zumindest die zurückliegende Mannschaft noch weiter nach hinten zu drängen und sie dadurch in die eigene Hälfte einzuschließen.

In gewisser Weise gelang es Maradona also, die deutsche Mannschaft weiterhin einzuschränken. Seine hohe schematische Stellung hatte desweiteren einen Effekt auf die beiden Halbspieler hinter ihm. Burruchaga und Enrique konnten sich nun mehr Zeit im Mittelfeld nehmen, da die Abstände noch größer wurden. Es entwickelte sich die wohl dominanteste Phase der Argentinier, sie schnürten die Deutschen ein und hatten im Zentrum klar die Überhand. Da die beiden Achter nun aber nicht mehr auf die Seiten auswichen, wurden diese etwas ruhiger und spielten im Laufe der Zeit etwas konservativer.

Deutschland stellte nach dem 1:0 ebenfalls um

Vermutlich war es dies, was die neue und extrem interessante Formation der Deutschen an den Tag brachte. Hinzu gesellte sich der Umstand, dass Eder und Matthäus weiter nach hinten rückten und nicht einen Deut Offensivgefahr entfachten. Damit man diesem Problem einer zu tiefen schematischen Stellung zumindest teilweise entwischen konnte, ohne Maradona Raum zu geben, ließ sich Beckenbauer etwas einfallen.

Ein einziger Spieler in der deutschen Abwehr blieb auf seiner ursprünglichen Position, nämlich Jakobs als Ausputzer. Die vier defensiven Spieler in seiner Nähe agierten extrem variabel und bewegten sich ungemein viel. Berthold rückte eine Ebene nach hinten und übernahm Försters Position, während der offensivwütige Briegel auf die Position des linken Flügelverteidigers ging. Somit übernahm Förster die Position des halblinken Manndeckers und komplettierte die Dreierkette.

Brehme spielte somit rechts und bildete ein Pärchen mit Berthold, die beiden wollten die Seite Olarticoecheas unter Druck setzen. Eventuell bemerkte Beckenbauer seine zu tiefe Position sowie Enriques abnehmende Qualität im Spiel, welcher durch die nun verbundene erhöhte Laufarbeit weiter zugesetzt wurde. Gegenseitig hinterliefen sich die beiden und es entstand etwas, was man als „doppeltes Hinterlaufen“ bezeichnen könnte. Im Gegensatz zu Förster und Briegel sah man bei Brehme und Berthold fast schon extreme Auswüchse dieses taktischen Mittels. Berthold überlief Brehme und bot sich auf der Seite an, erhielt dann den Pass und zog in die Mitte, um sich abermals hinterlaufen zu lassen.

Da der Gegner mit einer Dreierkette und dem kleinen sowie defensivorientierten Olarticoechea agierte, konnte man zumindest bis zu Halbfeldflanken oder eins-gegen-eins-Situationen weit in der gegnerischen Hälfte vordringen und das eigene Spiel nach vorne verlagern. Die Pärchenbildung sorgte letztlich dafür, dass man immer einen Partner hatte.

Noch spektakulärer für einen Analysten wurde diese Defensivformation aufgrund der vielen Rochaden. Teilweise fand man Brehme als halbrechten Innenverteidiger oder Förster spielte hinter Brehme. Wichtig hierbei ist jedoch, dass es solche Angriffe mit doppeltem Hinterlaufen hauptsächlich im Verbund mit Berthold gab. Wenn Förster mit Brehme spielte, so ging Förster fast jedes Mal den zentralen Weg in die Halbposition, Brehme musste dann auf der Außenbahn bleiben. Im Gegenzug konnte man links allerdings erkennen, wie Berthold und Briegel sich ebenso nach vorne tasteten wie sonst nur Brehme und Berthold.

Eine große Fragestellung ist bei solch fluiden Systemen immer, wie man die Spieler genau zuordnet. War Berthold nun der linke Flügelverteidiger, der auf die andere Außenbahn auswich und Briegel zum Aufrücken zwang? Oder doch das geschilderte System aus der Grafik? Um diese Frage richtig zu beantworten, muss man die Art und Weise der Rochaden bedenken. Wäre Berthold der linke Flügelverteidiger gewesen, wären im Ablauf des Aufbauspiels zwei sehr schnelle und teilweise unnütze Rochaden nötig gewesen, die taktisch und kommunikativ viel Abstimmung benötigen. Indem man Berthold zu Brehme schob und den laufstarken Briegel auf den Flügel stellte, gab es kaum Komplikationen. Briegel spielte ähnlich wie zu Spielbeginn, nur weiter auf den Flügel verschoben und Förster konnte ihn absichern. Auf der anderen Seite wollte man mehr Energie entfachen und stellte Berthold zu Brehme.

