Daran scheiterte Gladbach – Slomkas Masterplan

Auswärts in Hannover standen die Gladbacher vor einer schweren Aufgabe. Zwar mussten die Gastgeber unter der Woche international spielen, sie brannten jedoch darauf, dem Champions-League-Aspiranten wichtige Punkte zu stehlen. Die Gladbacher befinden sich seit geraumer Zeit nicht in Topform und deshalb war es von eminenter Wichtigkeit sich mit einem Sieg wieder früheres Selbstvertrauen zu holen. Das Wechseltheater um Dante, Reus, Favre und Co. hatte die Mannschaft in den letzten Wochen – neben der Verletzung des nun wiedergenesenen Herrmann – außer Tritt gebracht. Die Frage an diesem Spieltag war deswegen, ob sich Slomka mit seiner taktisch hervorragend geschulten Mannschaft dieser Schwäche bedienen konnte oder ob es Lucien Favre war, der einmal mehr überraschen und ein solches Trainerduell für sich entscheiden würde.

Wechselwirkung der jeweiligen Formationen – Systeme im Vergleich

Beide Mannschaften begannen mit einem 4-4-2-System, genauer gesagt sogar einer 4-2-2-2-Anordnung, welche sich allerdings bei beiden Mannschaften in bestimmten Bereichen unterschied.

Grundformationen zu Beginn

Die Gastgeber spielten beispielsweise mit einem sich relativ ähnlichen Sturmduo, wo Ya Konan und Mame Diouf relativ gleichberechtigt waren. Sie agierten auf einer Höhe und hatten die Aufgabe, die gegnerischen Innenverteidiger unter Druck zu setzen oder sich tiefer fallen zu lassen, um eine kollektive Kompaktheit herzustellen. Bei den Gladbachern waren die Stürmer etwas anders aufgeteilt, de Camargo sollte als körperlich robusterer Zielspieler vorne für die notwendige Tiefe sorgen, während Reus sich in einer Art Freirolle befand und seinen Instinkten folgen durfte.

Bei Hannover folgte dann wie bei Gladbach eine asymmetrische Viererkette im Zentrum. Konstantin Rausch auf der linken Seite hatte eine eher klassische Flügelspieleraufgabe und sollte für defensive Stabilität gegen Herrmann sorgen, Schlaudraff kümmerte sich deutlich mehr um die Offensive. Kein Wunder übrigens, dass beide Mannschaften viel mehr Angriffe über rechts hatten, spielte doch bei den Gladbachern mit Arango ein verkappter Spielmacher auf der linken Seite. Hier zeigte sich ein weiterer Unterschied in den beiden Formationen. Die Gladbacher hatten einen Spielmacher und einen dynamischen Stürmer auf den Seiten, die Mannschaft Slomkas spielte mit einem technisch starken Mittelfeldspieler und einem klassischen Außenbahnspieler etwas konservativer, jedoch nicht defensiver. Man hatte somit die theoretisch ideale Besetzung gegen die beiden Starspieler Gladbachs gefunden.

Das defensive Zentrum der beiden Mannschaften war allerdings grundlegend anders aufgeteilt. Die Fohlen hatten zwei gleichberechtigte und ähnliche Spielertypen, beide relativ einfach gestrickt und mit Stärken sowie Verantwortungen in der Defensive. Ganz anders auf der gegenüberliegenden Seite. Pinto ist ein sehr bissiger und teilweise ungemein kreativer wie listiger Spieler, der viele Kniffe und Tricks im Fußball perfektioniert hat. Kleine Provokationen, schöne Pässe und spektakuläre Tacklings gehören ebenso zu seinem Repertoire wie versteckte oder taktische Fouls, was ihn neben dem laufstarken und grundsoliden Schulz zu einer starken Besetzung im defensiven Mittelfeld macht. Er bringt die nötige Bissigkeit in das „urdeutsche Spiel“ seines Nebenmannes, welcher ebenfalls eine gute Leistung zeigte: mit fast 13km lief er an diesem Nachmittag auch am meisten.