Wichtig ist auch, dass Berthold sich mit Briegel auf der anderen Seite fand und das Spiel nicht zu eintönig werden ließ. Mit Förster und seiner zentralen Positionsauslegung hatte man eine weitere Konstante, die zur Unberechenbarkeit hinzukam. Einige Male stieß er mitten ins argentinische Mittelfeld und Briegel übernahm seine Position zum Absichern. Somit lässt sich konstatieren, dass es eigentlich nur eine gängige Aufteilung gab: Brehme auf der rechten Seite (halbrechts oder außen) sowie Jakobs dahinter. Die wirkliche Struktur war deutlich grober und wirkte befreiend auf die deutsche Elf: „zwei Mann sollten doch bitte Jakobs unterstützen, der ist sonst so alleine. Der Rest nach vorne, weil im Zentrum nichts geht.“

Mit fortschreitender Spieldauer zeigte sich dies überaus wirksam und Deutschland übernahm das Ruder – langsam, aber doch. Man kam dem gegnerischen Tor immer näher und Eder schaltete sich ab und zu nach vorne mit ein, öfter ging er auf die rechte Außenbahn und unterstützte dort Brehme, wenn es bspw. Förster nicht tat.

... und hier die Änderungen wieder im Vergleich zueinander

In der Übergangsphase gab es einige weitere interessante Aspekte. So hatte teilweise Andi Brehme kurzzeitig eine Position im defensiven Mittelfeld und tauchte auf beiden Seiten auf. Nach der Halbzeit und den dazugehörigen Erklärungen von Teamchef Beckenbauer sah man dies nicht mehr. Er wollte wohl Brehmes Stärke auf dem Flügel nutzen und auch Enrique offensiv (und nicht nur defensiv sowie in seiner generellen Verfassung) eindämmen, was großteils funktionierte. Hinzu kam die Einwechslung Völlers, der sich beweglicher und effektiver als Allofs zeigen sollte.

Es war aber letztlich wieder ein Standard, der spielentscheidend war. Ein Freistoß, den Brehme ausführte, in welchem Enrique mit Maradona genug Raum zum Einleiten des 2:0 hatte.

Eder war auf die rechte Seite gegangen und holte einen Freistoß heraus, Brehme schoss diesen. Der Ball landete schließlich bei Valdano bei der gegenüberliegenden Eckfahne und der konnte sich mit etwas Glück durchsetzen. Eine Kombination mit Enrique und Maradona, welcher listig seine Manndecker nun nach hinten zog und mit einem extrem einfachen Pass aus dem Spiel nahm, sorgte für den Durchbruch. Dank Maradonas taktischem Geniestreich war Enrique nun im Lauf gegen die Dreierkette und hinter ihm kreuzte Valdano, der den Ball erhielt und alleine auf Schumacher zulief. Der ehemalige Stürmer von Weltformat netzte problemlos ein und die Deutschen warfen nun alles nach vorne.

Wie Deutschland zurückkam und Maradona einen Messerstich setzte

Nur kurz darauf reagierte Beckenbauer. Er brachte Hoeneß ins Spiel und holte den glücklosen Magath vom Platz. Damit spielte man eine Art Dreiersturm vorne und mit drei Mann hinten. Die Rochaden fanden nun ein jähes Ende und auf den Flügel sah man eine ähnliche Situation wie zu Spielbeginn. Berthold fand sich auf der rechten Außenbahn wieder, während Brehme über links kam und dort zusammen mit den Stürmern Löcher finden sollte.

Die beiden Innenverteidiger agierten allerdings weiterhin offensiv, Förster mit seinem Aufrücken ins Mittelfeld und Briegel mit seinen Vorstößen bis ganz nach vorne, sogar über den Flügel bei Brehme. Letzterer ging einige Male sogar ins Zentrum und bildete mit Eder und Matthäus eine Fünferkette zusätzlich zum aufgerückten Briegel und Berthold rechts. Man wollte das Zentrum wiederbeleben, welches durch das extreme Flügelspiel und das Überladen der Seiten vorher nicht nur durch Maradona, sondern die eigene Ausrichtung aus dem Spiel genommen wurde. Maradona reagierte übrigens sogar auf diese Änderung.

Argentinien nach dem 2:0

Mit dem 2:0 im Rücken positionierte er sich extrem hoch und Valdano spielte nun tiefer, um seine Defensivstärke ins Spiel einzubringen. Sein bisheriger Hintermann übernahm seine Position und kümmerte sich darum, dass Deutschland nicht völlig aufrücken konnte und er wollte Matthäus provozieren. Dieser war zwar nun von den Aufgaben als Manndecker weitestgehend befreit, konnte dennoch nicht überzeugen. Er zeigt sich sichtlich eingeschüchtert von der Idee, dass Maradona dermaßen weit vorne alleine war, denn der Argentinier suchte die Räume zwischen defensivem Mittelfeld und der Dreierkette. Sowohl Eder als auch Matthäus sollten trotz ihrer jetzt offensiveren Position keinen bleibenden Eindruck mehr hinterlassen.