Am ähnlichsten waren sich – neben den beiden Antizipationskeepern in den Toren – die Viererketten. Sie hatten primär defensive Aufgaben und obgleich Dante wohl technisch der stärkste dieser Acht war, so gab es prinzipiell keine gewaltigen Differenzen. Sie hatten die Aufgabe ihre Vordermänner passend zum kollektiven Spielsystem zu unterstützen und sich auf die Defensive zu konzentrieren, die beiden Außenverteidiger durften sich nach Bedarf und Möglichkeit vorne einschalten, wobei dies bei beiden Vereinen keine extreme Auswüchse hatte.

Daran scheiterte Gladbach – Hannovers Kompaktheit und disziplinierte Flügelspieler

Wie genau die Hausherren gewannen, zeigte sich in der Übergangsphase der Gladbacher Spielzüge. Als man das Spiel von hinten aufbauen wollte, formierte man sich wie üblich. Die Außenverteidiger gingen breit, die Innenverteidiger entfernten sich voneinander und die Stürmer wollten das Spiel tief machen.

Dorthin verschoben die Außenspieler, desweiteren ist die defensive Grundformation fürs Mittelfeldpressing sowie die Gladbacher im Spielaufbau klar ersichtlich

Letzteres gelang am wenigsten davon und die Hannoveraner drückten den Raum zusammen, man komprimierte die bespielbare Fläche. Dazu sei gesagt, dass man in der gegnerischen Abwehr bewusst Passstationen offen ließ. Slomka ersparte sich und seinem Team viel Risiko, indem man das Aufbauspiel rleativ unbehelligt ließ und sich auf ein Mittelfeldpressing konzentrierte. Die beiden Mittelstürmer liefen die Innenverteidiger nur an, um dann einen Pass nach vorne oder auf die Seite zu provozieren. Einer der beiden folgte dann etwas und passte auf, dass der Ball nicht sofort zurückgespielt werden konnte, der andere verharrte in seiner Mittelstürmerposition.

Entscheidend waren dann zwei mögliche Spielweisen der Gladbacher in der Offensive. Einerseits das Spiel über die Seiten, hier war Rausch entscheidend. Gegen Arango hatte der defensivschwächere Schlaudraff (bezogen auf die klassischen Flügelspieleraufgaben) leichteres Spiel, als man es gegen den extrem schnellen und wendigen Herrmann jemals haben könnte. Würde nämlich Herrmann nach vorne preschen, so hätte er viel Raum vor sich, da die Viererkette der Hannoveraner extrem eng aneinander agierte. Man wollte sich selbst so vor Gassenpässen für Reus schützen, musste aber die Seiten öffnen. Die Aufgaben der beiden Flügel, insbesondere eben Rausch, war es deshalb, dass man immer auf der Hut war. Sobald Herrmann (oder Arango) startete, musste man mitgehen und teilweise sah man die beiden selbst bei bloßem Verdacht auf einen weiten Pass nach hinten laufen.

Wenn nämlich einer der beiden Außenverteidiger aus der Kette gezogen worden wäree, dann hätte man ein sehr großes Problem. In der Zeit, bis dieses Loch vom Vordermann gefüllt hätte werden können, bestand die Möglichkeit für die klassischen schnellen Gladbacher Kombinationen. Bis man Herrmann oder Arango unter Druck gesetzt hätte, wären die beiden wohl bereits bei einem Doppelpass mit Reus und Co. gewesen. Die Folge logisch: Chaos in der eigenen Abwehr. Um dem zu entgehen, mussten Rausch und Schlaudraff nach hinten preschen und die Verfolgung in einer Art Manndeckung aufnehmen. Der Außenverteidiger würde erst danach im Verbund mit der Viererkette und bei Einhaltung des Linienspiels helfen, lediglich bei einem gleichzeitig aufrückenden gegnerischen Außenverteidiger durfte er die Linie verlassen.

Interessant war es jedoch, dass nach Schlaudraffs leichtem mentalen wie konditionellen Abfallen kein neuer Spieler kam, sondern nach dem Seitenwechsel eigentlich Ya Konan diese Position auf dem rechten Flügel übernahm. Man wollte hier den Gegner wohl unter Druck setzen, mit dem bissigen Pinto auf halbrechts und dem stark spielenden Konan wurde die Lücke eigentlich nie gefüllt – weil sie schlichtweg nie in der zu erwartenden Größe entstand.

Daran scheiterte Gladbach – das variable Pressing der 96er

Die zweite mögliche Spielweise im zweiten Drittel der Gladbacher war ein Kurzpassspiel im Mittelfeldzentrum, bis sich der gesamte Mannschaftsverbund nach vorne bewegt hatte. Damit dies nicht in Ruhe geschah, aber sich gleichzeitig keine Räume auftaten, schien sich Slomka etwas Besonderes überlegt zu haben.

das variable Pressing der Hannoveraner zu einer Grafik gezaubert. Nur hier, bei Spielverlagerung.de

Auf der Grafik sieht man, wie es im Idealfall war, wenn der halbrechte gegnerische Sechser den Ball erhielt. Rausch würde so attackieren, dass er ihm jederzeit den Passweg zu Herrmann verkürzte, war aber nicht zu aggressiv im Draufrücken. Eigentlich sollte er Nordtveit gar nicht körperlich erreichen, sondern ihm nur den Eindruck von Stress übermitteln. Die wirkliche körperliche Bedrängnis sollte Schulz entfachen, er attackierte frontal und sollte gleichzeitig versuchen, die Wege nach vorne abzuschneiden. Im Idealfall konnte Nordtveit somit keinen Pass nach vorne anbringen und sogar eine ungenaue Ballannahme Richtung Flügel wäre gefährlich. Ihm stand nur der Außenverteidiger offen, dieser hätte theoretisch dann einen geraden schnellen Pass nach vorne spielen können – doch da Rausch nur teilweise presste, war er bei einem Abspiel zum Außenverteidiger vor dessen hypothetischen Vertikalpass wieder da.

Der ballferne Sechser der beiden Hannoveranerzentrumsspieler, in diesem Fall Pinto, rückte nur etwas ein und sollte bei einem möglichen Querpass auf den anderen Sechser der Gladbacher zur Stelle sein. Teilweise sollte er so nah am Geschehen sein, dass er die Möglichkeit auf das Abfangen des Passes hätte – effektiver und einfacher als ein Zweikampf ist es allemal.

Wichtig war auch das Funktionieren des ballfernen Außenspielers und der beiden Mittelstürmer. Der Außenspieler blieb meist weit weg vom Geschehen, um Spielverlagerungen zu vermeiden. Sowohl der unglaublich kreative Arango als auch Herrmann wären hier extrem gefährlich, wenn man ihnen Raum gewährt. Slomka entschied sich deshalb für eine Art Manndeckung auf den ballfernen Spieler beim eigenen Mittelfeldpressing, dadurch blieb ein Fixpunkt der ursprünglichen Viererkette gewahrt, der ballferne Außenspieler rückte nur etwas ein, um eine Kurzpassstafette (= indirekte Spielverlagerung über mehrere Stationen) zu vermeiden.

Die zwei zentralen Stürmer beteiligten sich ebenfalls. Diouf sollte durch seine extrem kompakte Stellung ohnehin sofort pressen können und danach (bei einem nicht erfolgreichen Pressing) die zentrale Position möglichst schnell wiederbesetzen. Ya Konan würde sich nach hinten fallen lassen, um mögliche geöffnete Räume aufgrund des fixen ballfernen Außenspieler zuzusperren und in Extremfällen bildete sich dann eine 4-5-1-Formation, die das Zentrum verschließen sollte, um das Spiel wieder nach hinten zu drücken. Hier war dann Diouf wieder erster Angreifer, bis sich Ya Konan neu positionieren konnte.

Fazit

Eine taktische Meisterleistung Slomkas gegen die Gladbacher, welche mehr vom Ball, aber weniger vom Raum hatten. Auf den Durchschnittspositionen erkennt man trotz der unter 40% Ballbesitz eine höhere kollektive Ausrichtung der Hannoveraner. Dies war das Hauptziel des Mittelfeldpressings Slomkas, welche sich lediglich einem etwas glücklichen Solo Nordtveits geschlagen geben musste. Nichtsdestotrotz sollte man nicht auf Gladbach einprügeln. Nach einer langen Saison mit ein paar Schlüsselveränderungen in den letzten Wochen geht ihnen die Puste aus und gegen eine durchaus starke Mannschaft wie Hannover, dazu noch auswärts, kann man natürlich verlieren. Die Zeit wird zeigen, wie reif die beiden Mannschaften wirklich sind.