Im Angriff spielten wie erwähnt drei Stürmer ab der 65. Minute. Hoeneß kam nach hinten und bot sich an, übernahm aber auch einige Male die Position als zentrale Spitze. Bei den beiden nominellen Außenstürmern bewies Beckenbauer wieder seinen Spürsinn. Die Vorstöße Cuciuffos, bereits in der ersten Halbzeit abgeklungen, waren sogar unmöglich geworden. Der deutsche Teamchef positionierte seine zwei Stürmer zwischen dem gegnerischen Flügel- und Innenverteidiger, sie zogen also zwei Leute auf sich und unterstützten dazu noch die eigene Außenbahn. Dies alles war der Versuch, die übermächtige Zentrale Argentiniens aus der Bahn zu werfen. Burruchaga zeigte sich kaum beeindruckt, Enrique hatte offensiv allerdings kaum einen Stich mehr setzen können.

hiermit konterten die Deutschen nach der Hoeneß-Einwechslung

Die Positionierung der beiden Stürmer erinnerte übrigens an etwas, was der FC Barcelona in Perfektion mit David Villa und Pedro Rodriguez praktiziert hatte. Messi im Zentrum ging oft nach hinten und holte sich Bälle, unterstützte das Zentrum, während die beiden vorderen Stürmer sowohl die Außenverteidiger als auch die Innenverteidiger unterhielten. Das Ziel war es, der eigenen Mannschaft viele Freiräume in der Spielfeldmitte zu geben und dem Mittelstürmer etwas Freiheit zu schenken, gleichzeitig konnte man sich für diagonale Pässe ins Loch oder normale Gassenpässe anbieten. Dieser Kniff war allerdings aufgrund des Liberos gegen die Argentinier undenkbar und mitunter einer der Gründe, wieso man nie mit einem flachen Vertikalpass in den Strafraum kam.

Dennoch fielen die beiden Tore zum Ausgleich nach Eckstößen. Nicht nur das, sie sahen einander sogar ausgesprochen ähnlich. Beide Male trat Brehme den Ball von der rechten Seite, er drehte sich weg vom Torhüter und kam ungefähr auf Elfmeterhöhe. Einer mehr auf den kurzen, der andere auf den langen Pfosten und es folgte eine Kopfballverlängerung in die Mitte. Hier warteten dann die beiden Halbstürmer und verwerteten: Rummenigge und Völler, beide angeschlagen und der zweite nur als Joker ins Spiel gekommen.

hier die Formationen im Vergleich - ein Gewirr wie selten in Grafiken von uns

Doch nur drei Minuten später kam es dann zum Siegtreffer der Südamerikaner. Diego Maradona erhielt etwas Raum und trotz drei Spielern, die ihn innerhalb einer Sekunde angegriffen hätten, sah er den richtigen Pass. Seine einmalige Übersicht sowie die (teilweise natürlich übertriebene) Angst seiner Gegenspieler  spielten hier eine Schlüsselrolle. Ohne die Sicherheit eines Manndeckers auf ihm waren es drei Spieler, die direkt auf ihn gingen und andere, die ihre Bereiche übersahen. Daraus resultierte ein weiter Pass in den Lauf des gestarteten Burruchaga, der statt Maradona aufgerückt war und dort auf Schumacher zurannte.

Wie Valdano zum 2:0 verwandelte er und sorgte für den Endstand. Übertrieben gesagt könnte man es als ein klassisches Tor einer Raute bezeichnen. Der Halbspieler rückt auf, durchbricht die Schnittstelle, wobei der Zehner die gegnerischen Defensivspieler an sich zog und mit einem Pass das gesamte Kollektiv aushebelte.

Matthäus und Maradona – ein Fehler?

Franz Beckenbauer soll diese Entscheidung später als seinen größten Fehler bezeichnet haben. Dass er Lothar Matthäus, seinem besten Offensivspieler, die Aufgabe als Manndecker für Maradona zutrug, war in gewisser Weise ein Eingeständnis an die Überlegenheit des Argentiniers. Die deutsche Elf beziehungsweise ihr Teamchef hatte entschieden, dass der gegnerische Spielmacher dem eigenen dermaßen überlegen war, dass nur der eigene ihn decken könnte. Dadurch beschnitt man sich im Angriffsspiel und musste stark über die Außen kommen, letztlich verlor man und das gesamte Zentrum blieb relativ blass.

Andererseits muss man sich die Frage stellen, ob es eine Alternative gab. Bei der WM 1974 war es noch Berti Vogts gewesen, der sich dem holländischen Starspieler Johan Cruijff in den Weg stellte – nicht Beckenbauer. Es war auch nicht Schwarzenbeck gewesen, der vor Beckenbauer spielte und man hatte somit ein intaktes Spielfeldzentrum zu Ungunsten der Flügel. Das funktionierte aber nur deshalb, weil man mit einer Viererkette beziehungsweise einer sehr breiten Dreierkette vor einem offensiven Libero spielte. 1986 wäre dies kaum umsetzbar gewesen, da man mit einer relativ engen Dreierkette auftrat und zwei hohen Flügelverteidigern. Die beiden Außenbahnspieler konnten Maradona nicht übernehmen, da sie die Seite alleine und nicht zu zweit sicherten. Eder hatte genug mit den beiden Achtern zu tun und die beiden Innenverteidiger wären eine Möglichkeit gewesen,  wenn Diego Maradona nicht so ein Fuchs gewesen wäre.

Nicht ohne Grund habe ich die kleinen taktischen Spielereien Maradonas in dieser Analyse gesondert hervorgehoben. Hätte nämlich einer der beiden Manndecker Maradona übernommen, wären seine Möglichkeiten im Spiel ungleich größer gewesen. Lässt er sich in die Tiefe fallen, reißt der ganze Defensivverbund der DFB-Elf oder man muss ihn übergeben – hier hätte er sich dann wohl bewusst zu Matthäus hin orientiert, diesen in seinem Spiel beschnitten und dennoch öfters diese kleinen Räume gehabt. Eine andere Möglichkeit wäre es, dass er weit auf die Flügel geht und somit Valdano sowie den zentralen Spielern Räume öffnet oder sich zum Libero stellt, um mit schnellen Kombinationen oder einer Körpertäuschung sofort zum Abschluss zu kommen.

Alles in allem gab es also keine wirkliche Alternative, maximal das Risiko einer Raumdeckung oder ein Spieler wie Guido Buchwald 1990 es sein sollte. Ob es diesen damals schon gab, insbesondere gegen einen Maradona ohne geschwollenen Knöchel und in der Form seines Lebens? Da die Raumdeckung prinzipiell ausschied, wie das Spiel gegen die Belgier unter Beweis gestellt hatte, musste man fast schon Matthäus auf Maradona ansetzen.

Er konnte noch am ehesten mit dessen explosiven Antritt mithalten, war zweikampfstark und ähnlich spielintelligent. Diese Spitzfindigkeit ist nötig, wenn man solche Spieler abmontieren kann und selbst das gelingt einem nie für neunzig Minuten. Es war Maradonas Fersenpass auf Burruchaga (ohne hinzublicken), der zum Freistoß zum 1:0 führte. Maradona zog auch seine Gegenspieler weg vom eigenen Tor und ließ dann nur den Ball kurz prallen, was Enrique freie Bahn gab. Beim dritten Tor war es dann innerhalb von Millisekunden ein tödlicher Pass mitten in das Herz des Vizeweltmeisters.

Spielte man deswegen im Finale 1990 defensiver?

Und genau dieses Herz, jenes von Fußballdeutschland, zeigte sich angeknackst. Es sollte das einzige Mal in der WM-Historie sein, dass es zu einer Neuauflage des letzten Finales kam. Weniger mutig, wenngleich nicht zwingend defensiver vom Spielermaterial her, begann die deutsche Elf. Buchwald übernahm Maradona und jener hatte viele Probleme in den letzten Wochen gehabt. Der Körper machte nicht mehr alles mit, die Dynamik ging schon etwas den Bach runter und das Leben in Saus und Braus kostete seinen Preis. Die Mannschaft um ihn herum war nicht so stark wie noch vor vier Jahren und die deutsche Elf war ungleich motivierter. Diese Ursachen waren es, wieso man schließlich gewinnen konnte. Ein starker Herausforderer gegen einen geschwächten Titelverteidiger, dessen Star noch internationales Format, aber nur noch das Talent seines früheren Ichs besaß. Monzóns rote Karte und Maradonas Hadern mit Schiedsrichter und Schicksal tat ihr übriges.

Eine genauere Analyse von diesem Spiel wird dennoch hier auf Spielverlagerung.de folgen. Dies soll nur einen kurzen Eindruck aus den Erinnerungen verschiedenster Medien und Personen schildern, die Wahrheit liegt letztlich doch auf dem Platz – man soll sich schließlich selbst eine Meinung bilden.

Ernie Berenbroek 26. Januar 2017 um 13:44

Weshalb wird Andi Brehme in den meisten Darstellungen dieses Endspiels immer auf links positioniert. Er ist während des gesamtes Spiel dort kaum erschienen und spielte hauptsächlich rechts, wo er abwechselnd mit Thomas Berthold defensive und offensieve Aufgaben löste.

Bei der Grundformation würde ich von einer Dreierkette ausgehen mit Berthold, Jakobs und Förster; im Mittelfeld rechts Brehme, die Doppelsechser Eder und Matthäus, und links Briegel; vorne Allofs und Rummenigge.

Es war sicherlich von beiden Seiten ein taktisch hochinteressantes Spiel mit für die damalige Zeit ungewöhnliche Varationen. Die deutsche Formation war einigermaßen asymmetrisch, da Berthold in der Dreierkette oft als Wingback dicht an der Seite aufrückte, während Förster links in der Dreierkette mehr zentral spielte und kaum über die Mittellinie kam. Im linken Mittelfeld spielte Briegel weitaus offensiver als Brehme an der Überseite.