 

elkjaer 3. April 2012 um 22:24

Sehr schöne Analyse, treffend auch, dass der Fokus auf Hannovers Taktik liegt (auch wenn ich Gladbach-Fan bin). Weiter so!

Ich wollte aber etwas ergänzen, das ihr vielleicht auch noch besser einordnen könnt als ich: Vor allem in der ersten Hälfte war bei Gladbach der eine Sechser (Neustädter) meist der zentrale Aufbauspieler in der Abwehr, nicht wie sonst Dante. Gladbach hat oft schon Probleme im Spielaufbau gehabt, wenn der ballsichere Dante gepresst wird und dann der technisch nicht so versierte Nebenmann (Stranzl oder Brouwers) den Spielzug eröffnen muss. DEr im Vergleich zu Nordveit (in der jetzigen Form zumindest) ballsichere Neustädter ließ sich bis zum eigenen Strafraum fallen, Dante und Stranzl gingen in ener Art Dreierkette unüblich weit auf außen, die Außenverteidiger standen sehr hoch.

Gefruchtet hat es gleichwohl wie beschrieben gegen die kompakten 96 nicht so sehr, abgesehen davon, dass Gladbach das Spiel bis kurz vor dem Gegentor ziemlich sicher kontrollierte und wenig zuließ.

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Marvin Nash 2. April 2012 um 14:26

Die neuen Überschriften sind super. Machen die Artikel noch viel schmackhafter, wenn man ein wenig geteast wird. Lese noch mehr jetzt 😉 .

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Jeff 2. April 2012 um 15:15

Stimmt!

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Jeff 2. April 2012 um 15:16

Vielleicht kann man noch überlegen, irgendwas aus den Vorschaubildern zu machen. Die verkleinerten Taktiktafeln sagen einem da ja fast gar nichts.

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Sumpfling 2. April 2012 um 14:12

Ein super Artikel! Ich habe ihn quasi verschlungen!
Muss leider zugeben, dass ich soo viel nicht von Strategien im Fussball verstehe, aber dieser Artikel zeigt doch mächtig auf, wie ausschlaggebend eine taktische Anordnung sein kann. Besonderes Augenmerk liegt bei Slomkas Defensivarbeit.

Jedoch würde mich eine grundsätzliche, allgemeine Frage interessieren:
Favre wird diese Defensiv-Anordnung doch in der ersten Halbzeit aufgefallen sein. Wäre es dann nicht die logische Konsequenz daraus gewesen, das System umzustellen bzw. wieder neuauszurichten, als mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen? Denn nach Ihrer Analyse hört es sich so an, als ob Slomka wochenlang Gladbach studiert hätte, um dann eine perfekt-passende Antwort auf ihre Spielweise, System inklusive Spieler zu finden. Der Defensivverbund wirkt in Ihrer Beschreibung einstudiert, aber alternativlos. Folglich ein mörderschwere Aufgabe, falls der Gegner umstellt.
Die Wechsel Wendt/Herrmann Camargo/Hanke wirken da irgendwie mehr wie ein 1:1 Wechsel.

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Herbi 2. April 2012 um 12:07

Und noch einer, den sich mehr Augenmerk auf das Offensivspiel bei 96 gewünscht hätte… So ergibt sich aus dieser Analyse der Eindruck, es sei vor allem darum gegangen, daß 96 die Angriffszüge von Gladbach irgendwie in den Griff bekommt. Möglicherweise hat der Autor in der Saison mehr Spiele von Gladbach als von 96 gesehen und war davon begeistert, insbesondere in der Hinrunde? (als die offensiven Spielzüge bei Gladbach noch richtig „aufregend“ waren)

Mindestens genauso interessant war nun aber das offensive Herangehen bei 96 gegen eine so gute Defensive wie Gladbach sie aufweist. Zumal sich das offensive Spiel bei 96 in den letzten Wochen zunehmend verändert hat. Waren es bisher oft vertikale Pässe im Mittelfeld, die auf Moa durchgesteckt wurden, entsteht in den letzten Wochen ein Stürmerpaar (mit Diouf und Ya Konan) sowie ein betonteres Flügelspiel.

Rausch zieht von links zwar oft nach innen, aber zumindest von der rechten Angriffsseite her erfolgen zunehmend Flanken, sei es von Stindl wie gegen Madrid im Hinspiel, aber auch von Schlaudraff, Ya Konan oder sogar mal von Cherundolo, der im übrigen eine sehr gute Rückrunde spielt.