Meine taktische Darstellung dieses Spiels steht auf:
voetbalfinales.webklik.nl/page/worldcup-wm-wk

Antworten

Atütata 6. Juni 2016 um 15:39

Ich will ja nicht unhöflich sein aber ich wollte mal fragen wann die Analyse zum Titel `90 kommen könnte.

Antworten

Joseph Brant 12. Dezember 2013 um 11:17

Ich stelle mal eine provokante These auf, will aber um Missverständnisse zu vermeiden erst mal dem Schreiber höchstes Lob zollen. Als Analyse eines IST-Zustandes nahezu perfekt.
Nur glaube ich nicht dass diese Überlegungen auch exakt so in den Hirnen der agierenden Trainer entstanden sind. Punktuell mit Sicherheit aber niemals in der gezeigten Komplexität. Eher mehr was die Reaktion auf tatsächliche Spielereignisse betrifft als auf einen vorher zurechtgelegten Plan A.
Ich bin jetzt 57, habe selbst bis zum 35 Lebensjahr aktiv gespielt zuletzt Kreisliga, höchste Spielklasse Landesliga und da ich in Deutschland geborener Engländer bin auch mal zwei Jahre wąhrend meines Studiums in der Conference bei Weston super Mare. Solch taktische Überlegungen in dieser Komplexität habe ich zu keiner Zeit als Aktiver von irgendeinem meiner vielen Trainer gehört. Natürlich haben wir Pressing gespielt und auch schon mal mit Viererkette und je nach Kader gabs auch schon mal die falsche Neun. Aber sowohl die taktischen Besprechungen vor dem Spiel als auch die Mehrzahl der Trainingsinhalte, haben sich meistens darin erschöpft wer wann für wen spielt und ob wir mehr defensiv oder offensiv agieren. Geplante Spielzuege und das Einstudieren der entsprechenden Laufwege hatte ich nur unter zwei Trainern, wenn ich mich richtig entsinne. Ich denke dass unabhąngig vom Level der Spielklasse die Team-taktischen Änderungen während des Spiels eher dem Instinkt der agierenden Spieler entsprechen als einer von außen eingebrachten Forderung des Trainers. Ich habe über 25 Jahre aktiv gespielt und mindestens ebenso viele Trainer erlebt, da waren auch ehemalige Profis darunter aber ich kann mich an maximal 5-6 erinnern die sowas wie ein hoeheres Konzept hatten. Ich glaube auch dass sich die Trainingslehre in den letzten 30 Jahren stetig weiterentwickelt hat und ich sehe heute Jugendmannschaften die vom taktischen Verstaendnis als auch vom Durchschnitt ihrer technischen Faehigkeiten so manches Zweitliga Team aus den Siebzigern in die Tasche stecken.
Mich wuerde aber wirklich mal die ehrliche Meinung des Autors zu meiner These interessieren.

Antworten

RM 12. Dezember 2013 um 12:10

Die These ist nicht besonders provokant. Sämtliche Autoren teilen diese Meinung so ähnlich, nur mit ein paar kleinen Einschränkungen zu deinem Beitrag. Z.B. finde ich es klar, dass bei höherem Niveau mehr Sachen bewusster und mehr taktische Aspekte geplanter sind. Zeigen auch Traineraussagen und Feedback an uns. Ansonsten gehen wir konform. Ach ja, wer sagt, dass Spielerinstinkt nicht bewusst eingesetzt werden kann?

Antworten

blub 12. Dezember 2013 um 12:12

Die Analyse ist halt ein Beschreibung der Wechselbwirkungen, die sind natürlich komplexer als die Vörgänge in den einzelnen Mannschaften. Ob eine Maßnahme Erfolg hat und wie sie sich genau auswirkt weis man antürlich vorher nie.
Eine Veränderung der Spielerrolle, ein Positionstausch oder auch eine änderung des Spielsystems um z.B. einen Spieler oder einen Raum besser abzudecken traue ich aber den meisten Trainern zu. (Sogar einem größeren Anteil als zu erkennen wo genau die Ursache des Problems liegt.)

Die Trainerngslehre hat sich stark verbessert, da tun die Landesverbände(die in BaWü sind da Vorreiter gewesen) einiges das sich alle up-to-date halten können wen sie wollen, wobei die letzten unverbesserlichen immernoch in den unteren Erwachsenen-ligen ihr dasein fristen. Heutzutage: Jugendtrainer>>>Kreisligatrainer.
Ich hab in meinen Jugendmannschaften deutlich komplexere Dinge gespielt als danach bei den Aktiven, bin auch noch nicht ganz so alt 😉
Nicht das ich mich selbst daran erinnern könnte, aber alle Zeitzeugnisse weisen darauf hin das 1991 Deutschland taktisch eher ne Wüste als der Garten Eden war, und für tiefere Klassen sahs da bestimmt auch nicht toll aus.

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MRCK 22. Juni 2012 um 14:11

Hervorragender Artikel und super Idee, auch lang vergangene Spiele einer fundierten Analyse zu unterziehen. Da sich mein Fussballinteresse vor allem auf die Historie des Spiels bezieht, habe ich schon lange nach solch einer Analyse eines klassischen Spiels gesucht. Das ganze ist sehr gut und aussagefähig geschrieben und hat mir eine Freude gemacht, es zu lesen. Mir juckts es förmlich in den Fingern, nach dieser Analyse das Spiel nochmal einzulegen und Revue passieren zu lassen. Wenn noch mehrere historische Spiele analysiert werden sollten, wäre das fabelhaft! Ganz besonders interessant dürfte das WM-Turnier 1974 sein, die Spiele der Holländer (habe ich alle komplett auf DVD) sind wahrhaftig ein Augenschmauß und für eine taktische Spielanalyse wie geschaffen. Auch die deutschen Partien bei dieser WM (ab der 2. Runde) sind sehr interessant. Dazu noch Polen. Natürlich kann man auch Europapokalpartien in Betracht ziehen, die Auswahlmöglichkeiten sind endlos. Erfreulicherweise gibt es inzwischen fast jedes historisch bedeutsame Spiel auf DVD bis in die späten 50er Jahre zurückgehend (habe selbst ca. 1000 auf DVD beginnend 1953, endend 1996).

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Jericho 27. Juni 2012 um 09:46

Wo kann man sich denn so was besorgen? Ich kenn nur diese BILD WM-Klassiker Kollektion und da sind in der Summe auch nur 30 Spiele…

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Jordanus 20. April 2012 um 21:19

würde ich auch sagen: Rummenigge.
hast Du schon mal das CL-Finale Dortmund-Turin analysiert? würde mich auch mal interessieren.

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Robert 15. April 2012 um 15:43

Wunderbarer Artikel, vielen Dank!

Ich fand das Spiel damals schon taktisch hochinteressant. Erstens einen Mittelfeldspieler, Briegel, Vorstopper spielen zu lassen und einen Vorstopper, Eder, ins Mittelfeld zu stellen. Und zweitens natürlich Matthäus Manndecker gegen Maradona spielen zu lassen.

Das Defensivspiel war logischerweise völlig gegen Maradona ausgelegt, der im Viertelfinale gegen England und im Halbfinale gegen Belgien das Spiel dominierte und jeweils doppelt traf. Obwohl Rolff im Halbfinale als Manndecker gegen Platini überzeugte, war es nur schlüssig Matthäus gegen Maradona zu stellen. Matthäus war der Spieler der neben der nötigen Zweikampfstärke auch größte Dynamik besaß. Und in der Innenverteidigung hat man sich mit Jakobs für die defensivere Liberovariante entschlossen. Das wollte man ein wenig kompensieren in dem man Briegel, später dann Berthold als Vorstopper aufgeboten hat. Diese hatten sicherlich die Vorgabe derjenige der drei Innenverteidiger zu sein, der zum Offensivspiel beiträgt. Was damals ungewöhlich erschien, weil das normalerweise Aufgabe des Liberos war. Die defensive Umstellung war der geänderten Positionierung Maradonas geschuldet. Da Maradona mit Valdano Position getauscht hatte, wurde es Försters Aufgabe Maradona auszuschalten.

Das Offensivspiel litt während des Turniers daran, dass Rummenigge, Völler und Littbarski verletzungsbedingt nicht Fit und in Form waren. Das im Finale dann bei Rückstand der Spielmacher Magath für den technisch eher belächelten, im Kopfballspiel aber äußerst effizienten Strafraumstürmer Hoeneß ausgetauscht wurde zeigt auch dass man die Offensivtaktik komplett geändert hat.

Taktisch diskutiert wurde nach dem Spiel ob es nicht sinnvoll gewesen wäre nach dem späten Ausgleich wieder kompakter zu agieren. Konditionell schien die deutsche Mannschaft für die Verlängerung besser gerüstet zu sein.

Schade war dass der beste deutsche Spielmacher dieser Zeit nicht überredet werden konnte bei dem Turnier mitzuspielen. Angeblich hatte seine Frau/Managerin zuviel Geld vom DFB dafür verlangt. Auch das hatte natürlich die taktischen Optionen Beckenbauers eingeschränkt.

Ansonsten, fuck Wikipedia, ask Andreas, Rummenigge war der Kapitän.

Ich freue mich schon auf das Abarbeiten der ToDo-Liste!

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Erik 15. April 2012 um 15:04

Ich würde auch gerne was zu den Bayern von 1999-2001 lesen, scheint mir von taktischer Seite ein interessantes Thema zu sein.

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Padh1j0 8. April 2012 um 21:27

Wäre auch ein Vergleich zw. dem Spanien 2008 und dem heutigen unter Del Bosque möglich?!

Das war ja atemberaubend wie die unter Aragónes den „Barca-Style“ gespielt haben, und besonders das 3:0 im HF gg. Russland !

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juwie 8. April 2012 um 00:26

Super Idee! Mehr davon!

Meines Erachtens analysewürdig: D – England 96, D – Jugoslawien und D – Holland 90, auch D – Frankreich 82 könnte interessant sein.