So ändert sich zur Zeit die Prägung der hannoverschen Angriffe, und dies sehe ich als ein Hauptkennzeichen des Spiels gegen Gladbach. Auf diese Weise waren die beiden Tore für Hannover möglich.
Aber das ist natürlich Mekcern auf hohem Niveau. Es bleibt festzuhalten, daß bei bis zu 6 Artikeln pro Autor und Wochenende die Qualität eurer Berichte sehr gut ist.

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Ron 2. April 2012 um 11:09

Interessanter Artikel. Vielen Dank. Was mir leider fehlt ist, wie ein Vorredner schon sagte, eine Einordnung der Offensivaktionen Hannovers und auch der Tore, wie bei Nordtveits Einzelleistung geschehen. Ich konnte mich nicht davon frei machen beim 2:0 einen klaren Stellungsfehler Dantes auszumachen und beim 1:0 winkte er nur ab, weil Ya Konan ihm schon enteilt war.

Hannovers Tore vielen nach Flanken (wobei die erste ein verunglückter Torschussversuch war) und allgemein wurde dort oft der Weg in Richtung Grundlinie gesucht. Ein gutes Mittel gegen Gladbachs Defensive, wenn diese Vorstöße schnell vorgetragen werden und die IV nicht geordnet stehen bzw. die gesamte Defensive in der Rückwärtsbewegung ist. Beim 2:0 ist es eine 3:6 Situation, aber die Rückwärtsbewegung unterbindet eine kompakte Ordnung der Gladbacher.

Dass ein Vorstoß über Außen nur anscheinend auch ein probates Mittel gegen 96 gewesen wäre, sollte man ebenfalls erwähnen. Wenn Gladbach sich auf den Seiten durchkombinierte, wurde es gefährlich, weil ein AV weiter rausrücken musste und Unordnung und Räume in der Mitte aufkamen. Das ist mMn der Nachteil des massierten Zentrums bei Slomkas Aufstellung.
Es bleibt spannend was Favre sich dazu ausdenken wird, weil ähnlich machte schon Nürnberg das Zentrum dicht und das könnte sich als effektiver Trend gegen Gladbachs Offensive erweisen.

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Jeff 2. April 2012 um 09:59

Ich stimme meinem Vorposter zu, danke für den tollen Artikel. Meckern auf hohem Niveau kann ich insofern, dass er sich stilistisch etwas schlampiger liest, als andere auf dieser Seite. Wurde er nicht gut korrektur gelesen? Auf jeden Fall habt ihr Schulz auch einmal „Schulze“ und Rausch einmal „Rasch“ genannt. Sicher Flüchtigkeitsfehler.

Keep up the excellent work!

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RM 2. April 2012 um 11:03

Ich bin hier bei sv.de das schwarze Schaf unter uns Autoren, bin immer etwas im Stress. Schreibe relativ viele Artikel (manchmal bis zu sechs an einem Wochenende) und habe privat sehr viel zu tun (nicht, dass das bei meinen Kollegen gänzlich anders wäre).
Tut mir Leid, falls ich deswegen beim Korrigieren etwas nachlässig bin, werde das im Laufe meiner SV-Karriere hoffentlich ausbessern.

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Jeff 2. April 2012 um 13:58

Das kann ich aus eigenen Erfahrungen sehr gut nachvollziehen. Danke für die ehrenamtliche Arbeit!

Ihr solltet doch mittlerweile so beliebt sein, dass ihr Leute findet, die gerne regelmäßig korrektur lesen, oder?

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Bari 2. April 2012 um 13:47

Toller Artikel! Hab mir viel Spaß gemacht beim Lesen und war insgesamt auch sehr interessant!
Kleine Korrekturen:
– im 4. Absatz ist der Tippfehler-Klassiker reingerutscht: „Schlaudrauf“ statt „Schlaudraff“.
– im 10. Absatz erster Satz: „Wenn nämlich einer der beiden Außenverteidiger aus der Kette gezogen worden würde…“ ich würde „würde“ durch „wäre“ ersetzen. 😉

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RM 2. April 2012 um 13:52

Danke, alles ausgebessert! 🙂

Und by the way ein großes Danke von Herzen für die sachliche Kritik, das Verständnis bei Fehlern und die generell inhaltlich sinnvollen Kommentare!