Und dann wären natürlich die großen (aber oft nicht titeltragenden) Mannschaften interessant wie Brasilien 82 und 86 oder Holland 74.

Super wäre auch, wenn das versprochene Tutorial „Wie analysiere ich selbst?“ rechtzeitig vor der EM noch starten könnte.

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Max 8. April 2012 um 19:14

Super Artikel, sehr interessant!
Interessant wären sicherlich etliche Klassiker der WM-Geschichte. Gerne auch aus der weiteren Vergangenheit – die taktischen Winkelzüge von Sepp Herberger gegen Ungarn, in der Vorrunde mit der B-Elf anzutreten, inklusive einer Analyse des WM-Systems, oder auch das Legendäre Wembley-Finale von 66. Die angeblich beste DFB-Elf von 72 mit dem Wechselspiel von Netzer und Beckenbauer „aus der Tiefe des Raumes“… Das Finale von 98, in dem Frankreich Brasilien dominierte…
Da gibt es noch so einiges, was mich interessieren würde. 🙂

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Benny 18. April 2012 um 17:11

„Wie analysiere ich selbst?“?? Her damit! 🙂

Finale 04 POR-GRI würde mich auch interessieren… allgemein einige taktisch interessante Spiele der letzten beiden Turniere (sind bei mir einfach frischer im Kopf :-D)

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Andreas 7. April 2012 um 21:51

Sehr interessante Analyse, es hat mich wirklich gefreut, mal ein altes Spiel aufbereitet zu sehen. Insofern freue ich mich auch auf die Ankündigung einer Analyse des Finales von 1990. Diese Partie habe ich nämlich als ein Spiel auf ein Tor in Erinnerung und hätte die deutsche Elf deshalb auch nicht als ultra defensiv bezeichnet. Meine Erinnerung an das Spiel sind allerdings über 20 Jahre alt…

Einen Flüchtigkeitsfehler hast du übirgens gemacht, als du Allofs und nicht Rummenigge zum deutschen Kapitän gemacht hast („Der einzige, welcher bei der DFB-Elf noch weniger gefiel, war Allofs. Der Kapitän positionierte sich im Sturmzentrum meist noch vor Rummenigge …“).

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RM 7. April 2012 um 22:08

Hier ( http://en.wikipedia.org/wiki/1986_FIFA_World_Cup_Final#Match_details ) wird Allofs als Kapitän bezeichnet, aber scheinbar darf man Wikipedia da nicht trauen, habe extra nochmal reingekuckt.

Bzgl. ultradefensivem Spiel: nun ja, das ist der allgemeine Tenor, wenn ich mich im Bekanntenkreis nach Meinungen zum Spiel umhöre. Ich habe es ebenfalls ein bisschen anders in Erinnerung (und habe mich im Text ziemlich unüberlegt einer Floskel bedient …), nämlich dass die Argentinier extrem aufs Kontern ausgelegt waren und nur einen einzigen Torschuss hatten, während die Deutschen klar besser waren.

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Philipp 7. April 2012 um 19:55

Super Brain Ernst Happel war maßgeblich für taktische Maßnahmen bei Beckenbauer verantwortlich!
Das sollte man nicht außer Acht lassen.

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el tren 7. April 2012 um 13:00

Wow, super Sache! Fühlte mich an den lauen Sommerabend 86 zurückversetzt, als ich als Kid vorm Bildschirm saß … ohne wirklich zu verstehen was da überhaupt passiert.

Könnt ihr sehr gerne öfters machen. Brazil-Italy von 1982 (wie oben schon gewünscht) könnt ich mir ebenso gut vorstellen. Oder halt die anderen großen deutschen WM Spiele – England 1966, Italien 70, Holland 74, Italien 82 … 🙂

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xl 15. April 2012 um 19:02

Wirklich schön, diese verblassende Kindheitserinnerung nochmals mit einer komplett anderen Sichtweise nachzulesen. An viel konkretes kann ich mich auch nicht mehr erinnern, nur noch an die unglaubliche Dramatik. Mein Fußballverständnis von damals war natürlich altersbedingt recht simpel: der beste Spieler ist immer der Torschütze, also am besten immer alle nach vorne rennen 🙂

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Häschber 7. April 2012 um 10:48

Sehr sehr interessant! Obwohl ich da ja noch nichteinmal lebte und so das Spiel kaum sehen konnte, ließt es sich sehr gut. Man hat auf jeden Fall einen Eindruck.

sehr hat mich überrascht, wie viel Taktik doch drin war. Ich habe die alten Zeiten immer eher als „alte, stehende Männer, die rumbolzen“ abgeschrieben. Aber offensichtlich scheint dann doch mehr dahinter zu sein. 😀

Dass es so ein Wirr-Warr an Pfeilen in der Grafik ist, interprätiere ich daurch, dass damals offensichtlich längere Laufwege zu bewältigen waren, da weniger im Kollektiv aufgerückt wurde.
Dass ja offensichtlich (nur) bei den hinteren fünf rochiert wurde, zeigt wohl auch, dass dort das Spiel eher entschieden bzw gemacht wurde. Interessant ist das allemal. Lag vielleicht am damals am fehlenden Pressing?

Aus der Graphik entnehmend könnte man Valdano ja sogar als moderner Stürmer bezeichnen? Zurückfallende Spitze, false nine. Kann ich mir aber kaum vorstellen?

Dann noch die Frage, wie man so ein altes Spiel noch analysieren kann. Wie kamst du denn an Aufnahmen? Außerdem gab es ja keine Statistiken, was wohl auch nochmal eine Schwierigkeit mit sich bringt..

Auf jeden Fall danke für den schönen Artikel 🙂

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Rudelbildung 6. April 2012 um 23:40

Der Artikel ist wirklich spitzenklasse! Man schwelgt ja richtig in Erinnerungen. Ich finde es super, dass ihr auch zurück in der Zeit geht und euch diesen Spielen annehmt. Wie analysiert man so ein Spiel am besten in Bezug auf Daten, Bewegungsabläufe? Also hast du dich die alte VHS-Kassette eingeschoben und es etliche Male gesehen, etc?

Ich persönlich würde mir, wenn Möglich, gerne eine Analyse vom Triumph der dänischen Nationalmannschaft bei der EM 1992 wünschen, wenn das möglich wäre und interessant wäre.

Vielen Dank für diesen Artikel!

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RM 7. April 2012 um 10:32

Danke für das Lob.

Nun, bezüglich Daten und Bewegungsabläufe muss man sich auf sein Auge verlassen. Das Spiel hatte ich vor einigen Jahren ja bereits gesehen, man kam also schon mit einer groben Vorstellung zur Analyse. Als ich es dieses Mal sah, habe ich einfach mir auffällige Sachen mitgezählt und auf die genauen Positionen zu den jeweiligen Zeitpunkten geachtet. Ab und zu einfach das Spiel angehalten, um mir Notizen zu machen oder die Positionen der Spieler ohne Ball zu beobachten.

Gibt es dazu einen besonderen Wunsch, also ein spezielles Spiel? Dann kommt es vielleicht auf meine to-do-Liste, allerdings steht da sehr viel oben und die Zeit ist bekanntlich ein rares Gut.

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Rudelbildung 7. April 2012 um 11:06

Es gab natürlich viele interessante Spiele bei der EM 1992, aber ich würde (auch weil es sicherlich am meisten Leute interessiert) gerne eine Analyse zum EM Finale zwischen Deutschland und Dänemark lesen. Eilt natürlich nicht, wenn ihr dafür mal die Zeit findet ist super und wenn nicht habt ihr andere spannende Dinge, die man lesen kann.

Generell nochmal danke für diesen Artikel, gerade weil ihr auch mit dem Vorurteil aufräumt, dass Fußball damals „gebolze“ und taktisch unterklassig war.

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Jimbo 7. April 2012 um 11:36

Gibt es dazu einen besonderen Wunsch, also ein spezielles Spiel? Dann kommt es vielleicht auf meine to-do-Liste
Zwei Spiele, die mir da einfallen würden wären Rumänien – Argentinien bei der WM ’94, da die Männer um Gheorghe Hagi wohl die ersten auf internationalen Bühne waren, die ein 4-6-0 spielten.

Das zweite Spiel wäre Brasilien – Italien 1982 mit besonderem Augenmerk auf Serginho, der, ähnlich wie Valdano vier Jahre später, im Turnier eine moderne Variante des Mittelstürmers spielte.

Des weiteren wäre es spannend zu sehen, wie und warum Dänemark im Achtelfinale gegen Spanien bei der WM 1986 so grandios scheiterten, obwohl sie vor der WM und während der Gruppenphase so dominierten und begeisternden Fussball spielten.

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ZiZaraZu 7. April 2012 um 12:33

Mich würde es freuen, wenn du das CL-Finale 2001 Bayern vs. Valencia auf deine ToDo-Liste setzen könntest! Ebenso würden mich die „Schlachten“ von Bayern gegen Real aus den Saisons 99/00 und 00/01 interessieren.

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Eimeck 31. Mai 2012 um 01:00

Zunächst mal danke fürs Anstoßen der Erinnerungen.

Im Vergleich wäre vielleicht eine Betrachtung des WM-Finales ’66 lohnend mit der parallelen Fragestellung, ob das Ansetzen von Beckenbauer auf Bobby Charlton die deutsche Mannschaft besserer Chancen beraubt hat…

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ZiZaraZu 7. April 2012 um 12:28

Hier ist eine Analyse von Dänemark 92 (in englischer Sprache):
http://timhi.wordpress.com/2010/10/09/denmark-1992/

Ich hoffe es ist okay, wenn ich den Link von einer anderen Seite hier poste.

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Rudelbildung 7. April 2012 um 13:35

ZiZaraZu: Danke für den Link!

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