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getuerkt 2. April 2012 um 09:50

Eine sehr schöne Analyse!

Was mich jedoch hier stört ist die Tatsache, dass die Offensive von Hannover garnicht beschrieben wird, im Sinne dessen, wie das Offensivspiel taktisch ausgerichtet ist. Mir ist zwar bewusst das Hannover bei Balleroberung versucht durch schnelle und risikoreiche Vertikalpässe zum Erfolg zu kommen, dennoch hätte ich mir eine nähere Beschreibung auch in diesem Spiel gewünscht, auch wenn mir bewusst ist, dass es nicht das Hauptthema des Artikels darstellt, denn man gewinnt kein Spiel wenn man nur Hinten gut steht, siehe eure Analyse von Barcelona – Athletic 😉

Fasst es bitte als Meckern auf sehr hohem Niveau auf.

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RM 2. April 2012 um 11:00

Nun ja, wir hatten unter anderem bereits die Kritik, dass die Artikel zu lang wären. Wenn ich noch die Hannoveraner Offensive taktisch zerlege und schließlich dann die Gladbacher mehr covern müsste, hätte man einen doppelt so langen Artikel. Letztlich ist ja sogar eine in-depth mit bis zu 10’000 Wörtern nicht gänzlich vollständig, deshalb suche ich bei normalen Analysen einen abgegrenzten Rahmen, um nicht zu lang zu werden.

Kleines Stichwort: In der Offensive schien man mir etwas eine 1-2-3-Kombination aus dem Mittelfeld heraus zu suchen, Rausch links und Pinto halbrechts vor Schulz, dazu dann eine asymmetrische Dreierspitze vorne teilweise, besonders sichtbar wurde dies nach der Umstellung Schlaudraffs. Hinzu eben das dynamische Spiel in die Spitze, etc.

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getuerkt 2. April 2012 um 11:35

Natürlich ist es legitim sein Thema derart abzugrenzen bzw. sich mit einer bestimmten Fragestellung auseinander zu setzen, aber im Gesamtkontext eines Fußballspiels wirkt es dann etwas unvollständig.
Ich für meinen Teil war noch nie ein Kritiker der Länge eurer Analysen bzw. ich finde es sogar wesentlich lehrreicher, wenn ihr auf mehrere spezielle Aspekte eingeht, anstatt sie nur, aufgrund des Wunsches mehrerer Leser, oberfächlicher zu betrachten (Damit will ich jedoch nicht sagen, dass ich eure Analysen als oberflächlich empfinde). Es ist für mich unbegreiflich, wieso einem etwas, was man mit Freude ließt, zu lang erscheint, aber seis drum.
Es hätte kein langer Text zum Hannoveraner Offensivspiel sein müssen, aber dennoch ein kurzes Vorstellen der Angriffsbemühungen bzw. des Schemas.

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NeZ 2. April 2012 um 13:12

Ich finde, wer soviele Gedanken zu einem Spiel hat, sollte diese auch in seinem Text unterbringen (dürfen).

Lieber lese ich einen etwas längeren Artikel, als mir dann die Meinung des Autors zu dem Thema meines Interesses aus diversen Antworten auf Nachfrage-Kommentaren anderer Leser zusammenzuklauben.

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tom24 2. April 2012 um 17:46

Nur ne Anmerkung zur Länge:
Gerade längere Artikel die Raum lassen für unterschiedliche Blickfelder sind für mich das besonders Gute an SPIELVERLAGERUNG!
Wenn ich die Artikel und Diskussionen hier verfolge sind wir als Fans endlich mal froh, einen analytischen Artikel zu lesen, der über das B*** – Niveau hinausgeht.
Also Mut zu längeren Texten und weiter so.

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LJ 2. April 2012 um 04:13

Sehr interessante Betrachtung. Danke dafür. Mir scheint, dass die Aufstellung von Schulz als 6er nicht nur der Formschwäche von Schmiedebach sondern auch der zuletzt vermehrt auftretenden Schwäche bei gegnerischen Standards geschuldet war. Mit Schulz hatte man bei diesen einen weiteren kopfballstarken Spieler im Sechzehner. Aber auch im Mittelfeld war mehr Präsens der 96er bei hohen Bällen spürbar.

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